Norwegische Sauna-und Bade Architektur

Norwegen

Auf den norwegischen Lofoten, im historischen Fischerdorf Nusfjord, bin ich diesem Sauna- und Badehaus begegnet. Studenten der Oslo School of Architecture and Design haben in Nusfjord eine Badeplattform und Sauna gebaut, die mich beeindruckt hat. 

Das Design der Badeplattform ist eine Interpretation in Holz der Felsenlandschaft, auf der sie montiert ist. Die wellenförmige Terrasse ist ein wunderschönes Sonnendeck, ergänzt wird diese mit einem Hot Tub sowie einem Saunahaus. Das Projekt ist gegen den Fjord hin orientiert und wird während der Winterstürme komplett von Wasser überspült. Um ein Aufschwimmen zu verhindern, hat es eine massive Unterkonstruktion und ca. 50% der Oberfläche sind offen, um ein schnelles Abströmen des Wassers zu ermöglichen.

Sonnig und windgeschützt liegt der „Spa-Bereich“ – die Sauna befindet sich in dem gelben historischen Haus.

23 Studenten haben während 5 Wochen die Sauna und Decklandschaft aufgebaut.

Selbst der Hot Tub ist in das Sonnendeck integriert.

Ein Sonnenbad auf den Lofoten ….

 

Aker Brygge und Tjuvholmen – Impressionen vom Hoch im Norden!

Norwegen

Oslo – die norwegische Hauptstadt fasziniert mit moderner Architektur, zahlreichen Museen sowie kurzen Wegen in eine traumhafte Natur.

Die Stadt ist im Wandel, dieser wird vor allem am Hafen der Stadt besonders deutlich. Die früheren Kai- und Industrieanlagen, Schuppen und Lagerhallen sind einer modernen Skyline gewichen.

norway-1050498

Ein Beispiel hierfür ist der Stadtteil Björvika. Früher ein gesichtsloses Areal mit Container- und Verladeanlagen, befindet sich hier direkt am Fjordufer die neue Oper, welche seit 2008 eines der modernen Wahrzeichen von Oslo ist. Das Gebäude erinnert an Eisschollen mit einem Dach aus weissem Carrara-Marmor, welches sanft zum Ufer hin ab fällt und fast mit dem Wasser verschmilzt. Die Oper ist architektonische Kunst. In unmittelbarer Näher zur Oper entstehen im Moment ein Ensemble von modernen Bürogebäude, welchen die Osler trocken „Barcode“ nennen.

norway-1050204

Über meine Eindrücke von der Oper findest Du hier einen Post.

Doch nicht nur in Björvika zeigt sich das neue Oslo: Völlig verändert hat sich auch das weiter westlich gelegene Hafenviertel Aker Brygge vis-à-vis zur historischen Festungsanlage Akershus. Das ehemalige Industriegelände ist zur (sonnigen) Flaniermeile mit zahlreichen Restaurants Bars und Shops umgestaltet worden.

norway-1050465-2

Direkt an Aker Brygge grenzt das neue Stadtviertel Tjuvholmen mit seinen modernen mehrstöckigen Gebäuden. 20 verschiedene Architekten haben hier ihren städtebaulichen Stempel hinterlassen. Einer der Hauptanziehungspunkt ist hier das vom italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfene Astrup-Fearnley-Museum für moderne Kunst.

norway-1050640

Blick vom Aussichtsturm „The Sneak Peak“ (Tjuvtitten) auf Tjuvholmen mit einem gläsernen Aufzug. Der Turm ist 54 Meter hoch und ist in der Sommersaison geöffnet. Vom Aussichtspunkt siehst Du die Stadt mit ihrem neuen Hafen, Boote und den Hügeln rundherum von einem ganz neuen Blickwinkel.

Im letzten Spät-Sommer nahm uns eine ganz liebe Bekannte, die nach Oslo ausgewandert ist, zu einem langen Stadtbummel mit. Und sie führte uns nach Aker Brygge und Tjuvholmen, dabei sind folgende Impressionen entstanden.

 

Aker Brygge  – vom Hafengelände zur Flaniermeile  – Bilder vom Hoch im Norden!

norway-1050481

norway-1050492

norway-1050494

norway-1050519

norway-1050559

norway-1050566

norway-1050586

norway-1050623

norway-1050658-2

norway-1050662

norway-1050664

norway-1050671

norway-1050689

norway-1050694

norway-1050706

norway-1050710

norway-1050751

norway-1050700

„Wenn alle Stricke reissen, versuche es mit gesundem Menschenverstand“ Olav Selvaag (Bild) 1912 – 2002, norwegischer Ingenieur und innovativer Immobilenunternehmer

Lofoten: Wo kann man frischen Fisch kaufen?

Lofoten, Norwegen

Eine etwas seltsame Frage auf den Lofoten, wo die Fischerei allgegenwärtig ist. Aber es ist in der Tat gar nicht so einfach auf diesen Inseln an frischen Fisch zu kommen. In erster Linie wird der gefangene Fisch getrocknet. (Refresh 2019)

p1060651

Diese Seezunge ist getrocknet, eben wie ein Stockfisch.

Direkt beim Fischer einen Fisch zu kaufen,  ist dann doch eher eine sehr romantische Vorstellung. Heute ist die Fischerei auf den Lofoten ein industrialisierter Prozess, da hat man keine Zeit irgendeinem Besucher noch einen kleinen Fisch zu verkaufen. Zudem werden die meisten Fische hier zu Tørrfisk verarbeitet und gehen in den Export in südliche Länder wie Italien oder Portugal.

Seltenes Glück kann man bei einem Hobby-Fischer, der in den Fjorden unterwegs ist, finden. Wenn man höflich fragt, dann gibt es vielleicht eine Makrele oder eine Rot-Forelle zu kaufen. Aber auch die Hobby-Fischer halten sich nicht mit so kleinen Fischen auf, sondern gehen lieber auf die kapitalen Fische los, wie z.B. auf den norwegischen Winterdorsch (Skrei). So ein Skrei kann dann schon mal bis zu 40 kg wiegen.

norway-9577

Darum vielleicht doch lieber ein Fischladen. Solche Geschäfte gibt es auf den Lofoten, man muss sich einfach etwas durchfragen.

In Svolvær hat der „Extra Coop“ eine schöne Fischtheke – hier bekommt man auch „ferske reker“ (Garnelen oder Shrimps). Auch in Leknes gibt es ein Fish-Shop an der Hauptstrasse (Storgata 78) . Das Johnsen’s Fiskerestaurant hat gleichzeitig  eine Fisch-Theke. Hier bekommt man fangfrischen Fisch.

Etwas ursprünglicher und ganz toll ist der reizende Fischladen „Sjömat“. Dieser auf Fischspezialitäten ausgerichtete Verkaufsladen ist im Süden der Insel in Sakrisøy (Reine i Lofoten). Selbst ausserhalb der Urlaubs-Saison haben wir hier eine schöne Auswahl an frischen Fisch vorgefunden. Je nach Fang gibt es Dorsch, Lachs, Seelachs, Seeteufel, Rotbarsch und vielleicht auch einmal Heilbutt. Daneben gibt es auch frisches  Walfleisch (für uns etwas schwierig zu verstehen), Räucherlachs, Garnelen und Miesmuscheln. Man kann hier zudem eine Kleinigkeit essen z.B. ein Fischburger.

p1060643

„Sjømat“ – Fischladen – Anita Gylseth

p1060630

p1060634

Und Stockfisch! Hier gibt es Stockfisch in allen möglichen Varianten! Schon aus diesem Grund sollte man das Geschäft besuchen, denn es ist spannend zu sehen, wie der Stockfisch angeboten wird.

„Sjømat“ – Fischladen – Anita Gylseth
Tel.: +47 900 61 566
anita.gylseth@c2i.net
Sakrisøy, 8390 Reine i Lofoten

Alle nachfolgende Bilder zeigen „Sjømat“ – Fischladen:

p1060645

p1060637

p1060636

p1060629

p1060631

p1060641

Klippfisk – ist die gesalzene Variante des Stockfisch.

p1060633

p1060639

Tørrfisk – originaler Stockfisch von den Lofoten

p1060662

In dieser Fischerei findet man den „Sjømat“ – Fischladen

p1060660

modernes Holzgestell zum trocknen von Fischen

p1060657

Auch die Köpfe des Kabeljau werden getrocknet. Die Zungen landen vorher allerdings als Delikatessen auf den Tellern der Einheimischen, die getrockneten Köpfe werden nach Afrika exportiert, wo diese eine proteinreiche Zutat in einer beliebten Fischsuppe spielen.

p1060653

getrockneter Kopf

p1060669

Die Gewässer rund um die Lofoten sind sehr fischreich.

Lofoten Fischerboot

Die Fischerei ist auf den Lofoten allgegenwärtig.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten

Lofoten, Norwegen
Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten

Kabelvåg ist ein kleines romantisches Fischerdorf und liegt auf der Südseite der Lofoteninsel Austvågøy etwa 5 km westlich von Svolvær. Ein schöner Ort, welchen wir als „Basis“ für unsere Sightseeing Touren auf den Lofoten gewählt haben. Der kleine Hafen ist von Holzhäusern umgeben. Der Ort ist beschaulich. Kaum vorstellbar, dass hier früher einmal ein Art Zentrum der Wikinger bestanden haben soll. Kabelvåg ist zudem einer der ältesten Fischerorte auf den Lofoten, früher sogar einer der grössten in der Region.  Er wurde von König Øystein I. gegründet, der hier im Jahre 1103 die erste Kirche der Lofoten – die Vågan-Kirche – bauen liess. Die mächtige Lofot-Fischerei hat hier ihren Ursprung und so verwundert es nicht, dass 1120 in diesem Ort die ersten Rorbuer (Pfahlbau-Häuser für die saisonalen Fischer) Norwegens errichtet wurden.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Das Dorf ist von kulturhistorischer Bedeutung, architektonisch sehr interessant und auf jeden Fall einen Besuch wert…

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Es gibt vom Dorf ein Weg/Pfad zum Lofotenmuseum. Dieser ist etwas schwierig zu finden, da die Markierung in die Jahre gekommen ist. Man findet hie und da alte Holzwegweiser und kann sich so orientieren. Es lohnt sich, den dieser Weg ist wunderschön und man kommt so auch auf einen kleinen Hügel (mit Denkmal vom König Øystein) von dem man eine wunderschöne Panorama-Aussicht hat.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

In Kabevag liegt auch die Vågan Kirke (Lofotenkirche), eine Kirche aus dem Jahr 1898. Interessant ist, dass es sich hier um die zweitgrösste Holzkirche Norwegens handelt. Die Kapazität von 1200 Besuchern wäre für die Insel Austvågøya (Lofoten) etwas überdimensioniert. Gebaut wurde diese grosse Kirche vorallem, dass auch die Fischer, welche nur während dem Winterfang hier waren, aufnehmen konnte.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Neben der Besichtigung der Lofotenkirche und des Zentrums Kabelvågs mit seinen hübschen bunten Holzhäusern und dem historischen Marktplatz ist der Besuch des Kultur- und Tourismuscenter Storvågan ein Muss. Hier findest Du das das Lofoten-Museum, das Lofoten-Aquarium und mehrere Galerien wie die Galleri Espolin und die Galleri lille Kabelvåg. Darüber gibt es bald einen weiteren Post.

Impressionen

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Marktplatz

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Blumengeschäft

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Hauptstrasse und der Hafen

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

alte Häuser von Kabelvag

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

altes Handelshaus

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Rorbuer

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Rorbuer

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Pfad vom Dorf zum Museum

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Garten-Idylle auf den Lofoten

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

schöne Quartiere mit Ein-Familienhäuser rund um das Dorf

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Hafen

Besuch September 2016

kabelvag-blogstar

Polarlichter – wo und wann kann man diese beobachten?

Iceland, Lofoten, Nordlicht, Norwegen

Diesen Post habe ich überarbeitet und neu gestaltet. Zur Frage „Polarlichter – wo kann man diese beobachten“ findest Du alles im Post „Wo man gute Orte für die Beobachtung von Nordlichter findet“.  (2015 – 2018)

Alle Posts über Nordlichter – auch wie diese wirklich aussehen und ob Nordlichter Geräusche von sich geben – findest Du hier: Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans!

 

Nordlichter – Foto by Michael’s Beers & Beans

 

Reine – ein Postkartenmotiv der Lofoten

Lofoten, Norwegen

dsc_8970

Reine ist eigentlich ein kleines Dorf auf der Lofoten-Insel Moskenes und »Hauptstadt« der Gemeinde Moskenes. Für eine »Hauptstadt« ist Reine allerdings mit rund  300 Einwohnern sehr klein, aber wohl eines der meistfotografierten Sujets auf den Lofoten und daher sehr bekannt.

Der Ort ist seit mehreren Jahrhunderten ein wichtiger Fischereihafen. Dies sieht man auch heute noch. Der berühmte Stockfisch trocknet auf den Holzgestellen  und die Rorbuer – früher einfache Behausungen für saisonal zugereiste Fischer, heute gesuchte Unterkünfte für Urlauber – säumen den Hafen. Heute lebt der Ort in erster Linie vom Tourismus, tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Reine. Man geniesst den „weltberühmten“ Ausblick von der Brücke, die nach Reine führt. Oder man steigt auf den Reinebringen, einen rund 445 Meter hohen Berg, um von dort oben die Aussicht zu geniessen.

Um Reine herum heben sich die Berge direkt aus dem Meer heraus in den Himmel: »Lofotveggen« ist das, die »Lofotenwand«, so nennen die Norweger diese Landschaft, die tatsächlich wie eine Wand auszusehen scheint, wenn man sich mit dem Schiff  Reine nähert.

Nachfolgend ein paar Bilder von der Postkarten-Idylle Reine.

dsc_8988

dsc_8980

dsc_8982

dsc_8978

dsc_8976

dsc_8974

dsc_8971

Die Lofoten, eine Inselgruppe in Norwegen, liegen etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises im Atlantik.

Von Wikingerschiffen und Langhäusern

Norwegen

Norwegen ist die Heimat der Wikinger. Für Wikinger-Fans verknüpfe ich in diesem Post gleich zwei ganz tolle Museum, die man unbedingt einmal besuchen sollte. Allerdings sind die beiden Museen rund 1’400 km von einander entfernt – dies zeigt wieder einmal die unglaublichen Distanzen in Norwegen. 

In der Hauptstadt Oslo findet man das berühmte Wikingerschiffmuseum (Vikingskipshuset). Das andere liegt bei Borg auf den Lofoten. In Borg liegt einer der bedeutendsten Ausgrabungsstätten aus der Wikingerzeit. Man hat aus den Ausgrabungen in Borg viele Erkenntnisse über das Leben der Wikinger gewonnen. Dies wird im Lofotr Vikingmuseum – ein Art Freilichtmuseum mit einer sehr schönen Rekonstruktion eines Langhauses – gezeigt. Beide Orte möchte ich Euch hier kurz vorstellen.

norway-1070110

In der Zeit der Wikinger beherrschten die mutigen, grösstenteils aus Norwegen stammenden Seefahrer und Krieger die Ost- und Nordsee. Die Wikinger waren aber auch Siedler und gründeten in vielen Ländern auch Städte. So geht auch die irische Stadt Dublin auf die Wikinger zurück.

Vikingskipshuset

In diesem einzigartigen Wikingerschiffmuseum können Besucher die weltweit am besten erhaltenen Wikingerschiffe bestaunen. Zu den berühmtesten Ausstellungsstücken im Wikingerschiffmuseum gehört das sogenannte Gokstad-Schiff. Hierbei handelt es sich um ein Wikingerschiff (ca. 800 n. Chr.) das als Seeschiff und später als Grab für einen einflussreichen Mann diente. Dieses Schiff wurde im Jahr 1879 gefunden und ausgegraben.

norway-1080639

Ein anderes sehr wichtiges Schiff ist das Tune. Dieses wurde um das Jahr 900n. Chr. erbaut. Man sagt, das es das schnellste Hochseeschiff gewesen sein muss. Das Segel hatte eine Fläche von über 100 qm. Am Ende wurde auch dieses Schiff als Begräbnisstätte für einen Mann von hohem Rang eingesetzt.

norway-1080632

Doch nicht nur imposante Wikingerschiffe werden im Wikingerschiffmuseum Oslo ausgestellt. Zu den kostbaren Ausstellungsstücken gehören auch weitere Grabbeilagen, wie zum Beispiel ein spektakulärer Wagen, Schlitten, Werkzeuge, Kleidungsstücke, Haushaltsgegenstände und sonstige Gerätschaften, die von Archäologen aus dem weltberühmten Oseberggrab ausgegraben wurden und bis heute noch sehr gut erhalten sind.

norway-1080535

Lofotr Vikingmuseum

Auf der Lofoten-Insel Vestvågøy befindet sich die Ausgrabungsstätte Borg. Hier wurde in den 1980er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Siedlung ausgegraben, deren Bestehen auf den Zeitraum 2. – 15. Jahrhundert datiert wurde. In der Wikingerzeit muss hier ein Hauptsitz gewesen sein. Es wird geschätzt, dass zu dieser Zeit mindestens 115 Höfe mit 1.800 Bewohnern in Borg zu finden waren. Spektakulär war der Fund der Überbleibsel eines 83 m langen Langhauses, das einem führenden Wikinger gehört haben muss. Dieses Langhaus wurde nachgebaut und fungiert jetzt als tolles Wikingermuseum.norway-1070065

Die Ausstellung im Langhaus vermittelt einen Einblick in den Alltag der Wikinger. Wohn- und Schlafplätze sind aufgebaut, eine Werkstatt kann besichtigt werden, und der Bankettsaal steht für Besucher offen. Schmuck und Gebrauchsgegenstände sind ausgestellt. In der Werkstatt finden Handwerksvorführungen statt. Im Bankettsaal brennt ein offenes Feuer.

norway-1070136

Im Filmsaal des Wikingermuseums wird alle 20 Minuten der Film Drømmen om Borg (Der Traum von Borg) gezeigt. Vom Langhaus führt ein Weg über die Ausgrabungstätte runter zu einem Hafen. Dort findet man eine Schmiede, Bootshäuser und natürlich gibt es diverse Wikingerboote zu sehen. In der Hauptsaison finden täglich mehrere Rundfahrten mit einem dieser Boote statt. Freiwillige dürfen dann sogar die Ruder schlagen.

norway-1070002

norway-1070103

norway-1070116

Hålogaland Brücke bei Narvik am 9. Dezember 2018 eröffnet

Norwegen

Nach rund zwei Jahren Verspätung wurde Norwegens längste Hängebücke am 9. Dezember 2018 (siehe Bericht NRK.no) von der Permierministerin Erna Solberg persönlich eröffnet. Damit verkürzt sich die Entfernung von Narvik nach Bjervik um 18 Kilometer. Als Beispiel reduziert sich damit die Fahrzeit von Narvik zum Flughafen Harstad / Evenens wesentlich.

Auf unserer Reise zurück von den Lofoten sind wir bei Narvik an der Hålogaland Bridge vorbeigekommen. Diese faszinierende Hängebrücke war damals noch im Bau. Nun ist die Brücke fertig gestellt und wird bald einfach eine von den vielen riesigen Super-Brücken in Norwegen sein. Normalität sieht in Norwegen halt etwas anders aus. Damals als die Brücke noch im Bau war hatte ich mir etwas Zeit genommen und mich diesem gigantischen Bauwerk genähert. Dabei sind folgende Bilder entstanden.

Die Hauptspannweite zwischen den Masten soll 1.2 km betragen. Der Baubeginn war am 18. Februar 2013. Ist die Brücke dann einmal eröffnet, handelt es sich sich um die längste Hängebrücke und um die zweit längste Brücke Norwegens sowie um die 20. längste Brücke der Wel!

Die Bilder sind vom Oktober 2016. (Refresh Post Dezember 2018)

Weitere Berichte über meine Reisen zu den Lofoten, den Nordlichter und Oslo findet man hier.

norway-0921

norway-0939

norway-0933

Hålogaland Brücke bei Narvik

Hålogaland Bridge Narvik Norway

Weitere Infos zur Hålogaland Brücke bei Narvik gibt es hier:

Einen Post von meinem Besuch in der Stadt Narvik findest Du hier: Narvik – Erze, Spione und Ofotenbanen

Und hier alle Berichte über meine Reisen zu den Lofoten, den Nordlichter und Oslo.

Urheber: duskbabe / 123RF Lizenzfreie Bilder

Brunost – eine norwegische Käse-Spezialität

Food-Blog, Norwegen

Bei einer Aufzählung typisch norwegischer Dinge, darf Brunost auf keinen Fall fehlen. Braunkäse oder Karamell-Käse wird er bei uns oft genannt.  Dieser süsslich, bitter und trocken schmeckende Käse mit der braunen Färbung gehört in Norwegen schon seit vielen Jahrhunderten traditionell auf den Frühstückstisch. Wie Lebertran. Auch auf den Lofoten sind wir diesem Käse begegnet. Dort wird er auf dem Bio-Hof Aalan Gård sogar in alter, traditioneller Weise hergestellt und verkauft.

Urheber: duskbabe / 123RF Lizenzfreie Bilder

Norwegischer Braunkäse – hier der typische „Blockkäse“ wie wir diesen auch als Gudbransdalost in der Schweiz kaufen können.  (Bild: duskbabe / 123RF Lizenzfreie Bilder)

Genau genommen ist Brunost gar kein Käse, denn er wird aus der Molke von Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch gemacht, welche bei der Käseherstellung als Nebenprodukt anfällt.

Um Brunost herzustellen, muss die Molke zuerst unter kräftigem Umrühren eingekocht werden. Dabei karamellisiert der enthaltene Milchzucker. Je länger die Molke kocht, desto intensiver wird der karamellartige Geschmack und desto dunkler wird der braune Käse.

norway-1060413

Auch auf den Lofoten wird Käse produziert. (Bild: Bio-Hof Aalan Gård)

Auf Aalan Gård wird ein echter Braunkäse aus Ziegenmolke hergestellt. Hier wird keine Kuhmilch oder Sahne dazugegeben. So konnten wir einen traditionellen Braunkäse probieren. Allerdings sieht dieser eher nicht nach Käse aus. Denn nachdem die Molke über 24 Stunden gekocht wurde, ist das Ergebnis ein brauner, körniger Brei. Für meinen Geschmack einfach zu süss, zu streng. Auf Aalan Gård wird dieser „Brei“ so belassen, verpackt und so verkauft. Die meisten Brunost dagegen werden erst zu einem „richtigen“ Käse durch Zugabe von Milchfett. So erhalten diese dann die feste Konsistenz.

Es gibt verschiedene Sorten von Brunost. Bekannt bei uns „Touristen“ ist sicher der Gudbrandsdalsost. Dieser brunost wird im gleichnamigen Tal hergestellt und dort aus Kuhmilch und Schafsmilch (10%) für den Export produziert. Beim Ekte oder Brun Geitost (wie auf Aalan Gård Farm probiert) wird nur Ziegenmilch verwendet, wodurch der Käse einen sehr kräftigen Geschmack bekommt. Fløtemysost ist milder als die beiden anderen Sorten und wird nur aus Kuhmilch hergestellt. Man findet auch eine eine streichfähige Variante. In Norwegen werden jährlich rund 12.000 Tonnen Braunkäse produziert.

Auch in Schweden bin ich diesem Käse schon begegnet. Dort heisst dieser Mesost, also Molkenkäse oder auch Messmär, also Molkenbutter.

Traditionell wird Brunost mit einem Käsehobel in dünne Scheiben geschnitten, auf hellem Brot gegessen und oft mit Confiture kombiniert. Zugegeben, Brunost ist Geschmackssache und ich mache eher einen Bogen darum. Aber nahrhaft ist er allemal, sehr fettarm und reich an Mineralstoffen und Proteinen. Und ein norwegischer Klassiker!

Den Brunost findet man auch auf dem Bio-Hof Aalan Gård, auf den Lofoten nördlich vom Polarkreis. Die Bio-Bäuerin Tove Åland betreibt dort eine kleine Käserei und produziert einen sehr feinen Ziegenkäse. Sie hat uns gezeigt, wie man den Brunost herstellt.

Über den Bio-Hof Aalan Gård, Bio-Bäuerin und Käserin Tove Åland, Kräuter nördlich vom Polarkreis sowie dem feinen Ziegenkäse „Himmelstind“ habe ich einen eigenen Post verfasst, diesen findest Du hier: Aalan Gård Farm – Käse und Kräuter nördlich vom Polarkreis

Bio-Hof Aalan Gård Norway

Auf dem Bio-Hof Aalan Gård gibt es einen kleinen Laden, wo man Kräuter und Käse kaufen kann.

 

 

Aalan Gård Farm – Käse und Kräuter nördlich vom Polarkreis

Food-Blog, Lofoten, Norwegen

Wenn ich auf Reisen in anderen Ländern bin, dann halte ich immer Ausschau nach regionalen Käse und Käsereien. Es interessiert mich dann einfach, was für Käse in dem jeweiligen Land hergestellt wird. Norwegen ist nun nicht gerade sehr berühmt wegen seiner Käse-Vielfalt. Aufgrund des „Brun Ost“ (Karamell-Käse) ist Norwegen wohl eher für seinen Käse „berüchtigt“. So war es für mich eine schöne Überraschung, dass wir gerade auf den Lofoten ganz feinem Käse begegnet sind. Die Creamery Aalan Gård stellt dort einen Käse her, der selbst Gourmets sofort überzeugen würde. Insbesondere der Ziegenkäse hat es uns angetan.

Den Bio-Hof Aalan Gård haben wir auf unserer Fahrt von Eggum zurück südwärts entdeckt. Also meine Frau hat das Schild zum Hof gesehen und zum Glück vorher etwas über Aalan Gård gelesen. Uns war sofort klar, dass wir hier abschweifen mussten. Der Hof Aalan Gård, mit Käserei und Kräutergarten, liegt etwas abseits in Bøstad im Lauvdalen.

Der Hof ist von sieben Höfen in diesem Tal als letzter übrig geblieben. Die Familie Åland betreibt dieses Gut in zweiter Generation nach ökologischen Grundsätzen.

Im kleinen Hof-Laden werden wir von Tove Åland sehr freundlich begrüsst. Sie führt uns stolz durch den Hof, zeigt uns die von ihr betriebene kleine Käserei sowie ihren liebevoll gepflegten Kräutergarten. Erstaunlich ist, was für tolle Kräuter hier oben nördlich vom Polarkreis in den kurzen Sommer-Monaten wachsen. Die Kräuter werden getrocknet und in von ihr bemalten Papier-Tütchen im Hofladen verkauft.

Hoch oben, an einem Berghang über dem Hof, weiden zur Zeit gerade die rund 120 Ziegen. Im urigen Sommer-Café dürfen wir dann den feinen, reifen Ziegenkäse probieren. Himmlisch! Der „Feta“, welcher in Kräuter-Öl eingelegt ist, wirklich hervorragend. Auch der feine Käse aus Kuh-Milch schmeckt uns sehr gut. Mit dem nach traditionellem Verfahren hergestellten „Brun Geitost“ konnte ich mich allerdings auch hier nicht recht anfreunden.  Den „Brunost“ überlassen wir anderen, dafür nehmen wir Kräuter, Käse und Feta natürlich mit, zum Glück sind wir „Selbstversorger“.

Den Ziegen-Käse verkauft Tove Åland unter der Hausmarke „Himeltind“, diesen gibt es neben „Nature“ auch in verschiedenen Geschmacks-Richtungen, wie z.B. mit feinen Kräutern oder Pfeffer. Der Aalander ist aus Kuh-Milch und ebenfalls empfehlenswert.

Link zum Hof mit Käserei und Hofladen: www.aalan.no

Aalan Gård
Lauvdalen 186, 8360 Bøstad
Tlf: 76 08 45 34

Brun Ost – Braunkäse oder Karamell-Käse wird er bei uns oft genannt.  Auch auf den Lofoten sind wir diesem Käse begegnet. Hier auf dem Bio-Hof Aalan Gård wird er sogar in alter, traditioneller Weise aus reiner Ziegenmilche (resp. der Molke) hergestellt und verkauft. Mehr über den Braunkäse findest Du in meinem Post: Brunost – eine norwegische Käse-Spezialität 

Farm and Creamery Aalan Gård

Die Farm und Creamery Aalan Gård

norway-8874

Abseits der Hauptroute – im Lauvdalen

norway-1060401

Der kleine Laden

norway-1060404

 

norway-1060397

 

Himeltind Aalander Lofoten Aalan Cheese Geitost

Die Hausmarke „Himeltind“, diesen gibt es neben „Nature“ auch in verschiedenen Geschmacks-Richtungen, wie z.B. mit feinen Kräutern oder Pfeffer. Der Aalander ist aus Kuh-Milch und ebenfalls empfehlenswert.

 

norway-1060427

Gschwelti mit Chäs – mit norwegischem Käse und Kartoffeln!

norway-1060425

norway-1060406