Ein schönen Karfreitag und frohe Ostern

Life&Style

Noch vor kurzem war Corona einfach ein Bier. Heute jagt es uns Angst ein, lässt Menschen leiden, sogar sterben. Es hat die ganze Welt in Stillstand versetzt und jeden von uns in der Isolation verschwinden lassen. Zu Beginn der Corona-Krise hat mich so eine Art Endzeit-Stimmung beschlichen, ich war versucht in den Modus „die Welt wird immer schlimmer“ zu gehen. Doch je länger die Ausnahmesituation andauert und ich den Krisenalltag gut bewältige, ist allem eine grosse Zuversicht gewichen. Ich fange wieder an bunt zu denken.

Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte schon viele Seuchen ausgerottet. Und nach dem vermeintlichen Ende stieg die Bildung und der Wohlstand, die Kriege verringerten sich oder die Lebenserwartung nahm zu. 

Doch bis dieser Virus Geschichte ist, wird es noch lange dauern. Wie die „Normalisierung“ aussehen sollte kann ich mir noch nicht richtig vorstellen. Belastend war vorallem die Unsicherheit wann die Massnahmen gelockert werden.

Doch es gibt ein Licht im Tunnel. Unsere Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am letzten Donnerstag erklärt, «Die bisherigen Massnahmen werden bis am 26. April verlängert. Erste Lockerungen sollen bereits vor Ende April erfolgen,» Lockerungen seien dort möglich, wo der Schutz sichergestellt werden könne. «Es wird nun ein Konzept ausgearbeitet, das der Bundesrat an der Sitzung vom 16. April beraten wird», sagt Sommaruga. Von ganzem Herzen bedankt sich die Bundespräsidentin für die Solidarität der Bevölkerung.

Bundesrat Alain Berset zeigte an der gleichen Pressekonferenz auf, dass die Neuinfektionen abflachen, aber «wir sind in einer schwierigen Phase der Epidemie».

Darum müssen wir – gerade jetzt über Ostern – weiter durchhalten. Es sind noch sehr lange 17 Tage. Doch dies zu schaffen ist möglich weil wir alle wach sind. Also: Halten wir unsere (Selbst-) Isolation durch, waschen wir die Hände gut, nehmen wenn nötig Desinfektionsmittel und üben uns weiter im schwierigen Social Distancing. Helfen so den vielen Menschen, die mit unermüdlichem Einsatz, diese Pandemie in den Spitälern und anderswo bewältigen. Und um alles in der Welt halten wir den Kopf hoch!

Es gehört viel Mut dazu, in der Welt nicht missmutig zu werden.

Johann Wolfgang von Goethe

Viele dieser positiven Zeichen öffnet mein Blick endlich nach vorn. Die letzten Wochen waren eher geprägt durch Mühseligkeiten, nur noch getragen von einer Hoffnung und meinem innersten Optimismus. Manchmal schien der Weg unendlich, nichts wollte mehr gehen. Doch die Zukunft ändert sich gerade vom Unerreichbaren ins Unbekannte, verbunden damit die Chance den eigenen Lebensweg wieder aufzunehmen.

Heute ist Karfreitag, ein stiller Feiertag. Viele christliche Gemeinschaften lassen die Glocken und Orgeln schweigen. Ein guter Grund, dass auch ich mir etwas Zeit nehme die letzten Wochen und Tage etwas zu reflektieren. Einmal durchzuatmen.

Die Auferstehung steht an Ostern im Zentrum des christlichen Glaubens: Christi Sieg über den Tod tröstet gleichzeitig seine Gläubigen mit neuer Hoffnung. Ich lasse dieses Bild für mich stehen. Öffne langsam die Augen und lasse es zu die Blumen wieder zu sehen.

Ich wünsche Euch einen besinnlichen Karfreitag und frohe Ostern zu Hause! Und beginnen wir wieder bunt zu denken!

Bleibt gesund – werdet gesund!

LIebe Grüsse

Michael


May green be the grass that you walk on,
May blue be the skies above you,
May pure be the joys that surround you,
May true be the hearts that love you.

A Celtic Blessing

4 Gedanken zu “Ein schönen Karfreitag und frohe Ostern

  1. Wunderbar geschrieben und der irische Segen am Schluss passt hervorragend zu unserer heutigen Situation. Ich wünsche dir ein frohes Osterfest und bleib gesund
    LG Andrea

  2. Ich wünsche dir ein frohes Osterfest, ganz im Sinne der Auferstehung: möge eine neue, veränderte Gesellschaft aus der Krise auferstehen!

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