Healy Pass – der Gotthard von Irland

Ireland, Kerry, West Cork

Irland 2016 (1 von 1)-63Der Healy Pass sei so etwas wie der Gotthard von Irland, meinte schmunzelnd ein Ire. Sicherlich ein etwas grosser Vergleich. Der Healy Pass ist aber zweifelsfrei eine richtige Passstrasse und schlängelt sich durch eine unwirtliche Gegend. Und hinter dieser Passstrasse steht eine etwas merkwürdige Geschichte.

Der Healy Pass verbindet die Nord- und Südseite der Beara Halbinsel zwischen Lauragh und Adrigole. Eines zeichnet den Pass schon mal aus, meistens ist er in Wolken gehüllt. Es lohnt sich also hier gutes Wetter abzuwerten. Die Passhöhe ist in knapp 300m Höhe über dem Meeresspiegel, hier verläuft auch die Grenze zwischen den Counties Kerry und Cork.

Seinen Namen verdankt der 1847, zu Zeiten der Hungersnot, errichtete Pass einem Mr. Timothy Michael Healy. Er hatte als Generalgouverneur die Strassenverbindung durchgesetzt. Nach seinem Tod am 26. März 1931 wurde die neu gebaute Strasse nach ihm benannt.

Fährt man von Süden auf den Pass folgt kurz nach Adrigole ein spektakulärer Anstieg. Über viele schöne Serpentinen führt die enge Strasse bergauf. Wenn man wie ich viel in den Bergen unterwegs ist, ist diese Strasse keine grosse Herausforderung. Einfach sehr schön zu fahren. Zudem hat es wenig Verkehr, nur wenig Touristen oder irische Ausflügler verirren sich in diese Gegend. Aber vor diesen wenigen Touristen sollten man sich etwas in Acht nehmen, genau diese sind mit der Strasse schnell überfordert. Linksverkehr, Mietwagen, ungesicherte Stellen und enge Serpentinen – kann dann doch schnell alles zu viel werden.

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Im Gegensatz zu unseren Pässen in den Alpen, die meistens Handelswege waren, hat der Healy Pass ein etwas „morbider“ Hintergrund.  Der Pass folgt nämlich einem alten Weg, dem „Bealach Scairt“, über den man früher Verstorbene von einem Teil der Halbinsel zum anderen überführte. Die Prozession bewegte sich bis zur Passhöhe und man schob den Sarg dann dort über die Grenze. Eine Gruppe wartete auf der anderen Seite (also im anderen County), nahm den Verstorbenen in Empfang und trugen diesen dann auf der anderen Seite hinunter. Dieser Ort auf der Passhöhe  heisst heute „Flat Rock“.

Bei gutem (sichtigem) Wetter lohnt es sich auf der Passhöhe aufzuhalten, den Weitblick zu geniessen und einfach die wirkliche grossartige Landschaft auf sich wirken lassen. Oder von hier zu Fuss auf einen der umliegenden Berge aufzusteigen.

(Bilder 2016 / Refresh 2019)

A road trip from Cork to Kerry over the Healy Pass

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Etwas unter der Passhöhe hat es ein kleiner, alter Souvenirshop. Vermutlich einer der einsamsten Souveniershops in ganz Irland. Dieser wird von einem Einheimischen seit ewig geführt. Einfach mal rein gehen. Zudem hat der Mann immer eine Geschichte über die Gegend oder auch ein guten Tipp für die Besucher parat.

Puxley Manor – ein Geisterschloss wird nie ein Luxushotel

Irland, Kerry, West Cork

Auf der einsamen, irischen Halbinsel Beara etwas westlich von Castletown Bearhaven erzählen zwei Ruinen Geschichten von Schlossherren und korrupten Bankern. Hinter diesen Mauern verbergen sich Vermächtnisse von Macht und Untergang wie diese irgendwie typisch für Irland sind.

Ein Besuch der kleinen Bucht von Puxley Manor und dem Dunboy Castle lohnt sich – es erwartet einem eine schöne Natur mit einem herrlichen Ausblick auf die Bantry Bay und die Berge der Beara Halbinsel. Wenn man dann hier am Ufer steht und den herrlichen Blick geniesst, kann man sich fast nicht vorstellen, wie geschichtsträchtig dieser Ort ist. Hier beim Dunboy Castle oder etwas weiter vorne beim Puxley’s Manor.

Dieser Ort ist sehr geschichtsträchtig, was man bei dieser Idylle fast nicht glauben kann.

Als erstes erzähle ich etwas von Puxley Manor, einem Gespensterschloss, das ein Hotel hätte werden sollen und jetzt wieder ein Gespensterschloss ist. Ursprünglich gebaut von der Familie Puxley aus Wales, die hier in der Gegend Kupferminen aufbaute. Auf Boden der einmal einem irischen Clan gehörte, die von den Briten mit Gewalt verjagt worden waren. Später verzockten an gleicher Stelle einige irische Banker und Investoren sehr viel Geld. Geblieben ist das Gespensterschloss und ein verrottetes Schiffswrack.

Das neue Puxley Manor – zu 90% fertiggestelltes Luxushotel – brachte Banker und Spekulanten kein Glück. Seit 2010 gibt es keine News wie es mit dem 60 Millionen Euro teuren Bau weiter geht.

Kaum zu glauben, aber in jüngster Zeit wütete der Celtic Tiger an diesem abgelegenen Ort. Im Sog der irischen Hochkonjunktur, den man hier den Celtic Tiger nannte, traten übermütige Finanz-Manager auf den Plan. Diese hatten die glorreiche Idee die Ruine des Puxley Manor in ein 6* Luxushotel zu verwandeln. Spekulanten stellten über 60 Millionen Euro (!) zur Verfügung und der Plan wurde umgesetzt. Das Hotel war zu 90’% erstellt – dann kam die irische Finanzkrise, die sich in der Folge weltweit ausbreitete. Die sorglosen Banker und Finanz-Manager bekamen kalte Füsse. Man begann zu rechnen und erkannte erstaunliches. Hier draussen  auf der bergigen Beara Halbinsel* – weit weg von der Welt – kann ein Luxushotels unmöglich wirtschaftlich betrieben werden. Sie drehten darauf den Geldhahn zu, die Spekulanten verloren ihr Geld, einige fanden sich im Gefängnis wieder. Puxley Manor – inzwischen mit 58 Luxus-Suiten – verwandelte sich zurück, in das Geisterschloss, was es schon einmal war.

Abgeriegelt und unbewohnt – ein modernes Geisterschloss

Lange vor der Schnapsidee mit dem Hotel ruhte Puxley Manor Jahrzente als ausgebrannte, romantische Ruine vor sich hin. Viele Jahre ist es her, dass ich die Ruine besuchte. Ein tolles Fotomotiv, wenn das Abendlicht auf die Ruine traf. Der Zugang in die Ruine war einfach möglich. Man sah überall Brandspuren, verkohltes Holz. Und überall wuchsen Sträucher und Pflanzen aus den maroden Mauern.

Die Runine des Puxley Manor, „analog“ im Jahre 2001 aufgenommen

Ein Einheimischer hatte 1927 das Anwesen in einer Auktion gekauft. Er tat sein Bestes um das Land sowie das ausgebrannte Schloss in seinem Besitz zu halten. Irgendwann konnte er die Kosten für die Versicherung nicht mehr aufbringen – seine Träume von einer Restaurierung platzten. Im Jahre 1999 verscherbelte er das Anwesen.

Im Hafen des Schlosses liegt dieses alt Schiffswrack

Den wirkliche Niedergang des Schlosses  geht auf den irischen Unabhängigkeitskrieg in den 1920er Jahre zurück. Damals marschierte die IRA in dieser Gegend ein, verjagte die Schlossherren und nutzen eine kurze Zeit das Schloss als Militär-Quartier. Zum Gespensterschloss wurde es, als die IRA das Gebäude anzündete und es symbolisch niederbrannten.

Für die IRA und die leidende irische Bevölkerung war die Familie Puxley aus Wales – die Erbauer und Schlossherren – der Inbegriff des bösen Kapitalismus und der englischen Kolonialherrschaft. Und Puxley Manor ein verhasstes Symbol für Hungersnot und die Unterdrückung der irischen Bevölkerung.

Die Schlossherren waren berüchtigte Industrielle. Die Familie Puxley kam ca. 1730 an diesen Ort und bauten die Kupferminen in dieser Gegend auf. Man baute hier zuerst ein Haus, das Schloss selber wurde erst 1866/67 von „Copper John“ Puxley fertig gestellt. Und dabei spielte – genau gleich wie bei den Finanz-Managern – Geld keine Rolle. Aber anstatt Geldgeber auszunehmen, verdiente man das Geld in den eigenen Kupferminen, wo bis zu 1300 Arbeiter sklaven-ähnlich gehalten wurden. Den Bauern nahm man zudem die Ernte komplett ab. Während die Bevölkerung hungerten und starben,  entstand dieser protziger Bau, ein eigener Hafen in der Bucht und ein grosser Park.

William Lawrence postcard of Puxley Manor, circa early 1900s.

Die Familie Puxley baute ihre unbarmherzige Geldmaschine an einem Ort auf, die von der englischen Krone blutig erobert wurde. An einer Stelle also, an der damals ein hier ansässiger gälischer Clan vertrieben und ausgelöscht wurde.

Heute noch steht ein Steinwurf vom Gespensterschloss entfernt eine Ruine – die Ruine des Dunboy Castle. Im nächsten Teil erzähle ich Euch die Geschichte von Dunboy Castle – eine Geschichte von Belagerung, spanischen Krieger und einer Tragöde auf Dursey Island.

Puxley Manor Sullivan Mansion Hotel Luxus Dunboy Castle

Kurz hinter dem Puxley Manor findet man die Ruinen eines anderen Schlosses – die Ruinen des Dunboy Castle

Bilder: Michael’s Beers & Beans Herbst 2017

* Beara Peninsula

Auch heute noch ist die Beara Halbinsel nicht einfach zu erreichen. Von Dublin bis zur äussersten Spitze vor Dursey Island muss über 7 Stunden Fahrzeit eingerechnet werden.

Die zwischen der Bantry Bay und dem Kenmare River gelegene Halbinsel Beara ist ein Besuch wert. Steile, zerklüftete Klippen, viele vorgelagerte Schären und sanft ansteigende Wiesen sowie Steinmauern und Hecken bestimmen das Landschaftsbild. Die Luft, das Licht hier draussen ist einmalig. Die wunderschöne Küstenlinie und die malerischen Dörfchen bilden fast ein kleines Paradies.

Quellen: Wikipedia, Irish Times, http://www.apassportaffair.ch, mailonline.uk, usw.

Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell. Ich bin ein fotografischer Geschichtenerzähler, erzähle was ich auf einer Reise so aufgeschnappt habe. Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Alle Informationen sind ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

 

Ladies‘ View – legendärer Aussichtspunkt in Irland

Ireland, Kerry

Es war bekannt, dass Königin Victoria, die 1837 bis 1901 Königin des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland war, sich in Irland verliebt hatte. Das Interesse und damit die Zuneigung der Königin begannen als junge Frau bei einem Besuch der Grafschaft Kerry im Südwesten der Insel.

Bei ihrer dritten Reise im Jahr 1861 legte sie fest, dass der Ort Killarney auf den internationalen Landkarten eingezeichnet wurde – damit begann für den kleinen Ort der Aufstieg zu einem der beliebtesten Reiseziele in Irland.

Während des Aufenthaltes der Monarchin in Killarney waren die mitgereisten Hofdamen ebenfalls sehr aktiv in der näheren Umgebung unterwegs gewesen. Auf deren Ausflügen in die wunderschöne Natur waren die Dame von einem Aussichtspunkt derart begeistert, dass dieser heute noch Ladies‘ View genannt wird.

Blick auf die Seenlandschaft des Killarney National Parks vom Aussichtspunkt "Ladies' View".

Blick auf die Seenlandschaft des Killarney National Parks vom Aussichtspunkt „Ladies‘ View“.

Im Herzen des heutigen Killarney Nationalparks zeigt der Ladies‘ View, dass natürliche Schönheit einfach zeitlos ist. Von diesem Panorama-Aussichtspunkt an der Nationalstrasse N71 kann man auf die drei Seen in der Mitte des Parks blicken. Das Licht verändert sich ständig: Regenbögen, Schatten und Sonnenstrahlen tanzen auf den umliegenden Hügeln und Spot ähnliche Sonnenstrahlen beleuchten die Seen. Ein kleines Stück vom Hauptaussichtspunkt entfernt gibt es einen weiteren Parkplatz (vermutlich auch der ursprüngliche Ladies‘ View) mit einem kleinen Pfad, der Ausblicke über den Oberen See bietet. Wenn man hier auf diesem wind-umtosten Bergrücken steht und den Ausblick geniesst, dann ist es ein wenig so, als würde man in Irlands Vergangenheit schauen, wo die raue Schönheit der Landschaft in ihrer natürlichen Vielfalt erhalten geblieben ist.

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Der Ladies‘ View ist natürlich kein Geheimtipp – gehört er doch zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten der grünen Insel. Der Aussichtspunkt liegt direkt an der „Hauptroute“  N71 von Killarney nach Kenmare (eng und kurvig) und ist damit auch ein Teil des Ring of Kerry. Daher ist es hier vor allem in der Hauptsaison ganz schön voll. Es gibt ein kleines Café mit einem Souvenirshop – die wenigen Parkplätze davor sind meistens überfüllt. Alles etwas hektisch und „busy“.  Aus diesem Grund sollte man bei gutem Wetter wirklich früh morgens oder am späten Nachmittag rauf, wenn die Reisebusse und die „Ring of Kerry“-Fahrer bereits vorbeigefahren sind. Dann einfach etwas den Pfad herunter, sich für einige Minuten auf einen Felsen setzen und das faszinierende Panorama geniessen.

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Ein weiterer Post aus dieser Gegend findest Du unter Muckross House, Gardens & Traditional Farms, ein Post über ein geschichtsträchtiges Herrenhaus.  Während des Aufenthaltes in Killarney wohnte die Königin jeweils in diesem schön gelegenen „Manor House“ am Muckross Lake.

Alle Posts zu Irland findest Du hier: Ireland by Michael’s Beers & Beans

 

Muckross House, Gardens & Traditional Farms

Ireland, Kerry

Bei einer Reise durch das County Kerry in Irland, kommt man unweigerlich in die Stadt Killarney. Diese liegt eingebettet an den nördlichen Ausläufern der Macgillycuddy’s Reeks, Irlands höchstem Gebirgszug. Dieser erreicht doch eine beachtliche Höhe von über 1000 m.ü.M. Und wenn man schon in dieser quirligen Stadt ist, sollte man Muckross House, Gardens & Traditional Farms besuchen.

Das idyllisch am Muckross Lake gelegene Herrenhaus in der Nähe der Stadt ist eine wirkliche Attraktion für jeden Reisenden im südlichen Irland. Fotografisch habe ich mich diesem „Manor“ (Landsitz) mit der HDRI-Technik (Erklärung dazu siehe am Schluss dieses Posts) genähert, dabei ist mir dann noch die „Lady in Red“ vor die Linse gelaufen.

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Umgeben von Irlands ältestem Nationalpark kann man in dem ungefähr 180 Jahre altem Haus  sehr schön den Lebensstil des 19.Jahrhunderts in Irland bewundern und sich auf eine spannende Zeitreise einlassen. Da sowohl die verschiedenen Privatbesitzer als auch der Staat Irland als aktueller Eigentümer sehr pfleglich mit dem wertvollen Inventar und dem schmuckvollen Gebäude umgingen, fühlt man sich wirklich in die damalige Zeit versetzt.

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Rosen im Walled Garden

Zum Muckross House gehört eine wunderschöne Parklandschaft, welche direkt am Mucross Lake gelegen ist. Diese lädt zum Spazieren-gehen ein. Dort bin ich – versunken in mein Motiv dem „Mucross Lake“ – der „Lady in Red“ begegnet. Diese ist mir quasi vor die Linse gelaufen. Was für ein Kontrast!

„The lady in red“

Zudem kann man im Mucross House selber, den Beschäftigten in einer Weberei und einer Töpferei zusehen. Es gibt eine Original-Farm aus den 30er/40er Jahren des letzten Jahrhunderts sowie ein Gartencenter. Dort ist übrigens auch ein ordentliches Restaurant untergebracht, vorallem die Terrasse ist empfehlenswert.

Mein Tipp: Nicht nur Blumen- und Garten-Liebhaber werden von den vielen verschiedenen, reich bestückten Gärten rund um das Muckross House begeistert sein! Diese wurden mit viel Liebe zum Detail angelegt und sind hauptsächlich mit Rosen bestückt. Einer der jüngsten Gärten der imposanten Anlage ist das Walled Garden Centre, das im Jahr 2000 geschaffen wurde. Auch der alte Baumbestand beeindruckt mich immer wieder.

Mucross Lake

Mucross Lake

Mucross House in HDRI

Alle Bilder wurden in HDRI-Technik aufgenommen. Das Wetter und Stimmung veranlasste mich bei meinem letzten Besuch einige Bilder in HDRI (High Dynamic Range Image) aufzunehmen. Diese Art der Fotografie ist eine Technik um Fotos mit einem höheren Kontrastumfang abzubilden. Hier habe  ich eine Belichtungsreihe von durchschnittliche 3 verschiedenen Fotos des gleichen Motivs unterschiedlicher Helligkeit mit einer speziellen Software zu einem Foto „zusammengeführt“.

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HDRI- Fotos (auch HDR genannt) finden viele Einsatzgebiete, vielfach merkt der Betrachter gar nicht, dass mit dieser Technik fotografiert worden ist. Hier habe ich aber bewusst den „HDR-Look“ gelassen, also mit Absicht „verfremdet“. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass die Sehgewohnheit der Menschen an diese HDRI-Bilder nicht gewohnt sind. Seit Beginn der Fotografie (ca. 1826) schauen wir auf Fotos mit einem geringem Kontrastumfang. Dagegen kommt die HDRI –Technologie etwas näher an den Kontrastumfang heran, welchen wir Menschen vermögen in unserem Hirn dazustellen.