Flaschenpost vom Seerhein (Mar 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Buschwindröschen und Kirschbäume stehen bereits in Blüte. Die ersten Bienen waren schon unterwegs. Der Frühling entfaltet bereits seine Pracht. Trotz des frühen Frühlings, der diesen warmen Winter ablöst, entwickle ich gar keine Frühlingsgefühle. Diese werden fast erstickt in den im Minutentakt aktualisierenden Nachrichten, im unaufhörlichen klingeln des Smartphones und den Bildern aus den Spitälern und leeren Supermarktregalen.

Gegen diese ohnmächtigen, freudlosen Gefühle muss ich etwas tun, ich muss zwischendurch abschalten können. Und ich muss raus an die frische Luft. Die Bewegung in der Natur ist gut für mein Gemüt und stärkt den Körper. Endlich draussen sein, sich frei fühlen, die Ausnahmesituation eine Zeit lang vergessen. Den Frühling spüren!

Und meine Kamera habe ich einfach mitgenommen, habe dem Frühling kurz hallo gesagt. Da und dort fotografiert. Und so kann ich ein paar Aufnahmen in diese Flaschenpost stecken und zu Euch senden. Vielleicht als Inspiration oder als Zeichen, dass wir mit unseren Gedanken nicht alleine sind. Dieser April, dieser Frühling wird anders sein. Allem zum trotz dürfen wir nicht vergessen bunt zu denken und den Frühling zu leben.

Liebe Grüsse, Passt auf Euch auf. Bleibt gesund – werdet gesund!

Michael

Krokusse

Wenn die ersten Krokusse ihre Knospen spriessen lassen, kann der Frühling nicht mehr weit sein. Mit dem Krokus beginnt für mich die farbenfrohe Frühjahrszeit und der graue Winter gehört endlich der Vergangenheit an.

Er ist’s

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Mörike, 1828

Frühling der einsamen Spaziergänge

Die Wiesen werden grün, die Bäume sind noch kahl. Die Sonne wärmt die Bise langsam weg. Es ist der Frühling der einsamen Spaziergänge.

Wandern gegen den Isolationskoller

Wandern ist für mich genau das richtige im Moment – auch wenn die Wanderungen viel kürzer sind wie sonst. So kann ich entspannen und die Welt mit dem Coronavirus scheint für eine Zeit einmal weit weg zu sein.

Aber bitte, Social Distancing auch auf dem Wanderweg – wir Wanderer müssen uns unbedingt zum Schutze anderer an die Verhaltens- und Hygieneregeln vom BAG halten:

  • wer sich krank fühlt unbedingt zu Hause bleiben
  • empfohlener Abstand von zwei Metern muss unbedingt auch beim Wandern und in den Wanderpausen eingehalten werden
  • keine Hände schütteln
  • wandern in Gruppen ist verboten
  • wandern alleine oder höchstens mit einer Person aus dem gleichen Haushalt
  • Getränke, Picknick und Desinfektionsmittel mitnehmen
  • Und meine Bitte: keine Bergtouren wegen der Unfallgefahr, die Spitäler haben anderes zu tun.

Bettseicherli

Letztes Jahr hatten wir noch fröhlich auf meinem Blog diskutiert, wie diese Buschwindröschen in den verschieden Dialekten in der Schweiz und Deutschland bezeichnet werden. Diesen Beitrag findest Du zum nachlesen hier: Bettseicherli

Kein Schiffsverkehr

Kein Schiffsverkehr nach Deutschland – es bleibt nur noch der Blick rüber ins ferne Europa …

Osterglocken

Wie klingen Osterglocken wenn sie den Frühling einläuten?

Blick auf den Untersee

Die Frühlingssonne lässt den winterlichen, grauen See verschwinden.

Muscheln am Ufer

Es ist die Zeit in dem uns am Seeufer auch schon die kleinen Dinge Freude machen.

Haus am See

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg
Ich hab‘ zwanzig Kinder meine Frau ist schön
Hmm, alle kommen vorbei, ich brauch‘ nie rauszugehen…

Peter Fox, deutscher Reggae- und Hip-Hop-Musiker

Schlüsselblüemli

Die Schlüsselblüemli markieren das Frühlingserwachen im sonst noch winterlichen Wald.

Wenn das Wasser funkelt und glitzert

Auf dem Steg sitzen, die warme Sonne geniessen und zuschauen, wie das Wasser glitzert und funkelt – dies sind kleine, wunderbare Auszeiten.

Tim Mälzer im Napoleonschloss

Der selbsternannte Kaiser der deutschen Küche auf dem Schloss des Kaisers Napoleon III. – ist natürlich ein Bild aus pre-social-distance-Zeiten. Denn schon im September 2019 fanden im Napoleonmuseum auf dem Arenenberg (Thurgau, Schweiz) Dreharbeiten zur Koch-Show «Kitchen Impossible» statt. In den Räumlichkeiten des späteren Kaisers von Frankreich musste sich Tim Mälzer seiner Aufgabe stellen: Eine Apfeltarte des Thurgauer Spitzenkochs Christian Kuchler wurde ihm in der berühmten schwarzen Box überreicht. Sie galt es nun von ihm ohne Kenntnis der genauen Zutatenliste so originalgetreu wie möglich nachzubacken. Dazu begab er sich in die Küche seines Kollegen in der Wigoltginger «Taverne zum Schäfli». Am Sonntag, 8. März strahlte der TV-Sender VOX die Thurgauer Challenge in «Kitchen Impossible» aus. (Bild/Copyright: Napoleonmuseum Arenenberg)

Pegelstand Seerhein: relativ hohes Niveau für März

Der Wasserstand des Seerheins liegt inzwischen auf einem für die Jahreszeit relativ hohen Niveau. Tendenziell muss in den kommenden Monaten mit einem Anstieg gerechnet werden. Insbesondere die Schneeschmelze ist ein Faktor, welcher den Wasserstand im Frühling und Sommer beeinflusst.
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Stand am 01.04.2020 Konstanz/Rhein: 303cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 2/20: Dieses Bild habe ich Anfangs März geschossen. Zu diesem Zeitpunkt durfte dieses Schiff noch Gäste aufnehmen. Das Schiff im Hintergrund ist ein Zollboot der deutschen Grenzwache.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Tipp: Landesgartenschau in der Bodenseeregion

Die Stadt Überlingen am Ufer des Bodensee ist bekannt für seine Herrlichen, schattigen Parks, verwunschenen Gärten und der begrünten ehemaligen Festungsanlagen. Hier wachsen sogar Bananen. Die grösste gotische Kirche am Bodensee ist ein Highlight des freundlichen Städtchens. Und auf der Fussgängerzone hat man das Gefühl irgendwo in Italien zu sein. Dieses Jahr setzt Überlingen mit der ersten Landesgartenschau in der Bodenseeregion ihrem Ruf als grüne Stadt noch eins drauf.

Leider wird die Landesgartenschau Überlingen nicht wie geplant am Donnerstag, 23. April, eröffnen. Die Organisatoren werden am 19. April die Lage neu bewerten. Und wenn es los gehen sollte, werde ich sicher hier kurz darüber schreiben.

historisches Fährschiff Konstanz (1928) – erste Binnensee-Automobilfähre Europas

Bodensee

In den Wintermonaten hat der Hafen in Meersburg einen besonderen Gast. Es ist die historische Fähre Konstanz. Vor der grossen, frühlingshaften sonnenbeschienen Kulisse der Stadt, liegt sie fast etwas unscheinbar hier „vor Anker“.

Im Sommer liegt das Schiff dann wieder im Hafen von Konstanz. Allerdings ist der Wasserstand an ihrem Stammplatz im Winter zu gering, daher wird der Oldtimer im Herbst nach Meersburg überführt um dort zu „überwintern“.

Vor über 90 Jahren startete die Fähre „Konstanz“ erstmals über den See und verband die Städte Konstanz und Meersburg. Das 1928 in Dienst gestellte Schiff ist die erste Binnensee-Automobilfähre Europas. In Verbindung mit der eigens für sie entwickelten Landungsbrücke gilt das Fährschiff als Vorbild und Muster für alle folgenden europäischen Autofähren. Bis 1963 bediente sie die Strecke von Konstanz nach Meersburg. Das Schiff konnte bis zu 15 Autos sowie 200 Personen befördern. Diese Kapazität galt anfänglich als überdimensioniert, aber entgegen allen Befürchtungen wurden bereits in der ersten Woche 437 Autos und über 3000 Personen befördert.

Nach 35 Dienstjahren wurde dieses Fährschiff verkauft und noch viele Jahre als Arbeitsschiff für den Ramm- und Baggerbetrieb genutzt. Zum Glück wurde das Schiff in 1990er Jahre von einem historischen Verein übernommen, mit dem Ziel dieses Schiff zu erhalten. Rund 16 Jahre wurde daran restauriert. So war das Schiff im Sommer 2010 wieder fahrbereit und konnte an ihren inzwischen ebenfalls restaurierten Anleger in Konstanz-Staad verlegt werden.

Bild Wikipedia: Von Gero von Enz – selbst fotografiertes Detail der frei zugänglichen Infotafel an der Neuen Rheinbrücke Konstanz, CC-by-sa 2.0/de,

Heute ist das Schiff wieder voll funktionstüchtig und kann für Ausfahrten gebucht werden. Das Schiff liegt in den Sommermonaten nicht an seinem Anleger in Konstanz-Staad, sondern im Hafen Konstanz direkt unter der Statue der Imperia. Der Verein „historische Fähre Konstanz“ bietet Ausfahrten an, mehr darüber unter folgendem Link: Ausfahrten mit der historischen Fähre

Flaschenpost vom Seerhein (Feb 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Von November bis Februar sind bei uns die düstersten Monate des Jahres. Wenn es dann draussen noch regnerisch, kälter und dunkler wird, dann rutsche ich in den Winterblues hinein. Dieses Jahr allerdings scheine ich es einmal ohne geschafft zu haben, fast etwas beschwingt bin ich durch diese Zeit gekommen.

Der simple Grund – Tageslicht! Dieser milde Winter war irgendwie gar nicht so schlimm, ich konnte oft raus, habe in der Freizeit viel das Haus verlassen. Für einmal war mit Winterblues eher viel blauer Himmel gemeint.

Es gab auch die andere Seite des Winterwetters – im Februar haben uns die Stürme Petra, Sabine, Tomris, Bianca & Co. zwischendurch richtig durchgeschüttelt. Insbesondere der Orkan Sabine war heftig, trotzdem gab es glücklicherweise in der Region wenig Schäden. Zum Schluss verabschiedete sich der Februar dann noch mit ein paar Schneeflocken, die sogar den See erreichten.

Sturm Sabine rollt über den See

Dieser Wintermonat war schon eher wie ein wechselhafter April. In der Flaschenpost stecken daher ein paar „aprilmässige“ Bilder aus meinem fotografischen Rückblick auf diesen Monat.

Kommt alle gut durch die bevorstehenden „Corona-Virus-Wochen“ und bleibt vor allem gesund!

Liebe Grüsse

Michael

Möwe

Diese Möwe sucht im Brachwasser nach Futter – es ist windstill und die tiefe Sonne lässt diese Möwe farbenfroh auf der Wasseroberfläche spiegeln.

Winterlandschaft 1

So zeigte sich die Landschaften in diesem Februar oft – von Schnee und Eis war nicht viel zu spüren.

Schneeglöckchen im Riet

An einem günstigen, sonnigen Standort können Schneeglöcken doch schon Ende Januar blühen. Aber dass ich anfang Februar schon so viele blühende Schneeglöckchen im Riet gesehen habe, ist dann wohl doch der ungewöhnlichen warmen Witterung zuzuschreiben.

Winterlandschaft 2

Etwas Eis habe ich am Ufer des Untersee gefunden – allerdings in Form eines künstlichen Eisfeldes. Trotzdem, wo gibt es ein Eisfeld mit solch einer Aussicht auf den See?

Majestetischer Blick

Hoch über dem Bodensee erhebt sich die „Meersburg“. Die Burg Meersburg (alte Burg oder altes Schloss) gilt durch die Erbauung der ersten Burg an dieser Stelle im 7. Jahrhundert als älteste bewohnte Burg Deutschlands.

Eichhörnchen

Wenn es richtig kalt ist, dann trauen sich auch die Eichhörnchen nicht nach draussen. Sie machen zwar keinen Winterschlaf, halten aber doch eine Winterruhe. Momentan scheinen sie aber rege bei uns im Dorf unterwegs zu sein. Das warme Februar-Wetter ist für die Eichhörnchen kein Problem, weil sie genug zu Fressen finden.

Schlittelbahn

Hier würden die Kinder im Februar gerne schlitteln – aber dafür bräuchte es Schnee.

Winterliches Licht über der Marina

Schon am frühen Nachmittag tauchte das Winterlicht diese winterleere Marina am Seerhein in eine spezielle Atmosphäre.

Winterschnitt

Kein Schnee – arbeitsloser Pistenbully? Natürlich nicht, mit diesem Gerät wird im Riet am Seerhein gearbeitet und die Streuwiesen und der Schilf geschnitten.

Pegelstand Seerhein: leicht über dem Durchschnitt

Interessanterweise hat sich der Wasserstand in den Wintermonaten stabil gehalten und er liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit relativ hohen Niveau. Die Neuschneesummen in den Alpen über 1500 müM belaufen sich bisher unter der langjährigen Norm. Zudem liegt auf 2000müM derzeit eher wenig Schnee (zwischen 40 – 100cm, Stand Ende Februar) . Dies hat womöglich dann eine Auswirkung auf die weitere Entwicklung der Pegelstände hier am See.

Bild: Sanierung der „Stedi“ in Ermatingen/Untersee an der Mündung des Seerheins. Die „Stedi“ ist seit 1912 Schifflände, Hafen und Festplatz zugleich.

Stand am 01.03.2020 Konstanz/Rhein: 321cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württember
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Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Folgende Posts sind im Januar/Februar 2020 aus der Bodensee-Region entstanden:

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Und zum Schluss noch dies …

Hamsterkäufte – ich hab’s auch nicht geglaubt, bis ich es in unserem kleinen Supermarkt um die Ecke selber gesehen habe. Wollte eigentlich am Samstag nachmittag nur noch schnell was einkaufen …

 

Winterwanderung zur Mettnauspitze

Bodensee, Wanderungen Bodensee

Nur im Winterhalbjahr ist der Weg durch den beeindruckenden Schilfwald bis zur Mettnauspitze geöffnet. Von dieser kleinen, wunderschönen Winterwanderung ein paar Bilder und eine kleine Beschreibung der Route.

Die Halbinsel Mettnau bei Radolfzell am Untersee liegt zwischen dem Markelfinger Winkel und dem Zeller See. Sie ist etwa 3,5 Kilometer lang und bis zu 800 Meter breit. Ein grosser Teil der Halbinsel steht bereits seit 1926 unter Naturschutz.

Meine kleine Wanderung startete am Bahnhof Radolfzell und ich folgte dem Seeweg ostwärts. Der Weg führte mich immer am Seeufer entlang und durch den idyllischen Stadtpark. Etwas überrascht bin ich am Ende dieses Parks auf viele Gebäude gestossen – es sind die Häuser der bekannten Mettnau-Klinik. „Heilung durch Bewegung“ statt Medikamente und Chemie scheint den Erfolg dieses Therapiezentrums seit jeher auszuzeichnen.

Mit dieser Erkenntnis bewegte ich mich weiter bis auf den Mettnauturm, der mich mit einer wunderschönen Aussicht belohnte. Bis hierher ist der Weg ganzjährig zugänglich. Der Pfad bis zur Spitze der Halbinsel dagegen ist nur von Ende August bist Mitte April für Spaziergänger geöffnet. Der Zeitraum variiert je nach Brutzeit der Vögel.

Die Mettnauspitze ist ein schöner Platz und ich genoss an diesem sonnigen Wintermorgen den Blick rüber auf die Insel Reichnau.

Der gleiche Weg führte mich wieder zurück. Zum Schluss entschied ich mich noch für einen lohnenden Umweg. Über die Bahnbrücke und dem alten Stadtgraben (ist heute ein lauschiger Park) erreichte ich die schöne Altstadt von Radolfzell. Mit dem Besuch des gotischen Münster rundete ich diese „Winterwanderung“ mit einem schönen Kontrast ab.

Distanz: ca. 6.5km (inkl. Altstadt ca. 8km)
Höhendifferenz: keine (ausser man klettert auf dem Turm …)
Wanderzeit: ca. 1 1/2 Stunden
Achtung: Der Fussweg zur Mettnauspitze ist im Frühling und Sommer gesperrt (Brutzeit)

Flaschenpost vom Seerhein (Jan 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Während ich diese Zeilen schreibe scheint die Wintersonne durch die Fenster. Die Weihnachtszeit liegt hinter uns und ich habe den ganzen Deko-Kram schon lange unter dem Dach verstaut. Ich bin zwar ein bisschen ein Deko-Freak, aber im Januar liebe ich die aufgeräumte Wohnung, die einem so ein frisches Gefühl gibt.

Eingestellt bin ich auf Winter – aber dieser Winter will irgendwie nicht so recht. Dies zeigt auch meine Flaschenpost vom Januar – Sonne sowie helle Mondnächte sind nicht gerade winterliche Sujets!

Mondnacht über der Stadt Konstanz

Für zähen Nebel ist das Bodenseeufer in der dunklen Winterzeit berüchtigt. Und es gab ihn im Januar. Ich gehöre allerdings nicht zu jenen, die sofort in die Sonne flüchten. Ich wandere auch einmal gern durch den Nebel, das Licht ist gedämpft und die Welt rundherum so ruhig. Und einer der schönen Momente beginnt, wenn sich die Sonne dann so langsam durch den Nebel kämpft .

Und tatsächlich kämpfte im vergangenen Januar die Sonne den Nebel immer wieder einmal weg. Wenn mit einem Mal die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebelvorhang blinzelten, änderte sich die Szenerie schlagartig und es fühlte sich an wie ein „mediterraner Wintertag“.

Bleibt der Winter fern, so nachwintert es gern.

Bauernregel

Ein kurzer Blick in die Schweizer Berge bestätigt den milden Winter ebenfalls und zeigt, dass dieser Januar in den Berglagen über 1000 m einer der wärmsten und sonnigsten seit 1864 war.

Zum Ende des Monats hin war der Seerücken mal ganz kurz mit Schnee überzuckert, doch an diesem Wochenende war es bereits wieder „aprilmässig“ warm.

Trotzdem – eine Bauernregel besagt es – der Winter ist noch lang und kann immer noch Schnee und Frost an den See bringen!

Liebe Grüsse

Michael

Nebeltage – unten grau oben blau

Der Januar brachte – vor allem im zweiten Teil – den Nebel über den See. Zäh, aber doch löste er sich auch immer wieder einmal auf.

Sonnentage

Verzog sich der Nebel – Sonne pur! Im Januar hatte man oft das Gefühl, jetzt kommen die langen Nebeltage, aber überraschenderweise kämpfte sich die Sonne durch und verwandelte alles in einen milden Wintertag.

Erste Zeichen des Frühlings

Bereits Mitte Januar entdeckte ich auf der Insel Mainau ein erstes Schneeglöggli – auch wenn es auf der Insel sehr mild ist, dann doch etwas früh.

Schnee?

Kaum hatte ich den Post „Wo bleibt der Schnee?“ hier auf meinem Blog gepostet, meldet sich der Winter und unterbrach kurz die Hochdruckphase. Allerdings war es dann doch sehr kurz – dieser Schneeschauer dauerte gerade ein paar Minuten ….

Winter Strand

Im Winter sind die Ufer am See wie leergefegt, es herrscht oft eine himmlische Ruhe und ein wunderbares weiches Licht.

Moonrise

Für einen kurzen Moment hat es den Anschein gemacht, als hätte sich nachts die Sonne in der Zeit geirrt. Aber anstatt die Sonne zeigte sich der Mond, welcher tiefrot zum Vorschein kam. Was für eine Stimmung!

Im Kanu im Winter unterwegs

Kanufahren im Winter bietet traumhafte Naturerlebnisse vom Wasser aus. Vorallem bei solch sonnigen, windstillen Verhältnissen wie hier an einem Tag im Januar.

Pier and Clouds

Eine leichte Brise aus Südwest treibt die Wolken über den See und verzaubert die Winterstimmung.

Pegelstand Seerhein: leicht über dem Durchschnitt

Die Pegelstände bewegen sich eher „seitwärts“, aber dies ist für diese Jahreszeit normal. Der Pegel am Seerhein liegt sogar leicht auf überdurchschnittlichen Niveau.
Stand am 01.02.2020 Konstanz/Rhein: 295cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 1/20: Die Schiffe der Seepolizei und „Küstenwache“ sind die einzigen grossen Schiffe die im Winter auf dem Seerhein unterwegs sind. Hier ein Schiff der Swiss Border Guard auf Patrouillenfahrt.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom SeeRhein

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Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Der Grosse Brachvogel als Wintergast am Bodensee

Bodensee, Fauna

Ein grauer Januartag auf der Insel Reichenau – der Hochnebel lag bleiern über der Insel und der Region. Und trotzdem machten wir an diesem Morgen auf unserer „Nebelwanderung“ eine tolle Entdeckung: der Grosse Brachvogel. Eine Vielzahl dieser Vögel suchten in der Flachwasserzone vor der Insel nach Nahrung.

Der Grosse Brachvogel ist eine auffällige Erscheinung, auch für uns als unerfahrene Vogelbeobachter gut zu erkennen.

Weil der Bodensee in der Regel nicht zufriert, überwintern jeden Winter Hunderttausende Wasservögel aus dem hohen Norden hier am See.

Ausgedehnte Flachwasserzonen, grosse Schilfgürtel, milde Temperaturen, eisfreie Ufer und ein reich gedeckter Tisch: Für Wasservögel aus Skandinavien, Nordosteuropa oder gar Sibirien muss der Bodensee im Winter dem Paradies gleichen. Zehntausende von ihnen steuern im Spätherbst den grossen See im Grenzgebiet zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich an und verbringen hier die kalte Jahreszeit.

So auch der Grosse Brachvogel. Er ist die grösste europäische Watvogelart, hat einen bis zu 15 cm langen Schnabel. Bei uns in der Schweiz ist dieser prächtige Vogel nicht mehr heimisch, da wir ihm den geeigneten Lebensraum mit den entsprechenden Flächenansprüchen nicht mehr anbieten können. Der Grosse Brachvogel gehört zu den Kurzstreckenziehern. Es kann daher gut sein, dass diese Brachvögel hier vor der Insel Reichenau in Skandinavien oder auf Island brüten und hier am Bodensee überwintern.

Der Grosse Brachvogel gilt als stark bedroht und ist in den meisten Roten Listen Mitteleuropas verzeichnet.

Bilder ASC, Januar 2020, die Bilder wurden mit einer Nikon Coolpix P1000 geschossen. Die Vögel waren relativ weit draussen in der Flachwasserzone vor der Insel Reichenau.

Wo bleibt der Schnee?

Arosa, Bodensee, Seerhein

Am Bodensee ist – wie auch in anderen Gegenden der Schweiz – noch keine Flocke gefallen. Der laufende Winter hat bereits Halbzeit und nach dem äusserst milden Dezember ist auch der Januar bisher um mehrere Grad zu warm. Diese Wetter-Situation ist – wieder einmal – ungewöhnlich für unsere Region.

Verschneite Ufer am Seerhein werden immer seltener … (Bild 1/2019)

Und wo bleibt er jetzt, der erste Schnee? Es besteht immerhin eine kleine Chance, dass es bald so weit ist: Auf Ende Woche sind Niederschläge angesagt – allerdings bei relativ milden Temperaturen. Ob es hier am See ein bisschen Schnee gibt ist dann doch fraglich, aber vielleicht reicht es für die umliegenden Hügel.

Der grosse Schnee ist bisher auch in den Bergen der Alpennordseite noch ausgeblieben. (Bild Arosa 2017)

Und wie sieht es in den Bündner Bergen aus?

Oben gut, unten noch ok! Wie ein Weihnachtsgeschenk gab es in der Nacht auf den 25. Dezember des letzten Jahres in vielen Regionen Neuschnee. Nötig und hilfreich – denn er rettete die Festtagsbilanz vieler Bündner Wintersportgebiete. Seit dem 27. Dezember gab es jedoch kein Neuschnee mehr. Inzwischen wird für die Wintersportler viel Kunstschnee produziert, allerdings erschweren die milden Temperaturen hier die Arbeit. Skigebiete in Höhen von 1200 bis 1600 Metern über Meer leiden bereits unter dem Schneemangel.

Der Meteorologe Daniel Gestgrasser hat heute morgen ein interessanten Tweet über die Schneehöhen in Arosa gepostet, in dem er diese mit dem Vorjahr vergleicht. Aktuell sind es gerade 48 cm (Vorjahr 205cm)

Ein Blick ins Schanfigg zeigt auch, dass das tiefer gelegene Tschiertschen (1350 müM) bereits zwei Pisten und einen Skilift schliessen musste. Schaut man ganz hoch nach Arosa auf 1800 müM gibt es noch knapp genügend Schnee – Dank grossem Einsatz der “Schneemacher” sind hier alle Pisten top! Allerdings sind die Skigebiete, die genug Schnee haben, oft überfüllt. Blauer Himmel, Sonnenschein, windstill und angenehme Temperaturen locken die Wintersportler zahlreich in die Orte, wo es noch Schnee hat. 

Quellen: Tagespresse, SLF, Meteo Schweiz, Danel Gerstgrasser, eigene „subjektive“ Beobachtungen, (u.a.)

Titelbild: Sonnenschein im Januar / Bodensee / 12.1.20)

Schneeflocken sind die Schmetterlinge des Winters – wo sind diese nur geblieben?

Flaschenpost vom Seerhein (Dezember)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Nach diesem „warmen“ Dezember bin ich mir sicher, die Winter waren früher viel kälter. Der Winter kam regelmässig am Samichlaus-Tag und überzog die Landschaft mit einer wunderschönen Decke aus Schnee. Wir holten dann die Schlitten raus oder präparierten sogar eigene kleine Skipisten. Und bauten Schneemänner. Ob das in jedem Winter so war?

Erinnerungen sind manchmal seltsam, irgendwie verklärt und doch wahr. Und verdrängt sind sicherlich die vielen grauen, regnerischen und matschigen Winter! Es muss so sein, sonst wäre der Schnee für mich heute kein Ereignis und ich würde mich darüber nicht wie ein Kind freuen. Auch heute noch, wenn es schneit, dann muss ich raus, einfach die frische und klare Luft spüren. Und wenn der Schnee und Kälte bleibt, dann gibt es nichts schöneres als eine Wanderung durch die verschneite Landschaft. Meistens löst sich der Zauber nach kurzer Zeit wieder auf – und wieder bleiben Erinnerungen an wunderschöne Wintertage. Und diese verschmelzen mit anderen Erinnerungen – rückblickend wird dies dann wieder ein Winter, mit richtig Frost und viel Schnee.

Bild 12/18: letztes Jahr hatten wir im Dezember ein paar Schneetage, hatte ich doch fast vergessen …

In dieser Flaschenpost vom Dezember findest Du allerdings (fast) kein Schnee – der Dezember war dieses Jahr (wieder einmal) einfach zu mild. Zeitweise blies der Föhn rekordverdächtig lange, dann kam stürmisches. aber mildes Weihnachtswetter von Westen und wurde schliesslich abgelöst von ruhigem Hochdruckwetter – dies brachte dann den Hochnebel zurück an den See. Und dieses Hochdruckwetter (also unten grau, oben blau) wird wohl auch im Januar 2020 noch etwas andauern.

Auf Schnee muss ich mich noch etwas gedulden oder in die Alpen hoch fahren, dort hat es über 1500 müM richtig tolle winterliche Bedingungen. Und Sonne …

Liebe Grüsse

Michael

Föhnfenster

Im Dezember war der Föhn oft dominant. Hier ein schönes Beispiel für ein Föhnfenster, welches den Blick in die Churfirsten frei gibt. Aufgenommen habe ich dieses Bild auf dem Seerücken, vom Napoleonturm aus.

Der Dezember dieses Jahres war im Vergleich zum langjährigen Mittel zu mild. Grund dafür waren die häufigen Südstaulagen mit einhergehendem Föhn. Dieser sorgte auch am Bodensee für milde und stürmische Tage. Und gab immer wieder den Blick in die Alpen frei.

Schnee auf den Hügeln

Ganz kurz grüsste der Winter! Auf den Hügeln des Linzgau blieb der Schnee für einmal etwas liegen.

Frühling zwischen den Jahren

Zwischen den Jahren kam die Sonne auch einmal durch und bescherte fast frühlingshafte Gefühle. Draussen in der Sonne einen Kaffee trinken und auf den endlosen scheinenden See zu schauen war Erholung pur.

gemähte Riedwiesen

Das Ried liegt ruhig, die Riedwiesen wurden gemäht. Diese grossflächigen Riedwiesen werden vom Naturschutzbund unterhalten. Da diese im Frühling vielfach unter Wasser stehen, werden diese Arbeiten im Winter vorgenommen. Mit dieser Landschaftspflege im Naturschutzgebiet will man die Ansiedlung von Gehölzen wie Kreuzdorn, Hartriegel und Weiden vorbeugen.

Aus der Gefangenschaft entflogen

Immer wieder begegne ich den Rostgänsen hier am See, aber eigentlich gehören diese nicht hier her. Diese Vögel sind Nachkommen von Rostgänsen, die aus der Gefangenschaft entflogen sind. Leider sind die Rostgänse angriffig und vertreiben einheimische Vögel wie Turmfalken und Schleiereulen.

Skyline Konstanz

Auf den ersten Blick fast nicht zu erkennen, die Skyline von Konstanz kurz vom dem Eindunkeln, im Hintergrund einer der markanten Vulkane der Hegau.

Hochnebel-Licht

Der Hochnebel verschluckt alle Farben und so wirkt der Reichenauer Damm „entsättigt“ im faden Licht des späten Nachmittags.

Winter am schwäbischen Meer

Und es gab auch Sonne! Dann fühlte es sich an, als wären wir am winterlichen Mittelmeer.

Pegelstand Seerhein: Tendenz fallend

Die fallende Tendenz ist für die Jahreszeit normal. Also alles weiterhin im grünen Bereich …
Stand am 01.01.2020 Konstanz/Rhein: 301cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 12/19: Die Kursschiffe sind eigentlich in ihren Winterquartieren – nur ganz selten kreuzt eines der weissen Schiffe im Winter durch den Seerhein.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Ein Morgen im Dezember …

Flaschenpost vom Seerhein (November)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Hier am See gab es nur wenige sonnige Tage, dafür Boden- und Hochnebel, Regen und der erste Schneeregen kündigte an, es geht Richtung Winter. Nun, der November gehört zu den grauen Monaten des Jahres, dieses Jahr war es ein getreues Abbild des Klischees.

Die Flaschenpost vom See&Rhein ist trotzdem „novemberlich bunt“, so konnte ich warme Farbtöne, mystischer Nebel und einzigartige Lichtverhältnisse einfangen. Der Spätherbst hält eindrucksvolle Momente in der Natur auf.

Ist es nicht unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Mir scheint, als hätte ich hier gerade erst über den Frühling gepostet. Manchmal habe ich das Gefühl, ich müsste die Zeit anhalten um neben dem Alltag einfach ein paar Stunden zu gewinnen. Daher freue ich mich auf die Adventszeit und hoffe einen Gang runterzuschalten.

Ich wünsche Euch und Euren Liebsten eine ruhige, gemütliche und stimmungsvolle Adventszeit!

Liebe Grüsse

Michael

Föhnwetterlage über dem Alpstein

Gegen Ende November hatten wir in der Bodensee-Region eine ausgeprägte Föhnwetterlage. Zu dieser Zeit war ich gerade im Appenzellerland unterwegs. Die dramatische Wetterlage wollte ich mir für ein paar Fotos zu nutze machen. So nahm ich einen Umweg über die Schwägalp. Von dieser Passstrasse hat man immer wieder einen schönen Blick auf das Alpstein-Massiv. Gerade bei Föhn wirken diese Berge noch mächtiger und so ist mir dieses dramatische Bild gelungen. Was auf dem Foto nicht zu sehen ist, dass dieses Foto bei einer Aussentemperatur von 17° Grad geschossen wurde. Ende November!

spätherbstlicher Weinberg

Ein Motiv, welches ich sehr gerne habe. Darum erscheint es auch immer mal wieder in der Flaschenpost. Der leicht zum See abfallende Weinberg liegt am Ufer des Untersee.

Herbstwald

Dieser Herbstwald ist voller Eindrücke: Blickt man nach oben, entdeckt man leuchtende, gelbe Baumkronen, auf dem Boden spriessen kleine Naturkunstwerke, wie auffällig geformte Pilze. Im Herbstwald nehme ich mir gerne etwas Zeit, um die Umgebung genauer zu erkunden.

Erika

Im Spätherbst fällt wieder auf, dass an viele Orten Erika gepflanzt wurde und diese uns mit ihren Blüten durch den Winter begleiten. Genügsamkeit machen den Herbst zur Zeit der Erikagewächse. Denn dieses Heidekraut bringt im Herbst bis weit in den Winter hinein leuchtende Farben in den Garten, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind.

November-Abend

Kalt, nass, früh dunkel – November halt. Doch so eine Abendstimmung anfangs November entschädigt für vieles.

Teich

Auf einem Streifzug durch den herbstlichen Wald bin ich diesem Teich begegnet. Das herrliche Sonnenlicht liess alles wie ein in Öl gemaltes Gemälde erscheinen.

Fischerboot

Die Sonne ist gerade aufgegangen, noch liegen leichte Nebelschwaden über dem Riet. Ein kleines Fischerboot tuckert stromabwärts – es wird ein guter Tag.

Nebelauflösung

Der Nebel löst sich langsam auf. Grundsätzlich passiert dies von „unten her“, wenn sich der Boden durch die Sonne erwärmt. Dies führt zu diesen speziellen Stimmungen. Im November hat die Sonne noch genug Kraft, um im Laufe des Tages den Nebel aufzulösen. Am geringsten sind die Auflösungschancen wenn die Tage noch kürzer werden.

Pilze

Eine herbstliche Bildkompostionen – von der Natur insziniert.

Martini? Gerührt, geschüttelt? Nein, aus dem Ofen!

In der Schweiz ist der Brauch des Martinstages und der Martinigans eher unbekannt. Aufgrund unserer deutschen Wurzeln ist dieser Brauch innerhalb der Familie eine Tradition geblieben und wir treffen uns jedes Jahr in einem Gasthof zur Martinigans.

Seit jeher werden in verschiedenen Regionen in Deutschland und Österreich Gänse am St. Martinstag als Festtagsbraten gereicht. Dieser Brauch geht auf den heiligen Martin von Tours zurück. Als er Bischof werden sollte, versteckte er sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall. Doch verrieten ihn die Gänse mit ihrem lauten Geschnatter.

Zur Strafe wurden sie daraufhin gebraten und verspeist. Seit diesem Tag gilt Bischof Martin von Tours als Schutzpatron der Gänsezucht, sein Ehrentag ist der 11. November.

In einigen wenigen Regionen in der Schweiz findet man die Tradition der Martinsverehrung aber auch, vorallem sind dies Martinsumzug und Martinsmarkt. In Anlehnung an den Martinszug sind die jährlichen „Räbeliechtli-Umzüge“ zu betrachten, ein Kinderumzug mit traditionellen Laternen. Als „Räbeliechtli“ bezeichnet man in der Schweiz eine aus Herbstrüben geschnitzte Laterne.

Besonders an in der Westschweiz werden Martinsmärkte wie bespielsweise in Vevey und in Fribourg durchgeführt.

Pegelstand Seerhein: über Niveau

Der Wasserstand des Seerheins liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit leicht überdurchschnittlichen Niveau. Also alles im grünen Bereich …
Stand am 28.11.2019 Konstanz/Rhein 319cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Im November sind keine weiteren Posts aus der Bodensee-Region entstanden.

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Tipp zum Schluss

Stonehenge vom Bodensee – rund 170 mysteriösen Steinhügel aus der Jungsteinzeit wurden letztes Jahr im Bodensee entdeckt. Das Schweizer Fernsehen SRF hat dazu einen interessanten und spannenden Bericht ausgestrahlt.

Sendung „SRF Einstein“ – Das Geheimnis im Bodensee

«Einstein» begleitet exklusiv die Erforschung mysteriöser Steinhügel im Bodensee. Sie erweisen sich bereits heute als eine der grössten archäologischen Strukturen weltweit. Wer hat sie errichtet? Zu welchem Zweck? Und: Warum liegen die Hügel heute bis zu fünf Meter unter Wasser?

SRF hat «Einstein» exkulsiv bei der Erforschung von rund 170 mysteriösen Steinhügeln im Bodensee begleitet. Stück für Stück gaben diese ihr Geheimnis preis und erweisen sich heute als eine der grössten zusammenhängenden archäologischen Strukturen weltweit. Mit einer geschätzten Masse von 160’000 Tonnen Gesteinsmaterial entspricht die Struktur ungefähr der grössten gotischen Kathedrale der Welt: dem Kölner Dom. Wann lebten die Menschen, die diese Steinhügel errichtet haben? Zu welchem Zweck wurden sie erbaut? Und: Warum liegen die Hügel heute bis zu fünf Meter unter Wasser? Zum Video von SRF geht es hier.

Bild & Text: SRF „Einstein“
Zur Sendung von SRF Einstein auf das Bild klicken.

Flaschenpost vom Seerhein (Oktober)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein



Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Erst spät im Oktober legte die Natur hier in der Bodenseeregion ihr leuchtendes Herbstkleid an. Der Oktober war mit ein paar wenigen Ausnahmen mild und sonnig. Ein richtiger Altweibersommer!

Genaugenommen gab es gleich zwei mal einen Altweibersommer – einmal Mitte und dann nochmals Ende Oktober.

Wobei ich den zweiten Altweibersommer verpasste, da ich in in Island am „Schneeschaufeln“ war. Und kam genau zu Beginn des trüben Regenwetters wieder zurück.

Aufgrund meiner Ferienreise nach Island ist diese Flaschenpost etwas leichter als sonst. Obwohl, für den einen oder anderen Foto-Streifzug hat es doch noch gereicht, die Bilder davon haben aber eher etwas spät-sommerliches an sich.

Nun stehen wir schon im Monat November. Vielleicht wird der eine oder andere goldige Tag dabei sein. Und sonst geht es warm-angezogen auf Spaziergänge durch den romantischen Wald oder am ruhigen Seeufer entlang. Danach im warmen Zuhause ein gutes Buch lesen – oder draussen auf der Terrasse unter einer Wolldecke die letzten Sonnenstrahlen geniessen und einfach den „Martini-Sommer“ zelebrieren. Auch auf den November kann man sich freuen!

Ich wünsche viel Spass bei meiner Flaschenpost und wünsche Euch einen wunderbaren bunten November!

Liebe Grüsse

Michael

Herbstgewitter

Im Oktober entstand sogar nochmals ein Sommer-Gewitter und brachte Blitz und Donner über den See.

In den Weinbergen

Rebberge geben stets eine malerische Wanderkulisse ab. Und wenn dann noch so ein gepflegtes Riegelhaus den Weg säumt, freut sich mein Fotografen-Herz.

Nebel-Schwaden über der Stadt

Der Nebel war im Oktober fast kein Thema, manchmals morgens zogen einige Nebelschwaden vom See her über die Stadt, die sich aber schnell auflösten.

Es wird ruhiger am See

Ende Oktober wird es ruhiger am und auf dem See. Die Saison endet langsam und es hat nur noch wenige Feriengäste in der Region.

Vogelkundler

Wie farbige Eindringlinge bewegen sich diese Vogelkundler im Naturschutzgebiet Wollmatinger Ried. Die Vogelfreunde wissen natürlich, der Vogelzug ist in vollem Gange! Dabei spielen die Flachwasserzonen und das Ried als Rast- und Überwinterungsgebiet eine wichtige Rolle im mitteleuropäischen Binnenland.

Dunkelheit

Auch wenn der Herbst gefühlt noch nicht so richtig Einzug gehalten hat, wird es abends doch deutlich schneller dunkel. Fast unmerklich, aber doch rasant ging uns bereits im September von Tag zu Tag rund 3 Minuten Licht verloren. Wir Menschen beschleunigen im Oktober das Ganze dann noch, indem wir auf Winterzeit umschalten. So geht die Sonne zusätzlich noch eine Stunde früher unter.

Plastikabfall

Nicht nur in den Ozeanen, auch im Bodensee schwimmt Plastikmüll. Über 23’000 Liter Müll hat alleine die Organisation „AroundTheBodenseeCleanUp“ seit 2017 an den Ufern gesammelt. Kleider, Glas- und PET-Flaschen und viel anderes Zeugs, was einfach nicht in den See gehört. Was die Sammler zudem öfters finden sind Luftballone mit Schnur und Karte, resp. was davon übrig bleibt. Feiern am See sind beliebt und so gehören zu Hochzeiten und anderen Festen das Steigen lassen von knallbunten, mit Helium gefüllten Luftballone einfach dazu. Schön, aber letztendlich Plastik-Müll, der im See landet. „Umweltfreundlich“ aus Naturkautschuk zerfallen diese trotzdem nur langsam. Besonders in den Naturschutzzonen, aber eigentlich überall sind diese eine Gefahr für Wasservögel und die Fische.

Insgesamt sind die hiesigen Ufer aber sehr sauber und nicht mit den Küsten am Meer zu vergleichen.

Quelle: „AroundTheBodenseeCleanUp“
Bild: eine PET-Flasche treibt auf dem Seerhein (nach dem Foto “rausgefischt” und entsorgt. Solche Kunststoff-Flaschen zerfallen durch Sonne, Wasser und Wind und zerbröseln zu Mikroplastik)

Sportboote

Im Abendlicht treffen hier unterschiedliche Sportboote aufeinander – sehr aktiv die Ruderer, (meistens) passiv die luxuriösen Sport-Motorboote in der Marina.

Weinlese 2019

Auch im Oktober waren die Weinbauern noch stark mit der Weinlese beschäftigt. Von den Weinbauern am Bodensee hört man, dass in diesem Jahr weniger Trauben geerntet wird als vor einem Jahr. Aber die Qualität scheint auch dieses Jahr wieder zu stimmen. 

Dienst eingestellt

Die weissen Kursschiffe der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein haben Mitte Oktober ihren Dienst eingestellt. Die Betreiber konnten sich über eine gute Saison freuen – über 330’000 Gäste wurden in der Kursschifffahrtsaison 2019 transportiert. (Quelle URh.ch)

Frische Äpfel

Überall an den Strassen rund um den Bodensee wurden frische Äpfel, Birnen und Süssmost angeboten.

Fischernetze

Diese Netze sind nicht irgendeine Dekoration, sondern von einem Berufsfischer fein säuberlich zusammengelegt, vorbereitet für die nächste Ausfahrt auf den See. Der Beruf des Fischers ist einer der ältesten Berufe am See, man schätzt ihn auf rund 10’000 Jahre. Heute arbeiten noch über 100 Berufsfischer* auf dem See.
*Quellen sehr unterschiedlich – zwischen 100 – 130 Berufsfischer.

Kürbisse

Ehrlich, für mich geht Herbst ohne Kürbis nicht. Der Kürbis ist so eine Art Hauptdarsteller dieser Saison. Und er zelebriert sich auf so viele Arten – von Windlichter bis Suppen über Kuchen bis hin zu Dekorationen.

Insel-Rebberg

Die Reichenau hat’s: eine schöne Insel, die Auszeichnung als Unesco-Welterbe und bekannt als Gemüselieferant, was ihr den Spitznamen Gemüseinsel einbrachte. Und eben auch Rebberge. Weniger bekannt ist vielleicht, dass von der Insel ausgezeichnete Weine kommen.

Sommertag

Mit dieser Morgenstimmung kündigte sich ein sommerlicher Tag an und brachte mitten im Oktober die Sommergefühle zurück. Hier am Bodensee lagen die Höchstwerte bei warmen 22 bis 24 Grad. Für einen richtigen Sommertag reichte es beispielsweise in Chur, dort überstieg das Thermometer die Marke von 25 Grad und kletterte bis auf 26.2 Grad.

Pegelstand Seerhein: sinkend

Hier gibt es (glücklicherweise) nichts interessantes zu berichten – der Wasserstand des Seerheins ist auf einem für die Jahreszeit durchschnittlichen Niveau. Es ist der natürliche Jahresgang, dass der Pegelstand am Seerhein und am Bodensee in den kommenden Wochen zurück geht. Vom Niedrigwasser des letzten Jahres ist der See weit entfernt.

Stand am 31.10.2019 Konstanz/Rhein 337cm*
(Bild Polizeiboot auf „Patrouillen -Fahrt“, Oktober 2019)

Noch mehr vom See&Rhein

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Im Oktober sind keine weiteren Posts aus der Bodensee-Region entstanden.

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

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Dahlienzeit auf der Mainau