Schwabenweg – von Fischingen auf das Hörnli

Heute erwartet uns eine Bergetappe. Wir starten die Wanderung beim Benediktinerkloster Fischingen. Ab da führen uns Strässchen und Naturweg immer höher und die Landschaft wird immer „alpiner“.

Nach dem windigen Ort „Allenwinden“ erreichen wir mit der Alp Egerten einen ersten schönen Höhepunkt und überschreiten erstmals die 1’000 Meter über Meer. Die Weide im Silberbüel gehört zum Inventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung. Von da an tauchen wir ins Tössbergland ein und erreichen bald daruaf eine Lichtung, auf welcher das Toggenburg (Kanton St. Gallen) an den Kanton Thurgau und an den Kanton Zürich stösst. Dreiländerstein heisst der Ort, der knapp den Rekord verpasst, höchster Punkt im Thurgau zu sein. Der Grenzstein steht etwas tiefer als der Triangulationspunkt mit seinen 992 Metern über Meer. Ein Haus mit roten Fensterläden steht auf Zürcher, die Hütte daneben auf Thurgauer Boden. Die Bank, die eine prächtige Aussicht ins Alttoggenburg bietet, ist auf St. Galler Gebiet. 

Vom Dreiländerstein führt der Weg recht steil bergan in Richtung Berggipfel des Hörnli. Im Berggasthaus gönnen wir uns eine Rast – bei Rösti und einer Stange!

Den höchsten Punkt der Tagesetappe haben wir erreicht, nach der Rast führt ein Bergwanderweg (rot/weiss) in südlicher Richtung hinunter ins Tösstal. Der Töss folgen wir noch bis zu unserem Etappenziel in Fischenthal.

Die Vierte Etappe in meinem Bilderbuch „Schwabenweg“

Schwabenweg

Direkt hinter der einzigartigen Seenlandschaft des Bodensees beginnt die hügelige Landschaft des Thurgaus. Und genau durch diese Landschaft führte uns eine mehrtägige Wanderung auf dem Schwabenweg in Richtung Alpen. In mehreren Etappen folgten wir diesem historischen Pilgerweg vom Bodensee aus durch den wunderschönen Thurgau und überquerten das Hörnli zum Zürichsee. Bergig ging es von dort weiter über den Etzelpass, bis uns am Schluss das Bergmassiv der Mythen den Weg zum Ziel in die Klosterstadt Einsiedeln wies.

Der Schwabenweg ist ein Pilgerweg der seit dem Mittelalter besteht. So schnupperten wir etwas Pilgerluft und freuten uns an der Bewegung in einer herrlichen, abwechslungsreichen Natur.

Der Schwabenweg gehört zu den Jakobswegen der Schweiz. Die „ViaJacobi“ benannten Wege orientieren sich an den mittelalterlichen Pilgerwegen. Allerdings gab es früher keine feststehende Hauptroute. Je nach Wetterbedingungen änderten sich die Streckenverläufe und ein weitverzweigtes Netz an Pfaden spannte sich durch die Schweiz.

Im Mittelalter kamen vorwiegend Schwaben in Konstanz an, um von dort pilgernd den Weg zum Wallfahrtsort Einsiedeln zu begehen, daher rührt der Name Schwabenweg.

Über unsere Wanderung von Konstanz nach Einsiedeln, vom Bodensee zu den Mythen, habe ich Euch von jeder Etappe ein Kapitel in einem Bilderbuch zusammengestellt, welche ich hier in den nächsten Wochen posten werde. Dabei lasse ich meine Bilder über diese schöne Tour sprechen, verzichte bewusst darauf, die Route im Detail zu beschreiben. Dafür werde ich den einen oder anderen Link posten, denn im Internet sind viele ausführliche Routenbeschreibungen zu finden.

4. Etappe

Route: Kloster Fischingen – Allenwinden – Alp Egerten – Dreiländerstein – Hörnli (Gipfel) – Steg – Fischenthal

Wanderzeit ca. 4 Stunden