Dag & Nacht: De hemel verklaard

Arosa, Nordlicht, Photography

Wenn ich unterwegs bin, schiesse ich zahlreiche Bilder. Viele verstauben auf meinem Rechner, einige davon schaffen es hier auf meinen Blog. Als ich den „Halo von Arosa“ fotografierte war ich mir nicht bewusst, dass dieses Bild besonders ist, einmal „berühmt“ wird. Und schon gar nicht, dass es eine Reise um die Welt antreten wird. Und nun wurde dieses Bild von der holländischen Meteorologin Helga van Leur in ihrem erfolgreichen Buch „Dag und nacht“ verewigt.

Irgendwie über die sozialen Medien wurde auch Helga van Leur auf dieses Bild aufmerksam, ist dann zur Quelle gegangen und hat mich kontaktiert. Sie hatte gerade ein Buch über Wetter- und Himmelsphänomene in Arbeit und wollte den „Halo von Arosa“ als Bild für das Kapitel optische Täuschung mit aufnehmen. Ich sagte sofort zu und freute mich, dass mein Bild neben vielen anderen Bildern eines erlauchten Kreises von Fotografen verewigt wird.

Jetzt ist das Buch „Dag & Nacht: De hemel verklaard“ in Holland erschienen – ein wundervolles Buch. Warum ist der Himmel blau und der Sonnenuntergang rot? Wie entsteht der Regenbogen mit all seinen Farben? Ist es möglich das Nordlicht von Holland aus zu sehen?


In diesem Buch beschreiben Helga van Leur und Govert Schilling alles, was Tag und Nacht am Himmel zu sehen ist. Von Wolkentypen, optischen Phänomenen und Blitzen bis hin zu Sternschnuppen, Planetenkonstellationen und Sonnenfinsternissen. Mit wunderschönen Fotos versehen geht es auf eine faszinierende Entdeckungsreise, vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Dag & Nacht.

Helga van Leur hat mir berichtet, dass das Buch in Holland ein grosser Erfolg ist. Aufgrund einer Fernsehsendung im holländischen TV vor über 1.5 Mio Zuschauern war das Buch in kürzester Zeit ausverkauft, die 3. Auflage ist bereits erschienen. Und eine 4. Auflage ist bereits in Planung. So geht mein „Halo von Arosa“ weiter erfolgreich seinen Weg. Schön daran ist, dass in einem Buch verewigt dieses Bild nun unvergessen bleibt.

Helga van Leur und Govert Schilling denken zusammen mit ihrem Verlag sogar darüber nach, das Buch in deutscher Sprache zu übersetzen und in Deutschland zu veröffentlichen. Sollte dies Tatsache werden, dann werde ich natürlich sofort hier darüber posten! Vielleicht wird es dann auch in der Schweiz erhältlich sein.

Übrigens ein Blick auf den Blog von Helga van Leur lohnt sich, übersetzen geht ja heute einfach, beispielsweise mit Deepl.com:

Zu den Autoren des Buches „Dag & Nacht“:

Helga van Leur ist Meteorologin und präsentierte die RTL-Wettervorhersage seit zwanzig Jahre. Als Botschafterin unseres Planeten hält sie Vorträge über Wetter, Klima, Nachhaltigkeit und Verhalten.

Govert Schilling ist Wissenschaftsjournalist und schreibt für Zeitungen und Zeitschriften im In- und Ausland über Astronomie und Weltraumforschung. Er hat Dutzende von Büchern veröffentlicht.

Das Buch wurde auch im Internet vorgestellt. So in der holländischen Ausgaben von NewScientist – diese wählten den „Halo von Arosa“ in Ihrer kleinen Auswahl gleich als erstes Bild. Der Halo fasziniert weiter …

Hintergrund: Der „Halo von Arosa“

Dieser Schnappschuss ist ganz gross rausgekommen. Es zeigt ein Lichtphänomen bei sich auflösendem Nebel auf dem Hörnligrat (2511 müM) in der Bergwelt von Arosa. Per Twitter gepostet erreichte dieses Bild völlig unerwartet tausende Leser weltweit. Am Schluss wurde es sogar im morgendlichen Wetterbericht eines TV-Senders in Florida gezeigt und von einem französischen Observatorium für Tornados und schwere Gewitter retweetet und kommentiert. Und eben auch in das Buch „Dag & Nacht“ von Helga van Leur aufgenommen.

Alles über den „Halo von Arosa“ findest Du hier.

Buch bestellen?

Natürlich lässt sich das Buch bestellen: https://www.amazon.de/Dag-nacht-verklaard-Govert-Schilling/dp/9059565428

Quellen: Helga van Leur, Amazon, NewScientist, Titelbild und Banner aus Homepage von Helga van Leur gesnippt, Bilder 1 und 2 bei Michael’s Beers & Beans.

Vielen Dank

An dieser Stelle möchte ich mich bei Helga van Leur ganz herzlich für den spannenden und interessanten Austausch bedanken. Und natürlich, dass sie mein Bild ausgewählt hat und ich so ein klein wenig zu ihrem tollen Buch beitragen durfte! Thank you!

Dies ist ein Bericht über ein Bild, welches um die Welt ging. Es ist keine Werbung oder sponsored Post. Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell.

Nordlicht-Fotografie mit MFT Micro Four Third (Panasonic Lumix DC-GX9)

Nordlicht, Photography

Für die Nordlicht-Jagd vom letzten Herbst habe ich meine Lumix DC-GX9 in den Fotorucksack gepackt, zusammen mit dem Leica 8-18mm/F2,8-4,0 sowie einem Standard- und Teleobjektiv. Ohne Spiegelreflex auf Polarlicht-Jagd?

Natürlich war ich etwas unsicher, ob sich die MFT-Kamera mit etwas kleinerem Sensor für diese Aufgaben überhaupt behaupten kann. Das Fazit nach dieser Reise ist positiv: Die Panasonic Lumix DC-GX 9 eignet sich sehr gut für die Nordlicht-Fotografie! Zur vorher verwendeten Spiegelreflex (APS-Sensor) konnte ich in der Qualität keinen Unterschied feststellen.  Mit leichtem Gepäck machen Foto-Reisen einfach noch mehr Spass! Meine ganze Ausrüstung inkl. Zweitkamera passte in meinen kleinen Fotorucksack. Und ich konnte jede Fotosituation – inkl. der Nordlichtfotografie – perfekt meistern.

Im wesentlichen hat sich zu meinem Ratgeber “Nordlichtfotografie” nichts geändert, die Tipps sind dort immer noch aktuell. Ob mit Spiegelreflex oder mit MFT. Denn für eine erfolgreiche Nordlicht-Fotografie braucht es eine Kamera, welche manuell bedient werden kann. Ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv und um Verwacklungen bei den Nachtaufnahmen zu verhindern, ein richtig stabiles Stativ. Stabil deswegen, da im Norden doch oft ein kräftiger Wind weht. 

Ist die Kamera auf dem Stativ montiert, reduziere ich die Display-Helligkeit etwas (damit die Augen nicht geblendet werden) und drehe alles auf “manuell”. Zudem schalte ich die Bildstabilisierung am Objektiv aus. Die Bildqualiät ändere ich von JEPG auf RAW mit automatischem Weissabgleich, damit kann ich später in Lightroom etwas feiner weiter arbeiten. 

Nun kann es los gehen. Jetzt ist manuelles Fokussieren angesagt. Dazu stelle ich bei der Lumix GX9 die Entfernungsskala auf “unendlich”, auf dem Display muss einfach der Zeiger unter dem “Landschaftsymbol” stehen. Wenn etwas Zeit vorhanden ist, dann suche ich mit der digitalen Sucherlupe einen hellen Stern, damit kann ich den richtigen Schärfepunkt gut einstellen.

Für die Belichtung stelle ich das Drehrad auf “M” und die grösstmögliche Blende ein. Bei meiner GX9 mit dem Leica-Objektiv ist dies eine Offenblende von F2.8. 

Jetzt muss nur noch das Nordlicht kommen. Wenn es kommt heisst es etwas tüfteln. Ein Ziel muss sein das Bildrauschen gering zu halten. Daher wähle ich eine möglichst niedrige Empfindlichkeit. Je nach Intensität der Nordlichter benutze ich ISO 400 bis maximal ISO 1600. Bei den Belichtungszeiten gilt es ebenfalls ein wenig zu experimentieren. Eine zu lange Belichtungszeit ist oftmals ungünstig, weil die Nordlichter dann zu einer grossen “grünen Matschsuppe” verkommen. Daher starte ich inzwischen immer mit einer Belichtung von 15 Sekunden. Dann reduziere ich die Belichtungszeit und taste mich so langsam an die individuelle Situation  an. 

Früher habe ich gerne mit einem Fernauslöser gearbeitet um nicht durch das Drücken des Auslösetaster alles zu verwackeln. Hier bin ich etwas faul geworden und nutze den 2-Sekunden Selbstauslöser.

Ausprobiert habe ich zudem die Fernauslösung mittels Smartphone über die “Panasonic Image App”. Alle “Profi-Polarlicht-Jäger” jetzt bitte nicht mehr weiterlesen, weil jetzt wird es ganz bequem. Kamera mit Stativ draussen im Garten aufgestellt und die Kamera gemütlich aus dem Wohnzimmer auslösen. Sogar die meisten Kamera- und Belichtungseinstellungen können direkt in der App angepasst werden. Klingt jetzt total faul, kann im Winter bei Eiseskälte durchaus ein Segen sein, so ist der Rückzug ins Auto möglich. 

Fazit: Gut gemeistert, aber …

Die kleine Panasonic Lumix GX9 hat sich sehr gut geschlagen und sogar der eisigen Kälte getrotzt. Die anspruchsvolle Ausstattung – 20 MP-Sensor, flexibler Sucher, 5-Achsen-Dual-Bildstabilisator, 4K Foto/ Video, DFD-Autofokus und neigbarer Touch-Screen-Monitor – machen die GX9 mit ihrer dennoch kompakten Bauweise zu einem Top-Werkzeug.  Und damit ist sie für die Nordlicht-Fotografie perfekt ausgerüstet.

Trotzdem ist die Lumix GX9 nicht die optimale Kamera für den harten Einsatz im Outdoor-Bereich. Grösstes Manko für die Outdoor-Fotografie ist der fehlende Staub und Spritzwasserschutz sowie ein Magnesiumgehäuse. Gerade bei Ausflügen an regnerischen Tagen musste ich schon etwas “schonender” mit der Kamera umgehen. Zudem hatte ich ein paar mal das Gefühl ich bringe die Kamera an ihre Grenzen, wenn beispielsweise der Wind dann doch sehr eisig war.

Aus diesem Grund werde ich mir für die Outdoor-Fotografie eine robuste Lumix G91 (oder allenfalls die G9) anschaffen. Die Lumix GX9 wird für Städtereisen und Street-Fotografie aber weiterhin meine erste Wahl sein.

Abgesehen davon hat die kleine GX9 einen richtig guten Nordlicht-Job gemacht!

Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans! Alle meine Berichte zum Nordlicht findest Du hier.

Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung von Panasonic Kameras ist von mir selber so entschieden. Spiegelloses Systemskameras werden u.a. auch von Leica (M, T, SL), Olympus (MFT), Sony (α E-Mount – in zwei Varianten: Vollformat oder APS-C-Format), Pentax (K, Q) und Sigma hergestellt. Der Markt der spiegellosen Systemskameras ist inzwischen sehr in Bewegung, da auch Nikon mit der Z-Serie und Canon mit der EOS R in dieses Segment vorgestossen sind. 

Erfahrungsbericht Panasonic Lumix DC-GX9

Photography

Aus meiner Kamera Panasonic Lumix DMC-GX 80 ist inzwischen eine Panasonic Lumix DC-GX9 geworden. Diese MFT-Kamera ist ebenfalls handlich, unauffällig – aber leistungsstark: Die Panasonic GX9 entspricht hinsichtlich ihrer Dimensionen fast einem Kompaktmodell, bietet aber die Leistung einer vollwertigen Systemkamera.

Zu dieser Kamera bin ich eher zufällig gekommen. Inbesondere habe ich keine neue Kamera gesucht, da ich mit der GX 80 sehr zufrieden war. Aber die Chance über ein spezielles Angebot aus meinem Bekanntenkreis “günstig” in der Bildqualität in die “Top-Liga” der Panansonic-Kameras zu rücken, liess ich mir nicht nehmen.

In der GX9 wurde ein interessanter Sensor verbaut. Es handelt sich um den Live-MOS-Sensor in Micro-Four-Thirds-Grösse mit einer Auflösung von knapp 20 Megapixeln im 4:3-Seitenverhältnis. Dies ist der gleiche Sensor, welche Panasonic auch in ihren Flaggschiffen verbaut. Damit erreicht die GX9 eine ähnlich Top-Bildqualität wie bei den Modellen Lumix GH5 und G9.

Natürlich handelt es sich in der Bildqualität gegenüber der Lumix GX80 nur um Nuancen, richtig spürbar wird die bessere Bildqualität der GX9 bei schwierigen Lichtverhältnissen. Zudem macht mir die GX9 beim Fotografieren aufgrund der Ausstattung und Bedienung noch mehr Spass.

Ich will hier nicht zuviel auf die Technik eingehen, sondern über meine Erfahrung mit dieser Kamera berichten. Der Sensor der GX9 hat mich dann doch sehr überrascht! Die Leistung ist beeindruckend, er liefert einfach schöne Bilder mit einer hohe Detailwiedergabe. Bei höheren ISO-Werten nimmt das Rauschen zwar zu, es wirkt nicht störend, feine Details im Bild bleiben erhalten und werden nicht verwaschen dargestellt.

Wie die GX80 ist die GX9 als spiegellose Systemkamera extrem leise. Mit dem klappbaren Display kann man aus der Hüfte fotografieren, dies macht die Kamera praktisch unsichtbar. Stelle ich die GX9 für die Landschaftsfotografie auf ein Stativ, dann ist der nach oben schwenkbare Sucher einfach der Hit!

Trotz ihres kleinen und handlichen Formates ist die Bedienung der Kamera sehr gut gelöst und einfach. Dazu kommen die kleinen handlichen Objektive. Damit habe ich eine “immer-dabei”-Kamera für gehobene Ansprüche. Dies ist sicherlich ein Hauptmerkmal des oft unterschätzten MFT-Systems. Und trotzdem steckt dahinter ein Systemgedanke wie man dies bei Canon und Nikon gewohnt ist.

Für mich als Natur- und Landschaftsfotografen ist zum Beispiel auch die Tatsache interessant, dass der kleine Sensor bei extremen Brennweiten zu kleinen und eigentlich relativ günstigen Objektiven führt. Selbst Leica Vario Elmar-Objektive mit einer Brennweite von bis zu 800mm bleiben bezahlbar.

Die Panasonic Lumix GX9 ist für mich genau die richtige Kamera, kann meine Ansprüche als Hobby-Fotograf sowie als Blogger mehr als erfüllen. Der kleine Kraftzwerg macht mir Freude, sei es mit der tollen Bildqualität, in der Verwendung von lichtstarken Leica-Objektiven oder dem lässige Handling.

Weitere eigene Kamera-Erfahrungsberichte findest Du nachfolgend:

 

Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung von Panasonic Kameras ist von mir selber so entschieden. Spiegelloses Systemskameras werden u.a. auch von Leica (M, T, SL), Olympus (MFT), Sony (α E-Mount – in zwei Varianten: Vollformat oder APS-C-Format), Pentax (K, Q) und Sigma hergestellt. Der Markt der spiegellosen Systemskameras ist inzwischen sehr in Bewegung, da auch Canon und Nikon in dieses Segment vorgestossen sind. 

 

 

 

Datensicherung auf Reisen (Fotografie)

Photography

Digitale Reisefotos unterwegs zu sichern war bei mir immer ein Thema. Dies bedeutete, dass ich mein Notebook wohin auch immer mitschleppte und darüber den Backup der SD-Karten machte. Oder ich liess es einfach sein und ging damit das Risiko einer beschädigten SD-Karte und damit den Datenverlust ein. Mein Versuch über Smartphone in die Cloud zu sichern scheiterte spätestens im «Offline-Umfeld». Auf eine Lösung bin ich jetzt eher zufällig gestossen: Eine Festplatte mit SD-Kartenleser, Akku und WLan. Dieses ideale Gadget überzeugte mich auf meiner letzten Reise zu den Shetland, wo ich dieses Ding einsetzen konnte.

Allerdings was ich im Onlineshop gefunden habe ist nicht wirklich neu. Die WD My Passport Wireless Pro ist eine «autonome» Festplatte und wurde schon vor zwei Jahren lanciert. Vor kurzem ergänzte der Hersteller diese Produktereihe mit modernen SSD-Speicher. Diese haben keine beweglichen Teile und sind damit weniger fehleranfällig. Ich habe mich für die SSD-Variante entschieden, allerdings geht diese Version ganz schön ins Geld* (Stand Juli 2018). Das Modell mit 250 Gigabyte kostet ca. 290 Franken. Die HD-Version mit 1TB dagegen gibt es schon ab 170 Franken. In dieser Version steckt allerdings eine gewöhnliche Notebook-Festplatte.

Die Festplatte (ob SSD oder HD) funktioniert einfach: Man nimmt die SD-Karte aus der Kamera und steckt diese in die Festplatte. Jetzt muss man nur noch warten bis alle Punkte auf der kleinen Anzeige blau leuchten. Bedeutet, die Karte ist komplett auf die Festplatte kopiert worden. Theoretisch könnte man in den Einstellungen konfigurieren, dass die Fotos verschoben, also auf der Karte gelöscht werden. Schafft Platz auf der Speicherkarte, läuft mir aber gegen meine Backup-Philosophie. So belasse ich es beim Standard.

Das Ding kann aber noch mehr:

  • Kamera über USB direkt an der Festplatte anschliessen und so die Fotos sichern
  • Verschiedene Dateiformate, auch RWA wird automatisch gesichert
  • Festplatte verfügt über ein eigenes WLan-Netz, damit kann man direkt über Tablet, Smartphone oder Notebook zugreifen
  • Akku scheint lange zu halten, hatte im Betrieb nie Probleme, dass dieser leergelaufen wäre
  • Notfalls kann die Festplatte auch als Powerbank benutzt werden um z.B. Smartphone oder Kamera mit Strom aufzuladen

Für mich war die Kombination Ipad und Festplatte eine coole Sache. Obwohl das App vielleicht etwas angegraut erscheint, konnte ich mit meinem IPad über WLan auf die autonome Festplatte zugreifen und die Fotos schon mal sichten und ein einzelnen Fällen dann auf dem IPad bearbeiten. Das geht auch im Zelt oder sonst in einem «Offline-Umfeld».

Der robuste WD My Passport Wireless Pro hat sich in meinem «Hobby-Fotografen Reise-Alltag» wirklich bewährt. Ob als zuverlässige Backup-Lösung oder um Fotos schnell aufs iPad zu bringen.

WD My Passport Wireless Pro SSD

WD My Passport Wireless Pro

*Refresh 3/2019: Die robuste WD My Passport Wireless Pro sind inzwischen einiges günstiger geworden. Zudem wer jetzt noch etwas Geduld hat, sollte vielleicht noch mit dem Kauf von SSD-Speichern grunsdätzlich etwas zuwarten, denn die Fachwelt geht davon aus, dass sich die SSD Preise in 2019 halbieren werden, jedenfalls rutschen hier die Preise gerade gewaltig.

(Dies ist ein Erfahrungsbericht, die eingekauften Produkte habe ich selber bezahlt, keine Werbung oder sponsored Post. Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell)

Panasonic Lumix DMC-GX80 – spiegellos mit leichtem Gepäck?

Photography

Wer richtige Fotos machen will, der braucht eine Spiegelreflex-Kamera! Dies war auch einmal meine Meinung. Für meine Amateur-Fotografie greife ich aber schon lange auf eine Kompaktkamera (Panasonic Lumix TZ 101), auf mein Smartphone sowie auf eine Bridgekamera (Panasonic Lumix TZ1000 ) zurück. Damit habe ich tolle Fotos von meinen Reisen und Wanderungen gemacht.

Warum dann noch eine neue Kamera, eine Systemkamera, wenn ich doch schon bestens ausgerüstet bin?

Den ersten Teil meiner Überlegungen findest Du hier:  Fotografie: DSLR, Kompakte oder DSLM? Was ist richtig für mich?

Grafik: Yada Maneesri by 123rf.com

Grafik: Yada Maneesri by 123rf.com

Der Grund dafür ist bei mir zu suchen, ich möchte mich fotografisch weiter entwickeln. Der Wechsel von der DSLR auf eine kompakte Kamera veränderte meine Art der Fotografie. Überraschend erkannte ich, dass mein Stil sich anders entwickelte, während ich diese Kameras nutzte. Situationen in denen ich früher nicht fotografiert habe, waren plötzlich erreichbar, Dinge um mich herum plötzlich optisch spannend.

Auf der anderen Seite entwickelten sich die Bedürfnisse, die eigentlich nur eine DSLR abdecken konnte.

Der Weg war vorgezeichnet, dass ich für meine Anwendungsbereich eine kleine, leichte Kamera mit Wechselobjektiven suchte. Und ich diese bei einer DSLM (Digitale Spiegellosekamera) finden würde. Obwohl man in der DSLM-Welt Kameras in stattlicher Grösse findet, interessierte mich besonders die  Klasse mit den  kompakten Gehäusen, die an Messsucher-Kameras analoger Tage erinnern.

Panasonic brachte 2016 die Lumix GX80 – eine abgespeckte Version der kompakten Lumix G8 – heraus. Dies erschien für mich vom Preis- Leistungsverhältnis die richtige Kamera, um in Welt der spiegellosen Systemkameras (Micro Four Thirds System) einzusteigen.

Panasonic Lumix DMC-GX80 mit Objketiv LUMIX G VARIO 12-32 mm (Pancake) / F3.5-5.6 sowie das LUMIX G VARIO 14-140mm f/3.5-5.6. (liegend). Im Hintergrund ein altes Leica Elmarit – R 1.28/35 mit einem MFT Hama-Adapter

Klar habe ich in den letzten Jahren eine Vorliebe für die Kameratechnik von Panasonic/Leica entwickelt. Ich bin aber überzeugt, dass die folgenden Entscheidungspunkte nicht marken-spezifisch sind. Die Art und Weise der Funktionen zwischen den einzelnen Marken dieser Kameras mögen variieren. Grossartige Fotos hängen heute nicht mehr von der Marke ab, sondern ob man für sich die richtige Kamera gefunden hat und diese im richtigen Moment beherrscht.

Meine Wahl für diese Kamera basiert neben der erstklassige Bildqualität, umfangreichen Ausstattung und einem guten Autofokus auf folgenden Punkten:

Leichtes Gepäck

In Verbindung mit dem Objektiv LUMIX G VARIO 12-32 mm / F3.5-5.6 (wird auch Pancake-Objektiv genannt) ist die Kamera sehr kompakt, auch mit einem LUMIX G VARIO 14-140mm f/3.5-5.6 bleibt die Kamera leicht und kompakt. Auf Fototour mit leichtem Gepäck … gerade bei Wanderungen unbezahlbar.

Leiser Auslöser

Für mich war es immer unangenehm, wenn in intimer Umgebung der Spiegel klappte und der Verschluss laut klickte. Ganz anders die DSLM – die kaum hörbar auslöst. So kann ich in Kirchen fotografieren oder auch Menschen, ohne zu stören. (Zum Beispiel habe ich einmal eine Gämse in nächster Nähe mit dem Auslösegeräusch der Spiegelreflex verscheucht)

Touchscreen-Monitor

Ich nutze gerne weiterhin einen Sucher, aber immer mehr auch den Display. Der Blick auf den Klapp-Display ist viel diskreter, als wenn man die Kamera zum Auge führt. Mit dem Touschscreen kann ich aus der Hüfte schiessen, mit dem Finger sogar den Fokus auf das Objekt bringen. Eine ganz tolle Funktion, deren Einsatzmöglichkeit ich immer mehr begreife.

Systemwelt Micro Four Thirds

Mit dieser Kamera steige ich mit relativ kleinem Budget in eine Systemwelt von Panasonic und Olympus ein, in welche ich meine Technik ausbauen, sogar „professionalisieren“ kann. Einerseits kann ich mich im Bereich des Kamerabody bis in den professionellen Bereich entwickeln (z.B. LUMIX DC-G9) und die alten Linsen weiterverwenden. Andererseits steht ein grosse Auswahl an Objektiven zur Verfügung. Es ist sogar möglich, dass ich die ganz teuren, sehr lichtstarken Leica DG Elmarit anschaffen und einsetzen kann.

Als Objektive verwende ich das LUMIX G VARIO 12-32 mm / F3.5-5.6 sowie das LUMIX G VARIO 14-140mm f/3.5-5.6. Dies sind auf dem Papier eher durchschnittliche Objektive, aber haben mich positiv überrascht.

Verwackelfreie Aufnahmen

Hier zeigt sich, dass die Lumix GX 80 ein kleines Wunder der Technik ist. Die Kamera verfügt über eine ausgeklügelte Bildstabilisierung. Dies nennt Panasonic 5-Achsen-Sensorstabilisierung und Dual Image Stablization. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine aufwendige Mechanik im Kameragehäuse (5 Achsen) sowie ein Bildstabilisator im Objektiv (2 Achsen), dies führt auch bei längeren Belichtungszeiten noch zu verwacklungsfreien Bilder.

Micro-USB Anschluss für das Laden

Dieser kleine Anschluss als Argument hört sich jetzt etwas trivial an. Klar gehört immer ein Ersatz-Akku auf eine Fototour, aber auch dieser kann einmal leer sein. Mit diesem Micro-USB Anschluss  kann ich die Kamera einfach mit eine Powerbank oder im Auto mit einem Standard-USB-Port verbinden und mit Strom aufladen.

Meine ersten, kurzen Gehversuche mit der Lumix GX 80 haben mich positiv gestimmt, dass mein Entscheid richtig war. Freude habe ich an der Bildqualität, die genau richtig ist für mein Hobby und den Blog. Die Kamera ist leicht und hat eine gut zu bedienende und verständliche, umfangreichen Ausstattung.

Grössenvergleich: Lumix-DMC-GX80 (links) mit Kompaktkamera Lumix DMC-TZ101 – die GX 80 ist kaum grösser, dahinter eine ganz andere Technologie.

Als Schwäche sehe ich den Akku, der scheint sehr schnell leer zu sein. Hier zahlt man vermutlich den Tribut für eine sehr gute Technik in einem kompakten Gehäuse. Daher habe ich einen zweiten Akku bereits angeschafft, der muss bei grösseren Fototouren unbedingt mit. Fotografiere ich mit einem leichten Handschuh, verstelle ich schnell beim on/off das obere Drehrad mit.

Die richtige Kamera ist der Schlüssel für eine gute Fotografie, nicht die technisch teuerste oder beste. Die Marke ist sekundär. Für mich ist heute die richtige Kamera eindeutig eine MFT (DSLM) – eine leichte Kamera die mit vielen technischen Möglichkeiten eine hohe Bild-Qualität abgibt. Eine Kamera die mich unterstützt und mir die Chance gibt besondere Bilder zu machen.

Zum Schluss lasse ich Taten folgen, respektive die ersten Bilder sprechen.

unbekannte Lady (ISO 200 , 1/160 sek, f/5.6)

Mini Cooper (ISO 200 , 1/100 sek, f/5.6)

Torbogen (ISO 200, 1/320 sek,  f5.6)

Skulptur im Gegenlicht (ISO 200, 1/1250sek, f/11)

Fährhafen in Konstanz (ISO 200, 1/320sek, f/6.3)

Seepromenade Meersburg im Winterlicht (ISO 200, 1/400, f18)

Die Bilder sind nach „meiner Methode“ in LR leicht bearbeitet, damit diese meinen Look erhalten.

 

Das Equipment, welches wir gebrauchen, spielt nur eine kleine Rolle. Vielmehr kommt es darauf an, es zu beherrschen.
– Sam Abell* –

Sam Abell (1945) ist ein US-amerikanischer Fotograf und lebt in Virginia.

Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung von Panasonic Kameras ist von mir selber so entschieden. Spiegelloses Systemskameras werden u.a. auch von Leica (M, T, SL), Olympus (MFT), Sony (α E-Mount – in zwei Varianten: Vollformat oder APS-C-Format), Pentax (K, Q) und Sigma hergestellt. Nikon hatte die Nikon 1 im Verkauf, diese wird aber seit Ende 2017 nicht mehr hergestellt.

 

Der erste Teil findest Du im Post Fotografie: DSLR, Kompakte oder DSLM? Was ist richtig für mich?

 

Folgende Erfahrungsberichte findest Du auf meinem Blog: 

Panasonic Lumix DC-GX9 – coming soon

Fotografie: DSLR, Kompakte oder DSLM? Was ist richtig für mich?

Photography

Fasziniert verfolge ich als Amateur-Fotograf die Entwicklungen in der Kamera-Technik. Und stellte mir immer wieder einmal die Frage, was ist die richtige Technik um mein Hobby auszuführen. Soll ich als Amateur-Fotograf zu einer professionellen DSLR (Digitale Spiegelreflexkamera), einer Kompakten (kleine „Hosentaschen-Kameras“), dem Smartphone oder zu einer neuartigen DSLM (Digitale Spiegellosekamera) greifen?

Einfach meine Überlegungen, als Idee für jene die vielleicht auch auf der Suche nach der Kameratechnik sind, die zu einem passt.

Mit leichtem Gepäck – welches ist die richtige Kamera für mich? (Symbolbild by Michael’s Beers & Beans)

In meiner analogen Fotografie-Vergangenheit war die „stolze“ Basis immer eine Spiegelreflex von Nikon – dies habe ich diskussionslos ins digitale Zeitalter übernommen. In der Vergangenheit blieb meine Nikon DSLR-Ausrüstung allerdings meistens zu Hause. Die DSLR nutzte ich letztmals für die Nordlichtfotografie – alleine mein Foto-Rucksack kam für diese Reise auf über 12kg Gewicht!

So blieb auf meinen Reisen und Wanderungen die Spiegelreflex meistens zu Hause. Fotografiert habe ich grundsätzlich mit der Kompaktkamera Panasonic Lumix TZ 101 und mit der Bridgekamera Panasonic Lumix DMC-FZ1000, welche beide über einen 1-Zoll Sensor verfügen.

Die Foto-Qualität dieser Kameras sind gut und in den meisten Fällen war ich zufrieden. Trotzdem kam ich mit diesen Kameras an Grenzen. Insbesondere vermisste ich die kreativen Möglichkeiten, welche ich mit einer DSLR und den verschiedenen Objektiven hatte.

Der Weg war vorgezeichnet, dass ich für meine Anwendungsbereich eine kleine, leichte Kamera mit Wechselobjektiven suchte. Daher interessierte mich die Entwicklung der spiegellosen Systemkameras. Als erster Hersteller stellte Panasonic 2008 mit der Lumix-DMC-G1  eine solche spiegellose Systemkamera vor. Diese Modellreihe basiert heute noch auf dem von Panasonic und Olympus gemeinsam entwickelten Micro-Four-Thirds-Standard für Objektivanschlüsse. Inzwischen haben andere Hersteller wie Fujifilm, Olympus und Sony nachgezogen. Erkannt habe ich, dass die meisten nennenswerten Innovationen diese Systemkameras betreffen – und nicht die DSLRs.

Die DSLR’s haben in der Welt der Profis sowie bei ambitionierten Fotoamateuren wegen ihrer Robustheit und der hohen Bildqualität heute wie in Zukunft ihren festen Platz. Der einzige Nachteil aus meiner Sicht ist, dass diese Kameras gross und relativ schwer sind. Dagegen steht das Manko der kleinen Bildsensoren bei den Kompaktkameras und Smartphones, dass die Bildqualität bei schlechterem Licht sofort deutlich abnimmt.

Irgendwie dazwischen stehen die spiegellosen Systemkameras, welche an Messsucher-Kameras analoger Tage erinnern. Keine ist so klein, in eine Jackentasche zu passen, trotzdem sind sie leichter und handlicher als eine ausgewachsene DSLR. Bei der Bildqualität kommen diese Kameras den DSLR sehr nahe oder holen diese teilweise sogar ein. (z.B. mit Vollformat-Sensor von Sony)

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Grafik: Yada Maneesri by 123rf.com

Die Beurteilung der Bildqualität ist grundsätzlich schwierig, hier ist der eigene Anspruch massgebend. Auch für Systemkameras gilt je teurer die Kamera und das entsprechende Objektiv, umso besser die Bildqualität. Gelernt habe ich, dass bei allen Systemskameras bei der Eingangsempfindlichkeit die Bildqualität mindestens auf mittelklassigen DSLR-Niveau liegt. Die Qualitätsunterschiede werden erst bei höheren ISO-Werten wirklich deutlich. Nun fotografiere ich nicht so oft bei wenig Licht (also mit hoher ISO-Zahl).

Mit diesem Wissen entschied ich mich für die Anschaffung einer Systemkamera und mich von meiner Nikon Ausrüstung (zugegeben mit schwerem Herzen) zu trennen.

Der Weg führte mich schlussendlich zur Panasonic DMC-GX 80. Eine kompakte Systemkamera der Mittelklasse, die aber durchaus Profi-Ambitionen hat. Für den Einstieg in diese System-Welt scheint dies für mich die richtige Wahl zu sein.

Über meine ersten Erfahrungen, ein paar technischen Informationen und die ersten Bilder mit dieser Kamera berichte im 2. Teil, welcher am 8. Februar 2018 hier erscheint.

Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung von Panasonic Kameras ist von mir selber so entschieden. Spiegelloses Systemskameras werden u.a. auch von Leica (M, T, SL), Olympus (MFT), Sony (α E-Mount – in zwei Varianten: Vollformat oder APS-C-Format), Pentax (K, Q) und Sigma hergestellt. Nikon hatte die Nikon 1 im Verkauf, diese wird aber seit Ende 2017 nicht mehr hergestellt. Dieser Post ist einfach entstanden, um meinen Gedankengang sowie meine Erfahrungen zu teilen, vielleicht hilft es dem einen oder anderen im „Technikwirrwarr“ und kann so den Faden für sich aufnehmen.

Folgende Erfahrungsberichte findest Du auf meinem Blog:

Fotografie Nordlicht – ein kleiner Ratgeber

Iceland, Nordlicht, Photography

Das Nordlicht zu fotografieren ist eine spannende Herausforderung – hier wird das Können und die Beherrschung der eigenen Kamera zentral. Sollte man die Chance bekommen, das Nordlicht zu sehen, hat man keine Zeit mehr „herumzupröbeln“. Dann muss einerseits die eigene Amateur-Foto-Ausrüstung à jour sein, andererseits sollte man die Kamera in der Dunkelheit beherrschen. Aber was ist die richtige Ausrüstung? Und wie krieg ich das grüne Licht überhaupt auf den Sensor? Nachfolgend meine Erfahrungen und Tipps als Leitfaden für eine erfolgreiche Polarlicht-Fotografie.

Das Nordlicht ist eindeutig ein „Fotografen-Ding“, denn es macht wirklich Spass die Nordlichter zu fotografieren. Interessant ist, dass die Kamera die Aurora Borealis „wahrheitsgemäss“ grün, farbig aufgezeichnet hat, während ich mit meinem Auge die Nordlichter weiss, grau – bei stärkeren Erscheinungen leicht grünlich wahr genommen habe. Daher kann es bei „Nicht-Fotografen“ zu Enttäuschungen kommen, wenn man die Lichterscheinung nicht knallig leuchtend grün, sondern in Natura nur grau- weiss oder pastellfarben türkis sieht. Darüber habe ich einen Post geschrieben: Mein erstes Nordlicht sah ich weiss, nicht grün …

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faszinierende Nordlichter (Lofoten, September 2016)

Schnell habe ich gelernt, dass tolle Aufnahmen von Nordlichtern nur mit einer guten Kamera-Ausrüstung möglich ist, die mindestens folgende drei Voraussetzungen mit sich bringt:

  • lichtstarkes Weitwinkel-Objekt
  • Kamera mit grossem Sensor (4:3, Vollformat oder APS-C, was ich eingesetzt habe)
  • rauscharme, hohe ISO Werte

Sehr wichtig für gute Fotos ist in erster Linie ein sehr gutes – also ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv. Ein solches Objektiv mit einer Lichtstärke von < 2.8 geht auch heute noch richtig ins Geld. Da ich ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv in der Regel nicht einsetze, habe ich für die Dauer meiner Reise ein solches gemietet.

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Ich nehme schlussendlich folgende Ausrüstung für die Reise an den Polarkreis mit. Natürlich sind auch Objektive für die Landschaftsfotografie dabei.

  • Nikon D7100
  • Nikon AF-S 14-24mm f/2.8 G ED (gemietet)
  • Nikon AF 18-105mm f/3.5-5.6G Nikkor-Objektiv
  • Nikon AF Nikon 70-210mm f/4-5.6 (mein Oldtimer, aber geht)
  • Panasonic Lumix DMC-FZ 1000 f/2.8 (mit Leica 24 – 400mm, als Ersatzkamera)
  • robustes Stativ (sollte auch starken Winden widerstehen)
  • Funk-Fernauslöser (in der Winter-Kälte von Arosa ausgetestet)
  • Filter, Akkus, SD-Karten, kleine Taschenlampe mit Rotlicht,  usw.
  • Notebook mit Lighroom, IPad

Alles muss in meinen Fotorucksack passen ….

Hier fehlt noch das Wichtigste – das Nikon-Objektiv AF-S 14-24mm f/2.8 G ED

Die Kälte kenne ich aus den Wintermonaten in Arosa (1800 müM), diese ist beim Fotografieren nicht zu unterschätzen. Wenigstens weiss ich, dass meine Nikon dies aushält. Somit gehen natürlich auch warme Kleider ins Gepäck, vorallem  Handschuhe, bei denen ich weiss, dass ich damit in der Kälte die Kamera manipulieren kann. Unterschätze die Kälte nicht – in den nördlichen Länder kommt meistens ein starker Wind hinzu. Daher sollte das Stativ stabil sein. Es lohnt sich einmal zu Hause in einer ganz kalten Nacht raus zu gehen und alles auszutesten, auch den eigenen „Workflow“.

Allerdings bevor Du Dir jetzt sofort eine teure Kamera kaufst, solltest Du überlegen, ob vielleicht auch eine kompakte Kamera dafür taugt. Denn für schöne Schnappschüsse kann eine gute oder hochwertige Kompaktkamera gut geeignet sein. Am Schluss dieses Post gehe ich nochmals mit Tipps auf dieses Thema ein.

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Nordlichter „regnen“ über die Lofoten (Bild September 2016)

Profis fotografieren natürlich im RAW-Format, damit bei der Nachbearbeitung keine Qualitätsverluste auftreten. Meine Kamera (Nikon D7100)  habe ich einfach so eingestellt, dass beide Formate – also RAW und JPEG – abgespeichert werden. Die Nachbearbeitung in JPEG ist aus meiner Sicht einfacher und aus meinen den Bildern hätte ich aus dem RAW-Format nur unwesentlich mehr rausgeholt. Aber zugegeben, hier bin ich etwas faul …

Die Nordlichter erhellen den Himmel nicht, es ist eine schwache Lichterscheinung. Somit fotografiert man nachts, also ist es logischerweise dunkel. Damit gibt es nur eines rauf mit dem ISO Wert. Für mich war ISO 1000 bis ISO 1600 ein guter Richtwert. Hier muss man einfach auf das Rauschverhalten aufpassen. Bei schwachen Lichter habe ich doch ein stärkeres Rauschen festgestellt. Diese Bilder konnte ich aber in Lightroom und/oder NoiseNinja gut entrauschen, auf ein verträgliches Mass reduzieren.

Schwierig wird es etwas mit der Schärfe. Der Autofokus ist nachts ziemlich auf verlorenem Posten, daher habe ich diese Funktion ausgeschaltet. Die manuelle Scharfstellung ist etwas tückisch, denn diese sollte per Hand auf Unendlich eingeschaltet werden. Gerade wenn man Positionswechsel mit der Kamera vornimmt, kann es sein, dass die Einstellung verstellt wird. Hier immer wieder kontrollieren, nicht dass man nachher unscharfe Bilder hat. Dafür braucht man eine Taschenlampe.

Belichtung habe ich in der Einstellung M (steht für manuell) vorgenommen, also Blende und Zeit von Hand eingestellt. Ob die Belichtung in Ordnung war, habe ich jeweils über das Histogramm im Display kontrolliert.

Die beste Belichtungszeit für Nordlichter ist die kürzest mögliche. Die vorhandene Kamera bestimmt die Grenzen des Machbaren, bei mir war dies so im Zeitenbereich zwischen fünf und fünfundzwanzig Sekunden. Dies ist abhängig von der Stärke des Nordlichts, dem Mondschein oder sonstiges Restlicht. Länger wie dreissig Sekunden habe ich nicht belichtet, da aufgrund der Erddrehung die Sterne seltsam oval werden oder zu Strichen mutieren.

Das nachfolgenden Bild ist mit der Belichtungsmethode M, Blende f=2.8, ISO 1250 und 15 Sekunden aufgenommen worden.

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Nordlicht über dem Eyjafjörður (Island 2015)

Unbedingt sollte man das richtige Zubehör dabei haben: Funk- oder Kabelauslöser, Stativ (sollte robust sein, den der Wind in Island rüttelt ganz schön am Stativ) und eine kleine Taschenlampe, damit man in der Dunkelheit die Einstellungen immer überprüfen kann.

Erfahrung mit MFT Micro Four Third System Kamera

Für die Nordlicht-Jagd vom letzten Herbst habe ich meine Lumix DC-GX9 in den Fotorucksack gepackt, zusammen mit dem Leica 8-18mm/F2,8-4,0 sowie einem Standard- und Teleobjektiv. Ohne Spiegelreflex auf Polarlicht-Jagd? Darüber habe ich ein Erfahrungsbericht geschrieben welchen Du hier findest.

Tipp: Nordlichter mit einer Kompaktkamera

Wenn man im Besitz einer etwas hochwertigen Kompakten ist, dann kann man auch ganz gute Nordlicht-Fotografien machen. Wichtig ist, dass man die ISO raufschrauben kann, ohne die Bilder verrauschen zu lassen. Mit einer günstigen Kompaktkamera oder dem Smartphone ist hier wenig zu machen. Auch hier gilt je grösser der Sensor umso besser. Mit einer Canon Powershot G-Reihe, Sony Cyber Shot RX-Reihe oder auch einem Reisezoomer (wie z.B. Panasonic Lumix FZM 1000 / FZM 2000) gelingen überraschend gute Bilder. Ich habe mit der Pananonic DMC-TZ101 ein paar Probeaufnahmen gemacht und war über das gute Ergebnis erstaunt. Etwas „hinderlich“ ist, dass diese Kamera eine Brennweite von 27 – 270mm hat, damit erreicht man das Ziel mit dem Weitwinkel so viel Himmel wie möglch abzubilden, nicht. 

Auch die Kompaktkamera gehört auf ein standfestes Stativ, wobei ein flexibles Stativ wie eines der bekannten GorillaPods von Joby ausreicht. Hat man keines dabei, nimmt man ein kleines Kissen mit und sucht sich eine Mauer, so lässt sich mit etwas Kreativität etwas brauchbares zusammenbasteln.

Mit der Kompaktkamera werden die Nordlicht-Fotografien am besten bei Mondschein, wenn also die Umgebung erleuchtet ist. Dann ISO rauf, auch hier irgendwo zwischen ISO 1000 und ISO 1600, Einstellung auf M, Blende voll auf und Zeit einmal auf 20 Sek einstellen. Somit hat man ein Referenzfoto, von dieser Aufnahme her kannst Du dann die Einstellung ISO und Belichtungszeit ändern, bis Du eine Einstellung gefunden hast. Etwas vorsichtig bitte bei der Prüfung über den Display – diese sind bei den Komapkten relativ klein und hell und lassen die Bilder allenfalls heller erscheinen als diese in der Realität sind.

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Nordlicht und Wolken (Island Oktober 2015)
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Nordlicht im Mondschein (Island Oktober 2015)
grün und rotes Nordlicht, aufgenommen in der Abenddämmerung (Lofoten, September 2016)

Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans! Alle meine Berichte zum Nordlicht findest Du hier.

Die verwendeten Bilder sind alle im Oktober 2015 auf Island sowie im September 2016 auf den Lofoten entstanden (Fotos by Michael’s Beers & Beans)

Quellen: eigene Erfahrungen in Island und Norwegen, dabei habe ich Tipps von Fotografen, aus Fotomagazinen und aus dem Internet umgesetzt, die ich zum Teil hier wiedergegeben haben.

Lightstreams on the Water

Photography

Sonnenuntergänge faszinieren mich. Später, wenn die Dämmerung die blaue Stunde einläutet, bin ich immer noch gerne mit der Kamera unterwegs. Dann bricht die Nacht hinein. Dann ist für mich Schluss, ich lege die Kamera auf die Seite. Zu anspruchsvoll. Für andere Fotografen fängt dann ihre Zeit erst richtig an. Mit viel Erfahrung und langen Belichtungszeiten fangen diese noch genügend Licht ein. Alles was in der Nacht leuchtet oder beleuchtet ist wird für diese Fotografen zum Motiv.

Lightstreams on the Water by Michael's Beers & Beans Bodensee Seerhein

Lightstreams on the Water.

Gerne staune ich über die schönen Nachtfotografie-Effekte welche in Städten entstehen. Vorbeifahrende Autos verwandeln Strasse in die bekannten Lichtstreifen. Lampen und Laternen erhalten ein warmes,  sternförmiges aussehen.

Dies brachte mich auf die Idee, dies einmal mit Schiffen zu versuchen. Wobei die Realisierung dann nicht ganz so einfach war. Erst müssen mal beleuchtete Schiffe in der Nacht daher kommen. Zudem heben sich die Licht-Objekte auf dem Wasser nicht ab.  Und zum Schluss ist Wasser für mich fotografisch gesehen grundsätzlich eine etwas wacklige Angelegenheit. Aufgrund meiner „Nordlicht-Fotografie“ habe ich mir etwas Erfahrung in der Nachtfotografie angeeignet, welche ich jetzt gut brauchen konnte. Mit etwas tüfteln bin ich dann doch zu einem Ergebnis gekommen, welches ich Euch heute gerne nachfolgend zeige – Lightstreams on the Water!

Lightstreams on the Water by Michael's Beers & Beans Bodensee SeerheinLightstreams on the Water by Michael's Beers & Beans Bodensee SeerheinLightstreams on the Water by Michael's Beers & Beans Bodensee SeerheinLightstreams on the Water by Michael's Beers & Beans Bodensee Seerhein

Alle Bilder wurde am Seerhein im August 2017 aufgenommen. Dabei habe ich die Technik der Langzeitbelichtung verwendet und ein hoher Wert von mehreren Sekunden für die Verschlusszeit eingestellt. Der Lichtstreifen Effekt oder auch Lightstream genannt, entsteht bei der Aufnahme bewegter Objekte mit eigener starker Lichtquelle. Durch die Langzeitbelichtung kann der Bildsensor die starken Lichtquellen über längere Zeit aufnehmen, wodurch diese eindrucksvollen Streifen entstehen.

Inspiriert dazu hat mich der Weinfelder Fotograf Franz Müller Rieser. Er zeigt mit seinen Foto-Stilen, dass es in der Fotografie neben der reinen Abbildungsfunktion noch eine grosse Welt gibt. Zur Zeit hat Franz Müller Rieser eine tolle Ausstellung* in Weinfelden (Thurgau/Schweiz),  deren Besuch bei mir ganz oben auf meiner Liste steht.

Aber keine Angst, mein fotografischer Weg wird nicht auf den Spuren dieses grossen Fotografen folgen, ich bin schon froh, wenn ich ein richtiges Foto hinkriege, da gibt es noch viel zu lernen.

*Die Ausstellung im Restaurant Frohsinn in Weinfelden dauert noch bis 2. Dezember 2017 und ist täglich ausser sonntags von 11 bis 23.30 Uhr geöffnet. Mehr dazu in meinem Post: Impressionen – oder die Leidenschaft des Schauens

 

 

 

Franz Müller Rieser: Impressionen – oder die Leidenschaft des Schauens

Photography, Schweiz, Thurgau

Es beginnt mit einem Kommentar über ein Foto, in welches ich etwas Arbeit gesteckt hatte: „Klasse Bilder wie immer. Vor allem das Erste mit dem dreiteiligen Handlauf ins Wasser gefällt mir sehr gut, diese minimalen, einfachen Strukturen, einfach sehr gut.“ Ein schönes Feedback macht immer Freude, dies kam jetzt allerdings doch etwas fachlich daher. Wie immer will ich sofort wissen, wer steckt dahinter? Dem Kommentar liegt der Link foto-stil.com bei – ich falle umgehend in die impressionistische Bilderwelt eines Fotografen.

Franz Müller Rieser Ausstellung Foto Impressionen Weinfelden Thurgau Schweiz

„time and passengers“ by Franz Müller Rieser

Fasziniert erkenne ich erst mit der Zeit Motive aus meiner Gegend, klar wird mir dies bei den Bildern „Gangellisteg“ und „the only way“.

foto-stil.com – dahinter steht der Fotograf Franz Müller Rieser, wir wohnen etwas mehr wie ein Steinwurf von einander entfernt. Inzwischen gab es den einen oder anderen kurzen Kontakt über meinen und seinen Blog. Und so habe ich Wind bekommen, dass Franz Müller Rieser eine Foto-Ausstellung für den September vorbereitet. Und wenn mir etwas sympathisch ist, dann erzähle ich gerne davon. Dafür habe ich ja meinen Blog. Und die Bilder von Franz Müller Rieser sind einfach toll.

„Ich sehe nicht die Welt wie sie ist. Ich sehe sie wie ich bin.“

Franz Müller Rieser hat dieses Zitat aus dem Talmud auf seinem Blog, es scheint für seine Art der Fotografie fundamental wichtig zu sein. Jeder Mensch baut sich im Laufe seines Lebens sein eigenes Bild von der Welt auf. So ein Bild basiert auf einem Werteystem aus persönlicher Erfahrung, seiner Kultur, seiner Auseinandersetzung mit dem Leben sowie der Einfluss ausgehend von wertvollen Menschen. Dies macht gerade vor Fotografen nicht halt, welche ihre Art des Schauens in eine eigene Bildsprache bringen. Ganz wenige Fotografen überschreiten in ihrer Bildsprache Grenzen und lösen sich von der klaren Abbildungsfunktion. Diese Linie hat Franz Müller Rieser überschritten, er sieht anders, tiefer. Er erkennt die Unmittelbarkeit des Moments und spielt mit der Zufälligkeit seines Bildauschnittes. Sein Blick erkennt fasziniert vom Licht der Farben die Atmosphäre. Er schafft es dies auf seine Fotografien zu transportieren. Dabei nutzt er Techniken wie „Intentional Camera Movement“ – löst sich von Technik und Konventionen. Spielt den Freejazz der Fotografie, unvorhersehbar das Ergebnis.

In seiner Foto-Ausstellung wird Franz Müller Rieser rund 50 Bilder, die überwiegend impressionistisch, einige auch ganz abstrakt wirken, zeigen.

Link zur Ausstellung: Franz Müller Rieser: Impressionen – oder die Leidenschaft des Schauens

zum Download: Plakat

Das Beitragsbild und das Plakat wurde mir mit freundlicher Genehmigung von Franz Müller Rieser, Weinfelden zur Verfügung gestellt. Alle Rechte verbleiben beim Fotografen.

Panasonic Lumix DMC-FZ1000 – Erfahrungen

Photography

Seit einiger Zeit habe ich die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 Kamera im Einsatz – hatte aber bisher noch nicht geschafft über meine Erfahrung mit dieser Kamera hier im Blog zu berichten. 

Die Lumix DMC-FZ1000, die als Bridgekamera bezeichnet wird, schliesst bei mir die Lücke zwischen meinem kleinen Travelzoomer Panasonic Lumix DMC-TZ101 und meiner Spiegelreflexausrüstung (Nikon D7100).

 

Refresh 1/19: Über die Presse hat Panasonic mitgeteilt, dass die Superzoom-Bridgekamera Lumix DC-FZ1000 modernisiert wird und mit mit zahlreichen Detailverbesserungen aufwartet. Die Bridgekamera mit dem grossen 1″-Sensor und dem von 25-400 mm reichenden 16-fach-Zoom wird technisch auf den neuesten Stand gebracht. So gibt es anscheinend einen grösseren Sucher, einen höher auflösenden Bildschirm mit Touchfunktion, Bluetooth und die 4K-Videofunktion wird auf 30p aufgebohrt. Eigentlich war die  Panasonic Lumix DMC-FZ2000 (seit einiger Zeit im Verkauf) der Nachfolger, aber die Panasonic Lumix DMC-FZ1000 scheint immer noch sehr beliebt zu sein, so dass diese Kamera quasi als Lumix DC-FZ1000 II ein zweites Leben erhält. 

Die Lumix DMC-FZ1000 schliesst für mich die Lücke zwischen einer Kompakt-Kamera und der Spiegelreflex und erweist mir einen wertvollen Dienst. Will ich Fotos schiessen, bei der die Qualität oder auch schwierige Aufnahme-Situationen im Vordergrund stehen, dann greife ich eigentlich immer zu dieser Kamera. Selbst auf Reisen sind inzwischen die Lumix DMC-FZ1000 sowie der kleine Travelzoomer DMC-TZ 101 platzsparend im Gepäck dabei – die DSLR-Ausrüstung lasse ich immer mehr zu Hause.

Das ehemalige Flaggschiff unter den Panasonic Bridge-Kameras hat ein hochwertiges und lichtstarkes 16-fach-Motorzoom von Leica. Der 1-Zoll-Bildsensor nutzt 20 Megapixel. Zudem verfügt die FZ1000 bereits über das 4K-Videoformat.

Das 16x Zoom der FZ1000 ist natürlich heute nicht mehr der Rede wert, vergleicht man dies z.B. mit dem Brennweitenbereich der Nikon P900*, die „umgerechnet“ über ein 2000mm Zoom verfügt. In der Realität hat die Nikon P900 ein Objektiv mit 4,3 bis 357mm Brennweite. Der Cropfaktor liegt durch den deutlich kleineren Sensor bei  5,6. Das Objektiv der FZ1000 reicht tatsächlich von 9,1 bis 146mm und hat durch einen Cropfaktor von 2,7 umgerechnet auf einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich somit ein  Zoom von 25 bis 400 mm.

Für mich entscheidend  ist bei der Lumix DMC-FZ1000  das lichtstarke Leica-Objektiv (Anfangsöffnung von f2,8 bis f4) sowie der 1-Zoll-Sensor im 3:2-Format. Damit habe ich bewusst auf eine hohe Brennweite verzichtet. Inzwischen hat es sich bestätigt, dass diese Kombination in der Bildqualität sehr nahe an jene von DSLR Kameras heranrückt. Selbst mit ISO 1600 können teilweise noch sehr ansprechende Bilder gemacht werden.

Das Gehäuse der Lumix FZ1000 ist für eine Bridge-Kamera vergleichsweise gross und schwer, hat aber für mich einen grossen Vorteil – es liegt gut in den Händen. Auch das Handling der technisch gut bestückten Kamera unterscheidet sich kaum von dem einer DSLR oder einer spiegellosen Systemkamera. Den hoch auflösenden OLED-Sucher empfinde ich sogar als eine richtige Augenweide.

Interessant im „Alltag“ ist der sehr schnelle Autofokus, der bei jeder Zoomstellung fix und treffsicher scharf stellt. Dies kennt man bisher nur von hochwertigen Systemkameras. Doch die Lumix DMC-FZ1000 kann mit dieser Kameraklasse gut mithalten. Sie eignet sich nach meiner Erfahrung somit für sich schnell bewegende Objekte.

Die Lumix DMC-FZ1000 ist inzwischen meine hochwertige Universalkamera geworden, insbesondere muss ich keine Objektive wechseln und mitschleppen. Trotzdem verfügt diese über einen grossen fototechnischen Ausstattungsumfang. Und wer damit filmen will, wird über den 4K-Videomodus, mit einer enormen Detailfülle, überrascht sein.

Plus / Minus (aus meiner Sicht):

+ 1-Zoll-Sensor, Unschärfeeffekte sind damit möglich
+ sehr gute (Kanten-) schärfe
+ wenig Grundraschen (bis ISO 1600 sehr gute bis gute Resultate)
+ schnelle Serienaufname
+ schneller Autofokus
+ Lichtstarkes Zoom (macht Freude)
+ toller Sucher (hochauflösend)

– Plastikgehäuse ist zwar robust, aber passt irgendwie sonst nicht zur hochwertigen
Kamera

Folgende Kameras sind bei mir im Einsatz:

Nikon D7100
Panasonic Lumix DMC-TZ101
Panasonic DMC-GX 80
Post: Fotografie: DSLR, Kompakte oder DSLM? Was ist richtig für mich?

Die Bilder vom Post Schloss Elmau – ein Hotel nicht aus dieser Welt wurden alle mit der dieser Kamera aufgenommen.

(Dies ist keine Werbung oder sponsored Post, sondern ein subjektiver, persönlicher Erfahrungsbericht. Die Verwendung von Panasonic Kameras ist von mir selber so entschieden)

Nachfolgend ein paar „Referenzaufnahmen“, welche ich mit der Pansasonic Lumix DMC-FZ1000 aufgenommen habe. Die Auflösung wurde für die Internet-Nutzung reduziert.

(HDR-Aufnahme)