Aurora Borealis – Nordlichter fotografieren

Die Nordlichter sind für viele ein Grund wenigstens einmal im Leben in den hohen Norden zu reisen. Wenn Du so eine Reise planst, dann stellt sich schnell die Frage, wie kann ich die tanzenden Himmelslichter fotografieren?

Die Nordlichter entstehen durch Teilchen, welche die Sonne ins All hinausschleudert. Diese Teilchen treffen auf Atome in unserer Atmosphäre, die bei Energieverlust Photonen freisetzen und so das Schimmern und Leuchten erzeugen. Zu finden sind die Lichter zwischen 64 bis 70 Grad nördlicher Breite, also am Polarkreis. Bei starken Sonnenstürmen können die Nordlichter auch schon im Norden von Irland oder an der Nordküste von Schottland beobachtet werden. Auch bei uns in der Schweiz können die Nordlichter auftreten. Dies ist aber eher selten und dann auch mit dem Auge fast nicht wahrnehmbar. Darüber habe ich kürzlich berichtet. (Nordlichter über dem Bodensee?) Um Nordlichter zu sehen und zu fotografieren bedeutet dies für uns Mitteleuropäer vor allem eins: weit reisen!

Nicht so schwierig dagegen sind die Nordlichter zu fotografieren. Du brauchst eine Kamera mit einem manuellen Modus und ein Weitwinkelobjektiv. Vor Ort musst Du dann etwas ausprobieren, da es keine exakte Einstellung gibt. Die Nordlichter leuchten unterschiedlich hell und bewegen sich nicht immer gleich schnell. So als Faustregel kannst Du bei hellen Polarlichtern mit einer Belichtungszeit von 5 Sekunden bei ISO 800 starten. Sind die Lichter eher schwach, dann kannst Du die ISO auf 3200 raufschrauben und es mit einer Belichtungszeit von 20 Sekunden versuchen und sich an die optimale Einstellung rantasten. Ohne Stativ geht natürlich nichts, dieses Stativ sollte zudem sehr stabil sein, damit es auch bei starken Winden absolut sicher und still steht. Empfehlenswert ist auch ein Fernauslöser, damit beim Auslösen die Kamera nicht berührt werden muss. Wie das alles im Detail geht oder Tipps zur Ausrüstung findest Du in meinen Posts zum Thema Nordlicht Fotografie.

Es ist möglich abzuschätzen, ob und wie stark Nordlichter allenfalls in der Polarnacht erscheinen. Dazu kannst einen Blick auf den planetarischen K-Index (Kp-Index) werfen. Dieser zeigt die Stärke von geomagnetischen Stürmen auf, welche die Nordlichter hervorrufen. Eine Skala zeigt Werte zwischen null bis neun, wobei fünf oder mehr einen geomagnetischen Sturm anzeigt. Dies bedeutet auch, dass wenn die Skala weit nach oben geht, weiter südlicher die Polarlichter erscheinen. Allerdings garantieren diese Vorhersagen nicht, dass auch tatsächlich ein Nordlicht dort wo Du bist wirklich erscheint. Dies ist etwas wie beim Wetter. Mehr zum Thema „Prognosen von Nordlichtern“ findest Du hier.

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