Pfirsichblüten am Bodensee

Es ist Frühling, unten glitzert der Bodensee. Ich bin auf einer Wanderung durch die sonnigen Obstgärten in dieser wunderschönen sanft hügeligen und so herrlich blühenden Landschaft. Die Vielfalt der Obstbäume ist eindrücklich: Zwetschgen, Aprikosen, Kirschen blühen bereits, selbst die Birnen- und Apfelbäume sind bereits am aufblühen.

Eher zufällig entdecke ich die über und über mit rosa Blüten besetzten Pfirsichbäume.

Rosa Frühlingsboten

Da es bei uns am Bodensee, ähnlich wie bei den Aprikosen, nur sehr wenige Pfirsiche gibt, ist dies doch eine Begegnung der eher seltenen Art. Allerdings gibt es rund um den Bodensee experimentierfreudige Obstbauern, die neben Kirschen und Äpfeln auch weniger verbreitete Früchte anbauen. Aprikosen, Nektarinen und die wärmeliebenden Pfirsiche werden daher immer beliebter.

Früchte der Römer

Die Römer brachten ursprünglich den „Perserapfel“ mit und dieser wurde auch nördlich der Alpen, vermutlich sogar am Bodensee angepflanzt. Irgendwann ist hier der Pfirsich in Vergessenheit geraten. Mittlerweile scheint der Pfirsich in die Bodensee-Region „zurückzukehren“.

Pfirsiche aus hiesigem Anbau werden im Herbst übrigens reif geerntet und meistens in den Hofläden direkt verkauft. Diese Früchte duften intensiv und ein Biss in eine solche Frucht ist ein Genuss!