Winterwanderung zur Mettnauspitze

Bodensee, Wanderungen Bodensee

Nur im Winterhalbjahr ist der Weg durch den beeindruckenden Schilfwald bis zur Mettnauspitze geöffnet. Von dieser kleinen, wunderschönen Winterwanderung ein paar Bilder und eine kleine Beschreibung der Route.

Die Halbinsel Mettnau bei Radolfzell am Untersee liegt zwischen dem Markelfinger Winkel und dem Zeller See. Sie ist etwa 3,5 Kilometer lang und bis zu 800 Meter breit. Ein grosser Teil der Halbinsel steht bereits seit 1926 unter Naturschutz.

Meine kleine Wanderung startete am Bahnhof Radolfzell und ich folgte dem Seeweg ostwärts. Der Weg führte mich immer am Seeufer entlang und durch den idyllischen Stadtpark. Etwas überrascht bin ich am Ende dieses Parks auf viele Gebäude gestossen – es sind die Häuser der bekannten Mettnau-Klinik. „Heilung durch Bewegung“ statt Medikamente und Chemie scheint den Erfolg dieses Therapiezentrums seit jeher auszuzeichnen.

Mit dieser Erkenntnis bewegte ich mich weiter bis auf den Mettnauturm, der mich mit einer wunderschönen Aussicht belohnte. Bis hierher ist der Weg ganzjährig zugänglich. Der Pfad bis zur Spitze der Halbinsel dagegen ist nur von Ende August bist Mitte April für Spaziergänger geöffnet. Der Zeitraum variiert je nach Brutzeit der Vögel.

Die Mettnauspitze ist ein schöner Platz und ich genoss an diesem sonnigen Wintermorgen den Blick rüber auf die Insel Reichnau.

Der gleiche Weg führte mich wieder zurück. Zum Schluss entschied ich mich noch für einen lohnenden Umweg. Über die Bahnbrücke und dem alten Stadtgraben (ist heute ein lauschiger Park) erreichte ich die schöne Altstadt von Radolfzell. Mit dem Besuch des gotischen Münster rundete ich diese „Winterwanderung“ mit einem schönen Kontrast ab.

Distanz: ca. 6.5km (inkl. Altstadt ca. 8km)
Höhendifferenz: keine (ausser man klettert auf dem Turm …)
Wanderzeit: ca. 1 1/2 Stunden
Achtung: Der Fussweg zur Mettnauspitze ist im Frühling und Sommer gesperrt (Brutzeit)

Klöster, Gemüse und maritimes Feeling

Bodensee, Deutschland, Wanderungen Bodensee, Wanderungen und Touren

Das Erlebnis Insel Reichenau beginnt schon mit der Anreise. Eine lange Pappelallee verbindet die Insel mit dem Festland und erlaubt einen Blick auf das Schweizer Ufer und den Gnadensee. Rechts und links der Strasse erstreckt sich das Wollmatinger Ried, das grösste Naturschutzgebiet auf der deutschen Seite des Bodensees. Am Ende der langen Allee treffen wir den Wanderbischoff Pirmin, der hier 724 ein Kloster gründete und an die Kirchengeschichte erinnert. Spätestens mit der Überquerung des Bruckgrabens sind wir auf der Insel der Gärtner, Fischer und Winzer angekommen. Und wir spüren sofort das maritime Lebensgefühl sowie den Charme welcher die Insel hier über die Jahrhunderte behalten hat.

Auf der Suche nach den idyllischen Winkel, Naturschönheiten und Baudenkmale lasse ich Euch in meine Impressionen, die auch etwas von dem gelassenen-maritimen Lebensgefühl und dem südländischen Feeling weitergeben, eintauchen. Die Fotos sind auf einer Rundwanderung (Insel–Flanieren wäre wohl eher richtig) entstanden, der Tourbericht zum nachwandern, findet Ihr wieder am Schluss dieses Posts.

Impressionen

Der Hochwart genannte, höchste „Gipfel“ der Insel liegt 40m über dem See – darauf steht ein Teehäuschen.

Mehr über das Teehäuschen und die Hochwart findest Du in meinem Post Ein Teehäuschen auf dem höchsten Punkt der Insel Reichenau.

Blick auf den Untersee und in rüber in den Thurgau (Schweiz)

Die „Schiffslände“

Der Uferweg

Ausblicke

kleine Badeplätze

Die Kirche St. Peter und Paul wurde bereits im Jahre 799 geweiht.

Kirche St. Peter und Paul

Fischernetze

Die von ihrem Ursprung älteste Kirche der Insel ist das Münster St. Maria und Markus, die ehemalige Klosterkirche (Klostergründung 724).

Münster St. Maria und Markus

Münster St. Maria und Markus

Michael’s Beers & Beans Insel-Tipps:

  • Gemüse und Obst direkt von der Insel – frischer und knackiger geht’s nicht! Es gibt viele grosse und kleine Verkaufsstellen auf der ganzen Insel.
  • Georg’s Fischerhütte – beliebtes, rustikales Lokal mit Fischangebot nach Fang
  • „Café“ Hochwart (Öffnungszeiten Di, Mi, Fr, Sa 14.00 bis 18.00 Uhr, Sonntags auf „gut Glück“)
  • Ein Sommerabend auf der Restaurant-Terrasse des Standhotels Löchnerhaus (Tisch reservieren notwendig)
  • Herrliche rote oder weisse „Insel-Weine“ können direkt beim Winzerverein gekauft werden – neben dem tollen Weinen spricht mich der Winzersekt „Reichenauer Hochwart Cuvée“ sehr an.
  • UNESCO Weltkulturerbes mit dem Besuch der drei romanischen Kirchen. Sehenswert (u.a.) sind die Wandmalerei St. Georg, die Schatzkammer St. Maria und Markus sowie die idyllisch gelegene Kirche St. Peter und Paul. Darüber hinaus gibt es drei Museen, in die man sich in die Geschichte vertiefen kann.

Beschreibung Tour

Ausgangspunkt dieser Wanderung sind die Parkplätze im Ortsteil Mittelzell (z.B. unmittelbar in der Nähe vom Hotel Mohren) oder die Bushaltestelle am Museum Reichenau.

Für den Start muss man die „Hochwartstrasse“ erwischen, die direkt am Hotel Mohren (Pirminstrasse) beginnt. Einfach dieser Strasse leicht bergauf folgen, bis ein kleiner Parkplatz kommt, jetzt findet man den Weg hoch zum Teehäuschen „Hochwart“ einfach. Zu diesem Aussichtspunkt wandern wir hoch. Von der Hochwart müssen wir uns jetzt irgendwie zur Schiffslände durchschlagen. Am besten man geht den Weg ein kurzes Stück bis zum kleinen Parkplatz zurück, dann links bergab bis zur Vorfahrtstrasse, die wir kreuzen. Weiter in die Markusstrasse. Entweder man folgt nun dem Rad-Symbol, welches auf der Strasse aufgezeichnet ist, bis wir zur Schiffslände kommen (nur zum Teil Fussgänger-Wegweiser vorhanden). Oder wir gehen die Markusstrasse bis ganz zum See herunter und suchen dort etwas nach dem kleinen Fussweg, der einem ebenfalls zur Schiffslände bringt. Ab der Schiffslände wird die Orientierung der restlichen Wanderung einfach. Der Uferweg startet bei der Schiffslände, am Strandhotel Löchnerhaus – der Uferweg ist ein Pfad der meistens direkt am Seeufer weiter führt. Diesem kann man folgen bis man beim Campingplatz/ Strand Sandseele ankommt. Weiter folgen wir dem gleichen Uferweg mit Blick auf reizvolle Buchten bis nach Niederzell (Doppelturmkirche, Schloss Windeck). Von hier verläuft der Wanderweg am Nordufer weiter, am Strandbad Reichenau vorbei bis zum Jachthafen. Von dort erkennen wir das Münster St. Maria und Markus, durch dessen Parkanlage (Kräutergarten) wir durchgehen und so kommen wir nach Mittelzell, zu unserem Ausgangspunkt zurück.

Dies ist (in Teilabschnitten) beliebt bei Spaziergängern, daher auch in zahlreichen Wanderführer ähnlich aufgeführt und beschrieben. Daher vielleicht etwas früher am Morgen zur Wanderung starten. Es ist eine leichte, gemütliche Wanderung, wir haben dafür ca. 2 Stunden (Gehzeit) gebraucht. Distanz ca. 8 – 9km. Möglichkeit für Pausen oder zum Einkehren gibt es genug. Höhenunterschied 44 m, höchster Punkt Hochwart, danach keine Anstiege mehr. Fotografen sollten viel Zeit einrechnen, wegen dem Licht natürlich eher in den frühen Morgenstunden unterwegs sein. Es gibt viele schöne Insel-Sujets.

Von Freiherren, Rennfahrern und der Windows-Wiese

Bodensee, Schweiz, Thurgau, Wanderungen Bodensee

Am paradiesischen Untersee gibt es ruhige Orte und eine Landschaft zum Schwärmen. Früher waren es Freiherren, die sich hier gerne niederliessen. Heute zieht diese Gegend den einen oder anderen Prominenten an, der hier die Ruhe, den Kontrast zum aufregenden Jet-Set-Leben sucht. Ein Formel 1 – Rennfahrer hat sich am Ufer der „Westbucht“ sogar ein Badehäuschen gekauft. 

Heute nehme ich Euch auf eine kleine Tour durch die wunderschöne Untersee-Landschaft mit. Es geht vom Seedorf Mammern bis zum letzten Dorf am Bodensee nach Eschenz. Am Schluss – nach den Impressionen – findest Du eine kleine Tour-Beschreibung. Und natürlich wirst Du auch etwas über das Badehäuschen des Formel-1 Weltmeister finden. Ach ja, der Windows-Wiese aus den alten XP-Zeiten wirst Du hier wieder begegnen.

Impressionen

Die Wanderung startet in Mammern und beginnt mit einem kleinen Aufstieg durch den saftig grünenden Tobelwald.

Nach dem Tobelwald erreichen wir die offene Landschaft des Seerückens.

Dieses Bild erinnert irgendwie an die „Window-Wiese“ («Bliss»), einst das Standard-Hintergrundbild von Windows XP. Das Original entstand übrigens in Kalifornien.

Ein Pfad führt durch die „Windows-Wiese“ zum Aussichtspunkt Hochwacht (590m). Von hier hat man einen der schönsten Panorama-Blicke auf den Untersee.

Blick auf den sattblauen Untersee von der Hochwacht aus.

Kurz nach der Hochwacht erreichen wir die beliebte Wallfahrtskapelle „Sieben Schmerzen Mariä“ (Kapelle Klingenzell). Über dieses herzige Kirchlein findest Du in meinem Post Kapelle Klingenzell – von Hochzeiten und Wildschweinen noch weitere Bilder und ein paar Infos.

Von der Kapelle Klingenzell hat man einen schönen Blick nach Stein am Rhein – hier beginnt der Hochrhein.

Nun führt die Wanderung runter an den See und wir geniessen den weiteren Wegverlauf am Ufer des Untersee.

Ein Wasserbüffel? Kein Scherz, auf einem Bauernhof in der Nähe von Eschenz wird Milch für Mozzarella hergestellt.

Am Hafen von Eschenz – hier endet der Bodensee und fliesst in den Hochrhein ab.

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Was für ein Kontrast zu Monaco! Hier an diesem Ufer – versteckt hinter Bäumen – hat ein berühmter Formel 1- Weltmeister sein Badehaus (inkl. Bootsgarage). Wer mehr darüber wissen möchte, am Schluss dieses Posts findest Du einen Link zu einem Bericht über dieses Badehaus.

Idyllisch gelegenes Badehaus

Ein Bauernhof unterwegs bewirtet Gäste, es gibt auch einen kleinen Hofladen.

Hier werden an bester Sonnelage Trübeli angebaut (rote Johannisbeeren)

Beschreibung Rund-Tour:

Die ganze Tour verläuft immer auf gelb markierten Wanderwegen.

Der Bahnhof in Mammern ist Startpunkt. Hier findest Du Parkplätze, falls Du mit dem Auto anreisen möchtest. Am Bahnübergang hat es Wanderwegweiser – hier dem Wegweiser „Amenhusen“ folgen. Der erste Teil geht an der Landstrasse entlang bis zum Ortsende. Dann von der Landstrasse abbiegen, der Weg geht rechts in eine Forststrasse hinein. Diesem Waldsträsschen folgen – es geht bergauf – mal rechts, dann links dem Bach entlang. Nach dem Aufstieg kommst Du aus dem Wald auf eine offene Landschaft. (Eggmüli oder Eggmiili). Der gelben Wandermarkierung weiter in Richtung Hochwacht dem Strässchen folgen, später wird es ein Wirtschaftsweg. Am Schluss bis zur Hochwacht ist es dann noch ein kleiner Pfad. Von der Hochwacht dem Wegweiser Klingenzell folgen. Von der Kapelle Klingenzell verläuft der Weg (ausgeschildert, nicht den „Kreuzweg“ nehmen) dann nach Eschenz hinunter. In Eschenz vielleicht noch ein Abstecher zur schönen Badi (inkl. Bad) machen. Von Eschenz ist der Uferweg gut ausgeschildert, der Dich dann an den Ausgangspunkt nach Mammern zurückbringt.

Gasthöfe: wenig Möglichkeiten, eigentlich nur der Klingenzellerhof (bei der Kapelle)

Diese leichte Tour ist ca. 11 km lang und wir brauchten dafür ca. 2.45 Uhr (reine Gehzeit). Leichte Orientierung. Am Anfang eine mittlere Steigung, Höhenunterschied ca. 220m.

Und hier noch der Link zum Bericht „Das Bootshaus des Formel-1-Stars“ (Quelle http://www.tagblatt.ch St. Galler Tagblatt)