Víðimýrarkirkja

Eine Besonderheit in Island sind die winzigen Torf-Kirchen. Für den Bau dieser kleinen Kirchen wurde seit der Christianisierung Baustoffe verarbeitet, welche die Umgebung liefern konnte. So wurden bei den Grundmauern meistens Bruchsteine verwendet. Die tragende Konstruktion wurden aus Treibholz, für Wände und Dächer wurden Torf- oder Grassonden verwendet.

Album Iceland 2015-1 (689)

Eine davon ist die Kirche von Viðimýri am Skagarfjördur. Diese steht seit 1936 unter Denkmalschutz und ist Eigentum des Isländischen Nationalmuseums. Trotzdem versammelt sich die Gemeinde von Viðimýri immer noch in dieser Kirche.

In Viðimýri gab es schon sehr früh eine Bauernkirche und viele bedeutende Pfarrer haben hier gewirkt, z.B. Guðmundur (der Gute) Arason, der später Bischof in Hólar wurde (1203-1237). Die Kirche wurde in ihrer heutigen Form im Jahr 1834 unter der Aufsicht von Jón Samsonarson errichtet, der Parlamentsabgeordneter und Landwirt war. Als Baustoff wurde Treibholz von der Küste bei Skagi und Torf aus dem Gebiet um Viðimýri verwendet. Die Innenausstattung der Kirche ist grösstenteils die ursprüngliche, lediglich der Torf ist erneuert worden. Die Kirche wurde mit einem besonderen Holzgerüst und Stützpfosten im Dach errichtet, eine Methode, die sich Mitte des 18. Jahrhunderts im ganzen Land durchsetzte. An den Giebeln und oberhalb der Kanzel befinden sich Fenster.

Die Sitzordnung übrigens hat sich im Vergleich zu früheren Zeiten geändert. Nach alter Sitte sassen die Frauen auf der Nordseite und die Männer auf der Südseite, die Reichen vorne und die Armen hinten.

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Víðimýrarkirkja

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