Pfirsichblüten am Untersee

Es ist Frühling, unten glitzert der Bodensee. Ich bin auf einer Wanderung durch die sonnigen Obstgärten in dieser wunderschönen sanft hügeligen und so herrlich blühenden Landschaft. Dank den Niederschlägen in den letzten Tagen und den nun wieder wärmer werden Temperaturen beginnen immer mehr Zwetschgen-, Kirschen- und Birnbäume zu blühen.

Das ganz grosse Blütenmeer mit der Blüte der Apfelbäume lässt aber noch ein wenig auf sich warten. In den nächsten Tagen soll es hier am Bodensee wärmer werden, so dass ich damit rechne, dass Ende April dann die grosse Blütenzeit ist.

An einem etwas geschützten Bereich entdeckte ich vor einiger Zeit einige Pfirsichbäume. Auch diese sind bereits mit rosa Blüten besetzt.

Rosa Frühlingsboten

Da es bei uns am Bodensee, ähnlich wie bei den Aprikosen, nur sehr wenige Pfirsiche gibt, ist dies doch eine Begegnung der eher seltenen Art. Allerdings gibt es rund um den Bodensee experimentierfreudige Obstbauern, die neben Kirschen und Äpfeln auch weniger verbreitete Früchte anbauen. Aprikosen, Nektarinen und die wärmeliebenden Pfirsiche werden daher immer beliebter.

Früchte der Römer

Die Römer brachten ursprünglich den „Perserapfel“ mit und dieser wurde auch nördlich der Alpen, vermutlich sogar am Bodensee angepflanzt. Irgendwann ist hier der Pfirsich in Vergessenheit geraten. Mittlerweile scheint der Pfirsich in die Bodensee-Region „zurückzukehren“.

Pfirsiche aus hiesigem Anbau werden im Herbst übrigens reif geerntet und meistens in den Hofläden direkt verkauft. Diese Früchte duften intensiv und ein Biss in eine solche Frucht ist ein Genuss!