Mein Blog macht „blau“ …

Allgemein, Bodensee

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Wie jedes Jahr macht mein Blog jetzt „Blau“ und geht in die Sommerpause. Zwischendurch werde ich die Zeit etwas nutzen um mein digitales Kunstwerk aufzuräumen, aufzufrischen und neue Ideen zu entwickeln.

„Nach einem langen, heissen Sommertag, einem letzten Sprung ins kühle Wasser, dann Barfuss zurück, in unser schönes Wochenend-Domizil zu kommen, die Sonne noch auf der Haut – herrlich! Sich erschöpft von der Hitze in die Couchkissen fallen lassen, ein Glas selbstgemachter Icetea in der Hand. Abends noch ewig auf der Terrasse sitzen, an einem sommerlich gedeckten Tisch mit tollem Essen und guten Gesprächen. Das ist für mich pures Sommerfeeling!“

Diese Zeilen stammen aus meiner „Liebeserklärung an den Sommer“ welche ich vor zwei Jahren geschrieben habe. Vielleicht willst Du Dich von diesem Sommer-Feeling am See etwas inspirieren lassen, dann tauche doch einfach ein in meinen Post „mein Sommerfeeling am Bodensee“!

Für Euch hoffe ich, dass es bald in die Ferien geht – vielleicht dieses Jahr wie ich auf dem eigenen Balkon – schliesslich fühlt sich ein Sommer-Tag auf dem eigenen Balkon mit dem Gesicht in der Sonne immer auch wie richtiger Urlaub an.

In diesem Sinne: Einen herrlichen Start in die Urlaubszeit! Und bis bald!

Euer

P.S. Ab Mitte August geht es gewohnt ungewohnt weiter …

Flaschenpost vom Seerhein (Juni 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Die Sonne geniessen, durchatmen, draussen sein. Die wiedergewonnene Freiheit sollten wir besonders schätzen und diesen besonderen Sommer so richtig geniessen. Statt einer schönen Reise nach Shetland gab es bei mir im Juni ein „all inklusive“ Urlaub auf meinem Balkon. Im eigenen komfortablen Liegestuhl und einem guten Buch. Mit Ausflügen im eigenen Land! Diese Flaschenpost habe ich in den Ferien verfasst und so kommt diese einfach etwas leichter, sommerlicher und beschwingter daher!

Meine Ferien sind zwar schon zu Ende, doch wie jedes Jahr mache ich auf meinem Blog wieder eine Sommerpause. Diesen werde ich nutzen um mein digitales Kunstwerk aufzuräumen, aufzufrischen und neue Ideen zu entwickeln.

Aber jetzt ganz viel Spass mit dieser Flaschenpost und ich wünsche Euch einen tollen Sommer!

Und trotz schönem Sommer dürfen wir nicht vergessen, dass der Virus noch da ist – in den letzten Tagen haben die Fallzahlen deutlich zugenommen. Dies macht nachdenklich, aber wir wissen, was hilft: „Abstand halten, Hygienemassnahmen, kein Händeschütteln!“

Liebe Grüsse, passt auf Euch auf. Bleibt gesund und weiterhin vorsichtig! Stay well and safe.

Es lächelt der See

Es lächelt der See, er ladet zum Bade.
― Friedrich Schiller 1759-1805

Schiffsreise

Manchmal nutze ich das Kursschiff als ÖV und freue mich auf die gemächliche Reise.

Lavendel

Forgiveness is the fragrance that the violet sheds on the heel that has crushed it.
― Mark Twain

Beachlife

Es ist Sommer und die SUP’s bringen Farbe auf den Strand.

Regenbogen

Ein besonders leuchtender „Teil-Regenbogen“ gab es nach einem Gewitter. Das richtige „Regenbogenwetter“ stellt sich übrigens ein wenn bei einem Gewitterschauer im Sommer der Himmel sehr schnell aufklart. Besonders gute Voraussetzungen (so ist auch dieses Foto entstanden) sind am späten Nachmittag gegeben. Dann steht die Sonne so tief, dass sie nicht von den letzten Regenwolken verdeckt wird.

Die weissen Schiffe fahren wieder

Fast ein historisches Bild – das erste Kursschiff der URh (Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein) verkehrt nach der langen Corona-Pause wieder auf dem Seerhein.

Sommersonnenwende

Am 20. Juni 2020 war die Sommersonnenwende und damit der längste Tag des Jahres. Und mir wird richtig bewusst, dass der Sommer da ist!

Romantik

Ein Abendessen direkt am Wasser, schöne Gespräche und ein Sonnenuntergang als Zugabe – Ferien am Bodensee!

Segelboot vor Anker

Es sind diese Motive, die einem kurz glauben lassen, dass wir irgendwo am Meer leben.

Gewitter über dem Seerhein

Am Bodensee lagen die Niederschläge erneut unter der Norm, schon die vorangegangenen Frühlingsmonate fielen zu trocken aus und zum Monatsende zeigte sich der Hochsommer, mit dem einen oder anderen Gewitter.

blauer Horizont

Blauer Horizont, ein ruhiger Sommermorgen.

goldenes Licht

Die untergehende Sonne taucht dieses Motorboot in ein weiches, goldenes Licht.

Pegelstand Seerhein: trockener Monat sorgt für eher tiefen Wasserstand

Auch wenn es das eine oder andere Gewitter gegeben hat, war der Juni am Bodensee und in den Alpen sehr trocken. Dies wirkt sich auch auf den Pegelstand des Seerheins aus. Normalerweise ist der Seerhein gerade im Juni „sehr voll“, auch dieses Jahr scheint dies so zu sein. Aber der Eindruck täuscht, der Wasserstand ist zwar gegenüber dem Vormonat gestiegen, er liegt aber unter dem Durchschnitt für diese Jahreszeit.

Stand am 01.07.2020 Konstanz/Rhein: 382cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild: Ein sportliches Motorboot kämpft gegen einen Gewittersturm auf dem Seerhein.

Noch mehr vom See&Rhein

Rosen klettern, ranken und erklimmen die barocke Balustrade im italienischen Rosengarten auf der Insel Mainau Dabei verströmen sie ihren lieblichen Duft und bezaubern mit einer unglaublichen Blüten- und Farbfülle.

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Schlusspunkt: Schwanenflug

Tipp: Thurgauer Köpfe

Die sechs kantonalen Museen im Kanton Thurgau präsentieren ab dem 6. Juni 2020 zum ersten Mal ein gemeinsames Projekt: die Ausstellung «Thurgauer Köpfe». Verteilt auf vier Standorte zeigt sich der Kanton Thurgau im Spiegel seiner Bewohnerinnen und Bewohner auf unkonventionelle Art und Weise. Fern der gängigen Stereotypen wird das, was den Thurgau ausmacht, aus neuen Perspektiven sichtbar.

Weitere Informationen: Thurgau Kultur

Plakat/Text: Thurgau Kultur

Flaschenpost vom Seerhein (Mai 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Unser Land kehrt mit grossen Schritten zur Normalität zurück. Niemand hätte es vor kurzem noch für realistisch gehalten, dass wir schon Anfang Juni wieder an kleineren Anlässen und Familienfesten teilnehmen oder sogar bald wieder nach Deutschland reisen können. Selbst die Kultur und der Sport fängt an aufzuleben.

Für mich ist es eine langsame Rückkehr zur Normalität. Am letzten Wochenende traf ich mich erstmals seit Beginn der Coronakrise mit meiner Mutter – zum Spaziergang und Kaffee und Kuchen draussen auf dem Balkon. Und mit der Schwester meiner Frau und ihrem Ehemann zum Distanz-Grillen – sie am oberen Ende das langen Tisches, wir am unteren. Musste schon schmunzeln ob der Verrenkungen, mit denen wir mit weit ausgestreckten Armen Salatschüssel & Co. den Tisch hoch- und runterschoben. Und doch war es ein Fortschritt, es machte Freude. Ein Stück Idylle.

Im Grundsatz bin ich ein „urbaner“ Mensch, ein Stadtmensch, schätze aber die Überschaubarkeit der ländlichen Gegenden wie hier in der Bodenseeregion.

Hier am Ufer des Seerheins und an vielen Orten des Bodensees ist es ruhiger und weniger hektisch, als in der grossen Stadt und Agglomeration Zürich. Natürlich ist mein Blick durch diese Idylle verklärt, da ich nur am Wochenende jeweils hier sein kann. Mein Arbeitsleben ist städtisch, mein Freizeitleben ist ländlich geprägt.

Gerade jetzt in der Corona-Krise wirkt das „Landleben“ als Rückzugsort, als einfache Alternative zur komplizierten Realität. Natürlich ist dies ein Trugschluss – die Probleme sind überall die gleichen. Trotzdem wirkten in den vergangen Wochen die leer gefegten, unbelebten Strassen in den Städten viel härter als das friedfertige, geborgene und harmonische Land.

Dieser oberflächlichen, landschaftlichen Idylle war ich mit der Kamera in der südlichen Region des Untersees auf der Spur. So findet Ihr in der Flaschenpost vom Mai viel fotografisches Prosa.

Manchem glückt es, überall ein Idyll zu finden: und wenn er’s nicht findet, so schafft er’s sich.

Theodor Fontane, (1819 – 1898), Schriftsteller

Liebe Grüsse, passt auf Euch auf. Bleibt gesund und weiterhin vorsichtig! Stay well and safe.

Idyllische Dörfer

Vom Seerücken ans Ufer gedrängt, präsentieren sich die Orte am Untersee als Idylle in einer reizvollen Landschaft. Markante Kirchen, historisch wertvolle Dorfkerne mit gepflegten Riegelhäusern und schon fast mediterrane Seepromenaden zeichnen diese beschaulichen Orte aus.

Wild Garlic

Bärlauch wird auch wilder Knoblauch oder Waldknoblauch genannt. Der Duft erinnert tatsächlich stark an den echten Knoblauch. Dies ist eigentlich nicht verwunderlich, den der Bärlauch gehört gehört zur selben Gattung wie Frühlingszwiebeln und Schnittlauch. Der Bärlauch beginnt – je nach Witterung – zwischen März und April zu spriessen. Nur rund zwei Wochen im Jahr kann der Bärlauch geerntet werden; denn sobald er zu blühen beginnt, verliert er sein Aroma. Allerdings sind die weissen Blüten, die man oft auch noch im Mai im dunklen Wald findet, ein wunderschönes Motiv.

Aber nicht nur fotografisch, sondern auch in der Küche verwende ich den Bärlauch sehr gerne. Sein rassiger Geschmack mag ich. Gerne mache ich herzhaftes Bärlauchpesto und habe die „Spaghetti Portofino“ etwas abgeändert. (mit Kartoffeln, Spaghetti und Bärlauchpesto). Und auch auf die Gesundheit soll sich das Lauchgewächs positiv auswirken.

Idylle – Inspired by Claude Monet

Wer kennt sie nicht die friedvollen Gemälde von Wiesen und Mohnfelder von Claude Monet. Dies inspirierte mich zu diesem Bild eines Mohnfeldes im Zürcher Weinland*. Claude Monet nutzte oft die Landschaften die sein Wohnort umgaben als Inspirationsquelle. So ging es mir eigentlich auch, das Mohnfeld liegt quasi auf meinem Nachhauseweg.

*Das Zürcher Weinland ist stark mit der Bodenseeregion verbunden. Ca 40 min von der Stadt Zürich entfernt, beginnt die grüne Lunge des Kantons Zürich. Ländlicher Charme und langgezogene Reblagen ziehen sich bis nach Deutschland und an den Untersee des Bodensees.

Der Schatz im Telekom-Bunker

Regenbogen und Sonnenuntergang leuchten besonders intensiv, geben einen reizvollen Moment ab.

„Ausgerechnet im Telekom-Bunker liegt der Schatz vergraben“, meinte eine „Instagramerin“ aus Konstanz, als sie dieses Bild gesehen hat. Der Telekom-Bunker, also das Fernmeldegebäude Konstanz, ist nach dem 78 Meter hohen Konstanzer Münster das zweithöchste Bauwerk der Stadt Konstanz, gilt allerdings bei vielen Konstanzer als Bausünde.

Libellentanz

Für einmal hatte ich das Glück mich einer Libelle zu nähern und diese in aller Ruhe zu fotografieren. Bewegte ich mich, flog diese Libelle sofort weg, landete aber nach wenigen Sekunden später wieder am gleichen Ort. Ich nahm den Tanz auf und konnte so einige tolle Fotos schiessen.

Vielleicht handelt es sich hier um eine „gemeine Heidelibelle“. Wie auch immer, Libellen sind meistens in der Nähe von Gewässern zu finden, da ihre Larven auf Wasser als Lebensraum angewiesen sind. Allerdings fliegen Libellen zum Beutefang jedoch auch weite Gebiete abseits der Gewässer ab.

Segelboot

Ein Segelboot gleitet lautlos auf dem Blau des idyllischen Untersees.

Flug gegen die Sonne

Einfach die Flügel ausbreiten und gegen die Sonne bis ans Meer fliegen. Ein Vogel müsste man sein.

Dorfplatz – Idylle

In den Dörfern am Seerhein und am Untersee gibt es viele idyllische Plätze. Der Dorfplatz von Gottlieben ist so ein bezauberndes Fleckchen.

Idyllische Häuser

Zur ländlichen Idylle hier in der Region gehören die vielen prächtigen Riegelhäuser.

Rosen

A single rose can be my garden… a single friend, my world. (Felice Leonardo Buscaglia, US-Autor)

Idylle am Ufer

Der Tag sanft, ein Platz zum sein.

Urwald

Die Natur hatte hier wieder viel Zeit, sich in Richtung Urwald zu entwickeln. Eine Idylle für Eichen und Buchen, für Insekten wie Blattläuse, Ameisen, Käfer, Fliegen und Mücken. Und für den Mittelspecht, der zurückgekehrt ist.

Pegelstand Seerhein: trockener Monat sorgt für eher tiefen Wasserstand

Der Mai hat etwas Regen gebracht, so ist der Pegel des Seerheins wieder etwas gestiegen. Der Wasserstand liegt trotzdem für die Jahreszeit auf leicht unterdurchschnittlichem Niveau. Die Wassertemperatur im Seerhein beträgt ca. 16 Grad.

Stand am 01.06.2020 Konstanz/Rhein: 332cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild: „Stand up Paddling – der Mai hatte schon etwas sommerliches“

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Schlusspunkt: Öpfel-Boxenstopp

Am Auffahrts-Donnerstag und am Pfingstsonntag überraschte Thurgau Tourismus und die Mosterei Möhl AG auf verschiedenen Wander- und Velowegen mit einem fruchtig-frischen Durstlöscher. Die in der Schweiz beliebten Shorly’s standen gekühlt als Geschenk in ausgewählten Brunnen im ganzen Kanton Thurgau.

Flaschenpost vom Seerhein (Apr 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Wer von uns hätte noch Anfang März für möglich gehalten, dass nur wenige Tage später die schlimmste Krise losbrechen würde, die unsere Welt seit langem erlebt hat. Und der Lockdown mit all diesen Beschränkungen so schnell Alltag werden kann. Ausgerechnet im Frühling, der sich gerade im April von seiner schönsten Seite zeigte, mussten wir zu Hause in der „Selbstisolation“ bleiben. Doch seit einigen Tagen ist die Zeit des Aufbruchs gekommen und der Frühling gibt uns mit seinen Farben und Licht die Kraft für die Neugestaltung, die vor uns liegt.

Überzeugt bin ich, dass ich noch mehr als vor der Krise zu schätzen weiss, wie wertvoll und erfüllend es ist, mein Leben positiv zu bestreiten, aber auch zu geniessen – wie jetzt im Frühling die Strahlen der Sonne auf der Haut, gutes Essen, ein Glas Wein und hoffentlich bald die Gesellschaft lieber Menschen.

Der Frühling war das beste Mittel gegen meinen Corona-Koller. Einfach nach draussen gehen und Vögel, Schmetterlinge und Blumen bestaunen. Tief einatmen, ausstrecken und die grauen Wintertage abschütteln! So ist auch meine Flaschenpost vom April ein bunter Gute-Laune-Booster. Mit den farbigen Blumen, den ergrünenden Bäumen und Wiesen habe ich versucht die Frühlingsgefühle wieder rund ums Haus einzufangen. „Stay at home“ in der Flaschenpost!

Liebe Grüsse, passt auf Euch auf. Bleibt gesund! Und bleibt zuversichtlich!

Michael

Vollmond

Anfangs April kam in der Nacht der Vollmond der Erde besonders nah – und erschien grösser. Ein Supermond! Klar versuchte ich den Mond mit der Kamera einzufangen, dies war für mich eine gute Übung, um den Umgang mit der Kamera „mondmässig“ etwas aufzufrischen. Der Zufall wollte es, dass sich die Wetterfahne von Schloss Gottlieben genau zwischen Mond und mein Objektiv stellte.

Blütenzauber am Seeufer

Immer wieder wunderbar, wie der Frühling das Landschaftsbild hier am See verändert.

Pfirsichblüte am Bodensee

Da es bei uns am Bodensee, ähnlich wie bei den Aprikosen, nur sehr wenige Pfirsiche gibt, ist dies doch eine Begegnung der eher seltenen Art. Pfirsiche aus hiesigem Anbau werden im Herbst hier übrigens reif geerntet und meistens in den Hofläden direkt verkauft. Diese Früchte duften intensiv und ein Biss in eine solche Frucht ist ein Genuss!

Geheimnisvolle Schlösser im Thurgau

Es gibt versteckte, geheimnisvolle Schlösser im Thurgau, die sich als Schauplatz grosser Romane eignen würden. Einige – wie hier Schloss Eugensberg – verstecken sich hinter hohen Mauern und Zäunen. Um die Schlossherren selber wuchern Gerüchte wie die Hecken rundherum. Einige dagegen sind heute öffentlich zugänglich und erzählen vom Glanz längst vergangener Zeiten.

Blumenstrauss

Selbst ein Blumenstrauss aufzutreiben war in diesen Corona-Zeiten nicht einfach. Für die Floristen war der Grat zwischen zulässigem und verbotenem Verkauf schmal. Unser Blumenladen hielt durch und so machte für einmal ein frühlingshaftes Blumengesteck noch mehr Freude, als sonst schon. 

Frühlingsweg

Diesen Frühlingsweg zu gehen machte einfach Freude und stärkte die Zuversicht.

Abendstimmung

Der wiederkehrende Tag verabschiedet sich hier wieder einmal mit einer wunderschönen Abendstimmung.

früher Frühling

Kalendarisch gesehen kam der Frühling dieses Jahr am 20. März, meteorologisch war es am 1. März. Gefühlt schon im Januar, als es so sonnig und warm war wie selten. Zusammen mit Rekordtemperaturen im Dezember und Februar erlebte die Bodenseeregion einen sehr milder Winter. So verwunderte es kaum, dass sich der April eher schon sommerlich anfühlte. In meiner Jugend begann der Kirschbaum immer etwa Mitte April zu blühen, jetzt ist das schon Ende März, Anfang April der Fall. Auch die Rapsblüte startete anfang April, was sehr früh ist.

Schwarzmilan

Meine Frau hatte das Glück einem Schwarzmilan während der Fischjagd zuzusehen. Und sie schoss dabei gleich noch ein paar eindrückliche Fotos. Als gewandter Flieger greift der Schwarzmilan in einem spektakulären Sturzflug Fische im Wasser an, schwingt sich wieder in die Höhe und kröpft seine Beute gleich im Flug. Der Schwarzmilan ist bei uns heimisch und gehört nicht zu den gefährdeten Arten. (Bilder ASC April 2020; Quelle: vogelwarte.ch)

Obstblüten

„Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Martin Luther, Reformator

Zottel

Auch am Bodensee begegnet man wie hier auf der thurgauischen Seite diesen zottligen Rindern. Es sind schottischen Hochlandrinder, die sich hier wohl fühlen. Diese Tiere sind sehr robust und benötigen dank ihrem dicken Fell auch im Winter keinen Unterstand.

Tiger

Der kleine Tiger interessiert sich für die Vögel mehr als für mich.

Pegelstand Seerhein: trockener Monat sorgt für eher tiefen Wasserstand

Natürlich ist auch hier die Trockenheit spürbar – so liegt der Wasserstand auf einem für die Jahreszeit leicht unterdurchschnittlichen Niveau. In extremen Jahren kann der Wasserstand schon einmal 1m höher liegen. Tendenziell sollte der Wasserstand im Seerhein in den kommenden Monaten bis zum Sommer ansteigen. Dies hängt mit der Schneeschmelze zusammen. Zudem führt das Ansteigen der Schneegrenze im alpinen Bereich dazu, dass allfällige Niederschläge direkt in die Flüsse und Bäche abfliessen.

Stand am 01.05.2020 Konstanz/Rhein: 306cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild: „Sunrays through the clouds“ (Seerhein)

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Insel Mainau öffnet wieder am 6.Mai – mit Einschränkungen

Die beliebte Blumeninsel im Bodensee öffnet nach 7 Wochen wieder – allerdings mit Einschränkungen. Mehr darüber findet ihr unter: Insel Mainau öffnet wieder am 6.Mai

Schlusspunkt: rote Stunde

Flaschenpost vom Seerhein (Mar 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Buschwindröschen und Kirschbäume stehen bereits in Blüte. Die ersten Bienen waren schon unterwegs. Der Frühling entfaltet bereits seine Pracht. Trotz des frühen Frühlings, der diesen warmen Winter ablöst, entwickle ich gar keine Frühlingsgefühle. Diese werden fast erstickt in den im Minutentakt aktualisierenden Nachrichten, im unaufhörlichen klingeln des Smartphones und den Bildern aus den Spitälern und leeren Supermarktregalen.

Gegen diese ohnmächtigen, freudlosen Gefühle muss ich etwas tun, ich muss zwischendurch abschalten können. Und ich muss raus an die frische Luft. Die Bewegung in der Natur ist gut für mein Gemüt und stärkt den Körper. Endlich draussen sein, sich frei fühlen, die Ausnahmesituation eine Zeit lang vergessen. Den Frühling spüren!

Und meine Kamera habe ich einfach mitgenommen, habe dem Frühling kurz hallo gesagt. Da und dort fotografiert. Und so kann ich ein paar Aufnahmen in diese Flaschenpost stecken und zu Euch senden. Vielleicht als Inspiration oder als Zeichen, dass wir mit unseren Gedanken nicht alleine sind. Dieser April, dieser Frühling wird anders sein. Allem zum trotz dürfen wir nicht vergessen bunt zu denken und den Frühling zu leben.

Liebe Grüsse, Passt auf Euch auf. Bleibt gesund – werdet gesund!

Michael

Krokusse

Wenn die ersten Krokusse ihre Knospen spriessen lassen, kann der Frühling nicht mehr weit sein. Mit dem Krokus beginnt für mich die farbenfrohe Frühjahrszeit und der graue Winter gehört endlich der Vergangenheit an.

Er ist’s

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Mörike, 1828

Frühling der einsamen Spaziergänge

Die Wiesen werden grün, die Bäume sind noch kahl. Die Sonne wärmt die Bise langsam weg. Es ist der Frühling der einsamen Spaziergänge.

Wandern gegen den Isolationskoller

Wandern ist für mich genau das richtige im Moment – auch wenn die Wanderungen viel kürzer sind wie sonst. So kann ich entspannen und die Welt mit dem Coronavirus scheint für eine Zeit einmal weit weg zu sein.

Aber bitte, Social Distancing auch auf dem Wanderweg – wir Wanderer müssen uns unbedingt zum Schutze anderer an die Verhaltens- und Hygieneregeln vom BAG halten:

  • wer sich krank fühlt unbedingt zu Hause bleiben
  • empfohlener Abstand von zwei Metern muss unbedingt auch beim Wandern und in den Wanderpausen eingehalten werden
  • keine Hände schütteln
  • wandern in Gruppen ist verboten
  • wandern alleine oder höchstens mit einer Person aus dem gleichen Haushalt
  • Getränke, Picknick und Desinfektionsmittel mitnehmen
  • Und meine Bitte: keine Bergtouren wegen der Unfallgefahr, die Spitäler haben anderes zu tun.

Bettseicherli

Letztes Jahr hatten wir noch fröhlich auf meinem Blog diskutiert, wie diese Buschwindröschen in den verschieden Dialekten in der Schweiz und Deutschland bezeichnet werden. Diesen Beitrag findest Du zum nachlesen hier: Bettseicherli

Kein Schiffsverkehr

Kein Schiffsverkehr nach Deutschland – es bleibt nur noch der Blick rüber ins ferne Europa …

Osterglocken

Wie klingen Osterglocken wenn sie den Frühling einläuten?

Blick auf den Untersee

Die Frühlingssonne lässt den winterlichen, grauen See verschwinden.

Muscheln am Ufer

Es ist die Zeit in dem uns am Seeufer auch schon die kleinen Dinge Freude machen.

Haus am See

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg
Ich hab‘ zwanzig Kinder meine Frau ist schön
Hmm, alle kommen vorbei, ich brauch‘ nie rauszugehen…

Peter Fox, deutscher Reggae- und Hip-Hop-Musiker

Schlüsselblüemli

Die Schlüsselblüemli markieren das Frühlingserwachen im sonst noch winterlichen Wald.

Wenn das Wasser funkelt und glitzert

Auf dem Steg sitzen, die warme Sonne geniessen und zuschauen, wie das Wasser glitzert und funkelt – dies sind kleine, wunderbare Auszeiten.

Tim Mälzer im Napoleonschloss

Der selbsternannte Kaiser der deutschen Küche auf dem Schloss des Kaisers Napoleon III. – ist natürlich ein Bild aus pre-social-distance-Zeiten. Denn schon im September 2019 fanden im Napoleonmuseum auf dem Arenenberg (Thurgau, Schweiz) Dreharbeiten zur Koch-Show «Kitchen Impossible» statt. In den Räumlichkeiten des späteren Kaisers von Frankreich musste sich Tim Mälzer seiner Aufgabe stellen: Eine Apfeltarte des Thurgauer Spitzenkochs Christian Kuchler wurde ihm in der berühmten schwarzen Box überreicht. Sie galt es nun von ihm ohne Kenntnis der genauen Zutatenliste so originalgetreu wie möglich nachzubacken. Dazu begab er sich in die Küche seines Kollegen in der Wigoltginger «Taverne zum Schäfli». Am Sonntag, 8. März strahlte der TV-Sender VOX die Thurgauer Challenge in «Kitchen Impossible» aus. (Bild/Copyright: Napoleonmuseum Arenenberg)

Pegelstand Seerhein: relativ hohes Niveau für März

Der Wasserstand des Seerheins liegt inzwischen auf einem für die Jahreszeit relativ hohen Niveau. Tendenziell muss in den kommenden Monaten mit einem Anstieg gerechnet werden. Insbesondere die Schneeschmelze ist ein Faktor, welcher den Wasserstand im Frühling und Sommer beeinflusst.
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Stand am 01.04.2020 Konstanz/Rhein: 303cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 2/20: Dieses Bild habe ich Anfangs März geschossen. Zu diesem Zeitpunkt durfte dieses Schiff noch Gäste aufnehmen. Das Schiff im Hintergrund ist ein Zollboot der deutschen Grenzwache.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Tipp: Landesgartenschau in der Bodenseeregion

Die Stadt Überlingen am Ufer des Bodensee ist bekannt für seine Herrlichen, schattigen Parks, verwunschenen Gärten und der begrünten ehemaligen Festungsanlagen. Hier wachsen sogar Bananen. Die grösste gotische Kirche am Bodensee ist ein Highlight des freundlichen Städtchens. Und auf der Fussgängerzone hat man das Gefühl irgendwo in Italien zu sein. Dieses Jahr setzt Überlingen mit der ersten Landesgartenschau in der Bodenseeregion ihrem Ruf als grüne Stadt noch eins drauf.

Leider wird die Landesgartenschau Überlingen nicht wie geplant am Donnerstag, 23. April, eröffnen. Die Organisatoren werden am 19. April die Lage neu bewerten. Und wenn es los gehen sollte, werde ich sicher hier kurz darüber schreiben.

historisches Fährschiff Konstanz (1928) – erste Binnensee-Automobilfähre Europas

Bodensee

In den Wintermonaten hat der Hafen in Meersburg einen besonderen Gast. Es ist die historische Fähre Konstanz. Vor der grossen, frühlingshaften sonnenbeschienen Kulisse der Stadt, liegt sie fast etwas unscheinbar hier „vor Anker“.

Im Sommer liegt das Schiff dann wieder im Hafen von Konstanz. Allerdings ist der Wasserstand an ihrem Stammplatz im Winter zu gering, daher wird der Oldtimer im Herbst nach Meersburg überführt um dort zu „überwintern“.

Vor über 90 Jahren startete die Fähre „Konstanz“ erstmals über den See und verband die Städte Konstanz und Meersburg. Das 1928 in Dienst gestellte Schiff ist die erste Binnensee-Automobilfähre Europas. In Verbindung mit der eigens für sie entwickelten Landungsbrücke gilt das Fährschiff als Vorbild und Muster für alle folgenden europäischen Autofähren. Bis 1963 bediente sie die Strecke von Konstanz nach Meersburg. Das Schiff konnte bis zu 15 Autos sowie 200 Personen befördern. Diese Kapazität galt anfänglich als überdimensioniert, aber entgegen allen Befürchtungen wurden bereits in der ersten Woche 437 Autos und über 3000 Personen befördert.

Nach 35 Dienstjahren wurde dieses Fährschiff verkauft und noch viele Jahre als Arbeitsschiff für den Ramm- und Baggerbetrieb genutzt. Zum Glück wurde das Schiff in 1990er Jahre von einem historischen Verein übernommen, mit dem Ziel dieses Schiff zu erhalten. Rund 16 Jahre wurde daran restauriert. So war das Schiff im Sommer 2010 wieder fahrbereit und konnte an ihren inzwischen ebenfalls restaurierten Anleger in Konstanz-Staad verlegt werden.

Bild Wikipedia: Von Gero von Enz – selbst fotografiertes Detail der frei zugänglichen Infotafel an der Neuen Rheinbrücke Konstanz, CC-by-sa 2.0/de,

Heute ist das Schiff wieder voll funktionstüchtig und kann für Ausfahrten gebucht werden. Das Schiff liegt in den Sommermonaten nicht an seinem Anleger in Konstanz-Staad, sondern im Hafen Konstanz direkt unter der Statue der Imperia. Der Verein „historische Fähre Konstanz“ bietet Ausfahrten an, mehr darüber unter folgendem Link: Ausfahrten mit der historischen Fähre

Flaschenpost vom Seerhein (Feb 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Von November bis Februar sind bei uns die düstersten Monate des Jahres. Wenn es dann draussen noch regnerisch, kälter und dunkler wird, dann rutsche ich in den Winterblues hinein. Dieses Jahr allerdings scheine ich es einmal ohne geschafft zu haben, fast etwas beschwingt bin ich durch diese Zeit gekommen.

Der simple Grund – Tageslicht! Dieser milde Winter war irgendwie gar nicht so schlimm, ich konnte oft raus, habe in der Freizeit viel das Haus verlassen. Für einmal war mit Winterblues eher viel blauer Himmel gemeint.

Es gab auch die andere Seite des Winterwetters – im Februar haben uns die Stürme Petra, Sabine, Tomris, Bianca & Co. zwischendurch richtig durchgeschüttelt. Insbesondere der Orkan Sabine war heftig, trotzdem gab es glücklicherweise in der Region wenig Schäden. Zum Schluss verabschiedete sich der Februar dann noch mit ein paar Schneeflocken, die sogar den See erreichten.

Sturm Sabine rollt über den See

Dieser Wintermonat war schon eher wie ein wechselhafter April. In der Flaschenpost stecken daher ein paar „aprilmässige“ Bilder aus meinem fotografischen Rückblick auf diesen Monat.

Kommt alle gut durch die bevorstehenden „Corona-Virus-Wochen“ und bleibt vor allem gesund!

Liebe Grüsse

Michael

Möwe

Diese Möwe sucht im Brachwasser nach Futter – es ist windstill und die tiefe Sonne lässt diese Möwe farbenfroh auf der Wasseroberfläche spiegeln.

Winterlandschaft 1

So zeigte sich die Landschaften in diesem Februar oft – von Schnee und Eis war nicht viel zu spüren.

Schneeglöckchen im Riet

An einem günstigen, sonnigen Standort können Schneeglöcken doch schon Ende Januar blühen. Aber dass ich anfang Februar schon so viele blühende Schneeglöckchen im Riet gesehen habe, ist dann wohl doch der ungewöhnlichen warmen Witterung zuzuschreiben.

Winterlandschaft 2

Etwas Eis habe ich am Ufer des Untersee gefunden – allerdings in Form eines künstlichen Eisfeldes. Trotzdem, wo gibt es ein Eisfeld mit solch einer Aussicht auf den See?

Majestetischer Blick

Hoch über dem Bodensee erhebt sich die „Meersburg“. Die Burg Meersburg (alte Burg oder altes Schloss) gilt durch die Erbauung der ersten Burg an dieser Stelle im 7. Jahrhundert als älteste bewohnte Burg Deutschlands.

Eichhörnchen

Wenn es richtig kalt ist, dann trauen sich auch die Eichhörnchen nicht nach draussen. Sie machen zwar keinen Winterschlaf, halten aber doch eine Winterruhe. Momentan scheinen sie aber rege bei uns im Dorf unterwegs zu sein. Das warme Februar-Wetter ist für die Eichhörnchen kein Problem, weil sie genug zu Fressen finden.

Schlittelbahn

Hier würden die Kinder im Februar gerne schlitteln – aber dafür bräuchte es Schnee.

Winterliches Licht über der Marina

Schon am frühen Nachmittag tauchte das Winterlicht diese winterleere Marina am Seerhein in eine spezielle Atmosphäre.

Winterschnitt

Kein Schnee – arbeitsloser Pistenbully? Natürlich nicht, mit diesem Gerät wird im Riet am Seerhein gearbeitet und die Streuwiesen und der Schilf geschnitten.

Pegelstand Seerhein: leicht über dem Durchschnitt

Interessanterweise hat sich der Wasserstand in den Wintermonaten stabil gehalten und er liegt derzeit auf einem für die Jahreszeit relativ hohen Niveau. Die Neuschneesummen in den Alpen über 1500 müM belaufen sich bisher unter der langjährigen Norm. Zudem liegt auf 2000müM derzeit eher wenig Schnee (zwischen 40 – 100cm, Stand Ende Februar) . Dies hat womöglich dann eine Auswirkung auf die weitere Entwicklung der Pegelstände hier am See.

Bild: Sanierung der „Stedi“ in Ermatingen/Untersee an der Mündung des Seerheins. Die „Stedi“ ist seit 1912 Schifflände, Hafen und Festplatz zugleich.

Stand am 01.03.2020 Konstanz/Rhein: 321cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württember
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Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Folgende Posts sind im Januar/Februar 2020 aus der Bodensee-Region entstanden:

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Und zum Schluss noch dies …

Hamsterkäufte – ich hab’s auch nicht geglaubt, bis ich es in unserem kleinen Supermarkt um die Ecke selber gesehen habe. Wollte eigentlich am Samstag nachmittag nur noch schnell was einkaufen …

 

Winterwanderung zur Mettnauspitze

Bodensee, Wanderungen Bodensee

Nur im Winterhalbjahr ist der Weg durch den beeindruckenden Schilfwald bis zur Mettnauspitze geöffnet. Von dieser kleinen, wunderschönen Winterwanderung ein paar Bilder und eine kleine Beschreibung der Route.

Die Halbinsel Mettnau bei Radolfzell am Untersee liegt zwischen dem Markelfinger Winkel und dem Zeller See. Sie ist etwa 3,5 Kilometer lang und bis zu 800 Meter breit. Ein grosser Teil der Halbinsel steht bereits seit 1926 unter Naturschutz.

Meine kleine Wanderung startete am Bahnhof Radolfzell und ich folgte dem Seeweg ostwärts. Der Weg führte mich immer am Seeufer entlang und durch den idyllischen Stadtpark. Etwas überrascht bin ich am Ende dieses Parks auf viele Gebäude gestossen – es sind die Häuser der bekannten Mettnau-Klinik. „Heilung durch Bewegung“ statt Medikamente und Chemie scheint den Erfolg dieses Therapiezentrums seit jeher auszuzeichnen.

Mit dieser Erkenntnis bewegte ich mich weiter bis auf den Mettnauturm, der mich mit einer wunderschönen Aussicht belohnte. Bis hierher ist der Weg ganzjährig zugänglich. Der Pfad bis zur Spitze der Halbinsel dagegen ist nur von Ende August bist Mitte April für Spaziergänger geöffnet. Der Zeitraum variiert je nach Brutzeit der Vögel.

Die Mettnauspitze ist ein schöner Platz und ich genoss an diesem sonnigen Wintermorgen den Blick rüber auf die Insel Reichnau.

Der gleiche Weg führte mich wieder zurück. Zum Schluss entschied ich mich noch für einen lohnenden Umweg. Über die Bahnbrücke und dem alten Stadtgraben (ist heute ein lauschiger Park) erreichte ich die schöne Altstadt von Radolfzell. Mit dem Besuch des gotischen Münster rundete ich diese „Winterwanderung“ mit einem schönen Kontrast ab.

Distanz: ca. 6.5km (inkl. Altstadt ca. 8km)
Höhendifferenz: keine (ausser man klettert auf dem Turm …)
Wanderzeit: ca. 1 1/2 Stunden
Achtung: Der Fussweg zur Mettnauspitze ist im Frühling und Sommer gesperrt (Brutzeit)

Flaschenpost vom Seerhein (Jan 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Während ich diese Zeilen schreibe scheint die Wintersonne durch die Fenster. Die Weihnachtszeit liegt hinter uns und ich habe den ganzen Deko-Kram schon lange unter dem Dach verstaut. Ich bin zwar ein bisschen ein Deko-Freak, aber im Januar liebe ich die aufgeräumte Wohnung, die einem so ein frisches Gefühl gibt.

Eingestellt bin ich auf Winter – aber dieser Winter will irgendwie nicht so recht. Dies zeigt auch meine Flaschenpost vom Januar – Sonne sowie helle Mondnächte sind nicht gerade winterliche Sujets!

Mondnacht über der Stadt Konstanz

Für zähen Nebel ist das Bodenseeufer in der dunklen Winterzeit berüchtigt. Und es gab ihn im Januar. Ich gehöre allerdings nicht zu jenen, die sofort in die Sonne flüchten. Ich wandere auch einmal gern durch den Nebel, das Licht ist gedämpft und die Welt rundherum so ruhig. Und einer der schönen Momente beginnt, wenn sich die Sonne dann so langsam durch den Nebel kämpft .

Und tatsächlich kämpfte im vergangenen Januar die Sonne den Nebel immer wieder einmal weg. Wenn mit einem Mal die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebelvorhang blinzelten, änderte sich die Szenerie schlagartig und es fühlte sich an wie ein „mediterraner Wintertag“.

Bleibt der Winter fern, so nachwintert es gern.

Bauernregel

Ein kurzer Blick in die Schweizer Berge bestätigt den milden Winter ebenfalls und zeigt, dass dieser Januar in den Berglagen über 1000 m einer der wärmsten und sonnigsten seit 1864 war.

Zum Ende des Monats hin war der Seerücken mal ganz kurz mit Schnee überzuckert, doch an diesem Wochenende war es bereits wieder „aprilmässig“ warm.

Trotzdem – eine Bauernregel besagt es – der Winter ist noch lang und kann immer noch Schnee und Frost an den See bringen!

Liebe Grüsse

Michael

Nebeltage – unten grau oben blau

Der Januar brachte – vor allem im zweiten Teil – den Nebel über den See. Zäh, aber doch löste er sich auch immer wieder einmal auf.

Sonnentage

Verzog sich der Nebel – Sonne pur! Im Januar hatte man oft das Gefühl, jetzt kommen die langen Nebeltage, aber überraschenderweise kämpfte sich die Sonne durch und verwandelte alles in einen milden Wintertag.

Erste Zeichen des Frühlings

Bereits Mitte Januar entdeckte ich auf der Insel Mainau ein erstes Schneeglöggli – auch wenn es auf der Insel sehr mild ist, dann doch etwas früh.

Schnee?

Kaum hatte ich den Post „Wo bleibt der Schnee?“ hier auf meinem Blog gepostet, meldet sich der Winter und unterbrach kurz die Hochdruckphase. Allerdings war es dann doch sehr kurz – dieser Schneeschauer dauerte gerade ein paar Minuten ….

Winter Strand

Im Winter sind die Ufer am See wie leergefegt, es herrscht oft eine himmlische Ruhe und ein wunderbares weiches Licht.

Moonrise

Für einen kurzen Moment hat es den Anschein gemacht, als hätte sich nachts die Sonne in der Zeit geirrt. Aber anstatt die Sonne zeigte sich der Mond, welcher tiefrot zum Vorschein kam. Was für eine Stimmung!

Im Kanu im Winter unterwegs

Kanufahren im Winter bietet traumhafte Naturerlebnisse vom Wasser aus. Vorallem bei solch sonnigen, windstillen Verhältnissen wie hier an einem Tag im Januar.

Pier and Clouds

Eine leichte Brise aus Südwest treibt die Wolken über den See und verzaubert die Winterstimmung.

Pegelstand Seerhein: leicht über dem Durchschnitt

Die Pegelstände bewegen sich eher „seitwärts“, aber dies ist für diese Jahreszeit normal. Der Pegel am Seerhein liegt sogar leicht auf überdurchschnittlichen Niveau.
Stand am 01.02.2020 Konstanz/Rhein: 295cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 1/20: Die Schiffe der Seepolizei und „Küstenwache“ sind die einzigen grossen Schiffe die im Winter auf dem Seerhein unterwegs sind. Hier ein Schiff der Swiss Border Guard auf Patrouillenfahrt.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom SeeRhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Der Grosse Brachvogel als Wintergast am Bodensee

Bodensee, Fauna

Ein grauer Januartag auf der Insel Reichenau – der Hochnebel lag bleiern über der Insel und der Region. Und trotzdem machten wir an diesem Morgen auf unserer „Nebelwanderung“ eine tolle Entdeckung: der Grosse Brachvogel. Eine Vielzahl dieser Vögel suchten in der Flachwasserzone vor der Insel nach Nahrung.

Der Grosse Brachvogel ist eine auffällige Erscheinung, auch für uns als unerfahrene Vogelbeobachter gut zu erkennen.

Weil der Bodensee in der Regel nicht zufriert, überwintern jeden Winter Hunderttausende Wasservögel aus dem hohen Norden hier am See.

Ausgedehnte Flachwasserzonen, grosse Schilfgürtel, milde Temperaturen, eisfreie Ufer und ein reich gedeckter Tisch: Für Wasservögel aus Skandinavien, Nordosteuropa oder gar Sibirien muss der Bodensee im Winter dem Paradies gleichen. Zehntausende von ihnen steuern im Spätherbst den grossen See im Grenzgebiet zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich an und verbringen hier die kalte Jahreszeit.

So auch der Grosse Brachvogel. Er ist die grösste europäische Watvogelart, hat einen bis zu 15 cm langen Schnabel. Bei uns in der Schweiz ist dieser prächtige Vogel nicht mehr heimisch, da wir ihm den geeigneten Lebensraum mit den entsprechenden Flächenansprüchen nicht mehr anbieten können. Der Grosse Brachvogel gehört zu den Kurzstreckenziehern. Es kann daher gut sein, dass diese Brachvögel hier vor der Insel Reichenau in Skandinavien oder auf Island brüten und hier am Bodensee überwintern.

Der Grosse Brachvogel gilt als stark bedroht und ist in den meisten Roten Listen Mitteleuropas verzeichnet.

Bilder ASC, Januar 2020, die Bilder wurden mit einer Nikon Coolpix P1000 geschossen. Die Vögel waren relativ weit draussen in der Flachwasserzone vor der Insel Reichenau.