12 Natur-Wunder in Island für Foto-Wanderer

Iceland, Photography

Urtümlich, rau und einzigartig: Auf Island bilden rege vulkanische Aktivitäten zusammen mit riesigen Gletschern, Flüssen, Wasserfällen, Seen und Geysiren eine Landschaft voller Naturwunder. 

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Island fasziniert, Island zieht mich immer wieder in den Bann. Eine Reise dorthin ist eine Expedition zu den unbeherrschbaren Urgewalten der Schöpfung. Wir erfahren von Wikingern, Naturkatastrophen, lernen aussergewöhnliche Menschen, wilde Landschaften, Gletscher und Vulkane kennen, heisse Quellen, Nordlichter und Islandpferde – und dazu die spannende Hauptstadt Reykjavik. Der raue Charme dieser einzigartigen Insel im Nordatlantik lässt niemand unberührt.

Für uns Photo-Hiker ist Island ein ideales Reiseziel, egal ob Du ein begeisterter „amateur snapper“ (wie ich) bist oder ein professioneller (Reise-) Fotograf. Auf meinen Reisen nach Island konnte ich eine Fülle an toller Fotos mit nach Hause nehmen. In Island gibt es soviel Naturwunder, dass man noch nach einigen Reisen immer wieder etwas Neues finden kann. Heute bin ich zwar nicht mehr so den grossen Highlights hinterher, da Island einfach auch neben den vielen, vielen grossen Naturwundern eine tolle Landschaften und Naturerlebnisse bietet. Für jene unter Euch, die zum ersten Mal nach Island reisen, habe ich ein paar dieser grossen Highlights für „Photo-Hiker“ zusammengestellt.

In Island wird  man als Foto-Wanderer eher mit einem Auto zu den grossen Schönheiten des Landes unterwegs sein. Aber an allen von mir beschriebenen Orten gibt es schöne Möglichkeiten das Ganze  auch mit einer Wanderung zu verbinden. In den nachfolgenden Tipps steht aber ganz klar die Fotografie im Vordergrund.

Jeep Wrangler Iceland

Für eine Reise durch Island ist ein robuster Geländewagen empfohlen – gerne werden die schwierigen Strassenverhältnisse und Distanzen in Island unterschätzt.

 

1. Nationalpark Thingvellir

Nationalpark Thingvellir Iceland

Thingvellir ist die Heimat einiger der schönsten Fotomotive-Spots in Island. Die Landschaft hier ist rau und  unglaublich. Inmitten dieses Naturreservates liegt ein riesiger See. Thingvellier ist zudem schnell von Reykjavik aus zu erreichen. Ideal um für ein paar Stunden richtiges „Island-Feeling“ zu erleben, wenn man zum Beispiel nur eine Städtereise nach Reykjavik macht. Mit einem Fuss in Europa, mit dem anderen in Amerika – einer der  Höhepunkte sind die schroffen tektonischen Gräben, wo der eurasischen und nordamerikanischen Kontinentalplatten auseinanderdriften. Ganz spektakulär sind Tauchgänge in den „Riffs“ Silfra und Davíðsgjá – eher nichts für mich – aber anscheinend ein Geheimtipp für Unterwasser-Fotografen. Im Visitor-Centre findet man viele Tipps oder kann auch Ausflüge mit Super-Jeeps in die Ausläufer des Hochlandes buchen.

Wo ist es? Die Geburtsstätte des modernen isländischen Geschichte ist nicht weit von Reykjavík auf der Golden Circle Route.

Tipp für Photo-Hiker: Das Natur-Reservat hat viele Vögel und Wildblumen, der See ist umwerfend schön! Es gibt so viele verschiedene fotografische Möglichkeiten!

2. Strokkur, Geysir 

Geysir Strokkur Iceland

Geysir ist ein Bereich der geothermischen Aktivitäten in Süd-West Island und hat den Begriff „Geysir“ für heisse Springquellen geprägt. Dies ist die Heimat des Geysir Strokkur, welcher in sehr regelmässigen Abständen bis zu einer Höhe von rund 30m ausbricht. Ist einer der Hauptattraktionen des Landes, daher natürlich dementsprechend viele Besucher.

Wo findest Du es? Geysir ist eine „Stop“ an der berühmten Golden Circle Route Islands, nicht weit von der Hauptstadt entfernt.

Tipp für Photo-Hiker: Hier wirklich viel Zeit zum fotografieren einrechnen – wenn es geht in der Nähe übernachten. Die Lichtverhältnisse sind im Sommer früh morgens oder spät abends am Besten, es hat dann auch fast keine Besucher. Unbedingt auf den Hügel über den Quellen wandern, lohnende Aussicht und noch mehr Quellen und Schlammlöcher. Auf den Hügel führt ein Pfad, wird von Touristen eher weniger begangen.

3. Gullfoss

Gullfoss Iceland Wasserfall

Einfach einer der schönsten Wasserfälle – weltweit! Ein „regenbogenüberspannter“, riesiger und  zweistufiger Wasserfall. Der Gullfoss donnert in der zweiten Stufe  in eine über 30m tiefe Schlucht, deren Verlauf dann quer weg geht. Auf isländisch bedeutet Gullfoss „goldenen Wasserfälle“.

Wie komme ich dahin? Auch der Gullfoss liegt an der Golden Circle Route, quasi ein Steinwurf vom Geysir-Hochtemperaturgebiet Haukadalur  entfernt.

Tipp für Photo-Hiker: Eigentlich weiss man im Sommer gar nicht, wo man anfangen soll und wo aufhören. Sich mit dem Wasserfall fotografisch zu beschäftigen macht einfach Spass. Speziell ist dieser aber im Winter, dann frieren die Wasserfälle teilweise zu – sicher ein Motiv dann für spektakuläre und seltene Aufnahmen. (Habe ich bisher noch nicht geschafft, dafür war ich im Winter am Godafoss). Wer Zeit hat, kann sich dem Wasserfall auch von der anderen Fluss-Seite nähern, ein Jeep Treck führt relativ nahe an den Gullfoss. Dann muss man allerdings sich querfeldein zu Fuss zum Wasserfall durchschlagen (schwieriges Gelände).

4. Seljalandsfoss

Seljalandsfoss Iceland Wasserfall

Noch so ein schöner Wasserfall – vorallem als Fotomotiv unglaublich. Das Wasser donnert über eine ehemalige Meer-Klippe und hat etwas von einem Staub-Wasserfall. Ganz speziell:  ein Pfad führt zum und dann hinter diesen malerischen Wasserfall.

Wo finde ich diesen Wasserfall? Dieser ist an der Südküste von Island, rund 125 km von Reyjavik direkt an der Ringstrasse (Abzweigung Richtung Porsmörk)

Tipp für Photo-Hiker: Der Wasserfall ist nach Süden gerichtet, so passt das Licht irgendwie den ganzen Tag. Speziell ist der Sonnenuntergang den man hinter dem Wasserfall „schiessen“ kann. Einfach ein top-Motiv. Auch hier führt ein Pfad hoch zur Wasserfallkante.

5. Myvatn in der Mitternachtssonne

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Myvatn ist ebenfalls ein berühmtes geothermische Gebiet in Island. Für Photo-Hiker hat es hier Motive die man eigentlich in mehreren Reisen nicht wirklich erfassen kann: Da ist der See mit seinen Pseudo-Kratern, da sind brodelnde Schlammbecken, alte Lava-Formationen, Lave-Felder die dampfend am auskühlen sind. Und da hat der Myvatn eine Vogelwelt die einfach unglaublich ist.

Ich will dahin, wo ist dieser See? Im Norden von Island – relativ einfach auf der Ringstrasse von Islands „zweiten“ Stadt Akureyri zu erreichen.

Tipp für Photo-Hiker: Wie Mývatn ist riesig und die umliegende Landschaft sehr „fotogen“. Unbedingt die Mitternachtssonne nutzen – einerseits sind die Reisegruppen weg, andererseits gibt es spektakuläre Landschaftsaufnahmen. Und als Wanderung empfiehlt sich direkt vom Dorf Reykjahlíð auf den Vulkan Hverfjall (Tuffring) aufzusteigen. Tolle Wanderung, aber es gibt noch viele andere Wanderungen – Beispiel auf dem Lavafeld von Krafla. Hier ganz tolle Fotomotive – die Lava dampft noch.

6. Die schwarzen Strände von Vik

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Es gibt Photo-Hiker die Reisen nur wegen diesem schwarzen Strand nach Island. Vorallem der Abschnitt rund um Vik ist toll, am Abend wenn die Felsen im rötlichen Licht erscheinen. Reynisdrangur  ist ein Postkarten-Motiv und zur richtigen Zeit findet man hier in der Umgebung ein paar (kleine) Kolonien Papageientaucher.

Wo? An der Südwestküste der Nachbarschaft des Myrdalsjokull Gletscher – Vik ist ein beliebter Stopp zum Übernachten, wenn man auf der Umrundung der Insel ist.

Tipp für Photo-Hiker: Vík hat eine kleine, traditionellen Bergkirche die wunderschön in der Landschaft steht … Strandwanderung einplanen, es gibt zudem viele Möglichkeit auf einen der umliegenden Berge zu steigen.

7. Jokulsarlon – Gletscher-Lagune

Jokulsarlon – Gletscher-Lagune

Eigentlich ist es hier unfassbar! Erleben Sie Islands unglaubliche Eisberg-Lagune Jökulsárlón, am Rand des Vatnajökull Nationalpark. Gletscher (Breidamerkurjokull), Eisberge, schwarzer Strand, grosse Brandung,  usw. – alles Zutaten  für einfach unglaubliche Bilder. Man kann hier mit einem Amphibienfahrzeug mitfahren, den Rest auf eigene Faust erkunden. Auch hier ist die beste Zeit morgens und spät abends.

Und wie finde ich die Laugne? Auf der Ringstrasse ca. 370 km von Reykjavik entfernt, befindet sich in Süd-Ost-Island.

Tipp für Photo-Hiker:  Auf keinen Fall den schwarzen Strand (auf der anderen Seite der Haupstrasse) verpassen. Dort werden die Eisberge an der Brandung zermalmt und als „Kunstwerke“ auf den schwarzen Strand „geworfen“. Was für Motive … Und Augen offen halten, es hat hier viele Seehunde. Wanderung – einfach dem langen schwarzen Strand entlang. Lohnend!

8. Dettifoss und Godafoss

Dettifoss Iceland Kamera

Dettifoss – Kamerafrau im vollen Einsatz

Schon wieder Wasserfälle? Ja, falls Du nach Island gehst wirst Du (gefühlt) hunderte davon sehen. Aber diese beiden Wasserfälle muss man als Fotograf gesehen haben, es sind zwei besondere Naturwunder in Island.  Der Dettifoss ist der mächtigste Wasserfall Europas (ja er ist grösser und mächtiger wie der Rheinfall) und seine schiere Grösse ist unglaublich beeindruckend. Der  Godafoss, also der  „Wasserfall der Götter“ gilt als einer der schönsten Fotomotive in Island – und er ist wirklich unglaublich schön. Und für uns Photo-Hiker hat es überall Felsvorsprünge, wo wir unsere Kameras positionieren können.

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Godafoss

Wie komme ich zu diesen Wasserfällen? Du wirst den Godafoss an der Ringstrasse im Nord-Osten finden, den Dettifoss erreichst Du mit einem guten Fahrzeug (4×4 nicht erforderlich, aber von Vorteil) von Myvatn aus.

Tipp für Photo-Hiker: Den Dettifoss von beiden Seiten her aufnehmen, ich bevorzuge die Ostseite, aber auch die Westseite ist spektakulär. Beide Seiten an einem Tag zu machen, bedeutet eine sehr lange Autotour. Der Hauptparkplatz beim Godafoss ist auf der Westseite, wenn Du die Brücke überquerst, kannst Du auf der anderen Seite dem Flusslauf folgen und hast etwas unbekanntere, fotografische Möglichkeiten.

9. Latrabjarg Vogelfelsen in den Westfjorden

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Diese eindrucksvollen steilen Klippen in Latrabjarg sind 14km lang und bis zu 440m hoch. Es ist ein riesiger Vogelfelsen. Hier findet man viele Seevögeln, wie Papageientaucher, Dreizehenmöwen, Tordalken, Eissturmvögel und Trottellummen. .

Und wo im Westen? Latrabjarg ist am westlichsten Punkt von Island, in der abgelegenen Region Westfjorde. Die Anreise hierhin sollte sorgfältig geplant werden, da es nur wenige Übernachtungsmöglichkeiten gibt.

Tipp für Photo-Hiker: Erstens, sei bitte ganz vorsichtig auf den Klippen – sie sind extrem hoch und  gefährlich. Zweitens habe Geduld, bis sich die Vögel an Dich gewöhnt haben. Die besten Monate für einen Besuch hierhin sind Juni und Juli, dann ist Brutzeit! Beim Besuch der Klippen ist die Wanderung mit inbegriffen.

10. Holuhraun oder ein Vulkanausbruch

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Krafla-Lava Feld – heute noch am Auskühlen!

Nun, ich war noch nie auf Island wenn gerade ein Vulkan ausgebrochen ist. Aber damit musst Du immer rechnen. Im August 2014 ist z.B. der Holhraun ausgebrochen. Der Holhraun gehört zum System des Bárdarbunga Vulkanes, der Eyjafjallajökull ist nicht weit entfernt. Bei diesem Ausbruch handelte sich um eine  Spalteneruption (die im März 2015 endete). Es war der grösste Lavaausfluss in Island seit 1784 (Laki Spalte), ein wahrlich historisches Ereignis. 1400 Milliarden Liter Lava sind seit dem 23. August 2014 aus dem Berg gelaufen (bedeckt etwa die Fläche von Manhattan).

Sollte also irgendwo ein Vulkan ausbrechen, unbedingt checken ob dieser den  Status ‚touristenfreundlich “ hat. Und dann einen Rundflug buchen!

Wo findet man Vulkane? Eigentlich überall, aber es gibt viele die als „aktiv“ bezeichnet werden. Der Holhraun zum Beispiel ist in einer sehr abgelegenen Gegend im Hochland, nördlich des Vatnajökull-Gletschers.

Tipp für Photo-Hiker: Gelegenheit beim Schopf packen ….

11. Landmannalaugar

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Ein Muss für Photo-Hiker! Deises Berggebiet bietet atemberaubendene Blicke für Landschafts-Fotografen. In Landmannalaugar findest Du bunte Rhyolith-Berge, die in der Sonne leuchten. Es gibt einen natürlich heissen Fluss, der zum Baden einlädt.

Wo ist es? Nun, Landmannalaugar ist wirklich nur mit dem Geländewagen erreichbar. Keine Chance mit einem normalen PW hierherzukommen (Furten, sehr ruppiger Weg) Im Sommer gibt es ein Linienbus (4×4), der bis zum „Camp“ fährt.

Tipp für Photo-Hiker: Viele tolle Wanderwege, hier ist auch der berühmte Fernwanderweg Laugavegur, der zur Küste führt. Bei Sonnenuntergang auf den Blabjarg hoch wandern – der Beste Blick auf die Ryolith-Berge. Stativ unbedingt hochschleppen – es lohnt sich. Bitte beobachte das Wetter hier oben, es kann nachts ganz schön kalt uns stürmisch werden.

12. Fjorde und Fischerdörfer im Osten von Island

Hier einmal ein Tipp, der von den Touristen meistens übersehen wird. Der Osten von Island mit seinem Fjorden, farbigen Fischerdörfer, grünen Täler mit ursprünglichen Wasserläufen sowie den Rhyolite Berge ist ein Eldorado für Landschaftsaufnahmen.  Eins Beispiel dafür  ist der Borgarfjörður eystri, ein Fjord im Nordosten Islands.

Ist das weit weg? Egilsstadir ist das Zentrum in der Ostküste und weiter weg von Reykjavik kannst Du fast nicht sein. Hierhin kommt man über die Ringstrasse oder auch mit dem Flugzeug.

Tipp für Photo-Hiker: Das kleine Dorf Seydisfjordur ist über eine schöne Pass-Strasse zu erreichen und hat (für Island untypisch) ein paar farbenfrohe Holzhäuser norwegischen Ursprungs.

Mehr Berichte zu Island findest Du hier: Berichte, Posts und Tipps zu Island

Keitum – alte Kapitänshäuser

Deutschland, Sylt

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altes Kapitänshaus

Wer durch das Dorf Keitum auf der Insel Sylt bummelt hat das Gefühl durch ein Freilichtmuseum zu laufen. Die alten Kapitänshäuser sind schön renoviert und werden mit viel Liebe bewohnt. Auch die neueren Häuser sind Reetgedeckt und strahlen friesische Gemütlichkeit aus.

Früher war Keitum Hauptort der Insel. Hier wohnten die Kaptäne und Walfänger. Sie bauten sich stattliche Häuser. Die reich verzierten Inneneinrichtungen kann man in den beiden Museen des Ortes besichtigen und einen Eindruck gewinnen, welchen Wohlstand die Kapitänsfrauen im 18. Jahrhundert geniessen durften.

Heute gehört Keitum zum exklusivsten Ferienort auf der Insel und hat lange schon den anderen Orten diesbezüglich den Rang abgelaufen.

Hier gibt es mehr Bilder von meiner Reise zur Insel Sylt: Leuchtende Tage auf Sylt – Portfolio

In 1973 crashed DC-3 from US-Navy, Sólheimssandur

Iceland

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Das unheimliche Wrack eines abgestürzten US Navy Flugzeuges war bei meiner Reise in Island von 2009 noch ein Geheimtipp. Das Wrack befindet sich auf dem unwirklichen Sólheimasandur. Es brauchte damals doch etwas Recherche bis ich die Koordinaten herausgefunden hatte, wo genau in dieser schwarzen Wüste das Flugzeug vor 36 Jahren abgestürzt war. Ein Weg oder irgendeine Route zum Wrack gab es damals noch nicht. Mit einem Dodge Ram 4×4 und ausgerüstet mit einem Navigationsempfänger des Hersteller Garmin (Typ eTrex) ging es im Schneegestöber quer durch die Wüste, bis wir irgendwann das Wrack gefunden hatten. Heute ist das anders – Tripadvisor gibt schon alleine viele Tipps dazu her, ein Geheimtipp ist es daher schon lange nicht mehr. Spannend ist das Motiv aber immer noch, aber man wird noch selten alleine dort sein.

Nachtrag: Es wurde mir mitgeteilt, dass der Landbesitzer seit Mitte März 2016 den Zugang zum Wrack gesperrt hat. Der Grund dafür scheint, dass es inzwischen zuviel Verkehr hat, die das Wrack suchen. Der Zugang führt über Farmland und daher sollte man den Entscheid des Eigentümers akzeptieren. Zu Fuss scheint das Wrack in ca. 2 Stunden allerdings noch erreichbar zu sein.  

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Am 24. November 1973 stürzte diese Frachtmaschine der US Navy hier ab. Das Flugzeug ist eine Douglas DC-3 Super. Die Besatzung scheint die Notlandung überlebt zu haben. Die US Navy – die auf Island einen Stützpunkt hatten – schlachteten dann das Flugzeug in der Folge aus. Übrig blieb nur noch die Hülle des Flugzeuges.

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Später nutzten Jäger das Flugzeug als Zielscheibe, daher die Einschusslöcher. Ein Bauer verkaufte irgendwann noch die Flügel und das Leitwerk. Dann ging das Flugzeug ganz vergessen, bis es Fotografen Ende der 1990er Jahre als tolles Objekt wieder entdeckten.

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Keine Bären im Bärental! (Wanderung nach Davos)

Arosa, Wanderungen Sommer
Bärenpark Arosa

Unsere Ziel – das Bärental

Der neue Bärenpark oder das Bärenland ist in Arosa wieder sehr aktuell und scheint entscheidende Schritte vorangekommen zu sein.

Aufgrund von Überlieferungen haben wohl hier in Arosa bereits einmal Bären gelebt. Es gibt Flurnamen die darauf hindeuten, wie zum Beispiel das Bärenbad oder das Bärental.

Anfänglich sollte im Gebiet Bärenbad – Lärchboden (ehemalige Sprung-Schanzenanlage) ein rund 5 ha grossen Bären- und Naturerlebnisparks eingerichtet werden. Also an einem Ort, wo wohl schon einmal Bären gelebt haben. Davon ist man jetzt abgerückt und plant zusammen mit Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ in der Nähe der Mittelstation der Weisshornbahnen das „Aroser Bärenland“.

Ein weiteres Indiz, dass hier einmal Bären gelebt haben ist vielleicht das Bärental – der heutige Wandertipp. (Gehzeit: ca. 5 – 6 Stunden)

Spezial Tipps für Fotowanderer: schöne Landschaften, Alteiner Wasserfälle, Alteiner See, Panorama auf die Bergwelt von Davos, Murmeltiere, Bärentaler Alp
Ausgangspunkt: Untersee
Höhenunterschied: höchster Punkt ca. 2‘250 müM, tiefster Punkt 1‘700 müM
Anforderungen: gute Kondition, gute Bergschuhe, Weg sehr gut ausgeschildert
Kinder: etwas für geübte „Wander-Familien“, in der Alteiner Alp gemeinsam frischen Joghurt probieren
Wegverlauf: Untersee – Isla – Alteinsee – Alteiner Fürggli – „ufem Tritt“ – Bärental – Bärenalp – Glaris – Davos (mit dem Zug über Filisur wieder zurück nach Arosa)
Distanz: k.A.
Einkehr: unterwegs keine Möglichkeit, allenfalls auf der Bärentaler Alp. Möglichkeiten am Schluss in Glaris und Davos.

Wegweiser Bärental

Das Bärental ist von Arosa aus über das Alteiner Fürggli zu erreichen. Ein wunderschönes Tal, dass von Arosa aus kaum von Wanderer begangen wird.  Aber geade eines vorab: wir haben dort keine Bären gefunden!

Obwohl am Samstag ein Hitzetag angesagt war, entschieden wir uns für diese Tour. Ziel war das Bärental auf der Davoser Seite. Wegen der Hitze hiess es natürlich sehr früh aus den Federn und dies brauchte doch etwas Überwindung. Belohnt wurden wir dann mit einer kühlen Morgen-Luft und den Aufstieg zum Alteinsee konnten wir grösstenteils im Schatten bewältigen.

Der eigentliche Start dieser Wanderung ist der Untersee. Von hier ist alles gut beschildert. Zuerst verläuft der Weg angenehm durch die Isla, bald wird es dann sehr steil. Ein erster kurzer Stopp gibt es beim Alteiner Wasserfall, der im Moment noch viel Wasser führt. Weiter geht es steil bergauf auf das Hochplateau «Uf Altein», hier erreichen wir die 2000m. Bald ist auch der Alteinsee erreicht. Der Hirt verkauft hier oben Selbstgemachtes und Getränke, auch die Feldflasche kann man hier am Brunnen mit Wasser nachfüllen. Mit etwas Glück kann man frischen Joghurt probieren.

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Alteinsee

Weiter folgen wir dem schmalen Weg, der nun relativ flach verläuft, laufen über wunderbare Alpweiden und steigen schlussendlich nochmals 250 Höhenmeter bis zum Alteiner Fürggli, dem höchsten Punkt der Wanderung. Rund um uns sind die Berge Altein, Amselflue und Valbellahorn.

Von hier oben sehen wir direkt auf das Rinerhorn, kaum höher als wir uns befinden. Es ist leider nicht ganz so klar, trotzdem erscheint weiter rechts der Hochducan mit dem weissen Gletscher Ducan davor.

Vor uns ist nun das Bärental. Von hier aus gesehen wölbt es sich sanft talab, sich immer mehr begrünend und in seinem unteren Teil bedeckt von Wald. Wir ahnen aber, dass wir irgendwie die 1100 Höhenmeter runter nach Glaris machen müssen. Hier oben ist die Temperatur noch angenehm, aber wir spüren die Hitze die noch auf uns zukommt.

Am Anfang wandern wir über das Gelände, hier ist der Weg schlecht markiert, die Orientierung nicht ganz einfach. Hier merkt man, dass das Bärental nicht unbedingt Ziel vieler Wanderer ist. Irgendwie finden wir dann den Einstieg und „ufem Tritt“ geht es steil bergab auf rutschigem Pfad. Irgendwann sind wir unten und der Weg wird einfacher. Ab hier ist das Bärental wunderschön: Alpwiesen, Wälder und der erfrischend sprudelnde Bach.

In der Mitte auf ca. 1900 müM erreichen wir die Bärentaler Alp, einige Häuser und das Bärenbeizli. Und noch immer liegt der Abstieg mit 500 Höhenmetern vor uns – und langsam wird es doch sehr heiss.

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Beim Abstieg fragen wir uns natürlich warum dieses Tal Bärental heisst? Bären haben wir nämlich keine gesehen. Zudem sind Bären ja auch Wanderer und daher selten nur in einem Tal zu finden. Ob wohl irgendeine Sage zum Namen geführt hat?

In Glaris geht eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Wanderung zu Ende. Mit dem Zug geht es dann über Filisur und Chur (33 Grad) zurück nach Arosa.

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Die kleine Bergkirche von Glaris – unser Endpunkt der Wanderung.

 

11.7.2012 (reloaded/aktualisiert 30.7.2015)