Fondue ohne Brot – Rezept

Es ist fast unvorstellbar – aber: Fondue geht auch ohne Brot! Obwohl, diese Aussage könnte fast zum Entzug meines Schweizer Pass führen. Daher bitte ich alle Liebhaber des klassischen Fondues hier nicht mehr weiterzulesen.

Wir ernähren uns weitgehend ohne Produkte aus Süssgräsern (Weizen, usw.), daher haben wir beim Fondue nach Alternativen zum Brot gesucht. Aus einigen Versuchen hat sich inzwischen unser “Lieblingsfondue” entwickelt. Selbst Gäste konnten wir schon für diese Variante des Winterklassikers begeistern. Passend zum „Märzwinter“ gebe ich dieses Rezept gerne weiter:

Zutaten für 4 Personen

1 kg mittelgrosse Süsskartoffeln
4 Birnen
400 g Freiburger Vacherin, grob gerieben
400 g Appenzeller Käse rezent, grob gerieben
1EL Kartoffelmehl (oder Maizena)
1EL Curry (mild oder scharf)
3 dl Prosecco (oder Weisswein)
1 EL Limettensaft
1 TL schwarzer Sesam

Zubereitung:

Kartoffeln und Birnen auf ein Blech legen, max. 45 min in der Mitte des auf 220 Grad vorgeheizten (Ober- und Unterhitze) Ofens backen. Kartoffeln sollten noch “knackig” sein. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Kartoffeln können jetzt ganz einfach aus der Schale gelöst werden. Diese dann in Würfel schneiden. Birnen halbieren.

Käse, Kartoffelmehl und Curry in ein Caquelon (Tipp: vorher mit Knoblauch einreiben) geben, mischen. Prosecco und Limettensaft dazu giessen. Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze kochen, bis der Käse geschmolzen ist. Sich hier Zeit lassen, bis das Fondue gebunden ist.

Sesam über das Fondue streuen. Kartoffeln und Birnenhälften dazu servieren.

Kleiner Tipp: Wir schmuggeln am Schluss noch 1 Messerspitze Natron unters Fondue, damit wird es schön luftig.

Dieses Fondue ist auch als Low-Carb Variante etwas feines, dann einfach die Süsskartoffeln durch Brokkoli, Blumenkohl, Äpfel oder Karotten ersetzen. (blanchiert oder als knackiges Ofengemüse mit Kümmel).

Süsskartoffeln haben viel Karotin, Vitamin E und C – der Kohlenhydrat- und Zuckergehalt schliesst diese gesunde Knolle aber für die Low Carb Variante aus.

Dazu trinken wir gerne ein Glas Fendent, ein Weisswein aus dem Wallis, welchen man bei uns traditionell zum Fondue trinkt. (Chasselas oder Gutedel). Ein (eisgekühlter) Kirsch darf natürlich nicht fehlen.

En Guete!

 

 

Dieses Rezept ist u.a. von „Betty Bossi“ Kochbüchern inspiriert

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

12 Kommentare zu „Fondue ohne Brot – Rezept

    1. Das Prunkstück der schottischen Küche vegetarisch oder vegan? Warum nicht, in Schottland vielleicht lieber das Original (für mich einfach nicht zuviel), aber mal für eine verträglichere Variante zu Hause so als Flashback Scotland – gute Idee. LG, Michael

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      1. Ich hab kürzlich beide Varianten (mit Fleisch und vegan) für Freunde gekocht. Die vegane Variante war gut, aber schmeckte irgendwie nicht nach Haggis. 🙂 Ich persönlich esse das Original lieber, aber meine Veganer waren happy. Also warum nicht mal mit solchen Varianten experimenieren – Fusion-Küche?
        Wie gut, dass man mir nicht die schottische Staatsangehörigkeit entzienen kann …

        Gefällt 1 Person

    1. Danke für den Hinweis – ich bin schon alkoholfreien Käsefondues begegnet, anstelle des Weissweins wurde Süssmost oder Bouillon verwendet. Balsamico unbedingt, wem es dann doch zuviel Restalkohol hat, alternativ auf Zitronensaft zurückgreifen, damit wird die Gefahr des Gerinnens gebannt und das Fondue wird schön cremig. LG, Michael

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    1. Baguette, also Weissbrot zum Käse-Fondue ist traditionell und auch nicht. In der Schweiz gibt es nämlich einen Fondue-Graben. Beispielsweise beim Käse. Die Westschweizer mögen ihr Fondue lieber etwas dicker, bei uns in der Deutschschweiz bevorzugt man ein etwas dünnflüssigeres Fondue. Auch beim Brot gibts Unterschiede: Der Romand tunkt Weissbrot in den Käse, der Deutschschweizer nimmt traditionell Ruchbrot. Kartoffeln zum Fondue sind in der Westschweiz übrigens sehr verbreitet und beliebt, in der Deutschschweiz eher ein no go 😉 LG Michael

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      1. Oh soviele Unterschiede, das wusste ich nicht, klingt interessant. Da muss ich das nächste mal auf die Unterschiede aufpassen. In Stein am Rhein fällt mir ein, war es das Ruchbrot😃
        LG Andrea

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