Flaschenpost vom See&Rhein (November)

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Hier am See gab es nur wenige sonnige Tage, dafür Boden- und Hochnebel, Regen und der erste Schneeregen kündigte an, es geht Richtung Winter. Nun, der November gehört zu den grauen Monaten des Jahres, dieses Jahr war es ein getreues Abbild des Klischees.

Die Flaschenpost vom See&Rhein ist trotzdem „novemberlich bunt“, so konnte ich warme Farbtöne, mystischer Nebel und einzigartige Lichtverhältnisse einfangen. Der Spätherbst hält eindrucksvolle Momente in der Natur auf.

Ist es nicht unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Mir scheint, als hätte ich hier gerade erst über den Frühling gepostet. Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste die Zeit anhalten um neben dem Alltag einfach ein paar Stunden zu gewinnen. Daher freue ich mich auf die Adventszeit und hoffe einen Gang runterzuschalten.

Ich wünsche Euch und Euren Liebsten eine ruhige, gemütliche und stimmungsvolle Adventszeit!

Liebe Grüsse

Michael

Föhnwetterlage über dem Alpstein

Gegen Ende November hatten wir in der Bodensee-Region eine ausgeprägte Föhnwetterlage. Zu dieser Zeit war ich gerade im Appenzellerland unterwegs. Die dramatische Wetterlage wollte ich mir für ein paar Fotos zu nutze machen. So nahm ich einen Umweg über die Schwägalp. Von dieser Passstrasse hat man immer wieder einen schönen Blick auf das Alpstein-Massiv. Gerade bei Föhn wirken diese Berge noch mächtiger und so ist mir dieses dramatische Bild gelungen. Was auf dem Foto nicht zu sehen ist, dass dieses Foto bei einer Aussentemperatur von 17° Grad geschossen wurde. Ende November!

spätherbstlicher Weinberg

Ein Motiv, welches ich sehr gerne habe. Darum erscheint es auch immer mal wieder in der Flaschenpost. Der leicht zum See abfallende Weinberg liegt am Ufer des Untersee.

Herbstwald

Dieser Herbstwald ist voller Eindrücke: Blickt man nach oben, entdeckt man leuchtende, gelbe Baumkronen, auf dem Boden spriessen kleine Naturkunstwerke, wie auffällig geformte Pilze. Im Herbstwald nehme ich mir gerne etwas Zeit, um die Umgebung genauer zu erkunden.

Erika

Im Spätherbst fällt wieder auf, dass an viele Orten Erika gepflanzt wurde und diese uns mit ihren Blüten durch den Winter begleiten. Genügsamkeit machen den Herbst zur Zeit der Erikagewächse. Denn dieses Heidekraut bringt im Herbst bis weit in den Winter hinein leuchtende Farben in den Garten, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind.

November-Abend

Kalt, nass, früh dunkel – November halt. Doch so eine Abendstimmung anfangs November entschädigt für vieles.

Teich

Auf einem Streifzug durch den herbstlichen Wald bin ich diesem Teich begegnet. Das herrliche Sonnenlicht liess alles wie ein in Öl gemaltes Gemälde erscheinen.

Fischerboot

Die Sonne ist gerade aufgegangen, noch liegen leichte Nebelschwaden über dem Riet. Ein kleines Fischerboot tuckert stromabwärts – es wird ein guter Tag.

Nebelauflösung

Der Nebel löst sich langsam auf. Grundsätzlich passiert dies von „unten her“, wenn sich der Boden durch die Sonne erwärmt. Dies führt zu diesen speziellen Stimmungen. Im November hat die Sonne noch genug Kraft, um im Laufe des Tages den Nebel aufzulösen. Am geringsten sind die Auflösungschancen wenn die Tage noch kürzer werden.

Pilze

Eine herbstliche Bildkompostionen – von der Natur insziniert.

Martini? Gerührt, geschüttelt? Nein, aus dem Ofen!

In der Schweiz ist der Brauch des Martinstages und der Martinigans eher unbekannt. Aufgrund unserer deutschen Wurzeln ist dieser Brauch innerhalb der Familie eine Tradition geblieben und wir treffen uns jedes Jahr in einem Gasthof zur Martinigans.

Seit jeher werden in verschiedenen Regionen in Deutschland und Österreich Gänse am St. Martinstag als Festtagsbraten gereicht. Dieser Brauch geht auf den heiligen Martin von Tours zurück. Als er Bischof werden sollte, versteckte er sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall. Doch verrieten ihn die Gänse mit ihrem lauten Geschnatter.

Zur Strafe wurden sie daraufhin gebraten und verspeist. Seit diesem Tag gilt Bischof Martin von Tours als Schutzpatron der Gänsezucht, sein Ehrentag ist der 11. November.

In einigen wenigen Regionen in der Schweiz findet man die Tradition der Martinsverehrung aber auch, vorallem sind dies Martinsumzug und Martinsmarkt. In Anlehnung an den Martinszug sind die jährlichen „Räbeliechtli-Umzüge“ zu betrachten, ein Kinderumzug mit traditionellen Laternen. Als „Räbeliechtli“ bezeichnet man in der Schweiz eine aus Herbstrüben geschnitzte Laterne.

Besonders an in der Westschweiz werden Martinsmärkte wie bespielsweise in Vevey und in Fribourg durchgeführt.

Pegelstand Seerhein: über Niveau

Der Wasserstand des Seerheins liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit leicht überdurchschnittlichen Niveau. Also alles im grünen Bereich …
Stand am 28.11.2019 Konstanz/Rhein 319cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Im November sind keine weiteren Posts aus der Bodensee-Region entstanden.

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Tipp zum Schluss

Stonehenge vom Bodensee – rund 170 mysteriösen Steinhügel aus der Jungsteinzeit wurden letztes Jahr im Bodensee entdeckt. Das Schweizer Fernsehen SRF hat dazu einen interessanten und spannenden Bericht ausgestrahlt.

Sendung „SRF Einstein“ – Das Geheimnis im Bodensee

«Einstein» begleitet exklusiv die Erforschung mysteriöser Steinhügel im Bodensee. Sie erweisen sich bereits heute als eine der grössten archäologischen Strukturen weltweit. Wer hat sie errichtet? Zu welchem Zweck? Und: Warum liegen die Hügel heute bis zu fünf Meter unter Wasser?

SRF hat «Einstein» exkulsiv bei der Erforschung von rund 170 mysteriösen Steinhügeln im Bodensee begleitet. Stück für Stück gaben diese ihr Geheimnis preis und erweisen sich heute als eine der grössten zusammenhängenden archäologischen Strukturen weltweit. Mit einer geschätzten Masse von 160’000 Tonnen Gesteinsmaterial entspricht die Struktur ungefähr der grössten gotischen Kathedrale der Welt: dem Kölner Dom. Wann lebten die Menschen, die diese Steinhügel errichtet haben? Zu welchem Zweck wurden sie erbaut? Und: Warum liegen die Hügel heute bis zu fünf Meter unter Wasser? Zum Video von SRF geht es hier.

Bild & Text: SRF „Einstein“
Zur Sendung von SRF Einstein auf das Bild klicken.

Verfasst von

Michael’s Beers & Beans – Stories and Photos posted by Michael Schneider – ideas brewed with water of the Rhine. (Blogging for Fun / Non-Commercial) Zurich & Lake Constance

3 Kommentare zu „Flaschenpost vom See&Rhein (November)

    1. Liebe Inge, diese monatliche Flaschenpost ist für mich eine Herzenssache und ich freue mich, wenn diese bei Dir auch ankommt. Eigentlich sind es ja oft alltägliche Momente. Ganz herzlichen Dank, so macht es doppelte Freude daran weiter zu feilen. Liebe Grüsse Michael

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