Zukunft Kompaktkameras?

Wer kauft sich heute noch eine Kamera? Die Gegenwart und Zukunft gehört den Smartphone-Kameras! Smartphones haben die «point and shoot cameras», also die einfachen Knipser vollständig verdrängt. Heute ganz klar das Einsatzgebiet einer Smartphone-Kamera. Die hast du sowieso dabei.

Auch ich als Hobby-Fotograf neige dazu, dass ich eine Smartphone-Kamera für Schnappschüsse nutze. Doch ich greife bei besonderen Anlässen oder für die Landschaftsfotografie dann doch zur grossen Kamera. Selber fotografiere ich nicht gern mit dem Smartphone, es liegt mir einfach schlecht in der Hand. Eine „richtige“ Kamera ist durch die Form einfach besser geeignet, lässt sich durch Räder und Tasten besser und effizienter bedienen.

Schaue ich mir die Bildqualität von aktuellen Top-Smartphones an, besteht kein Zweifel, dass sich auch mit kleinen Sensoren eine gute Bildqualität erreichen lässt. Auch im Dunkeln. Und was hier mit Software getrickst wird um alles aus den klitzekleinen Sensoren herauszuholen ist erstaunlich.

Für den Alltag oder einer Ferienreise reicht das Smartphone heute vollständig aus. Wer braucht da noch eine Kamera? Doch so ganz sind die Kompaktkameras nicht verschwunden. Die Zukunft kann in diesem Bereich anders aussehen, als die Gegenwart. Heute schon gibt es Nischen, welche Kompaktkameras ausfüllen: Unterwasser- und Actionkameras, Kameras mit viel Zoom und ein paar sehr teure High-End-Kompaktkameras, die (viel) mehr können als ein Smartphone.

Bei uns sind tatsächlich drei Kompaktkameras im Einsatz. Seit letztem Sommer gehört eine Olympus Tough TG-6 zu meinem Begleiter. Meine Partnerin hat sich etwas dem „Bird watching“ verschrieben und arbeitet gerne mit der Nikon Coolpix P-1000. Da diese „Kompaktkamera“ aber sehr schwer ist, hat sie sich als „immerdabei“ Kamera eine Canon Power Shot angeschafft, quasi so als Tele für das Smartphone.

Zu dem exotischsten Produkt gehört in unserer Sammlung sicherlich die Canon Power Shot. Hier verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen Smartphones und Kameras. Eigentlich ist es eher ein fernglasähnliches, kompaktes Ding. Liegt gut in der Hand und durch seine Form sowie durch die Bildstabilisierung reduziert sich die Gefahr verwackelter Bilder. Und es kann nur zoomen! Wobei zoomen auch schon wieder falsch ist, denn es sind eigentlich nur (kleinbildentsprechend) drei Stufen: 100mm, 400mm und einem digital erweiterten 800mm. Der Einsatzbereich dieser sehr kompakten Digitalkamera ist für aktive Naturfreunde, Sport oder Konzertbesucher als Ergänzung zum Smartphone gut geeignet.

Auch die grosse, schwere Nikon Coolpix P 1000 ist eine wie keine. Wer die Kamera erstmals in Händen hält wird sich fragen, was genau ist hier kompakt? Doch in der Bauart ist sie halt doch eine Kompaktkamera. Diese Kamera fasziniert ebenfalls mit ihrem rekordverdächtigen „kompakten“ Zoom. Von umgerechneten 24mm bis eindrucksvollen 3.000 mm (3 Meter!) Brennweite deckt das 125-fach-Zoom ab und liefert damit von jedem noch so fernen Motiv bildfüllende Aufnahmen – selbst vom Mond.

Die Olympus Tough TG-6 ist ein handlicher und zuverlässiger Partner auch in rauen Umgebungen: wasserdicht, staubdicht, stossfest und frostsicher! Dabei zeigt sie eine beeindruckende Bildqualität.

Diese drei Kompaktkameras stehen für mich – neben den High-End-Kompakten – etwas stellvertretend für eine Nische, in welchen sich Kompaktkameras noch weiterentwickeln dürfen und sich gegenüber den Smartphones absetzen können. Oder diese einfach ergänzen.

Über unsere Erfahrungen mit diesen drei Kompaktkameras werde ich in drei weiteren Posts berichten.