Flaschenpost vom See&Rhein (Juni)

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Gerne gehe ich an den Wochenenden, abends, nochmals an den Seerhein. Auf der kleinen Promenade unseres Dorfes geniesse ich die abendliche Stimmung, beobachte die Menschen, schaue den Vögel zu. Und war gewohnt, dass ich von der Ufermauer auf den Fluss „runter“ schauen konnte. Genau dies ist jetzt anders, zur Kante der Ufermauer geht es nur noch barfuss und dann stehe ich fast knöcheltief im Wasser – auf exakter Höhe des Flusses.

Seit dem Rekordsommer 2018 hatte das Niedrigwasser den Seerhein im Griff und ich hatte mich an diesen Anblick schon ganz gewöhnt. Doch ein Anstieg des Wasserstandes um mehr als 1.50 Meter binnen Wochen hat die Situation verändert. Da und dort plätschern die Wellen des Flusses nun ein wenig über die Uferbefestigungen. Passiert ist nichts und das Beinah-Hochwasser lässt die Menschen an der Seeuferpromenade einfach ihre Schuhe ausziehen, freuen sich barfuss durch das seichte, saubere Wasser zu laufen und geniessen bei sommerlichen Temperaturen eine kleine Abkühlung.

Natürlich hat uns die Hitzewelle letzte Woche erreicht, die Temperaturen gingen ganz schön Nahe in Richtung 40 Grad Marke. Jetzt am Wochenende war es nicht mehr ganz so heiss – sagen wir, es war einfach Hochsommer!

Über die Hitze beklage ich mich nicht, endlich ist richtig Sommer! Der Himmel über dem See ist strahlend blau, die Sommerwiesen blühen und die Menschen geniessen die Sonne am Fluss. Und schon ist dieses Sommergefühl bei mir zurück, das Leben einfach etwas leichter erscheinen und nehmen lässt.

Mein Blog „Michael’s Beers&Beans“ (ich eher etwas weniger) macht jetzt Sommerpause. Die nächste Flaschenpost vom Seerhein (Juli/August) erscheint daher anfangs September. Und so ab Mitte August geht es dann wie gewohnt hier weiter.

Roll out those lazy, hazy, crazy days of summer

Nat King Cole


Allen eine wunderschöne Sommerzeit!

Liebe Grüsse

Michael

Sommersonnenwende

Mittsommer – es ist auch die Zeit um mein inneres Feuer etwas zu feiern. Für all das wofür ich brennen darf, erschaffen und erleben kann. Und nicht zu vergessen, mit der Sommersonnenwende ist bereits das erste Halbjahr vorüber!

Terrassen-Glück

Jetzt ist wieder die Zeit der schönen Terrassen am oder mit Blick zum See. So geht cooles Entspannen unweit der Metropolregion Zürich.

Margeriten

Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt mich … die Margerite gibt allen Verliebten eine Antwort. Über die Natürlichkeit der Margerite freue ich mich immer wieder und zusammen mit Korn- und Mohnblumen entsteht ein wunderschöner Feldblumenstrauss.

Kücken

Diese herzigen Kücken sind erst ein paar Tage alt – natürlich gut bewacht von ihren Schwanen-Eltern in unmittelbarer Nähe.

Pier

Sometimes I wish I lived by a pier
In a lighthouse with a chandelier
I’d watch everybody’s ships come in
And then I’d sail away with them
(Miranda Lambert, American country music singer and songwriter)

Wald-Idylle

Etwas versteckt im Wald auf dem Seerücken bin ich diesem kleinen, idyllischen Teich begegnet. Bald blühen hier die Seerosen. Eine Oase der Ruhe.

Hitzewelle

35 bis 38 Grad – die Bodenseeregion wurde wie vielerorts in der Schweiz und in den Nachbarländern von der Hitzewelle erfasst. Hoch „Ulla“ heizte die Wüstenluft aus der Sahara nochmals richtig an. Dafür wurde die Badesaison so richtig lanciert, anfänglich war es am Seerhein buchstäblich ein Sprung ins Kühle nass – 17 Grad! Inzwischen sind auch die Wassertemperaturen auf angenehme 21 Grad gestiegen (Bodensee teilweise schon über 22 Grad). Am vergangenen Wochenende ging die Hitze dank der Bisenströmung ganz leicht zurück – die Tropennächte blieben aber.
Der Juli verspricht weiterhin Hoch-Sommer pur!

Münster St. Maria und Markus (Kloster Reichenau)

Die von ihrem Ursprung älteste Kirche der Insel Reichenau ist das Münster St. Maria und Markus, eine ehemalige Klosterkirche (Klostergründung 724). Schön ist natürlich das hohe Gras im Vordergrund. Auch hier scheint man nicht alles zu mähen. So sind diese bewusst stehengelassenen Wiesen Nahrungsquelle und Rückzugsort für Insekten.

„Schmuggler-Boote“

Diese Boote liegen an einer verborgenen Stelle, fast wie in einem Schmuggler-Nest.

Gewitterzeit

Anfang Juni sind weitere Gewitter über den See gerollt, eines davon war sehr heftig und brachte anhaltenden Starkregen.

Mohn

Ob ich mich täusche? Noch nie ist mir so viel blühender Mohn aufgefallen wie in den letzten Tagen. Der „wilde Mohn“ macht jedenfalls einfach Lust auf Sommer.

Pegelstand Seerhein: Unter der alten Rheinbrücke wird es eng 

Zusätzlich zu den Unwetter in Graubünden, der üblichen Schneeschmelze kam anfangs Juni noch starker, lokaler Regen dazu. Dies hat den Wasserstand vom Seerhein in die Höhe schiessen lassen.
Daher stieg der Wasserstand des Bodensees weiter stark an. Für den Bodensee wurde vom Bundesamt für Umwelt BAFU die Gefahrenstufe 3 von 5 ausgegeben, das heisst der Bodensee hat die Höhe von 397.10 Metern (nach Schweizer Messverfahren) erreicht.

Am Seerhein hatten wir daher „Beinah-Hochwasser“, die ersten Wellen plätscherten über die Ufermauern. Zu nennenswerten Problemen kam es in meinem Umfeld nicht. In der Presse war zu vernehmen, dass der Konstanzer Wasserbus die alte Rheinbrücke deshalb nicht mehr passieren konnte. Alternativ wurde ein kleineres Schiff eingesetzt. Und auch für private Bootsführer gilt es immer noch: Unter der alten Rheinbrücke wird es eng.

* nach Schweizer Messverfahren

Am Sonntag, 23. Juni 2019 wurde mit 468cm wohl der Höchststand erreicht, seither sinkt der Pegel ganz langsam. Stand am 30.6.2019 Konstanz/Rhein 459cm*
(Bild Seerhein Juni 2019)

Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Eine Brücke geht über den See

Im Rahmen des Projekts »Kunst bewegt – Kunst belebt« des BodenseeKulturraums wurde die »KUNST-BRÜCKE Allensbach – Tägerwilen« mit der MS Delphin über den Untersee und den Seerhein hinauf nach Gottlieben gebracht. Neben der Überfahrt auf dem Motorschiff, dem Ablad der Brücke war die Tanzaufführung „Brückenschlag“ ein Höhepunkt. Dabei wurde die Brücke als Bild für unser Leben, für das, was uns miteinander verbindet, dargestellt. Die Brücke ist inzwischen in das Nachbardorf Tägerwilen (per Lastwagen) weitergezogen.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Folgende Posts sind im Juni 2019 aus der Bodensee-Region entstanden:

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Beinah-Hochwasser am Seerhein

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

11 Kommentare zu „Flaschenpost vom See&Rhein (Juni)

    1. Hallo Denise, ganz herzlichen Dank für Dein Feedback, hat mich gerade sehr gefreut. Die Terrasse habe ich am Untersee entdeckt, diese gehört dem Seehotel Schiff im Dorf Mannenbach. LG, Michael (z.Zt. gerade am sehr sommerlichen Lago di Lugano)

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    1. Liebe Inge, Danke für Dein Feedback. Klimawandel? Ist schwierig zu sagen – Hochwasser am nicht regulierten Bodensee ist im Frühling/Frühsommer durchaus normal. Vielfach hängt es vom Wetter und der Schneeschmelze in den Bergen ab. Klar gar nicht normal war das Niedrigwasser in 2018 und so gesehen hat der ungewöhnliche schnelle Anstieg des Pegels in den letzten Wochen auch Fachleute überrascht. Tja, ich gehe jetzt ein bisschen in meine „Sommerblogger-Pause“. Selber arbeite ich ganz gerne die Urlaubszeit durch, nehme es aber über die Ferienzeit gelassener, freue mich auf ein paar Freiräume. Und im Oktober geht es endlich wieder einmal an den Eyjafjörður. 🙂 Ich wünsche Dir ebenfalls eine schöne Sommerzeit! LG, Michael

      Gefällt 1 Person

      1. Inzwischen bin ich wirklich ein grosser Fan von Islands Norden, inbesondere die Gegend um den Eyjafjörður hat es mir angetan. Geändert hat, dass ich früher immer quer durch das Land gereist bin, heute liebe ich es stationär an diesem Fjord zu sein. Ein Haus in Island zu mieten hat einfach etwas. LG nach Hamburg, Michael
        P.S. Schau mal in diesen Post rein, vielleicht kennst Du das eine oder andere: https://beersandbeans.ch/2017/03/20/idylle-am-inselfjord/ und Island wird natürlich wieder hier auf meinem Blog in den Fokus rücken 😉

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