Der Halo von Arosa geht um die Welt

Arosa, Top

Dieser Schnappschuss ist ganz gross rausgekommen. Es zeigt ein Lichtphänomen bei sich auflösendem Nebel auf dem Hörnligrat (2511 müM) in der Bergwelt von Arosa. Per Twitter gepostet erreichte dieses Bild völlig unerwartet tausende Leser weltweit. Am Schluss wurde es sogar im morgendlichen Wetterbericht eines TV-Senders in Florida gezeigt und von einem französischen Observatorium für Tornados und schwere Gewitter retweetet und kommentiert.

(Refresh 20.1.2020) Heute morgen ist der Halo quasi von seiner viralen Reise rund um die Welt wieder zurückgekehrt und hat es auf die Titelseite von „20 Minuten“ geschafft – herzlichen Dank der Bildredaktion sowie dem Journalisten von „20 Minuten“ für ihre Arbeit und die lässige Umsetzung: Schweizer Halo geht um die Welt

Zudem hat der „Tages Anzeiger“ den Ball ebenfalls aufgenommen und in der Rubrik Panorama diesen Artikel unter dem Titel „Dieses Foto eines Zürchers geht um die Welt“ veröffentlicht.

Alle Posts über meine Begegnung mit diesem Halo in Arosa sowie den Folgen findest Du hier: https://beersandbeans.ch/tag/halo/

Es war Ende November, gegen 11.00 Uhr auf dem Hörnligrat, der Bergstation der Bergbahnen Hörnli-Express und Urdenbahn. Also mitten in der Bergwelt von Arosa (Graubünden). Seit rund einer Stunde kämpfte sich die Sonne durch die letzten Schneewolken. Es herrschte eine Temperatur von -7 Grad. Ich wartete hier oben auf meinen Kollegen, mit welchem ich mich zum Skifahren verabredet hatte. Die Zeit nutzte ich um die wunderschönen Lichtstimmungen mit dem Smartphone fotografisch einzufangen. Dies passte gerade gut, da ich mir vor einigen Tagen ein Smartphone mit neuer Kameratechnik angeschafft hatte, so konnte ich diese etwas testen.

Doch schnell erkannte ich, dass sich im Gegenlicht zur Sonne ein Halo entwickelte, anfänglich ganz unscheinbar, bis sich dieses Lichtphänomen unglaublich steigerte. Für mich faszinierend waren die zwei Ringe um die Sonne und die vielen Lichtreflexionen.

Noch ist vom Halo nicht viel zu sehen …

Mit der kleinen Weitwinkel-Linse brachte ich viele der Lichteffekte auf ein Bild und so fand ich es interessant genug um dieses Foto zu twittern und mit meinen Followern zu teilen.

Doch bald musste ich mir eingestehen, dies war kein gewöhnliches „Beer&Beans-Gezwitscher“ – der “Likezähler” ging für meinen Twitter-Account buchstäblich durch die Decke!

„Wunderschönes Eisnebelhalo-Phänomen mit ungewöhnlichen vielen Arten. Danke für’s teilen“ meinte der Meteorologe von MeteoSchweiz @danivumalvier als erstes Feedback. Und dann ging es den ganzen Tag so weiter – für mich war es am Schluss unmöglich auf alle Feedbacks zu antworten.

Aber was habe ich denn da nun fotografiert?

Viele Erklärungen zu diesem Phänomen erhielt ich direkt über Twitter, eine davon scheint vom Humorfestival zu stammen, welches demnächst hier in Arosa statt findet: “… bist Du sicher das es nicht der heilige Geist war …?“

Es handelt sich hier nicht um den heiligen Geist, sondern um ein Lichteffekt, welches als Halo bezeichnet wird. Der Ursprung dafür findet sich in den auflösenden, aus kleinen Eiskristallen bestehenden Wolken. Diese hauchdünnen Wolken sind ähnlich der Cirren, also den hauchdünnen “Eiswolken” die in ganz grosser Höhe vorkommen. Nun kommt das Sonnenlicht und wird durch diese kleinen Eiskristalle unzählig gebrochen. Im Innern dieser winzigen Kristalle wird das Sonnenlicht reflektiert und beim Austritt nochmals gebrochen. Eigentlich wie beim Regenbogen, wo die Wassertropfen das Licht sichtbar in die verschiedenen Farben aufbrechen. Diese Lichtreflexionen ergeben dann (teils farbige) Kreise, Bögen, Säulen und Lichtflecken.

Beim Aroser Halo war wohl mein Standpunkt genau richtig. Ich schaute quasi horizontal durch die dünne Eiswolke direkt in die Sonne. So konnte ich verschiedene Lichtbrechungen sehen. Am besten illustriert dies das folgende Bild, was mir @DuncanWingen aus Spanien erstellt und über Twitter zugestellt hat:

@DuncanWingen thx for the exiting explanations!

Halo ist nicht gleich Halo

Eines ist mir über Twitter klar geworden, mein zufällig geschossenes Bild ist genial – aber die Erklärung, was ich darauf nun wirklich gesehen habe, können wohl nur Fachleute und Wissenschaftler nachvollziehen.

Aufgrund der vielfältigen Formen der Eiskristalle gibt es ganz viele Haloarten. Eine sehr interessante Übersicht darüber findest Du hier: Arbeitskreis Meteore / Haloarten. (Vielen Dank nochmals an @danivumalvier für diesen tollen Tipp)

Etwas bringt mich am Schluss fast zu meinen Nordlicht-Beobachtungen (siehe „mein erstes Nordlicht war weiss, nicht grün„) auf Island und in Norwegen: wie bei den Nordlichter sieht jeder Beobachter seinen „persönlichen“ Halo – hier handelt es sich aber um eine optische Täuschung! In der Natur gibt es nur die Eiskristalle und das Licht der Sonne, der Halo entsteht erst für uns in unserem Auge oder durch die Kameralinse. Sind doch einfach faszinierend, diese Halos!

Die beste Kamera ist gerade die, die man dabei hat.

Eliott Erwitt

Quellen: SRF Meteo, Arbeitskreis Meteore e.V. (Themengebiet Halo), Wikipedia, Twitter (u.a.)

Meine Faszination gilt auch einer anderen Lichterscheinung – der Aurora Borealis, dem Nordlicht. Bilder und alle Posts mit vielen Tipps zum Thema Polarlicht findest Du auf meinem Blog: Faszination Nordlicht by Michael’s Beers&Beans

Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell. Ich bin ein fotografischer Geschichtenerzähler, erzähle was ich auf einer Reise oder sonst irgendwo so aufgeschnappt habe. Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Alle Informationen sind ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

Bettseicherli

Bodensee, Flora, Top

«Schau, ein Bettseicherli», sagte ich, als ich die weissen Blüten dieses Frühlingsbot im Wald an einem Bachbett entdeckte. Meine Frau lachte und meinte, «lustig, dass Du diese Blume Bettseicherli nennst».

Typisch wieder unser Dialekt, der Name einer kleinen, weissen Blume verrät «unverblümt» wo man aufgewachsen ist. Aber wie heissen diese Frühlingsaufsteller eigentlich auf Deutsch? Google weiss Rat und benennt diese als «Buschwindröschen». Dabei stolpere ich noch über viele andere Bezeichnungen, die man dafür in der Schweiz verwendet. Gerade das «Bettseicherli» scheint die ganze sprachliche Vielfalt in der Schweiz zu spiegeln.

Auf der Schweizer Seite des Bodensee wird eben der Begriff «Bettseicherli» verwendet, aber auch Bezeichnungen wie «Windhäspeli» und «Osterblume». In Zürich wird wohl oft vom «Holzblüemli» gesprochen und die Aargauer reden vom «Guguggerli». Im Berner Oberland «Waldglöggli» und im Baselbiet «Hemmliglunggi» – die Liste liesse sich weiter fortführen. Es scheint fast, als habe jede Region und jedes Tal eine eigene Bezeichnung für diese unscheinbare Blume. Die Romands nennen diese übrigens «Anémone du printemps» oder «Sylvie» und die Tessiner u.a. «Anemone Bianca».

Im Frühjahr erfreut das Buschwindröschen (Waldanemone) auf einem Waldspaziergang mit seinen dichten weissen Blütenteppichen. Der Name Buschwindröschen kommt wahrscheinlich daher, dass die Blütenblätter sehr leicht vom Wind mitgerissen werden.

Gerne ergänze ich meinen Post noch mit ein paar deutschen Namen, die mir Michèle von Gedankensprünge im Kommentar genannt hat:

Wir haben im Deutschen regional auch zusätzliche, ganz unterschiedliche Bezeichnungen, die aber vergleichsweise schlicht daherkommen.
Wie bei euch gibt es die Märzenblume,(„Märzableamla“), aber ebenso Aprillenblume (schwäbischer Raum). Vielerorts läuft es unter Buschröslein/Buschveilchen. Seltener taucht mal ein Begriff auf wie Schneetröpferl, Windrose, Hexenblume (Raum Erzgebirge), Kuckucksblume oder Oogenblöme (Augenblume).

Quellen: Info Flora, Wikipedia, Diverse Gartenseiten (u.a.)

Bilder: Michael’s Beers & Beans (2019)
Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell.  Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

Kleiner Reiseführer Shetland – vom Wetter über Blogs bis zur Anreise (Teil 1)

Shetland, Top

Wer eine Destination mit grossem «Wow»-Effekt sucht, sollte nicht nach Shetland reisen. Auch wer ein „Schottland in Miniatur“ erwartet, wird enttäuscht.

Es ist eher die schroffe Schönheit und die wunderbare Idylle was die Inselgruppe ausmacht, diese unglaubliche Küste durchbrochen von malerischen Stränden und kristallklarem, blauem Wasser. Immer wieder faszinieren glitzernde Lochs, mit Heidekraut bedeckte Moorlandschaften, Klippen, die über Jahrtausende von Wind, Meer und Sand geformt wurden.

Was man findet sind die berühmten Ponys, handgestrickte Pullover und Öl, respektive einen Blick in die gigantische Ölindustrie – also die drei Dinge mit denen man die Shetland-Inseln verbindet.

Nach meinem „Picturebook“ Shetland – Sechzig Grad Nord habe ich Euch nachfolgend einen kleinen Reiseführer zusammengestellt – handfeste Informationen und Tipps über Shetland. (Refresh 2020)

Shetland Allgemein: vom Wetter über Blogs bis zur Anreise (Teil 1)

Teil 1: Shetland Allgemein: vom Wetter über Blogs bis zur Anreise
Teil 2: Reisetipps vom Mainland bis Unst
Teil 3: Zwei wunderschöne Ferienhäuser auf Shetland


Bilderbuch Shetland: Shetland – 60 Grad Nord

Shetland Islands – Copyright by lesniewski/123RF.com

Literatur / Reiseführer / Info’s / Blogs

Wirklich gute Informationen über Shetland sind eher rar. Shetland wird in den meisten Schottland-Reisebüchern „by the way“ etwas lustlos oder oberflächlich abgehandelt. Liegt der Fokus einzig auf Shetland, rate ich vom Kauf dieser Schottland-Reiseführer eher ab.

Eine gute erste Übersicht bringt der „Foodprint Travel Guides“ Orkney & Shetland Islands von Alan Murphy (ISBN 978 1 909268 83 8), gefunden habe ich diesen im „Travel Book Shop am Rindermarkt“ in Zürich. (in englisch)

Der beste Reiseführer in Deutsch ist ein E-Book von Lars Schmitz-Eggen (Autor und Herausgeber). Shetland Inseln – Der Reiseführer für Entdecker und Liebhaber ist für jeden Besucher einfach Gold wert. Sehr umfassend. Viel Wissen und Inspiration habe ich aus diesem Buch geholt.  (nur als E-Book erhältlich, über Kindle-Shop bezogen)

Eine sehr schöne Homepage wird von Shetland Tourismus betrieben. Viele schöne Bilder und gute Ideen für den Aufenthalt. Zudem ein sehr guter Service-Teil. www.visitshetland.com

Den schönen Blog „Britta wandert“ habe ich gekannt, aber viel zu spät realisiert, das Britta ein absoluter Shetland-Fan ist. Daher empfehle ich diesen jetzt hier wärmsten. Viele spannende Posts, authentisch und mit viel Freude geschrieben. Auch zum Thema Handarbeit – eine wichtige Tradition auf den Shetland – findet man Infos. Zum Beispiel über das berühmte Fair Isle Stricken.

Bei Britta heisst es „Shetland – closer than you think“ – darum unbedingt bei ihr vorbei schauen: Britta wandert – Shetland

 

Wetter

Die Shetland-Inseln sind weit draussen im Meer und ganz schön nördlich. So trifft man auf den Inseln bereits einen kühlen Sommer an – im August klettert das Thermometer kaum über 12 Grad Celsius. An geschützten Lagen gibt es ab und zu 20 Grad Celsius. Die Sommer können trocken sein, ein ganz so nasser Ort wie viele denken ist es dann doch nicht. Was die Anzahl Sonnenstunden betrifft gibt es Jahre da schlagen die Shetland Inseln sogar Cornwall. Was nicht bedeutet, dass man zum Badeurlaub nach Shetland reisen wird. Trotz wunderschönen Stränden beträgt selbst im August die Wassertemperatur von Atlantik / Nordsee kaum mehr als 13 Grad Celsius.

stürmisches Wetter vor Yell

Die Winter gelten daher eher als mild, Frost ist weitgehend unbekannt. Natürlich gibt es Ausnahmen und so kann für einige Tage der Schnee liegen bleiben. Stürmische Tage sind im Winter garantiert.

sonnige Stunden auf Muckle Roe

Von Mitte Mai bis Mitte Juli herrscht aufgrund der nördlichen Lage „Simmer Dim“, so nennen die Shetländer die Mittsommernacht. In dieser Zeit wird es auf Shetland nicht mehr dunkel, bei schönem Wetter scheint die Sonne bis zu 19 Stunden ununterbrochen. Im Winter dagegen sind die Nächte sehr lang, es gibt weniger als sechs Stunden Tageslicht.

Mitternacht am Hafen von Lerwick

Quellen: Shetland Inseln (Lars Schmitz-Eggen) // Met Office UK

Mirrie Dancers (Nord- oder Polarlichter)

Shetland ist eine gute Option für die Beobachtung von Nordlichtern – an ganz klaren Tagen im Winter kann man in ganz Shetland die Auora Borealis sehen. Dies insbesondere da Shetland bereits auf 60° nördlicher Breite liegt.

In Shetland nennt man die Polarlichter „Mirrie Dancers“ – für mich der schönste Name für die mystischen Himmelserscheinungen.

Ein Chocolatier in Lerwick benutzt diesen Namen als Marke für seine Produkte …

Bei mir auf dem Blog findet man alles zum Thema Nordlichter – wo kann man diese beobachten, Tipps zur Fotografie, usw.: Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans! Alle meine Berichte zum Nordlicht findest Du hier.

Anreise

Die Reise auf die Shetland-Inseln ist umständlich. Man kommt hier nicht einfach so mal schnell hin, daher muss man die Anreise gut planen. Zudem ist es keine „Pauschal-Destination“, dies macht eine Reise hierher recht teuer.

Kreuzfahrt-Schiff wäre eine Option – aber die traditionelle Anreise erfolgt über die Fähre von Aberdeen.

Traditionell reist man mit der Fähre von Aberdeen nach Lerwick. NorthLink Ferries bedient die Strecke mit den modernen Passagier- und Autofähren „Hjaltland“ und „Hrossey“ täglich. Abfahrt ist in Aberdeen um 17.00 Uhr oder 19.00 Uhr – über Nacht geht es durch die raue Nordsee. In den Sommermonaten sollten die Kabinenplätze frühzeitig gebucht werden.

NorthLink Ferries:  Fähre direkt über Aberdeen – Lerwick oder über Kirkwall (Orkney)

Wir sind über Edinburgh mit dem Flugzeug gekommen – sicher die einfachste und schnellste Art nach Shetland zu reisen. Die Logan Air hat die Flüge von FlyBe übernommen und ist somit die wichtigste Fluggesellschaft für Shetland. Eine sehr angenehme und sichere Fluggesellschaft, die sich zudem sehr um uns gekümmert hat. (Gepäck in Edinburgh verschwunden, Flugplan-Änderungen).  Geflogen wird mit Propeller-Flugzeugen (Turboprop).

Logan Air – kurz vor dem AbFlug in Edinburgh

Die Logan Air fliegt diverse Destinationen in Grossbritannien an, wie Edinburgh, Aberdeen, Inverness, Manchester, usw. Zudem werden Linieflüge nach Dublin und Bergen angeboten.

Eine kleine Fluggesellschaft bietet zu dem Linienflüge auf die abgelegenen Inseln wie Islands of Fair Isle, Foula, Outer Skerries und Papa Stour an, diese operieren vom Flughafen in Tingwall aus.

Der moderne Flughafen Sumburgh liegt im südlichen Mainland. Im Sommer kann es vorkommen, dass dort dichter Nebel liegt und der Flughafen vorübergehend geschlossen werden muss. Ist dies von längerer Dauer müssen Flugpassagiere auf die Fähre nach Aberdeen ausweichen.

Logan Air – Scotland’s Airline: https://www.loganair.co.uk/

Sumburg Airport: http://www.hial.co.uk/sumburgh-airport/

Shetland Islands Inter Island Service: https://www.airtask.com

Die Weiterreise vom Flughafen ist mit dem Bus oder Taxi aus möglich. Oder man mietet sich ein eigenes Auto.

Mietauto

Man kann ein Auto über alle bekannten internationalen Autovermieter buchen. Mein Tipp ist dies über Bolts Car Hire direkt zu machen. Auto online aussuchen, E-Mail senden – geht alles ganz einfach. Man wird mit einem VW-Bus am Flughafen abgeholt – 10 min später hat man das Auto schon. Alles ganz einfach gemacht, Autos sind top und sehr freundlicher Service. Nach der Reise wird das Fahrzeug am Flughafen abgestellt, Schlüssel hinter die Sonnenblende – that’s it.

Mietwagen ist praktisch auf den Shetland

Gesundheit

Auf Shetland hat man einen hohen Lebenstandard – so gibt es auch ein gutes, funktionierendes Gesundheitswesen. In den grösseren Ortschaften gibt es moderne „Health Centres“, in Lerwick das Gilbert Bain Hospital, eine Klinik, die sich mit einem regionalen Spital in der Schweiz vergleichen lässt.

Apotheken gibt es in Lerwick, in Brae und Scalloway.

Die Notfall-Nummer lautet 999

Touristinformationen

In Lerwick (Market Cross) gibt es eine schöne TI, wo man sich informieren kann. Oder Online über:  www.visitshetland.com

Der TI befindet sich im Zentrum von Lerwick

Übernachten

Das Angebot an Hotels, Ferienhäuser und B&B ist recht überschaubar. Einen guten Überblick erhält man auf https://www.shetlandvisitor.com/.

Wir haben uns für zwei Ferienhäuser, eines auf Mainland und eines auf Muckle Roe entschieden, diese beiden tollen Häuser findest Du hier.

Einer der besten und beliebtesten Adressen ist das Busta House Hotel in der Nähe von Brae

Einkauf, Essen & Trinken

Shetland ist von der Gastronomie her dann doch very, very British. Vorallem im Hauptort Lerwick gibt es vom einfachen Fish & Chips-Shop über Pubs bis hin zu guten Restaurants ein schönes Angebot. Als regionale Spezialitäten gelten Lamm- und Fischgerichte.

Wir waren als Selbstversorger unterwegs. In Lerwick haben wir mit Tesco und Co-op zwei grosse Supermärkte gefunden, das Angebot ist dem bei uns vergleichbar. Beide Supermärkte liegen verkehrsgünstig an der A 970 und haben sieben Tage in der Woche geöffnet. Ausserhalb von Lerwick ist das Angebot kleiner, aber man findet überall kleine „General merchants“ – Läden, die für den Alltag alles im Sortiment haben.

Tesco in Lerwick

Aufgefallen sind mir folgende Restaurants, Pubs oder Läden:

  1. Fjara Café Bar, Lerwick (beim Tesco) – https://www.fjaracoffee.com/ (mein Favorit)
  2. Bierbrauerei Lerwick Brewery – https://www.lerwickbrewery.co.uk/ (mein Bier)
  3. Schokolade-Manufaktur „Mirrie Dancers Ltd.“, Comercial Street, Lerwick,  https://www.mirriedancers.co.uk/ (meine Schoggi – der Hammer für Schoggi-Fans)
  4. MacKenzies Farm Shop, Aithsetter: http://www.nortowerlodges.co.uk/mackenzies-farm-shop/ (meine frischen Produkten vom Hof, Confiture, usw.)
  5. Shetland Fudge, Lerwick:  https://www.shetlandfudge.co.uk/ (meine Caramel)
  6. Scoop Wholefoods, Lerwick  http://www.scoopwholefoods.co.uk/ (mein Favorit für gesunde Ernährung – von regionalen Spezialitäten, sehr gutes Brot bis zu Gluten Freie Produkte)
  7. The Lounge Bar, Mounthooly Street, Lerwick – Traditional music session
  8. Fish Shop von Byldoit Fish Ltd, Rudda Court, Lerwick
Gutes Essen und richtig guten Kaffe im Fjara Café

Frischen Fisch habe ich im Fish Shop von Byldoit Fish Ltd, Rudda Court, Lerwick gefunden und gekauft.

Fish Shop von Byldoit Fish Ltd

Souveniers

Viel handwerkliches gibt es auf den Shetland – von den schönen Pullovern bis zu selbstgemachter Seife aus Ziegenmilch. In der Commercial Street findet man daher schöne kleine Geschäfte, wo man diese Sachen kaufen kann. Aufgefallen sind uns die Burra Bears – the original Shetland Teddy Bear. Darüber gibt es dann bald noch ein Post.

richtig viel Wolle …

Teil 1: Shetland Allgemein: vom Wetter über Blogs bis zur Anreise
Teil 2: Meine fünf Lieblingsplätze / Reisetipps vom Mainland bis Unst
Teil 3: Zwei wunderschöne Ferienhäuser auf Shetland


Bilderbuch Shetland: Shetland – 60 Grad Nord

Quellen: Shetland Inseln (Lars Schmitz-Eggen), Broschüren und Website von http://www.visitshetland.com, eigene Erfahrungen vor Ort, Orkney & Shetland Islands von Alan Murphy, https://brittawandert.de, usw.

Alle Posts über Shetland – Papageientaucher, Geschichten, Reiseführer, usw. findest Du hier: Shetland – das unbekannte Land

Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell. Ich bin ein fotografischer Geschichtenerzähler, erzähle was ich auf einer Reise so aufgeschnappt habe. Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Alle Informationen sind ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

Reise zum Nordlicht – wo gibt es gute Orte für die Beobachtung?

Faroe Islands, Iceland, Irland, Lofoten, Nordlicht, Norwegen, Shetland, Top

Die Polarlichter zu beobachten ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Draussen in einer kalten, klaren Nacht hoch oben im Norden zu stehen, den unvergleichlichen Anblick dieser grün-weisslichen Licht-erscheinungen, die sich schnell in der Bewegung und Intensität ändern. Plötzlich verschwinden und wieder kommen.

Polarlichter – wo und wann kann man diese bestaunen? Wo tauchen diese Nordlichter auf, an welchen Orten kann man diese gut beobachten?

(Refresh September 2019 / April 2020)

Je näher man sich zum Nordpol befindet, umso intensiver sind die Lichterscheinungen. Daher sind die besten, erreichbaren Standorte für uns Europäer am nördlichen Polarkreis, also auf 66° nördlicher Breite, zu finden.

Die beste Zeit zur Beobachtung ist zwischen September und März, wenn die Nächte lang sind. Eine Reise in diesen Monaten an den Polarkreis garantiert noch keine Polarlichter. Im hohen Norden ist das Wetter im Herbst und Winter oft rau und der Wind peitscht einem ins Gesicht. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Da ich den eisigen Winter in Norwegen einmal kennen gelernt habe, habe ich mich bewusst für den Herbst entschieden. Wir hatten im September 2016 (Lofoten) oder im Oktober 2015 (Island) wunderschöne, sonnige und ruhige Phasen, damit auch klare, schon fast „warme“ Nächte. Dies darf keine falschen Hoffnungen wecken, denn das Wetter oben am Polarkreis kann auch ganz anders! Es kann auch einmal tagelang durchregnen und stürmen. Es gehört schon ein bisschen Glück dazu, dass sich der Himmel aufklart. Pflicht sind im Herbst und Winter warme Kleidung, dazu gehören Mütze und Handschuhe.

In Island kann bereits Ende August der Winter einbrechen. (Bild Nord-Island im September 2015)

Das Wetter ist das eine, aber selbst wenn die Nächte klar sind, das Nordlicht ist immer noch nicht garantiert. Die Lichterscheinung hängt stark von der Aktivität auf der Sonne ab. Und es gibt weitere Faktoren, die man berücksichtigen muss: Standort, Umgebungslicht, Mondschein sowie Intensität des Nordlichtes. In den nachfolgenden aufgeführten Orten kann man von 10 Nächten zwischen 7 – 9 Nächten mit einem Polarlicht rechnen.

Meine Empfehlung ist nicht eine Reise einzig und alleine wegen den Nordlichtern zu unternehmen. Sondern eine Herbst- oder Winterreise an den Polarkreis zu planen und wenn es gutes Wetter ist und Nordlicht-Aktivitäten hat, diese quasi „on top“ mitzunehmen.

Album Iceland 2015-1 (434)
Hier am Polarkreis ist der richtige Ort um nachts die Lichterscheinungen zu beobachten. (Foto Halbinsel Flateyjarskagi, wenige Kilometer nördlich von dieser Spitze verläuft der 66° Breitengrad durch die Insel Grímsey)

Nachfolgend eine Zusammenfassung an welchen Orten die Nordlichter gut zu sehen sind. Diese Aufstellung basiert einerseits auf eigene Erfahrungen (Island, Norwegen, Irland, Färöer Inseln), anderseits auf Informationen aus meinem Bekanntenkreis, dem Internet sowie Touristikorganisationen der betreffenden Länder.

Nordlicht und Wolken (Kabelvåg, Lofoten, Norwegen, September 2016)

Finnland (Revontulet)

In Finnland setzt zur Zeit der Herbst-/Winter-Tourismus voll auf das Nordlicht. Das Angebot rund um das Nordlicht ist riesig und sehr vielfältig. Sehr beliebt ist Nellim am Inari-See, dem drittgrössten See Finnlands sowie die Glas-Iglus in Kakslauttanen. Ich kann mir vorstellen, dass der tiefverschneite Winter zusammen mit den Nordlichtern ein Erlebnis sein muss.

Empfohlene Orte: Nellim, Utsjoki, Kakslauttanen, Ivalo.

Norwegen (Polarlys, Nordlys)

Die Stadt Tromsø ist ein Hotspot für Nordlicht-Fans: wenn sich in der nordnorwegischen Stadt das Tageslicht allmählich verabschiedet, erscheint bei gutem Wetter die Aurora borealis schon fast zuverlässig. Hier, nördlich des Polarkreises, ist die Aktivität der Polarlichter am grössten, oft ist der Himmel stundenlang von leuchtenden Grüntönen erhellt.

Empfohlene Orte:  Tromsø, Alta, Lofoten

Im September 2016 habe ich die Lofoten besucht. Wir hatten grosses Glück und einige klare Nächte mit vielen Nordlichter und sehr langen Phasen. Gerade im September war faszinierend, dass die Nordlichter in der Abenddämmerung zu beobachten waren. Die Lofoten gehören sicher zu den Top-Standorten für die Nordlicht-Beobachtung.

Nordlicht in der Abenddämmerung (Kabelvåg, Lofoten, Norwegen)

Grönland

Natürlich ist Grönland eine grosse Option. Die gesamte Insel ist ein fabelhafter Platz für die Polarlichter. Die Eiswüsten im Inselinneren sind unzugänglich, die südlichen und östlichen Küstenregionen kann man erreichen, allerdings ist hier die Anreise nicht so einfach. Für Grönland gilt: Überall ist Nordlicht!

Empfohlene OrteKulusuk, Ammassalik

Schweden (Polarsken)

Dank ihres einzigartigen Mikroklimas – wenig Regen und oft wolkenloser Himmel – ist die Gegend um Abisko in Schwedisch-Lappland der wissenschaftlich nachweislich ideale Ort, um die Polarlichter in ihrer ganzen Intensität zu erleben. Man spricht hier von einem „Blauen Loch von Abisko“, welches sich im Himmel auftut, ein Stück klarer Himmel, auch wenn der Rest des Himmels doch wolkenverhangen sein sollte.

Empfohlene Orte: Kiruna, Abisko (Schwedisch-Lappland)

Einer der Pioniere des Nordlicht-Tourismus in Schweden ist der amerikanische Fotograf Chad Blakley. Er hat 2010 ein das Unternehmen „Lights over Lapland“ gegründet und sich darauf spezialisiert Touristen aus der ganzen Welt zu helfen, die Nordlichter in Abisko-Nationalpark zu sehen und zu fotografieren. Sehenswert ist seine Aurora Webcam, welche in den Wintermonaten in Betrieb ist.

Alaska und Kanada (Aurora, Polar Lights or Northern Lights)

Der nördlichste US-Bundesstaat sowie die weite Tundra im Norden Kanadas sind grosse Bühnen für Polarlichter. Auch hier ist im Winter ein wahrer „Northern Lights“-Reiseboom entbrannt. Die University of Alaska bietet eine Polarlichter-Vorhersage an.

Empfohlene Orte in Alaska: Anchorage, Fairbanks, Denali Nationalpark

Empfohle Orte in Kanada: Calgary, Ontario, Yukon Territory, Manitoba

Schottland (Northern Lights)

Schottland ist eine gute Option – an ganz klaren Tagen kann man in ganz Schottland die Aurora sehen. Vor allem im Norden von Schottland hat man die grösste Chance die Northern Lights gut zu beobachten.

Empfohle Orte: nördlich von Ullapool, nördliche Spitze Isel of Skye, äussere Hebriden, Orkney

Shetland (Mirrie Dancers)

Die Shetlandinseln gehören natürlich auch zu Schottland. Allerdings liegt die Insel-Gruppe auf 60° nördlicher Breite und dabei näher zum norwegischen Bergen als zu Edinburgh. Shetland ist vermutlich die beste Option ausserhalb der Regionen die am Polarkreis liegen. Die Winter gelten eher als mild, Frost ist weitgehend unbekannt. Natürlich gibt es Ausnahmen und so kann für einige Tage der Schnee liegen bleiben. Stürmische Tage sind im Winter garantiert.

In Shetland nennt man die Polarlichter „Mirrie Dancers“ – für mich der schönste Name für die mystischen Himmelserscheinungen.

„Simmer Dim“ in Lerwick – im Sommer scheint auf Shetland die Sonne schon mal bis zu 19 Stunden am Tag, Im Winter dagegen sind die Nächte sehr lang, es gibt weniger als sechs Stunden Tageslicht. Optimal für die Nordlichtbeobachtung. (Foto Juni 2018)

Empfohlene Orte: Leuchtturm von Eshaness, Sumburgh Head, Wormadale – grundsätzlich erreicht man auf dem Mainland viele gute dunkle Orte mit Weitblick. Doch selbst am Hafen von Lerwick oder oberhalb auf dem Fort Charlotte sind gut Plätze.

Färöer Inseln 

Natürlich liegen die Färöer Inseln wie Shetland genug im Norden um mit Erfolg Nordlichter beobachten zu können. Allerdings sind die Färöer Inseln weit draussen im Nord-Atlantik wettermässig sehr exponiert. Die Wolken ziehen tief über das Meer und verfangen sich in den relativen hohen Bergen der Inseln, daher gibt es viel Nebel und Regen. Wenn der Himmel einmal frei ist, kann man aufgrund der niedrigen Luftverschmutzung immer mit einer klaren Sicht rechnen.

Ein ganz besonderes Erlebnis im ist der Nachtflug der Atlantic Airways über den Nord-Atlantik, während die Lichter am Himmel tanzen.

Empfohlene Orte: dazu habe ich nichts gefunden, aber es gibt genug „Nord-Kaps“ oder Gipfel auf der Insel-Gruppe. Vielleicht ist der Hausberg von Klaksvik, der Klakkur mit 413 Meter über Meer ein guter Ort. Die freundlichen Färöer werden sicherlich vor Ort sofort weiterhelfen und einen guten Beobachtungsort kennen.

Irland (Northern Lights, An Chaor Aduaidh)

Irland wird keine touristische Nordlicht-Destination werden, überrascht aber trotzdem mit seinen Nordlichtern. Diese sind zwar eher schwach zu sehen, es ist aber erstaunlich, wie viel Sichtungen letztes Jahr im Norden von Irland gemacht worden sind. Ich konnte dies auf Twitter verfolgen, zum Teil haben die irischen Fotografen ganz tolle Bilder geschossen und veröffentlicht.

Gute Plätze zur Beobachtung gibt es an der Nord-Küste im County Donegal. Hier ist der Malin Head ein sehr guter Platz. Es gibt in Irland sogar einen Aurora Alert @Aurora_ireland, welcher einem zuverlässig über bevorstehende Nordlicht-Phasen informiert.

Empfohlene Orte: Malin Head, Inishowen (Co. Donegal), Lough Melvin, (Co. Leitrim), Gortmore View Point, (Co. Londonderry), Giants Causway (Co. Antrim), Rathlin Island (Co. Antrim) – bei stärkeren Nordlichter kann man an den Stränden von Dublin Glück haben und Nordlichter beobachten.

Island (Segulljós)

Unsere ersten Beobachtungen haben wir hier in Island gemacht. Wer im August in Island unterwegs ist, sollte in der Nacht schon die Augen offen haben, dann beginnt bereits die Nordlicht-Saison.

Nordlichter am Himmel über dem Fjord Eyjafjörður (Island)

Im Oktober 2015 haben wir am Fjord Eyjafjörður ein Ferienhaus gemietet – und dies war auch in Punkto Nordlicht ein Volltreffer. Von der Terrasse aus hatten wir – bei gutem Wetter – eine perfekte Beobachtungsstation für das Nordlicht. Und wenn es los ging, dann waren wir halt wirklich quasi schon vor Ort. Vom Ferienhaus waren wir zudem schnell oben in den Bergen, in der totalen Dunkelheit.

Iceland15-8012-2
In Nord-Island hat man das Nordlicht vor der Haustüre

Natürlich kann man es in Island einfacher haben, als zuerst noch 5 Stunden von Reykjavik an den Fjord Eyjafjörður zu reisen. Man muss eigentlich nur das elektrisierende Nachtleben von Reykjavik und damit die Lichter der Stadt hinter sich lassen und den Thingvellir Nationalpark ansteuern. In diesem Park, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. Der Nationalpark ist aber auch ein Mekka für die Fans von Polarlichtern, die hier besonders eindrucksvolle Tänze aufführen. Bei starken Lichterscheinungen stellt die Stadt Reykjavik die Strassenbeleuchtung aus, so dass man sogar aus der Stadt die Aurora Borealis sehen kann.

Empfohlene Orte: Ausserhalb von Reykjavik, Thingvellir Nationalpark, Rangá/Hella, Akureyri (Nordisland) – überall auf der gesamten Insel findet man gute Plätze.

Schweiz 

Wenn verschiedene Kriterien zusammentreffen, besteht sogar in der Schweiz die Möglichkeit, die Nordlichter zu beobachten. Solange der Himmel klar ist und nicht durch die elektrischen Lichter unserer Agglomerationen beeinflusst werden, ist das Naturschauspiel nicht ausgeschlossen. Im Jahr 2011 gab es einige Nächte in der Schweiz (Raum Basel) in denen Nordlichter gesichtet wurden.

Deutschland 

Das gleiche gilt für Deutschland. In Nord-Deutschland werden öfters Sichtungen gemeldet. Wie in der Schweiz, darf man nur ein diffuses Leuchten erwarten. Vielfach sind diese Nordlicht-Erscheinungen mit dem Auge nicht zu erkennen sondern nur fotografisch erfassbar.

Russland

Der Norden von Russland ist eine gute Nordlicht-Destination und bietet hervorragende Bedingungen. Hier scheint Murmansk (mit der angrenzenden Halbinsel Kola) das Nordlicht-Zentrum in Russland geworden sein.

Aurora Australis – das Polarlicht des Südens

Das Schwesterphänomen Südlichter ist eher unbekannt. Schon weil Anreise an Orte mit Südlichter schwieriger ist. Bilder von Südlichter zeigen, dass diese genauso spannend und spaktakulär sein müssen.

Empfohlene Orte: Südgeorgien, Falklandinseln, Stewartinseln, Tasmanien – als einer der besten Orte gilt Ushuaia im Süden von Argentinien, allerdings braucht es bei den berüchtigten Wetterverhältnissen dort viel Glück für eine Nacht mit klarem Himmel.

Wie ich die Nordlichter gesehen und erlebt habe…

Wie Nordlichter wirklich aussehen? Ich habe die Nordlichter als weisse, graue Lichttschleier wahrgenommen. Stärkere Nordlichter nahm ich in einem pastellen Grün wahr. Allerdings hatte ich bisher noch nie das Glück ein ganz starkes Nordlicht mit tiefgrünen und tiefroten, leuchtenden Segeln, die wie Fahnen im Wind flattern, zu sehen. Solche Nordlichter habe ich bisher nur auf den Videos von Nordlicht-Experten und Profi-Filmern gesehen. Der Grund für meine Wahrnehmung „weiss/grau“ liegt neben anderen Faktoren an meinem Sehvermögen bei Dämmerung und in der Nacht.

Mein eigenes Sehvermögen lässt die Nordlichter weiss/grau erscheinen. Erst bei stärkeren Nordlichter konnte ich Pastell-Töne (grün, rot) erkennen.

Dafür sieht meine Kamera alles leuchtend knallig grün, manchmal sogar rot, violett. Die Erklärung dafür ist einfacher, denn die Aurora Borealis ist ein elektrisches Licht und wird von den empfindlichen Sensoren während den üblichen Langzeitbelichtung „wahrheitsgemäss“ farbig aufgezeichnet.

Wie ich die weissen Nordlichter zum ersten Mal gesehen habe, darüber habe ich einen Post „Wie Nordlichter wirklich aussehen …“ verfasst.

Dieses Bild zeigt ein starkes Nordlicht welches ich mit einer Langzeitaufnahme von ca. 8 sek aufgenommen habe. Auch dieses Nordlicht habe ich mit eigenem Auge nur leicht grünlich erkennen können. Die Spieglung auf dem Wasser konnte ich mit eigenem Auge nicht sehen.

Was man weder auf den Fotos noch auf den Zeitraffer-Videos transportieren kann, ist das Erlebnis, das Gefühl wenn die Lichter am Himmel erscheinen, tanzen, sich bewegen, verschwinden und wieder kommen. Oder Leuchtbogen an den Himmel zeichnen. Und alles ist plastisch, man hat das Gefühl das Licht könnte man berühren. Ob weiss oder bunt – das Polarlicht ist faszinierend!

Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans! Alle meine Berichte zum Nordlicht findest Du hier.

Die verwendeten Bilder sind alle im Oktober 2015 auf Island sowie im September 2016 auf den Lofoten entstanden (Fotos by Michael’s Beers & Beans)

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