Flaschenpost vom Seerhein (Februar)

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Im Februar wechselte die Farbe von Grau in Blau – auf eine eindrückliche Weise. Anfang Februar war ich noch mit der Kamera im Schnee unterwegs, dann kam das Sturmtief “Uwe”, der Winter zeigte sich nochmals kurz. Doch mit Uwe zog der Winter weiter und machte Platz für die ersten Frühlingsmomente am See.

Spätestens seit Mitte Februar riecht es schon sehr nach Frühling hier am See. Begleitet von viel Sonne und blauem Himmel stiegen die Temperaturen bis an die 18 Grad-Marke heran. Kein Vergleich mit dem Vorjahr, wo wir uns schlotternd dem „Arctic Outbreak“ stellen mussten.

Der Winter scheint vorerst beendet, auch wenn der März jetzt regnerisch angefangen hat, doch die milden Temperaturen könnten weiterhin anhalten.

Meiner Flaschenpost vom Februar gebe ich den Titel “turning into blue”. Nachdem vielen Winter-Grau machte es Freude die zarten, winterlichen blauen Farben des Sees und des Himmels auf sich wirken zu lassen. „Winter-Blues” hatte so dieses Jahr einmal eine andere Bedeutung.

Das Sonnenlicht streichelt die Seele, vergessen geht schon die griesgrämige, müde und graue Winter-Zeit. So wünsche ich Euch viel Spass bei der Flaschenpost “turning into blue” und einfach viel Sonnenlicht für eine gute, frühlingshafte Laune!

Michael

Living on the Waterfront – meine Fotos des Monats Februar

Winterflug

Im letzten abendlichen Winterlicht kreist eine Möwe einsam über das Wasser.

Weinberg im Schnee

In den Rebbergen am Untersee lag anfangs Februar noch etwas Schnee, alles wirkte eisig, für ewig erstarrt.

Winter-Sturm

Eine Kaltfront hatte anfangs Februar heftige Winde über den See geschickt und nochmals für eine winterliche Abkühlung gesorgt. Die Sonne dramatisierte kurz für dieses Bild die Sturm-Szenerie.

Weinberg in der frühlingshaften Sonne

Wie schnell es sich ändert, in der zweiten Hälfte Februar lag bereits ein Hauch von Frühling über der Landschaft.

Sonnenlicht

Nach Wochen trüben Wetters lockte die Sonne mit strahlend blauem Himmel und frühlingshafter Milde nach draussen. Die ersten Spaziergänger zog es ans Seeufer.

Schneeglöggli

Schon erscheinen die ersten Schneeglöckchen, die ersten zarten Blüten dieses Jahres. Als hätten Eiszapfen sich in Blumen verwandelt, kündigen die Schneeglöckchen ein Hauch von Frühling an. Noch steckt der Winter in diesen Blüten, ihre innere Kraft wird sich gegen Eis und Schnee durchsetzen.

Turning into Blue

Nach den grauen Tagen verzaubert die winterliche Sonne den See und den Himmel in pastellfarbenes Blau.

Weitblick

Die „milde“ Bise brachte trockene Luft und damit eine wunderschöne Fernsicht mit sich.

Morgendlicher Nebel über dem Ried

In den frühen Morgenstunden dominierte noch der Nebel, dieser löste sich nach Sonnenaufgang rasch auf, was immer wieder zu schönen Stimmungen führt.

Die Bäume lässt diesen „Frühling im Winter“ anscheinend kalt, es gibt kein frühes Knospentreiben. Grund dafür sind einerseits die kühlen Nächte, andererseits richten sich viele Baumarten am Stand der Sonne aus.

A Winter Beach Walk

Die Sonne schien, eine zügige Bise wehte vom See herüber, die Temperatur lag über dem Gefrierpunkt. Kein schlechter Tag für eine Winter-Wanderung am Strand.

Februar-Pegelstand: leicht über den saisonalen Mittelwerten

Die Pegelstände am Seerhein, Bodensee und Untersee haben sich weitgehend normalisiert. Der Pegel des Bodensees lag zeitweise sogar leicht über den saisonalen Mittelwerten.

In den Ostschweizer Bergen liegt überdurchschnittlich viel Schnee. Hier steckt Hochwasserpotenzial. Erinnerung werden an das Jahrhunderthochwasser im Mai 1999 wach. Damals hatte der viele Schnee in den Bergen zum grossen Hochwasser beigetragen. Damit es alledings zu Hochwasser am See kommen kann, braucht es in den Bergen zusätzlich zu den grossen Schneemengen andauernde hohe Temperaturen und starke, langanhaltende Niederschläge. Dies ist im Moment nicht der Fall. Denn der überraschende “Frühling im Februar” brachte kaum Schmelzwasser – trotz den hohen, frühlingshaften Temperaturen in den Bergen. Der Grund dafür ist ein komplexes Phänomen, der einerseits den Schnee trotz der warmen Witterung bewahrt (Kühlgrenztemperatur), andererseits verdunstet der Schnee direkt in die Luft. (Sublimationsverlust).

Frühling im Winter

Sonne satt und erstmals ohne Winterjacke – Ende Februar drehte der „Frühling im Winter“ nochmals richtig auf. Die Bise schlief ein und damit gab es richtige frühlingshafte Temperaturen, die 18 Grad-Marke wurde erreicht.

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom Seerhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom Seerhein

Folgender Post ist im Februar aus der Region entstanden:

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Der See gehört jetzt uns …

Der See ist verträumt, strahlt eine romantische Ruhe aus. Dies sind die Momente, in denen die Anwohner sagen, „jetzt gehört der See uns“.

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

4 Kommentare zu „Flaschenpost vom Seerhein (Februar)

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