Bilderbuch Elsass: Quartier de la Poissonnerie (Colmar)

Elsass, Frankreich

Eines der schönsten Stadtviertel in der elsässischen Stadt Colmar ist das Quartier de la Poissonnerie (Fischmarkt-Quartier), durch welches das Flüsschen Lauch fliesst.

Quartier de la Poissonnerie (Colmar, Elsass)

Im Mittelalter wohnten und arbeiteten hier die Fischer und Bootsleute. Die Fische, die in den Flüssen rund um Colmar gefangen wurden, lieferte man über das Flüsschen Lauch hier an. Hier im Fischmarkt-Quartier wurde diese dann auf dem Markt weiterverkauft oder in den hier ansässigen Fischfabriken weiterverarbeitet.

Das heutige Gesicht mit den schönen, bunten Fachwerkhäuser erhielt das Quartier zwischen 1978 und 1981. In dieser Zeit wurde das ganze Quartier grundlegend restauriert und das Fachwerk freigelegt. So verbindet sich das Quartier de la Poissonnerie harmonisch mit den anderen pittorkesen Stadtteilen wie Quartier des Tanneurs (Gerberviertel) sowie dem Petite Venise (Klein Vendig).

Heute nehme ich Euch mit auf einen kleinen fotografischen Spaziergang entlang der Lauch durch das Quartier de la Poissonnerie.

Michael’s Beers & Beans Tipps:
Besuch der Markthalle
Winzerbrunnen (Rebmännele, ein Werk des Colmarers Bartholdi)
Fischerhäuser am Quai de la Poissonnerie

Alle weiteren Posts über das schöne Elsass findest Du hier: Bilderbuch Elsass

Bilderbuch Elsass: Weinberge

Elsass, Frankreich

Ruhig liegen die elsässischen Weinberge im herbstlichen Licht, die Trauben sind dieses Jahr schon längst abgelesen. Auf einer Anhöhe nahe der „Route de Vins“ schweift der Blick über ein paar verstreute Weiler, die Rheinebene, die Vogesen und weit in der Ferne zum Schwarzwald. Es ist die für das Elsass charakteristische Landschaftsform – Flachland, Weinberge sowie Gebirge, die jetzt im Spät-Herbst besonders reizvoll ist.

Im äussersten Osten Frankreichs gelegen, vereint das Elsass die Schönheit der Vogesen mit der Weite der Rheinebene. Sonnige Täler wechseln mit dicht bewaldeten Hängen und Hügeln ab, durchzogen von Dörfern und kleinen Städtchen. Der Weinbau prägt in weiten Teilen die Landschaft. 

Die Landschaft strahlt Ende Herbst etwas ruhiges aus. Dies habe ich versucht mit der Kamera einzufangen.

Zum Schluss: Sieben verschiedene Weinsorten bauen die Elsässer Winzer übrigens an, nur eine davon – der Pinot Noir – ist ein Rotwein. Vom fein fruchtigen Riesling bis zum intensiven Gewürztraminer reicht das Spektrum, es gibt hier über fünfzig Spitzenlagen. 

Bilderbuch Elsass: Berge, Gipfel und Pässe, Cols und Ballons

Elsass, Frankreich

Die Hochvogesen – eine der schönsten Landschaften Europas. Nur selten trifft man in Mitteleuropa auf kurzen Wegen so viel Unterschiedliches, vom sanften Bergrücken bis zur hochalpinen Felswand, vom schattigen (Ur)wald bis zur weiten Hochweide.

Und entlang der Gipfel zieht sich eine atemberaubende Panoramastrasse, die berühmte Route des Crêtes.

Damit ist die nächste Seite in meinem Bilderbuch Elsass aufgeschlagen. Dieses Kapitel wird vor allem die Sportwagen- und Cabriofahrer, Autowanderer, Biker und Velofahrer freuen.

Die Vogesen-Kammstrasse, die Route des Crêtes, zählt zu den imposantesten Bergstrassen in Frankreich. Eine aussichtsreiche, kurvige Strasse verläuft entlang des Hauptkammes der Südvogesen immer auf einer Höhe zwischen 900 – 1200m ü.M. Diese Strasse verbindet keine Dörfer, sondern die Gipfel  und Hochlagen in dieser sehr bergigen Region. Diese Strasse wurde für die Versorgung der französischen Truppen im Ersten Weltkrieg angelegt.  Die Route des Crêtes  führt auf rund 75 km Länge von Thann im Süden über Cernay, Grand Ballon, Markstein Hohneck, Col de la Schlucht in den Norden bis zum Col du Bonhomme und endet in Sainte-Marie-aux-Mines. Den höchsten Punkt erreicht man unter dem Grand Ballon, die Strasse führt im Osten um den Gipfel herum und überwindet in 1343 Meter Höhe den Pass zwischen dem Le Markstein und dem Hartmannswillerkopf. Der Gipfel des Grand Ballon – damit der höchste Punkt der Vogesen – ist von der Passstrasse aus mit einem Fussmarsch von ungefähr 15 Minuten leicht erreichbar.

Der Erste Weltkrieg ist auf der ganzen Strecke gegenwärtig und man kommt an mehreren Schauplätzen und Denkmäler vorbei. Am Hartmannswillerkopf – der wegen der schlimmen Schlachten auch „Menschenfresser“ genannt wurde – ist zur Zeit ein deutsch-französisches Museum im Bau.

Meist säumen Laub- und Mischwälder die Strasse. Auf den „Gipfeln“ und sonnigen Hochlagen öffnen sich dann die Wälder und es bieten sich herrliche Ausblicke auf die bewaldeten Hänge der Vogesen, auf die Rheinebene und den gegenüberliegenden Schwarzwald. An klaren Tagen reicht die Fernsicht bis zu den Schweizer Alpen und dem Montblanc.

Der Strassenverlauf ist speziell etwas für die Geniesser unter den Sportwagen-, Cabrio- und Oldtimerfahrer sowie Autowanderer. Allerdings ist auf der ganzen Strecke Höchstgeschwindigkeit 70, daher eher etwas zum gemütlichen cruisen.

Besonders sind die einsamen Berggasthöfe an der Strecke, die Ferme Auberges, die sehr beliebt sind. Man geniesst auf einfachen Holzbänken die frische Höhenluft und bekommt feine, traditionelle Gerichte aus heimischen Produkten.

Nachfolgend ein paar Impressionen von unserem „Roadtrip“ quer durch die Vogesen:

Der Strassenverlauf ist einmalig

Unter der Woche in der Vor-Saison hatten wir die ganze Strecke für uns alleine, aber Achtung auf der ganzen Strecke ist Höchstgeschwindigkeit 70! Allerdings aufgrund der vielen, vielen Kurven liegt meistens gar nicht viel mehr drin. Im Sommer, dann vor allem an schönen Wochenenden ist hier sehr viel Verkehr.

Immer wieder schöne Aussichten auf die Vogesen. Die Vogesen sind das grösste, zusammenhängende Waldgebiet Frankreichs.

Blick auf einen Stausee (Lac de Kruth-Wildenstein)

Ganz schön bergig – hier oben war der Frühling im Mai noch weit weg. In den Vogesen bildet die Buche die Waldgrenze.

Vogesen ist ein Wanderparadies – es gibt ein enges Netz an gut markieren Wanderwegen.

Der kurze Aufstieg zum Grand Ballon (1424 m)

Der Grand Ballon ist der kälteste Ort des Elsass. Die tiefste gemessene Temperatur betrug ca. minus 30 Grad. Im Winter liegt hier oft viel Schnee, meist über einen Meter, oft 1,50 m. Der Temperaturunterschied zur Rheinebene schwankt gemessen bei Mülhausen zwischen 7 und 10 Grad.

Grand Ballon – der höchste Gipfel in den Vogesen (1424 müM).

Blick in die Rheinebene – dort unten ist es schon fast Frühsommer

Bergfrühling

Wolfgang von www.vogesenchalet.bplaced.net schreibt im Kommentar zum obigen Bild: Das Stiefmütterchen auf dem Bild ist etwas Besonderes. Es ist ein glaziales Relikt. Das Vogesen-Stiefmütterechen (Viola lutea) kommt sonst nur noch in den Alpen vor.

MIt dem Auto von Gipfel zu Gipfel

Dazwischen geht es durch viel Wald …

… mit vielen Kurven.

1. Weltkrieg

Die Vogesen waren im Ersten Weltkrieg Schauplatz erbitterter Schlachten. Auf der Ostseite der Vogesen liegen Soldatenfriedhöfe. Auch heute noch sind an vielen Stellen die Schützengräben deutlich sichtbar, in denen sich die Feinde oft nur wenige Meter voneinander entfernt gegenüberlagen. An der Routes des Crêtes liegt die Gedenkstätte Hartmannswillerkopf und erinnert an die gefallenen Soldaten: Nationalfriedhof, eine Krypta mit je einem katholischen, evangelischen und jüdischen Altar wurde 1918 errichtet. Die  Gedenkstätte gehört zu einer der gut besuchten Tourismuszielen des Elsass.

Im Jahr 2018, 100 Jahre nach Kriegsende, soll ein deutsch-französisches Museum als Symbol für die Aussöhnung eröffnet werden. (Bei unserem Besuch noch im Bau)

Tourbeschreibung:

Als Start der Tour wähle ich den Süden. Die Vogesen-Tour beginnt in der Ortschaft Uffholtz (nördlich von Mullhouse bei Cernay)

In der Ortschaft Uffholtz biegst Du auf die D431 (Rue du Ballon) ein und fährst nun auf den Vieil-Armand, im deutschen Sprachraum als Hartmannswillerkopf bekannt. Die Strasse ist gut ausgebaut, prächtige Kurven! Geniesse die Kurven und die Landschaft, nach kurzer Zeit erreichst du den Col Amic auf 825 m.ü.M. Weiter folgst Du der D431 in Richtung Grand Ballon / Markstein. Diese Landschaft hier hat es in sich, wunderschön! Der Grand Ballon (Grosser Belchen) ist mit seiner mächtigen Radarkuppel von weitem sichtbar. Die Fahrt über den Höhenzug mit prächtiger Weitsicht bringt Dich bald nach Le Markstein, ein reiner Wintersport-Ort. Folge dem Wegweiser Richtung  Col de la Schlucht auf die D430. Fahre über die Höhenstrasse weiter bis kurz vor die Passhöhe des Col de la Schlucht, für die letzten paar Meter musst Du auf die D417 einbiegen. Auf dem Col de la Schlucht (Schluchtpass) geht die Routes des Crêtes als D61 geradeaus in Richtung Col du Calvair weiter. Auf dem Pass Col du Calvair folgst Du der D148, später der D48 über den Col du Bonhomme bis nach Sainte-Marie-aux-Mines – wo für mich diese Tour endet. Von hier führt eine schöne Strecke runter ins Elsass nach Ribeauvillé.

Weitere Tipps und Berichte über das Elsass findest Du hier.

Für Ribeauvillé habe ich noch einen schönen Tipp für die Übernachtung: La Grange du Couvent – eine Scheune zum Träumen!

La Grange du Couvent

Vogesen: Der Odilienberg

Elsass, Frankreich

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Der Odilienberg wird der heilige Berg des Elsass genannt. Der Hauptanziehungspunkt ist das Kloster der heiligen Odilia, errichtet auf einem zur Rheinebene hin steil abfallenden Felsen. Die heilige Odilia ist die Schutzpatronin des Elsass. Sie hat um das Jahr 700 das Kloster hier oben gegründet.

Mein wichtigster Tipp am Anfang, besuche das Kloster unbedingt unter der Woche, am besten vormittags. Am Wochenende bei schönem Wetter verliert dieser Ort aufgrund der vielen Besucher teilweise seinen Reiz. Dann lieber Wanderungen in der Umgebung unternehmen, z.B. zum Männelstein. (siehe weiter unten)

In langen Kurven windet sich die Zufahrtsstraße durch die Wälder in die Höhe. An mehreren Stellen passiert die Straße einen Mauerwall – die Heidenmauer, eine über 10 km lange, teilweise bis zu 3 m hohe Steinmauer rund um den höchsten Teil des Odilienberges. Das genaue Alter dieser Mauer ist unbekannt, es wird vermutet, dass sie von keltischen Stämmen 400 v. Chr. wurde. Während des Mittelalters wurde die Mauer als Steinbruch zum Bau der umliegenden Burgen und Klöster verwendet.

Der Odilienberg ist ein schönes Wandergebiet. Verschiedene Wege an der Heidenmauer entlang sind gut ausgeschildert. Empfehlenswert ist der südliche Rundgang, teils an Felsen, teils an oder auf der Mauer entlang bis zum Männelstein (817 m hoch, herrliche Aussicht, schöner Platz), weiter bis zur Grotte des Druides und zurück zum Parkplatz.

Eine zweite Rundstrecke führt an zwei Burgen, der Ruine Hagelschloss am nördlichsten Ende der Heidenmauer und an der Burgruine Dreistein, vorbei. Auf beiden Wegen hat man eine herrliche Aussicht auf die bewaldeten Berge der Vogesen und auf die kleinen Dörfer und Städte in die Rheinebene.

Einkehrmöglichkeiten auf dem Odilienberg: im Pilgerheim (Salle des Pélerins) oder im Hotel-Restaurant des Klosters

Nachfolgend ein paar Impressionen:

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