Herbstzeitlosen

Bodensee, Flora

Nochmals violett!

Die Stärke der Herbstzeitlosen ist, dass sie die Riedwiesen am Seerhein nochmals in violette Blumenwiesen verwandeln. Und dies zu einer Zeit, wenn die meisten anderen Pflanzen schon an Winterruhe denken.

Die schöne Blüte der Herbstzeitlose kann vergessen machen, dass dieses Liliengewächs eine der giftigsten einheimischen Grünlandpflanzen ist. Der Verzehr kann tödlich sein – für Mensch und Tier. Deshalb ist sie auf Weideflächen nicht gern gesehen.

Zeitlos im Herbst – der aussergewöhnliche Blütezeitpunkt im Herbst verlieh der krokusähnlichen Blume einst ihren Namen. Nach der Blüte im Herbst zieht sich die Pflanze in den Boden zurück. Dort überwintert sie. In dieser Zeit entwickelt die Pflanze eine neue Knolle. Daraus schiebt sich im Frühjahr dunkelgrüne, etwas dickfleischigen Blätter samt Fruchtkapsel aus dem Boden. Die Blätter ähneln dem Bärlauch, darum müssen Kräutersammler ganz genau hinschauen.

Denn die Herbszeitlosen ist wirklich sehr giftig (Alkaloid Colchizin) und gefährlich. Für die Menschen können schon ein paar Gramm der Samen tödlich sein. Besonders perfid ist, dass die giftige Wirkung auch im Heu erhalten bleibt. Selbst über die Milch der Weidetiere kann das Gift für Menschen noch gefährlich werden.

Foto: Herbstzeitlosen, Espen Riet, Seerhein
Quellen: Wikipedia, Erzählungen

Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell. Ich bin ein fotografischer Geschichtenerzähler, erzähle was ich auf einer Reise oder sonst irgendwo so aufgeschnappt habe. Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Alle Informationen sind ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

4 Gedanken zu “Herbstzeitlosen

    1. Als ich die Herbstzeitlosen auf dem Ried entdeckte und fotografierte, war mir dies auch nicht bewusst. Erst ein Bauer, der mein fotografisches „Treiben“ beobachtete, machte mich auf die „giftige Schönheit“ aufmerksam. Vielen Dank für Dein Feedback & LG, Michael

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