1. Advent: Mit 60, halte ich im Advent inne …

Jetzt, mit 60, halte ich im Advent inne und denke über das Älterwerden nach – über Falten und was sie erzählen. Sechzig Jahre Zeit, mich an mein Gesicht zu gewöhnen. Ich fühle mich noch frisch wie vierzig, doch die Falten tanzen im Akkord. Kein Drama. Schön war ich nie, ehrlich gesagt. Zufrieden mit dem, was ich hatte. Diese Falten machen’s nicht besser, sind aber auch keine Makel – Landkarten der Zeit. Advent heisst Warten. Auf das, was kommt, oder auch nicht. Meine Falten warten mit, werden furchiger, ganz langsam. Glattoperieren? Heuchelei gegenüber dem echten Leben. Ein Leben, das Spuren hinterlässt – auch im Gesicht. Wenn die Haut spricht, dann wenigstens ehrlich.

Jeweils am Adventssonntag teile ich hier ein paar Gedanken zum Älterwerden – direkt und frisch aus dem Leben mit 60.


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