Adventszeit

Gehen wir doch diese Adventszeit mit Musse an.

Als ich kürzlich durch die Stadt am unbeleuchteten Grossmünster vorbeispazierte realisierte ich, dass diese Adventszeit dunkler sein wird als in vergangenen Jahren. Obwohl am Sonntag der 1. Advent ist, brennen noch immer nur die Strassenlaternen. Weihnachtsbeleuchtung gibts kaum zu sehen. Auch ich habe mich entschieden keine Lichterketten aufzuhängen. Immerhin ruft uns die Behörden seit Wochen auf, nicht unnötig Strom zu verbrauchen. Und als Stromverschwender will ich ja auch nicht gerade dastehen. Also lass ich es mit den wärmenden Lichtlein, die uns sonst etwas über die dunkle Adventszeit hinwegtrösten.

Und doch, vielleicht anders wie früher, ist an einigen Orten bereits eine vorweihnachtliche Freude, aber auch eine Freundlichkeit spürbar. Irgendwie überraschend erwacht gerade auch bei mir mein Weihnachtsgefühl.

Ich entscheide mich, diese Vorweihnachtszeit entspannt anzugehen, einfach auch etwas zu geniessen. Natürlich werde auch ich in der Vorweihnachtszeit zeitlich sehr gefordert. Trotzdem gönne ich mir die eine oder andere Auszeit oder tue einfach etwas um ein gutes Gefühl zu haben. Wie ich das angehe, nachfolgend einfach ein paar Möglichkeiten so als Inspiration.

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit mit wundervollen Momenten!

Das Weihnachtsgefühl beginnt zu Hause

Meine Advents- und Weihnachtszeit beginnt daheim. Es ist für mich wichtig, es etwas schön zu machen, festlich, halt anders als sonst. Es ist die Zeit etwas mehr Gemütlichkeit in die Wohnung zu bringen. Eine gedämpft, warme Lichtstimmung in dieser Zeit mag ich besonders, dazu leise Musik. In einer Ecke stecken ein paar Zweige, in einer grossen Vase, an denen antiker Baumschmuck hängt. Tradition hat die Tannengirlande, welche wir an einer Wand senkrecht befestigen. Diesen dekorieren wir mit altem Weihnachtsschmuck und gehen damit auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Es erzählt uns kleine Märchen oder Geschichten von früher und sorgt für ein langsames und beschauliches Weihnachtsgefühl.

Symbolbild by Michael‘s Beers & Beans

Backen

Meiner Partnerin beim Backen zu „assistieren“ mache ich gerne, gehört eigentlich bei uns in die Adventszeit, aber leider fehlt uns dafür auch dieses Jahr wieder die Zeit. Dafür gibt es ein vielleicht ein „homemade“ Mandelkuchen oder ich koche uns ein „Seelentröster“.

Sich Zeit nehmen

Viele verbinden die Weihnachtsvorbereitungen mit Stress. Davon bin auch ich betroffen. Allerdings haben wir in der Familie schon lange die Geschenke weitgehendst abgeschafft, dies war ein echtes Geschenk für uns alle. Denn die eingesparte Zeit nutze ich jetzt für eine „Me-Time“. Bummeln durch die Stadt macht so viel mehr Spass. Und zusammen mit meiner Partnerin nehme ich ein „Time-Out“ und fahre für ein Advent-Wochenende in die schon verschneiten Bergen.

Schönheit der winterlichen Natur

Gerne bin ich mit der Kamera unterwegs in der Natur. Wir haben das Glück, dass wir in der Schweiz trotz unserem urbanen Leben alle die Natur quasi vor der Haustüre haben. Aus jeder Stadt oder Agglomeration ist im Nu ein See, Fluss oder Wald zu erreichen. Solche kleinen Ausflüge lohnen sich auch an grauen oder grauslich kalten Tagen. Und umso schöner ist das Heimkommen, zurück in die warme, gemütliche Wohnung.

Adventsessen und Apéro

Festtagsschmaus und Bescherung gehört bei uns zur Familie. Aber in der Adventszeit freue ich mich dann doch über ein kleines Adventsabendessen mit Freunden, Kochen zusammen mit meiner Partnerin oder ein festlicher Apéro mit den Nachbarn.

Adventskranz und Kerzen

In dieser Zeit gebe ich mich gerne Traditionen hin. Denn diese sind verbunden mit Ritualen und haben wiederum etwas Tröstendes. Eine schöne Tradition in dieser Vorweihnachtszeit ist für mich der Adventskranz. An den vier Sonntagen vor Weihnachten wird eine Kerze angezündet als Zeichen der Vorfreude auf das Fest.

Weihnachten ist keine Jahreszeit. Es ist ein Gefühl.

Edna Ferber, Schriftstellerin

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