Bodensee-Sammelsurium Dezember

Bodensee

Im Dezember erreichte der Schnee auch die Bodenseeregion

Der Winter, das ist hier am See die Jahres­zeit mit dem wech­sel­haf­ten Gesicht. Der Nebel zieht das schwere Grau über die Seefläche, breitet sich nasskalt über das Land. Jedoch zeigte er sich dieses Jahr bereits mit leuchtenden Schneelandschaften, nächtlich, eingeschneiten Städten und Dörfern und breitete für kurze Zeit eine Stille in den Strassen aus.

Wie immer zaubert der erste Schnee mir ein Lächeln in die Seele, holt Erinnerung an die Kindheit hoch.

Diesen Zauber des ersten Schnees habe ich mit der Kamera festgehalten, aber auch den Föhn, der für kurze Zeit den Frühling an den See gebracht hat.

Ich wünsche Euch nochmals ein gutes, neues Jahr. Viel Spass mit meinem fotografischen Sammelsurium vom winterlichen Seerhein, Untersee und Bodensee.

Liebe Grüsse

Michael

Living on the Waterfront – meine Fotos des Monats Dezember

Schnee

Bei Schneefall erscheint das Wasser schwarz, der See verschmilzt am Horizont mit den Wolken zur Endlosigkeit. Den Schwan lässt das Winterwetter kalt.

Morgenstimmungen

Diese Morgenstimmung Mitte Dezember kündigte den ersten, richtigen Schnee an.

Winter-Wanderung

Auf dem Seerücken war es zeitweise wirklich winterlich. Dieses Bild entstand in der Nähe von Salen-Reutenen (Thurgau/Schweiz). Also ganz in der Nähe der mit 721 müM höchsten Erhebung des Seerückens.

 

Föhnfenster

Über die Festtage war es ein Auf- und Ab mit dem Wetter. An einem Tag schneite es bis in tiefe Lagen, am nächsten Tag sass man bei fast frühlings-haften Temperaturen wieder draussen. Dafür sorgte der Föhn, der in diesem „Wetter-Theater“ nicht fehlen durfte. Dieser meldete sich zum Jahresende recht eindrücklich, mit spektakulären Föhnfenstern. Selbst vom Untersee (wo dieses Bild entstand) hatte man bei diesen Wetterlagen einen spannenden Blick auf die Alpen.

Riegelhäuser

Diesem zur Zeit leer stehenden Riegelhaus bin ich in Triboltingen begegnet. (Ermatingen, Untersee)

Weihnachts-Guetzli

Wir leben so weit wie möglich Weizen- und Getreide-frei. Trotzdem haben wir das Backen von Guetzli in der Weihnachtszeit nicht aufgegeben – es ist einfach eine schöne Tradition in der Adventszeit. Unsere Guetzli sehen halt etwas anders aus und wir versuchen auch immer neue Rezepte aus. Dieses Jahr waren – neben den Zitronenmöndli – die Nussschiffli der absolute Hit unserer „Weihnachtsbäckerei“.

Nuss-Schiffli

Sunset

Nicht gerade einen Sonnenuntergang, aber für ein Bild einer schönen, bitterkalte Abendstimmung am Seerhein hat es gereicht.

Adolf Dietrich – Mondschein über dem See

Am 17. Dezember 2017 ging die Ausstellung  «Adolf Dietrich – Mondschein über dem See» im Kunstmuseums Thurgau zu Ende. Gerade vor Türschluss schafften wir es noch in diese Ausstellung.

Adolf Dietrich ist einer der berühmtesten Künstler vom Bodensee. 1877 kam er als Kleinbauernsohn in Berlingen am Untersee auf die Welt. Seinen Lebensunterhalt verdiente er anfänglich als Maschinenstricker, Wald- und Bahnarbeiter sowie mit seinem Kleinbauergewerbe. Erst mit den ersten grossen Verkaufserfolgen kann er sich ganz der Malerei widmen, die nicht nur in seinem Heimatdorf, sondern auch in Berlin, Paris und New York gezeigt wurde. Sein ganzes Leben lang wohnte er und malte er in Berling, wo er 1957 starb.

Die Ausstellung im Kunsthaus zeigte vorallem sehr schön auf, wie der Maler seine Bilder aus Zeichnungen entwickelte, bis sie zu den heute bekannten Meisterwerken wurden. Zeichnungen und
Skizzenbücher aus dem Nachlass wurden aufwendig in Beziehung zu den fertigen Bilder gesetzt, sodass sich einem die Arbeitsweise und das bildnerische Denken des Künstlers eröffnete.

Für uns faszinierend waren die vielen wunderschönen Landschaftsbilder vom Untersee. Der Thurgauer Maler hat in seiner Heimat am Untersee, zwischen See und Wald, Blumen und Rebbergen dem Wesen der Natur nachgespürt, ausgerüstet mit Papier und Bleistift, später mit einer Kamera. Seine Fotografien nutzte er – wie früher seine Skizzen – als Vorlage für seine Bilder.  Die Tiere im Wald, der Garten des Nachbars, die Landschaft des Untersees in den vier Jahreszeiten – das waren seine wichtigsten Motive.

 Winterlandschaft mit Schienerberg 1933 Adolf Dietrich

Bild: Adolf Dietrich / Ausstellung Kunstmuseum Thurgau (www.kunstmuseum.ch) Winterlandschaft mit Schienerberg 1933 (Foto by Michael’s Beers & Beans)

Foto/Plakat/Bild: Kunstmuseum Thurgau, Ittinger Museum, Kartause Ittingen, CH-8532 Warth http://www.kunstmuseum.chSonne an Silvester

Das Jahr verabschiedet sich hier am Bodensee mit einem frühlingshaften Tag mit viel Sonnenschein. Die Temperaturen kletterten an Silvester auf milde 15 Grad. In Meersburg kam gerade ein Hauch von Frühlings- und Ferienstimmung auf. Die wenigen Café’s und Weinlokale die offen hatten, waren schnell gut besetzt.

Bereits in der Nacht zum Neujahr erreichte der nächste Sturm den See.

Die „Bodensee-Sammelsurium“ der letzten Monat findest Du hier: Sammelsurium

Bodensee-Sammelsurium November

Bodensee

Ein richtiger Herbststurm fegte im November über den Bodensee und brachte die Winterkälte. (Bild: Blick auf den Reichenauer Damm, Untersee)

Es riecht nach Erde, die Blätter liegen am Boden. Die Herbststürme sind über den See gezogen, inzwischen ist es kalt geworden in diesem November. Auf dem Seerücken lag für eine kurze Zeit sogar etwas Schnee.

Zwischendurch war der See unter einer dicken Nebelschicht – eine Welt aus grau. Doch auch dies hat seinen Reiz – finde ich!

Der Nebel wäscht sämtliche Farben aus, verschluckt Licht und Geräusche. Ruhig scheint die Welt zu werden, insbesondere wann man am Seeufer steht. Das graue Wasser – unbewegt, windstill. Die Natur weichgezeichnet. Eine melancholische Stimmung.

Als schöner Kontrast zu diesem Grau sind die Lichter der Stadt und ihr pulsierendes Leben in der Adventszeit. Ich lasse mich gerne auf die märchenhafte Stimmung ein, nehme mir dafür etwas Zeit.

Ich wünsche Euch einen schönen Dezember und eine gemütliche Adventszeit! Und natürlich viel Spass mit meinem fotografischen Sammelsurium vom spät-herbstlichen Seerhein und Untersee.

Liebe Grüsse

Michael

Living on the Lakeside – meine Fotos des Monats November

Der erste Schnee

Auf den umliegenden Hügeln des Seerückens lag Mitte November zum ersten Mal etwas Schnee. Der Dezember soll die ersten Eistage sowie etwas Schnee bringen.

Herbststimmung im Ried

Der Nebel lichtete sich für eine kurze Zeit, die matte Sonne tauchte das Schilf in ein leicht goldiges Licht. Auf der gegenüberliegenden Seite die Reichenau mit der Kirche St. Georg (erbaut zwischen 888 – 913).

Seekajak-Fahrer im Regen

Es gibt unentwegte Wassersportler, die einfach bei jedem Wetter draussen auf dem See sind. Wie diese beiden Seekajak-Fahrer, welche sichtlich Spass hatten durch den Regen zu gleiten. Für mich verständlich – bei meinen (wenigen) Kanufahrten in Norwegen und Schweden haben mich die Touren durch den Regen immer fasziniert – man geht auf dem Wasser im hier und jetzt vollständig auf.

Riegelhäuser

Dieses etwas unscheinbare kleine Haus, mit einem schönen Riegel steht im Fischerdorf Ermatingen (Thurgau/Schweiz).

Sunset

Meine Serie „Sonnenuntergänge“ macht Pause – das Grau überwiegte. Es gab für mich nur kurze Zeit-Fenster, wo die Sonne die Landschaft in ein goldiges Licht tauchte – wie hier am Kuhhorn (Seerhein) in der Nähe von Konstanz.

Pappeln 

Eine kleine Wanderung über herbstliche Felder brachte mich an dieser Gruppe von Säulenpappeln vorbei. Früher wurden diese Pappeln im Bodenseeraum gerne für die Holznutzung gepflanzt, insbesondere ein Teil davon an die Zündholzindustrie geliefert werden konnte.

 

Ruhe-Baum

Am Ufer des Seerheins steht dieser alte, karge Baum. Es nieselt aus dem Grau. Für Kormorane scheint dies ihr „Ruhebaum“ zu sein. Nutzen ihn um nach der Jagd auszuruhen, ihre Gefieder zu trocknen und zu pflegen. Es herrscht ein ständiges treiben – etwas unwirklich in dieser grauen Atmosphäre.

Martinigans

In unserer Familie ist es eine kleine Tradition, dass wir uns am 11. November zum Gänse-Essen treffen. Mein Vater hat dies einmal eingeführt, aus kulinarischem Brauchtum. Wobei er in meiner Kindheit diese immer selber zubereitet und gebraten hat. Heute gehen wir gerne in ein Restaurant.

Natürlich fragen wir uns jedes Jahr woher dieser Brauchtum kommt. Unsere Geschichte ist, dass sich der heilige Martin versteckte, um nicht zum Bischof geweiht zu werden, verriet ihn der Legende nach das Geschnatter von Gänsen. Aus diesem Grund gilt die Gans als eines seiner Heiligenattribute und es hat sich der Brauch entwickelt an diesem Tag ein Gänseessen zu veranstalten.

Nun bin ich beim Schreiben meines Posts über Halloween in Irland über die Kelten gestolpert. Die Kelten hielten sich bereits Gänse als Haustiere. Am 11. November, dem keltischen Winteranfang, wurden jene Tiere geschlachtet, die man nicht durch den Winter brachte. Dazu gehörten auch Gänse.

Draus entwickelte sich vermutlich die Tradition, dass am 11. November den Kirchenherren ein Teil ihrer Zinsen in Hühner und Gänse bezahlt wurde. Ebenfalls wechselten am Ende des bäuerlichen Jahres oft die Mägde und Knechte ihre Arbeitsstellen und wurden zum Abschied von ihren Gutsherren mit einer Gans beschenkt. So kamen als letztes Festmahl vor der langen vorweihnachtlichen 40-tägigen Fastenzeit, die früher nach Sankt Martin begann, in vielen Familien eine gebratenene Gans auf den Tisch. Damit hat sich dann wohl ein kulinarische Brauchtum bis unsere Zeit erhalten.

Im Monat November sind leider keine Posts vom Bodensee entstanden. Aber im Archiv findest Du weitere „Bodensee-Post“ aus „meiner“ Bodenseeregion:  Posts vom Bodensee

Die „Bodensee-Sammelsurium“ der letzten Monat findest Du hier: Sammelsurium

Bodensee-Sammelsurium Oktober

Bodensee

Der Nebel liegt am Morgen über dem Ried, hüllt die Landschaft ein. Manchmal dauerte es bis zum Mittag, bis sich der Nebel verzogen hatte. Es ist Herbst geworden in der Bodenseeregion. Und ruhiger. Die Feriengäste sind verschwunden und die Kursschiffe haben ihren Betrieb teilweise eingestellt.

Da ich im Oktober auf einer Reise in Irland war, hatte ich nur wenige Momente hier am See. Daher ist das Sammelsurium Oktober etwas kürzer, aber es hat doch zu einigen Aufnahmen noch gereicht.

Ich wünsche Euch viel Spass bei meinem Sammelsurium Oktober und weiterhin einen schönen Herbst!

Michael

Living on the Lakeside – meine Fotos des Monats Oktober

Schwäne

Kurz bevor die Sonne wärmend durch den leichten Nebel drang, konnte ich diese fliegenden Schwäne beobachten.

 

Klares Wasser

Es fasziniert mich immer wieder, wie sauber, klar das Wasser im Bodensee ist. Was mich freut, macht dagegen den Bodenseefischern zu schaffen. Diese klagen, dass das saubere Wasser zu rückläufigen Fangmengen führt.

Der See scheint heute wieder so sauber wie vor 100 Jahren zu sein, also ein typisches nährstoffarmes Voralpengewässer.

In meiner Jugend war dies anders, damals war der Bodensee ein Auffangbecken für die Siedlungsabwässer der Städte und Dörfer rundherum. Ende der 1970er Jahre stand der Bodensee fast vor einem ökologischen Kollaps, insbesondere das Phosphor war auf einen Maximalwert angestiegen. Dies war der Startschuss um in moderne Kläranlagen zu investieren, die seitdem mit viel Erfolg für die Sauberkeit des Sees sorgen.

Das nochfolgende Bild entstand am westlichen Ufer der Insel Reichenau.

 

Riegelhäuser

Schöne mittelalterliche Riegelhäuser findet man in der Niederburg, dem ältesten Stadtteil von Konstanz. Der Eingang dieses alten Stadthauses wirkt fast etwas englisch.

Sunrise

Statt wie gewohnt einen Sonnenuntergang, für einmal einen Sonnenaufgang. Ich nenne dieses Bild: Sonnenaufgang über mittelalterlichen Dächern.

Kohl & Co. 

Wenn der Herbst Einzug hält, dann sind Kohl und anderes Herbstgemüse wie Kürbis, Sellerie & Co. wieder voll im Trend. Dieses Kohlfeld ist bereit für die Ernte.

Herbst-Landschaft

Wenn es die Zeit zulässt bin ich im Herbst gerne als Wanderer unterwegs, beobachte den Veränderungsprozess der Natur. Das klare Licht, der Wind der die Wolken vorantreibt lässt die Landschaft mystisch und bezaubernd wirken. Daraus entstehen Landschaftsbilder, die wie Gemälde wirken.

Im Monat Oktober sind folgende Posts vom Bodensee entstanden.

  • Ein Kleinsee oder Weiher auf dem südlichen Hang des Seerückens steht hier im Mittelpunkt: Der Bommer Weiher in Kemmental
  • Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) stellte Mitte Oktober den Betrieb der Kursschiffe auf den Winter hin ein. Dies gab mir die Gelegenheit für einen Rückblick auf Ende Sommer, als ich mit einem dieser Kursschiffe auf der 50 km langen Untersee-Rhein-Strecke von Schaffhausen nach Kreuzlingen unterwegs war: Notizen einer Schifffahrt auf dem Hoch-Rhein
  • Im Fish Shop eines Fischers vom Untersee waren diesen Sommer eine seltene Spezialität im Angebot: Leber vom Felchen aus dem Bodensee
  • Im Oktober ging eine tolle Ausstelung zu Ende. Zum Jubiläum 200 Jahre Bonaparte am Bodensee gab es auf dem Schloss Arenenberg eine sehenswerte Sonderausstellung. Hortense de Beauharnais, die Mutter des letzten Kaisers der Franzosen, stand dabei im Fokus: Eine Königin macht Dampf – Zeitenwende am Bodensee

Und wer noch mehr Bilder, den einen oder anderen Tipp aus „meiner“ Bodenseeregion möchte, der findet alle meine „Bodensee-Posts“ hierLiving on the Lakeside

Der Bommer Weiher in Kemmental

Bodensee, Schweiz

Eine kleine Wanderung brachte mich Ende September zu einem wunderschönen Weiher am südlichen Hang des Seerückens ca. 6km südwestlich vom Bodensee entfernt. Auf einer Höhe von 529 Metern über Meer liegt der Bommer Weiher. Am Ufer dieses Weiher liegt etwas verträumt der kleine Weiler Bommen, der zur Gemeinde Kemmental gehört. Wer richtige „countrysite“ sucht wird hier fündig werden. Rundherum um den kleinen Weiler und den wenig besiedelten, benachbarten Dörfern gibt es Wies- und Weideland, Moore und grosse Waldflächen.

Der Bommer Weiher ist ein Kleinsee und liegt in einer sanften, hügligen Gegend und steht unter Naturschutz. So bleibt der Bommer Weiher so erhalten wie dieser seit 1460* zwecks Nutzung der Wasserkraft als Antrieb von Mühlrädern einmal geschaffen worden ist. Der Weiher und sein Ufer bietet u.a. Laubfrösche, Molche, Ringelnattern, Bitterlinge, seltenen Vögeln wie Wasserrallen, Rohrammern, Teich- und Sumpfrohrsänger ein zuhause.*

Nachfolgend nehme ich Euch mit meinen Fotos mit zu einem kleinen Rundgang um diesen idyllisch gelegene Kleinsee.

Anreise/Info: Ein Wanderweg führt vom Bahnhof Kreuzlingen Bernrain über den Bommerstiig zu den Bommer Weihern. Eigentlich sind es zwei Weiher, da es einen unteren und oberen Weiher gibt, welcher durch eine Strasse getrennt ist.

*Quellen: Info-Tafeln vor Ort, Buch Geoland Schweiz von Michael Szönyiman

Ein Post zu einem Weiher im Hoch-Schwarzwald findet man hier: Mathisleweiher – ein Märlisee!

Notizen einer Schifffahrt auf dem Hoch-Rhein

Bodensee, Deutschland, Schweiz

Gestern am 15. Oktober hat das letzte Kursschiff in Kreuzlingen stromabwärts in Richtung Schaffhausen abgelegt. Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) stellt jetzt ihren Betrieb der Kursschiffe auf den Winter hin ein. Dies gibt mir die Gelegenheit für einen Rückblick auf Ende Sommer, als ich mit einem dieser Kursschiffe auf der 50 km langen Untersee-Rhein-Strecke von Schaffhausen nach Kreuzlingen unterwegs war. 

Die MS Thurgau – eines der Schiffe aus der Flotte der Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh)

Gerne nutze ich die Schiffe auch als „Reisemittel“ um im Untersee von A nach B zu kommen. Klar man muss etwas Zeit einrechnen, aber die Fahrt mit den schönen Schiffen ist immer ein Genuss. Meistens. Gerade bei schönem Wetter ist allerdings die Strecke Schaffhausen – Stein am Rhein (und umgekehrt) von Gruppen- und Bustouristen sehr frequentiert. So war es auch bei mir, als ich in Schaffhausen aufs Schiff ging. Die beschatteten Plätze auf Deck waren schon alle besetzt. Sich zwischen die schlecht gelaunten und mit sich selber beschäftigten Gruppen-Touristen zu setzen, machte zudem definitiv kein Spass.

Der Streckenabschnitt Kreuzlingen – Schaffhausen gilt als die schönste Stromfahrt Europas. Beliebt ist in erster Linie der Flussabschnitt zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein, die Weiter-Fahrt über den Untersee ist nicht weniger reizvoll.

Die Geniesser halten sich daher eher auf dem Vorderdeck auf oder stehen am Heck. Von hier aus kann man sich der wunderschönen, idyllischen Landschaft erfreuen. In Stein am Rhein gingen zum Glück der grosse Teil der missmutigen Mitreisenden (zu heiss, zu windig, usw.) von Bord der MS Arenenberg, dann wurde es wesentlich gemütlicher. Und unter den verbliebenen Reisenden hellte sich die Stimmung stark auf.

Die Fahrt geht vorbei an wunderschönen, romantischen Orten – wie hier das Rheinstädtchen Diessenhofen

Nachfolgend habe ich Euch ein paar fotografische Notizen von dieser Schifffahrt zusammen gestellt:

Die Kurs-Schiffe gleiten durch einen idyllischen Abschnitt des Rheins.

Sommer auf dem Hoch-Rhein – sich auf dem Strom treiben lassen …

Das Schiff passiert die einzige, vollständig erhaltene Holzbrücke am Hochrhein (Gailingen-Diessenhofen)

Warten auf die nächste Anlegestelle

Fahrräder werden befördert

Die Kurs-Schiffe verkehren bei jedem Wetter – von April bis Oktober. Auf unserer Fahrt überraschte ein Gewitter.

Abendstimmung auf dem Untersee – ich war mit der letzten Verbindung unterwegs

Das Schiff ist stromaufwärts fast 5 Stunden unterwegs, stromabwärts dauerte es ca. eine Stunde weniger. Mein Tipp ist, sich nicht den „schönsten Tag“ für diese Fahrt auszusuchen, die Schiffe sind dann sehr voll. Bei wechselhaftem, kühlerem Wetter ist die Fahrt genau so reizvoll und man kann sich auf dem Schiff gut bewegen.

Weitere Informationen findest Du hier: URh.ch

 

 

Leber vom Felchen aus dem Bodensee

Bodensee, Food-Blog

Essen zu fotografieren ist natürlich nicht gerade innovativ, den es ist wohl eines der am meisten fotografierte Sujet auf dieser Welt.

Meine Kamera wird nicht Einzug in die Küche erhalten, aber ab und zu werde ich doch etwas aus der Küche posten. So wie jetzt. Weil es eine ganz kleine Geschichte dazu gibt. Und ein Rezept.

Im Fish Shop eines Fischers vom Untersee waren diesen Sommer Felchenleber im Angebot. Dies erinnerte mich an meine Kindheit, als wir in einer „Fischbeiz“ diese rare Vorspeise auf Vorbestellung meines Vaters bekamen. Daher weiss ich, was der Fischer für eine Sisyphusarbeit damit hat, Felchenlebern sind aus diesem Grund eher selten zu bekommen. Mein Menüplan für den Abend war schnell umgestellt, die kleinen „Fischleberli“ gekauft.

Aber wie zubereiten? Zu Hause wurde ich in meinen Rezepten fündig.

Man kann damit eine wunderbare Vorspeise kochen. Anders als man vermuten würde, schmeckt dieser kaum nach Fisch, ich finde diese sind im Geschmack sogar feiner als Kalbsleber. Ich habe inzwischen noch etwas getüftelt und bin zu einer denkbar einfachen Variante gekommen:

Felchenleber mit Pfeffer (Vorspeise)
(Dieses Rezept ist inspiriert aus dem Kochbuch „Meine Fischküche“ von Marianne Kaltenbach, 1985/1998)

Zutaten für 4 Personen

200g Felchenleber
1 Schalotte
Butter
0.5 dl trockener Weisswein (z.B. Müller Thurgau vom Bodensee)
Salz
frisch gemahlener Pfeffer, hier kann man gut wilder Pfeffer oder bunter Pfeffer verwenden

Und so geht’s:

Fein gehackte Schalotte in der Butter anziehen lassen, Leber hinzugeben und 1 – 2 Minuten anbraten. Die Felchenleber ist sehr empfindlich, daher nicht länger braten. Mit Weisswein ablöschen und mit Salz würzen. Auf Teller anrichten und dann mit dem frischen, wenn möglich etwas grob gemahlenen Pfeffer bestreuen.

Ich gebe gerne dazu etwas frische Kresse mit einem leichten Haselnussdressing sowie ein knuspriges Baguette.

En Guete!

Eine Königin macht Dampf – Zeitenwende am Bodensee

Bodensee, Schweiz, Thurgau

Seit 1906 beherbergt das Schloss Arenenberg das Napoleonmuseum, das einzige deutschsprachige Museum zur napoleonischen Geschichte. Zum Jubiläum 200 Jahre Bonaparte am Bodensee gibt es zurzeit auf dem Arenenberg die sehenswerte Sonderausstellung „Eine Königin macht Dampf“. Hortense de Beauharnais, die Mutter des letzten Kaisers der Franzosen, steht dabei im Fokus. (verlängert bis 22.12.2017)

Hortense de Beauharnais – ihr ist die Ausstellung  «Eine Königin macht Dampf – Zeitenwende am Bodensee 1817-1837» gewidmet.

Hortense ging in die Geschichtsbücher in erster Linie als Mutter des letzten französischen Kaisers ein. Dabei zeigten neue Forschungen, dass Hortense eine mächtige Macherin war. Ihre nachhaltigen Impulse katapultierte die Region rund um Konstanz vom Mittelalter in die Gegenwart. Genau dieses Licht wirft die Sonderausstellung auf die Herzogin.

Die Sonderausstellung integriert sich schön in das Napoleonmuseum. Insbesondere der Rundweg über das Schloss, die Gärten und zum Weinkeller, wo sich die Sonderausstellung befindet, ist empfehlenswert.

Die Sonderausstellung ist modern, kurzweilig und informativ

Die Ausstellung «Eine Königin macht Dampf – Zeitenwende am Bodensee 1817-1837» wird vom 23. Mai bis zum 22. Oktober 2017 im Napoleonmuseum Thurgau gezeigt. Öffnungszeiten und weitere Informationen unter www.napoleonmuseum.ch

Diese Aufnahmen in der Sonderausstellung sind mit einem Smartphone entstanden. Für mich war es gerade der „Testfall“ einmal das „Lightroom Mobile“ App auszuprobieren.

Bodensee-Sammelsurium September

Bodensee

Als ich mein letztes Sammelsurium vom Bodensee mit vielen Sommergefühlen postete, nahm der schöne Sommer 2017 anschliessend einfach seinen Hut. Von heute auf morgen war dann gefühlter Vollherbst mit Wind, Regen und kühlen Temperaturen.

Dies hielt mich nicht ab, die eine oder andere Wanderung zu unternehmen. Obwohl es schöne und bis zu 20 Grad warme Tage gab, sind die nachfolgenden Fotos doch schon eher herbstlich geprägt.

Ich wünsche Euch viel Spass bei meinem Sammelsurium September.

Lake Effect führte zu Schnee in Arosa

Während wir am Untersee wechselhaftes Wetter hatten kam es am oberen Ende des Bodensees, dort wo der Alpenrhein in den Bodensee fliesst, an einigen Tagen zu Dauerregen. Dafür war ein Wetterphänomen verantwortlich, dass die Meteorologen „Lake Effect“ oder „Lake Enhanced Effect“ nennen. Dieses Phänomen ist vor allem im Gebiet der Grossen Seen in Nordamerika bekannt. Der Bodensee hat aber bereits eine Grösse, dass dieses Phänomen auch hier auftreten kann.

Beispielhaft dafür war der 20. September 2017. In Altenrhein gab es  grosse Niederschlagsmengen, während es in der nicht weit entfernten Stadt St. Gallen fast trocken bleib. Der Bodensee war wärmer als die Luft. Die heranziehenden Wolken „saugten“ über dem See zusätzliches Wasser auf und bildeten Regenwolken, die sich lokal wieder entleerten. Der Wind trieb diese Wolken dann durch das Rheintal weiter, wo diese sich in den Bergtälern stauten und zu Schneewolken entwickelten. Solche Schneewolken schafften es sogar bis ins Schanfigg (Arosa, Graubünden) und sorgten dort für einen weiteren Wintereinbruch. So gesehen lag am 21. September 2017 Bodenseewasser in Arosa und den Plessurer Alpen.

Noch am 22. September 2017 lag der „Bodensee-Schnee“ in den Höhenlagen rund um Arosa (Webcam Hörnli)

Quelle: SRF Meteo / Webcam Arosa Tourismus

Living on the Lakeside – meine Fotos des Monats September

Rhein-Brücke

Ein leichter, kühler Wind, über dem See liegen Nebelbänder. Anfangs September wirkte der Blick von der Konstanzer Rheinbrücke auf den See schon sehr herbstlich.

Weinberg

Obwohl der Frost den Rebbergen stark zusetzte, scheinen die Reben sich hier am Untersee erholt zu haben. So können sich die Weinbauern hoffentlich doch über eine Ernte freuen. Und wir über einen guten Jahrgang 2017.

It’s raining …

Diese beide Schafe haben sich vor lauter Regen lieber in ihren Stall verzogen, ab und zu  schauten sie raus nach dem Wetter.

Apfelernte

Am Bodensee erntet man jetzt die Herbstsorten. Allerdings rechnen die Obstbauern aufgrund der Frostnächte im vergangen Frühling mit einer halben Ernte gegenüber den Vorjahren. Allerdings stimme die Qualität.

In der Schweiz stammt jeder dritte Tafelapfel und jeder zweite Mostapfel aus dem Thurgau. (Quelle Bauernzeitung Online)

Äpfel sind ein schönes Herbstsujet

Tschüss Sommer

Diese Palmen stehen am Ufer der Insel Mainau. Ist so eine Art „mein Abschiedsbild“ vom schönen Sommer 2017.

Riegelhäuser

Die Farbe blau wird gerne bei den Riegelhäusern verwendet, obwohl man eher die Farbe rot mit den Riegelhäusern verbindet. Blau macht sich gut …

Abandoned House

Dieses Fenster gehört zu einem verlassenen Haus. Auf Twitter (@Beers_and_Beanshabe ich dieses Bild  gepostet und dazu geschrieben: „A cool autumn breeze blows through this window of an abandoned house“.

Tessiner Platz

Hier hängen die Früchte tief. Auf der Blumeninsel Mainau gibt es den Tessiner Platz, wo man diese Pergola findet. Die Insel Mainau erinnert damit an ihre Partnerschaft mit der Insel Brissago im Lago Maggiore (Tessin, Schweiz).

Sunset

Zusammen mit dem Sommer sind auch die schönen Sonnenuntergänge vorerst verschwunden. Darum hier eine Abendstimmung aufgenommen auf einem der Kurs-Schiffe, die hier am Untersee unterwegs sind. Im Hintergrund sieht man die Vulkanlandschaft Hohentwil.

Anfeuerin

Nach der Sommerpause haben auch die Ruderer das Training wieder aufgenommen. Diese hier werden mit Trommelwirbel zur Höchstleistung angetrieben.

Beers & Beans vom Bodensee

Im September habe ich folgende Posts aus der Bodenseeregion veröffentlicht:

Auf der Insel Mainau blühen die Dahlien, die Farben haben mich fotografisch inspiriert:

Die Begegnung mit einem schwarzen Schwan in Diessenhofen wurde etwas „philosophisch“: Schwarzer Schwan – Real oder Kunstfigur?

Mit den Lichtern von nachts vorbeifahrenden Schiffen habe ich fotografisch etwas experimentiert, dabei ist folgender Post entstanden: Lightstream on the Water

Und wer noch mehr Bilder, den einen oder anderen Tipp aus „meiner“ Bodenseeregion möchte, der findet alle meine „Bodensee-Posts“ hierLiving on the Lakeside

Bantry Bay – das Sammelsurium im Oktober wird etwas kürzer

Diese Rose heisst „Rose of Bantry Bay“ und blühte noch auf der Insel Mainau. Mitte Oktober werde ich für einige Tage nach West Cork, Irland reisen und ganz sicher auch an die Bantry Bay kommen. Das Städtchen Bantry liegt an einer azurblauen Bucht, inmitten einer bergigen Gegend. Der Wind verändert laufend die Himmelsstimmung, so dass sich die Landschaft dauernd zu wandeln scheint.

Das Bodensee-Sammelsurium Oktober wird aufgrund meiner Reise nach Irland daher etwas kürzer ausfallen,.

Kunst der Dahlie

Bodensee, Flora

Im Herbst führen die Dahlien ein blühendes Spektakel auf und verwandeln den Dahliengarten auf der Insel Mainau in ein Meer voller Farben. Die Blüten sind ein Kunstwerk. Dahinter steht nicht die Laune der Natur, sondern das „Kunsthandwerk“ von Menschen. Die Dahlienzucht bringt durch Kreuzungen in der Zwischenzeit unglaublich viele Formen in allen erdenklichen Farben zu Tage. Vergängliche Kunstwerke an denen die Züchter seit einigen Jahrhunderten „arbeiten“ um die Blumenfreunde immer wieder neu zu überraschen. Allerdings scheint den Züchtern eine „Blaue Dahlie“ bisher nicht geglückt zu sein, dies ist immer noch eine grosse Herausforderung.

Die Blumen sind Kunstwerke und haben mich zu folgenden, fotografischen Interpretationen inspiriert, davon zeige ich Euch in dieser zweiten Serie über die Dahlien auf der Insel Mainau nachfolgend nochmals 4 Bilder:

Dahlien auf der Insel Mainau

Von Ende August bis Mitte Oktober erstrahlt der Dahliengarten im Südhang der Insel mit rund 12.000 Dahlien. Mehr Informationen findest Du hier: Dahliengarten Insel Mainau

Die erste Serie meiner „Dahlien-Schau“ findest Du im Post „Königin der Herbstblume“ – Dahliengarten auf der Insel Mainau

„Königin der Herbstblume“ – Dahliengarten auf der Insel Mainau

Bodensee, Deutschland

Mit jedem September-Tag spüre ich, die Natur befindet sich hier am Bodensee langsam auf dem Rückzug, es wird von Tag zu Tag herbstlicher. Ein untrügliches Zeichen dafür ist das bunte Feuerwerk der Dahlie. Die „Königin der Herbstblume“ begleitet uns langsam in die kommende kältere Zeit.

Auch die Insel Mainau (Bodensee, Deutschland) verwandelt die Dahlie als letzten Höhepunkt der Saison nochmals in ein Farbenmeer. Im Dahliengarten der Blumeninsel blühen zur Zeit rund 12’000 Dahlien.

Natürlich haben die Mainau-Dahlienblüte eine grosse Anziehungskraft und zieht in diesen Tagen viele Blumenfreunde an. Aber es ist schon bedeutend ruhiger auf der Insel als in der touristischen Sommer-Hochsaison. So kann man durch den Dahliengarten gehen und sich Zeit nehmen die unglaubliche Vielfalt der Blumen zu bestaunen. Und ich konnte in aller Ruhe meine Lieblingsblüten aussuchen, etwas in Szene setzen und fotografieren.

Die Vielfalt ist derart gross, dass viele Bilder entstanden sind. Am Schluss war es schwierig zu bestimmen, welche 5 Bilder ich für diesen Post aussuchen sollte. Darum gibt es zwei Serien, in der ersten zeige ich Euch 5 Bilder meiner Lieblingsblüten, später in der zweiten Serie geht es eher um „Kunst der Dahlie“, also eine fotografische Interpretation.

Dahlien auf der Insel Mainau

Von Ende August bis Mitte Oktober erstrahlt der Dahliengarten im Südhang der Insel mit rund 12.000 Dahlien. Mehr Informationen findest Du hier: Dahliengarten Insel Mainau

Es gibt zudem eine Wahl der Dahlienkönigin – ich habe meinen Favorit gekürt, aber eigentlich hätte ich drauf schreiben müssen „alle“!

Königin der Herbstblume

Diese Bilder sind Mitte September 2017 entstanden.