Flaschenpost vom Seerhein (Dezember)

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Die Tage sind jetzt kurz, Dunkelheit und kaltes Wetter. Und doch ist da ein Gefühl von Aufbruch, Neubeginn. Eine positives Gefühl – ein neues Jahr hat begonnen. Und mit Freude beginne ich hier im Blog dieses Jahr mit einem fotografischen Rückblick, meiner Flaschenpost vom Seerhein „Dezember“.

Der Dezember am Seerhein ist ruhig, die Hotels haben in unserem Dorf kurz vor Weihnachten geschlossen und werden erst im Frühling wieder öffnen. Die Seepromenade ist verlassen, kaum noch Menschen kommen jetzt hier an den See. Und trotzdem ist es eine schöne Zeit. Der Seerhein fliesst ruhig. Wenn der Nebel zwischendurch aufbricht, wirft das Blau des Himmels  durch den leichten Dunst ein silbernes Licht auf seinen ruhigen Wasserspiegel. Es ist diese Stimmung, nach diesem endlosen und umtriebigen Sommer, die einem denken lässt, der See gehöre nun einem wieder alleine. Und so nehme ich Euch mit der Kamera mit um diese Zeit ausserhalb der Saison zu entdecken.

Liebe Grüsse vom Seerhein

Michael

Living on the Waterfront – meine Fotos des Monats Dezember

ruhige Zeiten

Am 3. Advent verzauberte etwas Schnee die Gegend. An diesem Tag lag eine tiefe Ruhe über dem Seerhein.

Karussell

Ein kleiner Adventsanlass brachte den Kinder ein Karussell ins Dorf. Auch die Augen manch Erwachsener liess das alte Karussell leuchten.

Grau

Das Winterwetter am Bodensee geniesst wegen des (Hoch-) Nebels keinen allzu guten Ruf. Dabei sind graue Tage am See auch nicht häufiger als beispielsweise im Schweizer Mittelland oder in Stuttgart. Durch das Grau müssen wir durch, dafür werden wir im Frühjahr und Sommer wieder mit mehr Sonne als anderswo belohnt. (Bild Bommerweiher)

Bodensee-Stör

Als ich im SeaLife Konstanz im „Bodensee-Becken“ Störe schwimmen sah, staunte ich nicht schlecht. Der Stör im Bodensee? Störe leben eigentlich eher in fliessenden Gewässern im hohen Norden und nicht in einem „stehenden“ Alpensee. Die Störe im SeaLife sind tatsächlich aus dem Bodensee, aber hier nicht heimisch. Sie wurden als Beifang gefischt und vom SeaLife Konstanz aufgenommen. Woher diese Fische ursprünglich stammen ist nicht ganz klar. Vermutet wird, dass diese aus Privathaltungen stammen. Irgendwann werde diese Fische dann zu gross und einfach im Bodensee ausgesetzt. Diese Störe können übrigens bis zu 60 Jahre alt werden und eine Länge von 2 Metern erreichen.

Nebelfluchten

Vom Bodensee aus gibt es viele Möglichkeiten, der grauen Suppe zu entfliehen. Und erst noch schnell – mit der Bahn oder dem Auto findet man rasch seine persönliche „Sonneninsel“. Für so eine Nebelflucht bietet sich das wunderschöne Appenzellerland an. Hier lag zudem im Dezember noch sehr wenig Schnee, so dass man die „Sommer-Wanderwege“ gut und trocken begehen konnte.

Bären auf dem Bodanrück

So richtig scheint sich dieser Bär mit dem kalten Winterwetter nicht anzufreunden. Etwas lustlos schaut er auf seine Welt. Dieser Braunbär wohnt in einem grossen Freigehege im Wild- und Freizeitpark Allensbach auf dem Bodanrück.

Schilf

Der frische Schnee auf den Schilfrispen sorgte für etwas Winterstimmung.

Hiking in the Rain

So eine Wanderung durch den Regen macht den Kopf frei. Und ein kleiner Schirm wird zum Luxus.

Dezember-Pegelstand: leichter Anstieg

Fast schon eine Überraschung war der Regen anfangs Dezember. In den Bergen über 1500m gab es viel Schnee, darunter regnete es und liess auch die Zuflüsse zum Bodensee anschwellen. So stieg der Wasserstand im Dezember an. Zur Zeit ist der Wasserstand allerdings immer noch einen halben Meter tiefer als im Vorjahr. (Stand Pegel Konstanz / Rhein 31.12.2018: 3.0 m)

 

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom Seerhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom Seerhein

Folgender Post ist im Dezember aus der Region entstanden:

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

 

Auf dem Weihnachtsmarkt (Stein a. Rhein)

 

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

3 Kommentare zu „Flaschenpost vom Seerhein (Dezember)

  1. Sehr schöne Eindrücke aus dem Dezember. Besonders gefallen mir die schneebedeckten Schilfrispen.
    Ich war im Frühjahr 2017 am Überlinger See und bin den „SeeGang“ gewandert. Ein tolles Erlebnis. Am meisten hat mich der Blick von einem Bühl östlich von Hödingen beeindruckt. Nach mehreren tristen Regen- und Schneetagen war endlich schönes, sonniges Wetter, ich stieg den Hügel hinauf und das Panorama des Sees mit den schweizer Bergen dahinter haute mich einfach um. Mir kamen sogar die Tränen vor Rührung.
    Das Titelbild meiner Homepage zeigt einen weiteren wunderschönen Ausblick von dieser Wanderung. Das war etwa einen Kilometer weiter (Eglibühl?, Leopold-Ziegler-Weg Überlingen)

    Mir hat es so gut am Bodensee gefallen, dass ich mir vorstellen konnte, dorthin zu ziehen. Ein Kollege, der in Konstanz aufgewachsen ist, riet mir ab. Wegen des Nebels, der das halbe Jahr über’m Bodensee hängt, sei die Selbstmordrate dort am höchsten. Ist das wirklich so? Ist der Nebel so bedrückend?

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Aurora,
      Vielen Dank für Dein schönes Feedback – und nachträglich wünsche ich Dir noch ein wundervolles neues Jahr. Dein Titelbild ist wirklich „Bodensee at its best“!
      Aus beruflichen Gründen bin ich vor langer Zeit vom See weggezogen. Erst vor kurzem „teilweise“ zurückgekehrt pendle ich nun als ein Art Wochenend-Aufenthalter zwischen Zürich und Bodensee. Mein Blick auf die Dinge hier mag daher etwas verklärt sein.
      Das Klima um den Bodensee wird als mediterran bezeichnet, denn es ist sehr mild mit warmen Sommern und gemässigten Wintern. Und es gibt diese Nebeltage, der „ewige Nebel“ ist dagegen ein hartnäckiger Mythos. In den Wintermonaten sind es 5 – 25 Tage (Hoch-) Nebel, statistisch macht sich der Klimawandel mit einem Rückgang der Nebeltage bemerkbar. „Unten grau, oben blau“ – nennen wir hier übrigens die Nebelflucht ins sonnige Appenzellerland! Wenn es dann doch mal zuviel wird. Mit dem Auto oder Zug kaum eine Stunde von Konstanz entfernt grüsst schon die Sonne inmitten der „Appenzeller Alpen“! Einer dieser vielen schönen Facetten der Bodensee-Region. LG, Michael

      Gefällt 2 Personen

      1. Danke dir!
        Hach, das lässt meine Sehnsucht nach der Schweiz wieder stärker werden. Meine Mutter ist Schweizerin, weisst du, daher fühle ich mich tief mit der Schweiz verbunden. Ein Urlaub o.Ä. kommt aus finanziellen Gründen leider nur sehr selten in Frage.
        Liebe Grüsse
        Aurora

        Gefällt 1 Person

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