Die Schwifurgga – ein Pass von Arosa nach Davos

Arosa, Wanderungen Sommer

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Es gibt zahlreiche Gebirgsübergänge die das Tal Schanfigg mit dem Landwassertal verbinden. Diese Bergwege wurden bereits im Mittelalter genutzt, nur so war es überhaupt möglich von Arosa nach Davos zu kommen. Heute werden diese von Wanderer und Biker genutzt, haben also nur noch eine touristische Bedeutung. Der bekannteste Übergang ist die Latschüelfurgga. Dieser Gebirgspass ist zu Fuss einer der bequemste Übergänge von Arosa zum Strelapass, von wo aus man Davos dann leicht erreichen kann.

Weitere Übergänge sind die Maienfelder Furgga und das Alteiner Fürggli. Und es gibt noch weitere. Einer davon ist die Schwifurgga – ein Übergang den wir bisher noch nie begangen haben. Einen Bericht über diese schöne Tour findest Du am Schluss dieses Posts. Den Vorrang möchte ich nachfolgend ein paar schönen Aufnahmen von verschiedenen „Schlüsselstellen“ lassen, dazu ein paar kleine, interessante Informationen.

Viel Spass bei meinem Bilder-Post „Schwifurgga“!

 Der Untersee – Start unserer Tour

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Am frühen Morgen ist es noch ruhig am Untersee, dem kleinen Bergbadesee in Arosa. Dabei war es um den See nicht immer so ruhig. Bereits 1545 verbot der Erzherzog von Ferdinand von Österreich, dass in diesem See gefischt wurde. Später lag die Hoheit des Sees bei Davos. 1657 kaufte sich Davos gegen eine hohe Zahlung von den Österreich los. Um das Geld aufzubringen, verkaufte Davos seine Hoheitsrechte an Chur, die also nun seit 1669 „Besitzer“ der Fischereirechte des kleinen Untersee sind.

Tiejerwald

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Vom Untersee geht es zuerst hinunter zum Stausee. Dann steigt der Weg bergauf zur Furggalp und nach dem ersten steilen Aufstieg kommt man in den wunderschönen Tiejerwald. Hier im Naturwaldreservat Tiejerwald kann sich die Natur ungestört entwickeln. Es ist ein Glück, dass schon vor der Reservatsgründung hier kaum forstliche Nutzung erfolgte. Vorwiegend findet man Fichten und Lärchen, die einen lichten Wald ergeben. Hier sollte man etwas Zeit einräumen, den Wald genauer betrachten, entdecken was es heisst, wenn ein Wald ungestört lebt und sich entwickelt. Mit etwas Glück kann man auch die seltenen „Alpemeise“ beobachten.

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Aroser Dolomiten

Unser Weg führt uns durch einen Teil der Aroser Dolomiten. Und zwischendurch eröffnet sich der Blick auf die zweite Gipfelreihe der Aroser Dolomiten mit Aroser- und Parpaner Rothorn. Geologisch werden nämlich auch Aroser- und Parpaner Rothorn sowie das Schiahorn und die Weissflue zu den Aroser Dolomiten gezählt.

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Die ewigen Schneefelder am Tiejer Flue

Noch trotzen sie der Klimaveränderung. Am Tiejer Flue (2781 m) gibt es das einzige „ewige“ Schneefeld in der Region Arosa. Dieser Schnee überlebt (meistens) den Sommer bis zum nächsten Winter, der ja schon bald in dieser Höhe wieder beginnt.

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Tragödien am Berg

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Immer wieder findet man in den Bergen solche Gedenktafeln – stumme Zeugen eines Unglückfalles. Im Jahrbuch des SAC habe ich nachträglich gefunden, dass es sich um den 73. Alpinen Unglücksfall im Jahr 1935 handelte. Uns „Berggänger“ soll es auch daran erinnern, dass wir vorsichtig bleiben und den Bergen und ihren Gefahren grossen Respekt entgegenbringen sollten.

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Der „Höhepunkt“ dieser Tour war natürlich die Schwifurgga. Hier haben wir die Passhöhe erreicht und es tut sich ein grossartiger Blick ins Landwassertal mit den mächtigen Bergen im Hintergrund auf.

Der Bergsee

Auf dem Abstieg von der Schwifurgga kommt ein kleiner Bergsee – was für ein Fotomotiv!

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Staffelalp

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Im letzten Teilstück unseres Weges nach Davos kommen wir auf die bekannte Stafelalp. Über die Bedeutung des Wortes Stafel und einen berühmten Maler, der hier oben eine Zeit lang lebte, gibt es bald einen eigenen Post.

Davos und sein neues Wahrzeichen

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Davos ist die höchstgelegene Stadt in Europa. Und mit dem neuen InterContinental Hotel hat Davos ein neues Wahrzeichen erhalten. Die Davoser nennen es inzwischen liebevoll das „goldene Ei“.

Tourenbericht

Viele Wanderer, die von Arosa starten, nutzen die Übergänge für eine längere Rund-Tour, verbinden als zwei Übergänge miteinander und beenden dann die die Tour wieder am Ausgangsort in Arosa. Ich dagegen möchte die Pässe so bewandern, wie diese einmal gedacht waren, also um von Arosa nach Davos zu kommen. Und es ist ein Erlebnis, wenn man in Arosa startet und über einen Gebirgspass wandert und aus der Wildnis kommend plötzlich in der höchstgelegenen Stadt Europas steht. Zurück geht es dann mit dem Zug über Filisur – Thusis – Chur – Arosa. Auf einer der schönsten Zugstrecke der Schweiz.

So stand heute die Wanderung von Arosa nach Davos über die Schwifurgga an. Und damit einer der beschwerlichsten Gebirgswege rüber nach Davos. Den der höchste Punkt ist hier erst bei 2‘519 Meter über Meer erreicht. Wir starteten in Arosa und wanderten zuerst runter zum Stausee – dem tiefsten Punkt unserer Wanderung (ca. 1600 Meter über Meer). Es war auf diesem, noch im Schatten liegenden Teil noch recht kühl und so freuten wir uns, nach links in den sonnigen Aufstieg zur Furggaalp abzubiegen. Hier befanden wir uns auf dem Schanfigger Höhenweg und wir folgten diesem bis nach Tieja, bereits auf 2000 Meter Höhe. An diesem Punkt verliessen wir den Höhenweg und stiegen hoch zur Schwifurgga. Natürlich diskutierten wir während dem Aufstieg, warum dieser Pass so getauft wurde. Auf der Furggaalp hatten wir tatsächlich Schweine gesehen, wir können uns aber kaum vorstellen, dass man früher über diesen beschwerlichen Bergweg Schweine getrieben hatte. Wir erreichten den Übergang auf 2519 Meter über Meer und werden mit einer Panoramasicht belohnt. Hinter uns der Blick zurück auf das Aroser Weisshorn mit einem Teil des Schanfigg und vor uns lag das Sertigtal, das Rinerhorn und weiter südlich in voller Grösse das Tinzenhorn und der Piz Ela. Von hier könnte man jetzt über die Chorbschhornhütte zur Laschüelfurgga und so wieder zurück nach Arosa laufen. Oder noch weiter bis zum Strelpass, dann über den Tritt zurück nach Arosa oder Sapün/Langwies.

Wir folgten unserem Plan für den Abstieg nach Davos Platz. Aber kurz nach dem Übergang gab es erstmals eine Rast an einem kleinen Bergsee – was für ein Fotomotiv! Auch dafür musste Zeit sein. Von dort ging es dann über Grashänge runter zur schönen Stafelalp. Weiter folgten wir dann dem Wegweiser Davos Platz (resp. ausgeschilderte Abkürzung) Und bald nach der Stafelalp hörten wir die Stadt und dann tauchte sie unter uns auf. Eindrücklich die Stadt Davos mit dem neuen Wahrzeichen, dem goldenen Ei!

Für diese Art der Passüberquerung sollte man einen ganzen Tag einrechnen. Die reine Gehzeit für normale Wanderer liegt zwischen 5 – 5.5 Stunden. Weg-Distanz ca. 25 km. Als Fotograf braucht es noch eine Extra-zeit, dann gehören Pausen einfach auch dazu. Zudem noch etwas Zeit für Davos einrechnen, für die Rückfahrt mit dem Zug nach Arosa muss man nochmals 2.5 Stunden veranschlagen.

Die Tour in Bildern:

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Rückblick auf Arosa (Furggalp)

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Brücke über den Tiejer Bach

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Vor uns der Aufstieg zu Schwifurgga

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In den Aroser Dolomiten (Aufstieg zur Schwifurgga)

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Höchster Punkt unser Wanderung

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Ein kleiner Bergsee bietet sich als guter Rastplatz an

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Abstieg in Richtung Davos – Blick zurück auf das Tiejer Flue

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Abstieg über steile Bergwiesen

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Endlich wieder ein richtiger Weg …

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Durch den Davoser Wald – unter uns hören wir schon die Stadt.

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Die höchstgelegene Stadt Europa’s liegt vor uns

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Wir kommen über den „Stadtteil“ Alberti in Davos an

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Zu einer grossen Stadt gehört ein grosses Feuerwehrdepot

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Mitten in der City – heisst hier etwas nüchtern Davos Platz

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Unser Zug nach Filisur – Thusis – Chur – Arosa

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Eine Fahrt mit der Rhätischen Bahn ist immer ein Erlebnis

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Ein starkes Gewitter vertreibt den schönen Sommertag …

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… gut sitzen wir inzwischen im Zug.

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In Arosa zurück – das Gewitter hängt noch in der Maienfelder Furgga – auch ein Gebirgsübergang nach Davos.

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Der Sommer kommt am späten Abend in Arosa zurück.

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10 Seen in Arosa entdecken und erwandern

Arosa, Wanderungen Sommer
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Älplisee

Zum Start in den Bergsommer habe ich Euch hier mit dem 10 Seen Plausch einen tollen Tipp. Als ich vor einiger Zeit den 10 Seen-Plausch von Arosa Tourismus „entdeckte“, war mir eigentlich gar nicht bewusst, dass wir rund um Arosa so viele Seen haben. Schnell war für mich klar, dass ich alle diese Seen erwandern muss und dies inspirierte mich zu meiner Fotoserie 10 Lakes of Arosa, die Du nachfolgend findest. Und einige Tipps zum nachwandern sind ebenfalls dabei.

Bitte hier weiterlesen ….

Wandertipp Sylt: Südseestrände und Dünen

Deutschland, Sylt, Wanderungen Sommer

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Auf der wunderschönen Insel Sylt war ich natürlich auch als Wanderer unterwegs. Ausgeschilderte Wanderwege wie wir es kennen gibt es auf Sylt eher nicht. Nun, man wandert normalerweise einfach am Strand entlang und hier ist die Orientierung sehr einfach. Aber es gibt auch Ausnahmen. Wie dieser Tipp für eine rund 3h Wanderung über Südseestrände und Dünen.

Start ist auf dem Parkplatz „Seepferdchen Samoa“ – hier her führt uns die Wanderung auch wieder zurück. Von diesem Ausgangsort geht es zum Strand und dann alles der Wasserlinie nach in Richtung Süden. Vorbei kommen wir am berühmten Sansibar – wir gehen weiter am Strand bis zur Buhne/Übergang 74. Hier hat es eine Düne mit einem (militärischen) Aussichtsplatz, den wir natürlich „mitnehmen“. In 10müM (!) haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Samoa-Strand. Von der Düne geht es dann runter über den Parkplatz zur Hauptstrasse, dann rechts versetzt geradeaus auf einen Weg der nach wenigen Metern in die Terrasse der ehemaligen Inselbahn mündet. Dieser folgen wir bis zu Jugendherberge Puan Klint, hier findet sich eine zweite Aussichtsdüne, die mit 22müM auch unseren höchsten Punkt markiert. Die Inselbahntrasse führt uns am 193m hohen Mast eines Funknavigationssenders vorbei. Wir wandern weiter bis wir auf dem Sanisbar-Hauptparkplatz angekommen sind. Dort zweigt rechts ein Wanderpfad ab (unbedingt diese Route nehmen, sonst verpassen Sie einen schönen Teil der Wanderung), diesem folgen Sie bis an der wattseitigen Wasserlinie (Randdünde Grosse Fli) ankommen. Einfach der Wasserlinie folgen bis der Dünenzug endet, dann schwenkt ein Wanderweg landeinwärts und mündet an einer Schutzhütte. Hier folgen wir wieder der Inselbahntrasse bis zum Ausgangspunkt Seepferdchen Samoa.

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Weitere Bilder von der schönen Insel Sylt (Queen of the North Sea) findest Du in meinem Portfolio: Sylt – leuchtende Tage

Keine Bären im Bärental! (Wanderung nach Davos)

Arosa, Wanderungen Sommer
Bärenpark Arosa

Unsere Ziel – das Bärental

Der neue Bärenpark oder das Bärenland ist in Arosa wieder sehr aktuell und scheint entscheidende Schritte vorangekommen zu sein.

Aufgrund von Überlieferungen haben wohl hier in Arosa bereits einmal Bären gelebt. Es gibt Flurnamen die darauf hindeuten, wie zum Beispiel das Bärenbad oder das Bärental.

Anfänglich sollte im Gebiet Bärenbad – Lärchboden (ehemalige Sprung-Schanzenanlage) ein rund 5 ha grossen Bären- und Naturerlebnisparks eingerichtet werden. Also an einem Ort, wo wohl schon einmal Bären gelebt haben. Davon ist man jetzt abgerückt und plant zusammen mit Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ in der Nähe der Mittelstation der Weisshornbahnen das „Aroser Bärenland“.

Ein weiteres Indiz, dass hier einmal Bären gelebt haben ist vielleicht das Bärental – der heutige Wandertipp. (Gehzeit: ca. 5 – 6 Stunden)

Spezial Tipps für Fotowanderer: schöne Landschaften, Alteiner Wasserfälle, Alteiner See, Panorama auf die Bergwelt von Davos, Murmeltiere, Bärentaler Alp
Ausgangspunkt: Untersee
Höhenunterschied: höchster Punkt ca. 2‘250 müM, tiefster Punkt 1‘700 müM
Anforderungen: gute Kondition, gute Bergschuhe, Weg sehr gut ausgeschildert
Kinder: etwas für geübte „Wander-Familien“, in der Alteiner Alp gemeinsam frischen Joghurt probieren
Wegverlauf: Untersee – Isla – Alteinsee – Alteiner Fürggli – „ufem Tritt“ – Bärental – Bärenalp – Glaris – Davos (mit dem Zug über Filisur wieder zurück nach Arosa)
Distanz: k.A.
Einkehr: unterwegs keine Möglichkeit, allenfalls auf der Bärentaler Alp. Möglichkeiten am Schluss in Glaris und Davos.

Wegweiser Bärental

Das Bärental ist von Arosa aus über das Alteiner Fürggli zu erreichen. Ein wunderschönes Tal, dass von Arosa aus kaum von Wanderer begangen wird.  Aber geade eines vorab: wir haben dort keine Bären gefunden!

Obwohl am Samstag ein Hitzetag angesagt war, entschieden wir uns für diese Tour. Ziel war das Bärental auf der Davoser Seite. Wegen der Hitze hiess es natürlich sehr früh aus den Federn und dies brauchte doch etwas Überwindung. Belohnt wurden wir dann mit einer kühlen Morgen-Luft und den Aufstieg zum Alteinsee konnten wir grösstenteils im Schatten bewältigen.

Der eigentliche Start dieser Wanderung ist der Untersee. Von hier ist alles gut beschildert. Zuerst verläuft der Weg angenehm durch die Isla, bald wird es dann sehr steil. Ein erster kurzer Stopp gibt es beim Alteiner Wasserfall, der im Moment noch viel Wasser führt. Weiter geht es steil bergauf auf das Hochplateau «Uf Altein», hier erreichen wir die 2000m. Bald ist auch der Alteinsee erreicht. Der Hirt verkauft hier oben Selbstgemachtes und Getränke, auch die Feldflasche kann man hier am Brunnen mit Wasser nachfüllen. Mit etwas Glück kann man frischen Joghurt probieren.

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Alteinsee

Weiter folgen wir dem schmalen Weg, der nun relativ flach verläuft, laufen über wunderbare Alpweiden und steigen schlussendlich nochmals 250 Höhenmeter bis zum Alteiner Fürggli, dem höchsten Punkt der Wanderung. Rund um uns sind die Berge Altein, Amselflue und Valbellahorn.

Von hier oben sehen wir direkt auf das Rinerhorn, kaum höher als wir uns befinden. Es ist leider nicht ganz so klar, trotzdem erscheint weiter rechts der Hochducan mit dem weissen Gletscher Ducan davor.

Vor uns ist nun das Bärental. Von hier aus gesehen wölbt es sich sanft talab, sich immer mehr begrünend und in seinem unteren Teil bedeckt von Wald. Wir ahnen aber, dass wir irgendwie die 1100 Höhenmeter runter nach Glaris machen müssen. Hier oben ist die Temperatur noch angenehm, aber wir spüren die Hitze die noch auf uns zukommt.

Am Anfang wandern wir über das Gelände, hier ist der Weg schlecht markiert, die Orientierung nicht ganz einfach. Hier merkt man, dass das Bärental nicht unbedingt Ziel vieler Wanderer ist. Irgendwie finden wir dann den Einstieg und „ufem Tritt“ geht es steil bergab auf rutschigem Pfad. Irgendwann sind wir unten und der Weg wird einfacher. Ab hier ist das Bärental wunderschön: Alpwiesen, Wälder und der erfrischend sprudelnde Bach.

In der Mitte auf ca. 1900 müM erreichen wir die Bärentaler Alp, einige Häuser und das Bärenbeizli. Und noch immer liegt der Abstieg mit 500 Höhenmetern vor uns – und langsam wird es doch sehr heiss.

Bärenalp

Beim Abstieg fragen wir uns natürlich warum dieses Tal Bärental heisst? Bären haben wir nämlich keine gesehen. Zudem sind Bären ja auch Wanderer und daher selten nur in einem Tal zu finden. Ob wohl irgendeine Sage zum Namen geführt hat?

In Glaris geht eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung zu Ende. Mit dem Zug geht es dann über Filisur und Chur (33 Grad) zurück nach Arosa.

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Die kleine Bergkirche von Glaris – unser Endpunkt der Wanderung.

 

11.7.2012 (reloaded/aktualisiert 30.7.2015)

Wanderungen in Arosa: Urdenbahn – Parpaner Rothorn – Älplisee (mit Variante Ostgipfel)

Arosa, Wanderungen Sommer
Von Arosa her ist es für uns noch etwas ungewöhnlich, dass wir auch im Sommer mit der Urdenbahn einfach rüber in die Lenzerheide kommen.

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Auf dem Parpaner Rothorn
Wie und wo man hier wandern kann, muss ich zuerst noch etwas erkunden. Aber einen Tipp habe ich schon mal: Man kommt jetzt relativ einfach auf das Parpaner Rothorn – denn der Abstieg ins Urdental und dann der doch rechte steile Anstieg zum Urden-Fürggli entfällt und so ist man doch noch recht fit für den Aufstieg durch das Totentäli zum Rothorn. Von hier hat man die Möglichkeit mit der Bahn in die Lenzerheide runter zu kommen oder man geht den Weg bis zum Grediggs-Fürggli wieder zurück und wandert durch ein wunderschönes und wildes Tal runter zum Älplisee und zurück zu Arosa. Eine wirklich empfehlenswerte Wanderung!
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Die neue Urdenbahn führt einem rüber zum Urden-Fürggli

Wegverlauf:

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Wegverlauf Urdenbahn – Parpaner Rothorn
Wir starten an der Talstation Hörnlibahn und fahren mit einem der Gondeli hoch aufs Hörnli (2493 m.ü.M.). Von hier schweben wir mit der neuen, modernen Urdenbahn über das Urdental zur Station Urdenfürggli – wo unsere Wanderung beginnt. Achtung hier oben finden Sie keine Wanderwegweiser. Nehmen Sie daher den kleinen Abstieg links von der Station, dann kommen Sie sofort auf den offiziellen Wandeweg, welcher vom Urdental heraufkommt und folgen Sie diesem über einen kleinen Gipfel bis Sie die „Höhenstrasse“ erreichen. Diese führt an der Westflanke des Parpaner Weisshorns entlang aufwärts auf das „Gredigs-Fürggli“, weiter durch die Galerie und über die Matten des Totälpli, dann im Zick-Zack steil aufwärts aufs Parpaner Rothorn. Lohnenswert ist von dort dann der Abstecher auf den Ostgipfel des Rothorns, mit herrlichem Blick runter nach Arosa, aufs Aroser Rothorn und in die Lenzerheide.
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Älplisee
 
Vom Ostgipfel geht der Rückweg wieder zurück über das Parpaner Rothorn zum „Gredigs-Fürggli“, von wo unser Weg zum Älplisee und weiter nach Arosa abzweigt. Ein wunderschöner Abschnitt dieser Wanderung wartet auf uns.
Variante: 
Man kann auch vom Ostgipfel des Rothorns direkt querfeldein absteigen. (keine Markierung, kein Wanderweg) Tief unten sieht man immer den Älplisee, an dem man sich gut orientieren kann. Aber Achtung: Der erste Teil des Abstieges ist steil und führt vorallem über Geröllfelder. Sehr rutschig! Nach den Geröllfeldern sich dann eher rechts vom Bach halten, man kann dann etwas später den „Schafspfaden“ folgen und kommt so zum Alpinen Wanderweg (Blau-Weisse Markierung) welcher vom Erzhornsattel runter zum Älplisee führt. Von hier gibt es mehrere Möglichkeiten um Arosa zu erreichen. Achtung: Diese Route nur bei gutem Wetter nehmen und wenn man selber absolut Trittsicher ist! Sehr rutschiges, steiles Gelände.


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Variante führt durch unwegsames Gelände
Wussten Sie schon?
Während des 15. und 16. Jahrhunderts wurde in Arosa neben der herkömmlichen Land- und Waldwirtschaft auch Bergbau für Erze betrieben. Die älteste, heute noch erhaltene schriftliche Urkunde über Erze, Erzlagerstätten und Erz-Bergbau im Gebiet um Arosa stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. (Quelle: Freunde des Bergbaus FBG)
Gehzeit: 4 – 5 h (je nach dem ob man den Aufstieg zum Ostgipfel macht)
 
Distanz: ca. 20 km
 
Höhenunterschied: ca. 400 m im Aufstieg, Höchster Punkt: 2’870 müM (Ostgipfel)
 
Anfahrt: Vom Bahnhof Gratisbus bis Talstation Hörnli-Bahn
 
Ausgangspunkt: Bergstation Urdenbahn
 
Endpunkt: Innerarosa (Gratisbus ab Hörnli oder Gada)
 
Anforderungen:
 
Diese Wanderung braucht etwas Kondition, ist aber gut zu gehen. 
 
Kinder: 
 
Spannende Tour für ältere Kinder / Jugendliche: Galerie, Eisenerze, Urdenbahn, Schneefelder, Ostgipfel, Älplisee (Variante Abstieg vom Ostgipfel nicht zu empfehlen)
Einkehr: Restaurant auf dem Rothorn-Gipfel 
Höhenverlauf:
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aktualisiert: 26.7.2014
 
 
 
Bilder:
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Variante führt über schöne Matte, Orientierung relativ einfach
Weg zum Erhornsattel
Bei der Variante sollte man den Weg vom Erzhornsattel finden,
dann diesem folgen (Blau-weiss markiert)
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Schafherde Arosa Schafe
Schafe weiden hier oben …