Erfahrungsbericht Olympus Tough TG-6

Bei der TG-6 hat Olympus einer der besten wasserfesten Outdoor-Kameras im Programm. Ihre Vielseitigkeit stellte sie mir im letzten Sommer gut unter Beweis.

Es ist schon beeindruckend, was so eine Kamera kann: bis zu einer Tiefe von 15 m wasserdicht, stossfest bis zu 2,1 m Sturzhöhe, frostsicher bis -10 Grad Celsius und dazu richtig bruchsicher. Trotzdem ist sehr viel Technik mit an Bord: GPS-Modul, Kompass, Manometer und Temperatursensor. Bei ausgeschalteter Kamera genügt ein Knopfdruck auf die Infotaste und es werden Kompass, Uhrzeit, Höhe und atmosphärischer Druck angezeigt.

Zukunft Kompaktkameras? (Einleitung)

Wer kauft sich heute noch eine Kamera? Die Gegenwart und Zukunft gehört den Smartphone-Kameras! Smartphones haben die «point and shoot cameras», also die einfach Knipser vollständig verdrängt. Heute ganz klar das Einsatzgebiet einer Smartphone-Kamera. Die hast du sowieso dabei.

Auch ich als Hobby-Fotograf neige dazu, dass ich eine Smartphone-Kamera für Schnappschüsse nutze. Doch ich greife bei besonderen Anlässen oder bei meinem Hobby der Landschaftsfotografie dann doch zur grossen Kamera. Selber fotografiere ich nicht gern mit dem Smartphone, es liegt mir einfach schlecht in der Hand. Eine „richtige“ Kamera ist durch die Form einfach besser geeignet, lässt sich durch durch Räder und Tasten besser und effizienter bedienen.

Schaue ich mir die Bildqualität von aktuellen Top-Smartphones an, besteht kein Zweifel, dass sich auch mit kleinen Sensoren eine gute Bildqualität erreichen lässt. Auch im Dunkeln. Und was hier alles mit Software getrickst wird um alles aus den klitzekleinen Sensoren herauszuholen ist erstaunlich.

Für den Alltag oder einer Ferienreise reicht das Smartphone heute vollständig aus. Wer braucht da noch eine Kamera? Doch so ganz sind die Kompaktkameras nicht verschwunden. Die Zukunft kann in diesem Bereich anders aussehen, als die Gegenwart. Heute schon gibt es Nischen, welche Kompaktkameras ausfüllen: Unterwasser- und Actionkameras, Kameras mit viel Zoom und ein paar High-End-Kompaktkameras, die (viel) mehr können als ein Smartphone.

Trotzdem sind bei uns drei Kompaktkameras im Einsatz. Seit letztem Sommer gehört ein Olympus Tough TG-6 zu meinem Begleiter. Meine Partnerin hat sich etwas der Vogelbobachtung verschrieben und arbeitet gerne mit der Nikon P-1000. Da diese „Kompaktkamera“ aber sehr schwer ist, hat sie sich als „immerdabei“ Kamera eine Canon Power Shot angeschafft, quasi so als Tele für das Smartphone.

Diese drei Kompaktkameras vereinen die Nischen, in welchen Kompaktkameras sich noch weiterentwickeln dürfen und sich gegenüber den Smartphones absetzen oder diese einfach ergänzen können.

Zu den exotischsten Produkten gehört hier sicherlich die Canon Power Shot. Hier verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen Smartphones und Kameras. Eigentlich ist es eher ein fernglasähnliches, kompaktes Ding. Liegt gut in der Hand und durch seine Form sowie durch die Bildstabilisierung reduziert sich die Gefahr verwackelter Bilder. Und es kann nur zoomen! Wobei zoomen auch schon wieder falsch ist, denn es sind eigentlich nur (kleinbildentsprechend) drei Stufen: 100mm, 400mm und einem digital erweiterten 800mm. Der Einsatzbereich dieser sehr kompakten Digitalkamera ist für aktive Naturfreunde, Sport oder Konzertbesucher als Ergänzung zum Smartphone gut geeignet.

Auch die Nikon P 1000 ist eine wie keine. Der Begriff Kompaktkamera ist hier sicherlich falsch, obwohl sie in der Bauart eben doch eine Kompaktkamera ist. Diese Kamera fasziniert ebenfalls ihrem rekordverdächtigen Zoom. Von umgerechneten 24mm bis eindrucksvollen 3.000 mm (3 Meter!) Brennweite deckt das 125-fach-Zoom ab und liefert damit von jedem noch so fernen Motiv bildfüllende Aufnahmen – selbst vom Mond.

Die Olympus Tough TG-6 ist ein handlicher und zuverlässiger Partner auch in rauen Umgebungen: wasserdicht, staubdicht, stossfest und frostsicher! Dabei zeigt sie eine beeindruckende Bildqualität.

Über unsere Erfahrungen mit diesen Kameras werde ich in nächsten Posts berichten.

Erfahrungsbericht Canon Powershot Zoom

Eine Kamera die nichts kann ausser Teleaufnahmen und nicht einmal ein Bildschirm hat? Gibt es tatsächlich von Canon und zeigt vieleicht gerade auf, wohin die Zukunft von Komaptkameras hingehen könnte. Die Idee finden ich sehr gut. Das Konzept der PowerShot ZOOM ähnelt den für die Naturbeobachtung häufig verwendeten Spektiven. Hier geht es zum Erfahrungsbericht: Canon PowerShot Zoom

Fotografieren kann das Ding natürlich auch. Damit die Kamera so flach bleibt ist hier ein Periskop-Objektiv eingebaut, welches im inneren fast unbemerkt 4 fach zoomt. Dabei ist das Objektiv recht lichtstark im Weitwinkel (2-4,9/25-100 mm beim Kleinbild). Auch eine Bildstabilisierung ist eingebaut.

Mich hat die Bildqualität positiv überrascht. Klar kommt die TG-6 nicht an Kameras mit grösseren Sensoren heran, aber für ein 1/2,3-Zoll-Sensor, dem Periskop-Zoom und der „Panzerlinse“ macht sie wirklich einen sehr guten Job.

Die Bilder sind schön scharf, selbst am Rand. Ähnlich wie bei den Smartphones schärft Olympus deutlich nach, was manchmal in der Kombi mit der starken Rauschunterdrücken dann etwas unnatürlich wirkt. Aber in den meisten Fällen sind die Bilder richtig gut.

Der kleine Sensor hat seine Grenzen, so rauscht es dann doch deutlich über ISO 400. Doch aus der Kamera lässt sich viel herausholen. Die Automatikfunktion arbeitet sehr gut, doch eigentlich sollten die tollen Szenenprogramme bei so einer Kamera unbedingt genutzt werden, denn die Ergebnisse überraschen. Noch etwas mehr herauskitzeln lässt sich im Raw-Modus, welche sich durch eine Schatten/Lichter-Korrektur erweitern lässt. Wer gerne selbst eingreift, für den steht die A-Halbautomatik zur Verfügung und kann die Blende vorwählen, wobei brennweitenabhängig je drei Blenden zur Verfügung stehen.

Aber ehrlich, im Outdoor, Sport oder mitten in der Action muess es einfach schnell gehen. Und hier ist die Automatik einfach richtig, allerdings nutze ich auch dann sehr gerne die Szenenauswahl.

Ich filme sehr selten, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Videos nimmt die Kamera gemäss Angaben des Herstellers in einer 4K-Auflösung und mit 30 Bildern/s bis zu einer Länge von 29 Minuten auf.

Beispiel eines Zeitraffers (reduzierte Streaming-Qualität)

So als Zugabe hat Olympus noch einen Mikroskop-Modus eingebaut. Die damit verbundenen Makro-Fähigkeiten haben mich ebenfalls positiv überrascht. Selbst im Tele lässt sich damit bis bis auf einen Zentimeter nähern und entsprechend kleinste Details zur Geltung bringen. Gespielt werden kann auch mit den Optionen Fokus-Bracketing und Fokus-Stacking. Während bei erster mehrere Aufnahmen mit verschobenem Fokus gemacht werden, die dann am PC zu einer Aufnahme mit maximaler Schärfentiefe zusammengerechnet werden können, erledigt die zweite Option dies bereits in der Kamera. Sogar die Anzahl der zusammenzufügenden Bilder kann angepasst werden.

Mein Fazit

Eigentlich wollte ich nur eine wasserfeste Outdoor-Kamera. Mit der Olympus TG-6 habe ich einen extrem robusten Kraftzwerg erhalten. Keine Kamera für das Famileinfest, sondern für den Einsatz auf oder unter dem Wasser, in den Bergen, auf einer Off Road-Tour oder sonst irgendwo im harten Einsatz. Dabei macht die Kamera einen wirklich guten Job. Wie alle Kameras die mit einem kleinen 1/2,3-Zoll-Sensor ausgestattet sind (der Fotochip eines Smartphone ist üblicherweise bei 1/3.2 Zoll noch kleiner) ist naturgemäss die Bildqualität – vor allem in den höheren ISO-Stufen – begrenzt. Doch finde ich bei der Olympus TG-6 die Bildqualität überraschend gut, sicher mehr als in dieser Klasse erwartet werden darf. Wünsche bleiben bei dieser umfangreichen Ausstattung und Geschwindigkeit kaum offen. Zudem kann die Kamera – beispielsweise für Unterwasser oder Makrofotografie – vielseitig erweitert werden.

Robust und wasserdicht – Olympus Tough TG-6 (hier mit „Schwimmring“, damit die Kamera im Wasser nicht untergeht)

Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung der Olympus TG-6 ist von mir selber so entschieden. Alternativen sind: Panasonic LUMIX DC-FT7EG-D, Nikon Coolpix W300, Ricoh WG-6, Olympus Tough TG-5 (Vorgänger mit fast gleich guten Eigenschaften)

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