Buchtipp: «Kalmann» von Joachim B. Schmidt

Island ist für uns im Moment so weit weg, unerreichbar. Daher kommt das neue Buch von Joachim B. Schmidt gerade richtig.

Am 1. September 2020 ist sein neustes Werk „Kalmann“ erschienen. Der Roman führt in den rauhen Norden von Island – nach Raufarhöfn. Dort lebt Kalmann, der selbsternannte Sheriff dieser Gegend. Als er eines Winters eine Blutlache im Schnee entdeckt, überrollen ihn die Ereignisse. Mit seiner naiven Weisheit und dem Mut des reinen Herzens wendet er alles zum Guten.

Dieses Buch hat mich sofort in den Bann gezogen. Und ist mein Lieblingsbuch in diesem Winter. Der Autor zeichnet Kalmann als ein kindlicher, oft unbeholfener, aber herzlicher Typen. Einer der auch mal richtig flucht und alles andere als ein Weichei ist. Ein richtiger Wikinger, der jeden mit einem Faustschlag auch aus der Handlung werfen könnte. Birna, die symphatische Kommissarin, nimmt Kalman ernst und gewinnt sein Vertrauen. So nimmt der skurrile Krimi seinen Lauf. Was ein Eisbär und Grönlandhaie damit zu tun haben, verrate ich natürlich nicht. Einfach ein tolles Buch, eine spannende, ungewöhnliche Geschichte aus der rauen, abgelegenen Gegend im Nordosten von Island.

Das Buch ist im Verlag Diogenes erschienen

Joachim B. Schmidt, geboren 1981 in Graubünden, ist Journalist, Autor dreier Romane, die in einem kleinen Verlag aus dem bernischen Emmental erschienen und diverser Kurzgeschichten. 2007 ist er nach Island ausgewandert, wo er mit seiner Familie in Reykjavik lebt und Touristen über die Insel führt. (literaturblatt.ch)

Auf meinem Blog findest Du auch einen Post über sein Buch „Moosflüstern“ und „In Küstennähe“.

Joachim B. Schmidt (rechts) bei einer Lesung im Literaturhaus Thurgau, Bodmannhaus in Gottlieben. (Herbst 2020)

Quelle/Bild: Buchcover Diogenes (Link), Literaturhaus Thurgau (Link), Homepage Joachim B. Schmidt, Titelbild by michael’s beers & beans