Corona Weblog #18: Shutdown II

Corona Weblog

Die neue Version des Corona-Virus ist inzwischen in der Schweiz angekommen. Es verbreitet sich schnell und hat beispielsweise den Wintersportort Wengen im Berner Oberland in ein Geisterdorf verwandelt.

Unvermeidlich war daher der Shutdown II !

Für mich doch etwas überraschend hat sich gestern der Bundesrat mutig gegen die mächtigen, empörten Minderheiten gestellt, die vehement eine Welt mit dem Virus und ohne Massnahmen fordern. Hat sich für den Schutz und Gesundheit der Bevölkerung, insbesondere unserer Eltern und Grosseltern, entschieden. Hat die Ärzte und das Pflegepersonal gehört, die in vielen Krankenhäusern am Rande der Überforderung arbeiten. Nimmt dabei die Wissenschaft ernst und hilft der Wirtschaft aktiv mit Kompensationsmassnahmen.

Der Bundesrat handelt präventiv um zu verhindern, dass sich bei den ohnehin hohen, stagnierenden Fallzahlen eine dritte Welle auftürmt. Der Entscheid leuchtet ein, weil so eine ungünstige Entwicklung wie jene in Irland vielleicht noch abgeklemmt werden kann.

Mir bleibt die Demut vor dieser Krise sowie der Respekt gegenüber unserer gewählten Regierung und deren fachlichen Behörden. Ich selber kann meinen Teil dazu beitragen, indem ich nachdenke. Dem Virus mit meinem Wissen und meiner Logik begegne. Die Auflagen und Empfehlungen der Behörde ernst nehme und strikt einhalte.

Die Impfkampagnen sind angelaufen, doch dies gibt uns in den nächsten Monaten noch zu wenig Schutz. Trotzdem, der Impfstoff garantiert uns in der nahen Zukunft ein besseres Leben. Mit dieser Zuversicht müssen wir die „Coronamüdigkeit“ überwinden und gemeinsam mit viel Selbstdisziplin dieser dritten Welle begegnen um diese Pandemie zu überstehen.

Es war abzusehen, es wird im Winter zuerst schlimmer, bevor es im Frühling besser wird.

Stay well and safe!

Buoy in rain

Seerhein Gallery
MEHR ZUM BILD

Der Regen prasselt auf das Wasser. Die Tonne, welche den Badeplatz markiert, ist noch eines der letzten Zeichen eines vergangenen Sommers.

DER SEERHEIN

Der Seerhein – ein Stück unbekannter Rhein. Unerwartet zwischen Bodensee und Untersee erscheint der Rhein und darf ganz kurz ein Fluss sein. Er fliesst durch eine wunderbare Landschaft, ein Traum für Fotografen und Erholung für unsere gelangweilten Augen. Nicht spektakulär, eher ruhig. Es ist eine Landschaft der Kontraste und des Lichts, welche ich hier in Schwarz-Weiss einfange.

DIE SEERHEIN-GALLERY

Vielen Dank für Deinen Besuch in meiner SeeRhein Online-Gallery. Hier findest Du in zeitlosen schwarzweiss Fotografien meinen  ungewöhnlichen Blick auf den Seerhein mit seinem Kontrast zwischen Stadt und naturbelassener Fluss-Landschaft.

Die SeeRhein Gallery – S/W Fotos und Notizen vom Seerhein.

Dies ist eine Feel-Good-Website! Die SeeRhein Online-Gallery ist nicht kommerziell.

LIVING ON THE WATERFRONT

Das Leben direkt am Wasser ist ein anderes, als jenes eine Reihe dahinter. (Zitat eines Freundes)

Wollmatinger Ried im winterlichen Abendlicht

Flaschenpost vom Seerhein (Dezember 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Auch wenn der Jahreswechsel das Jahr 2020 endlich verabschiedet hat, schaue ich mit meinen Bildern in der Flaschenpost nochmals zurück in den Dezember. Bleiern lag das monotone Winterwetter über den vergangenen Krisenwochen. Nach dem Dauergrau hier am Seerhein im November zeigte sich Anfang Dezember endlich mal wieder die Sonne. Trotzdem blieb der Dezember ebenfalls ein Monat mit wenig Sonnenschein. Oder besser gesagt, eher langweilig und grau. Doch just zum Weihnachtstag brachte ein Temperaturrückgang die ersten Schneeflocken an den See.

Der Jahreswechsel ist für mich normalerweise eine Zeit des Reflektierens. Doch nach diesem historischen Jahr ist mein Blick eher hoffnungsvoll in die Zukunft gerichtet. Die Welt ist im Wandel und es liegt an mir, wie ich weiter mit dieser Situation umgehe. Ich habe bisher das Beste daraus gemacht und nur mit dieser Gewissheit kann ich die Herausforderungen der nächsten Wochen gut angehen.

Trotz den vielen Einschränkungen und Ungewissheiten stimmen mich die Entwicklungen zuversichtlich. Vielleicht gewinnt unsere Gesellschaft und Wirtschaft aus dieser Pandemie sogar nachhaltige Erkenntnisse. Diese Pandemie werden wir mit Geduld, Demut und der Bereitschaft sich solidarisch zu zeigen sowie strukturelle Veränderungen mitzutragen besiegen.

Mit der Flaschenpost bringe ich Euch die Landschaft rund um den Seerhein näher. Bilder im Wechsel der Jahreszeiten. Bilder mit denen ich mich am Wegrand in Details verliere oder die Weite auf sich wirken lasse. Damit möchte ich uns alle etwas inspirieren, in der Natur zur Ruhe zu kommen, den Horizont für sich wieder zu öffnen.

Die Natur bietet uns die Möglichkeit eine andere Perspektive einzunehmen.

Stay well and safe!

Winter in the Countryside - die Schneeflocken tanzten - auf dem Seerücken wurde es für eine kurze Zeit winterlich.
Am frühen Morgen im Wald. Der Nebel lichtet sich langsam, die Sonnenstrahlen zaubern eine selten Atmosphäre in den sonst dunklen Dezember Wald.
Perspektivenwechsel - die klare Winterluft lässt die Insel Reichenau am Fusse der verschneiten Vulkanlandschaft des Hegaus erscheinen. Fast etwas surreal.
Fliegende Schwäne
Nirgends in der Schweiz leben mehr Schwäne als am Untersee, rund ein Viertel der Schweizer Höckerschwanpopulation.
Santa Claus is coming - eine Henparty im Nikolauskostum mit kurzen Rücken. Girls stehen in der Sonne über dem Nebelmeer
Notizen vom See und Rhein Gottleiben Seerhein 

Totholzburgen
Dieser Ponton liegt an der Anlegestelle vor Gottlieben und nimmt neues Holz auf. Vor Gottlieben ist ein Pilotprojekt zur Förderung kieselaichender Fische realisiert worden. Es werden Totholzburgen für die gefährdeten Äsche eingesetzt. 
Gull Guard
Die Insel Wed am Ausflusses des Untersee ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Auch im Nebel. Und besonders wenn die "Möwen Wache" auf dem Holzsteg Spalier steht. 
Winter afternoon at the lake
Ein Winternachmittag am Bodensee - endlich lässt die Sonne den Himmel und den See im schönen Blau erscheinen. Wellness für die Augen.

 

Bye Bye 2020 – Hello 2021

Life&Style

Happy New Year

I wish you all the best in this new year;
to be happy and joyful,
and be successful in all phases of life.

Ein hoffnungsvolles Neues Jahr!

Vor uns liegt ein neues Jahr, welches uns ein Comeback unseres Lebens verspricht. Ein Jahr, dass uns noch vieles abverlangen wird. Es ist aber der Weg, der uns in eine goldige Zeit bringen wird. Ich wünschen allen einen hoffnungsvollen Rutsch und ein gutes neues Jahr.

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 4)

Rückblick 2020

Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick erstelle, mein Bloggerjahr etwas reflektiere. Und warum nicht auch für dieses Corona-Jahr?

Vorwort Teil 1

Meine Fotografie lebt gewöhnlich von meinen Reisen raus in den Nordatlantik: Island, Färöer, Norwegen oder auch Irland. In diesen Covid19-Zeiten waren diese Länder für mich plötzlich unerreichbar. Und so hatte ich anfänglich in diesen Covid19-Zeiten gar keine grosse Lust mich mit der Fotografie zu beschäftigen. Ich brauchte einen Moment bis ich mich mit der neuen Situation abfinden und diese akzeptieren konnte. Langsam begriff ich, dass ich diese Zeit auch fotografisch nutzen sollte. Ich lernte neu zu sehen. Der Wechsel der Perspektive macht oft einen grossen Unterschied. Im Leben wie in der Fotografie.

Die Bilder in meinem diesjährigen Jahresrückblick sind genau aus Momenten der Achtsamkeit entstanden. Es sind einfache Bilder, mit denen ich die scheinbare Normalität der Natur oder der Zivilisation mitten in dieser Corona Pandemie spiegle.

Die Texte dazu ergänzen den Kontrast der Normalität der Jahreszeiten mit der Realität dieser Corona-Pandemie die uns Menschen seit diesem Jahr bedroht und vor der wir uns zu schützen versuchen.

Edward Hopper: «Cape Cod Morning», 1950. Foto by MSC aus Ausstellung 2020 Edward Hopper. Ein Neuer Blick auf Landschaft – Fondation Beyeler

Im letzten Teil meines Rückblick schaue ich zuerst nochmals in den Februar zurück. Ein Besuch der Fondation Beyeler brachte mich zur Ausstellung von Edward Hopper. Und zu seinem berühmten Gemälde „Cape Cod Morning“. In diesem Bild steht eine Frau in einem Erker. Sie scheint von der Aussenwelt abgeschirmt. Sie stützt sich mit den Händen auf einen Tisch, lehnt sich nach vorne und schaut aufmerksam nach draussen. Ihr Blick richtet sich auf etwas, was für den Betrachter nicht sichtbar ist. So sah ich dieses Bild im Februar.

Heute hat es für mich eine neue Bedeutung bekommen. Diese Frau, die so sehnsüchtig nach draussen blickt, fasst meinen eigenen Gefühlszustand für dieses Corona-Jahr einfach perfekt zusammen.

Herbstzeitlosen im Gottlieber Riet

Im Rückspiegel das letzte Quartal – herbstliche Bilder, der Schwabenweg und eine friedvolle Advents- und Weihnachtszeit.

Oktober

Die Fallzahlen schnellten plötzlich in die Höhe. Lange wollte es niemand so richtig wahr haben. Ein toller Sommer lag doch hinter uns? Auch die Regierung zögerte, erst am 18. Oktober 2020 ergriff der Bundesrat an einer ausserordentlichen Sitzung mehrere, schweizweit gültige Massnahmen. Diese schärfte er am 28. Oktober 2020 nochmals nach. Die Spitäler wurden von Covid-Kranken überrannt, die Intensivstationen füllten sich von Tag zu Tag. Dies geschah ausser Sichtweite der Presse und der Bevölkerung – diese interessierte viel mehr, ob die Skigebiete über die Festtage offen haben.

Sihlsee  im Hochtal von Einsiedeln

Der Oktober zeigte sich am Bodensee ausgesprochen kühl und sehr niederschlagsreich. In den nahen Bergen fiel bereits der erste Neuschnee.

Die Tage wurden kürzer, feuchter Nebel zog über den Fluss und das Wetter wurde „ungemütlich“. Der drastische Anstieg der Infektionszahlen schlug aufs Gemüt. Unruhig ging ich in den Spät-Herbst.

Trotzdem, aber noch vorsichtiger als sonst, nahmen wir die letzte Etappe von Konstanz nach Einsiedeln unter unsere Wanderschuhe. Wir starteten in Rapperswil am Zürichsee und folgten dem Schwabenweg durch eine wunderschöne Landschaft bis zu unserem Ziel dem Wallfahrtsort Einsiedeln im Hochtal der Sihl. Hinter uns lag der Kanton Thurgau, das Zürcher Oberland, der Zürichsee und zu Letzt der Etzelpass.

November

Die Fallzahlen stiegen und stiegen. Die Regierungen von Bund und Kanton hatten sich für einen Art schwedischen Weg entschieden. Güterabwägung – eine Balance zwischen Wirtschaft und Gesundheit zu finden. Täglich erhöhten sich die Todeszahlen. Die Übersterblichkeit war nicht zu übersehen, doch dies wurde von grossen Teilen der Gesellschaft und Politik anfänglich hingenommen.

Herbst-Spaziergang

Im November ist es am Bodensee immer neblig! Dieses Jahr wurde der November diesem Klischee gerecht! Und passte in diesen Corona-November! Trotzdem zog ich mit meiner Kamera los um die schönen, mystischen Seiten des Nebelwetters einzufangen. Vereinzelt schaffte es die Sonne, dann gabe es die goldigen und leuchteten Momente wie auf diesem Bild.

Dezember

Die Schweiz stieg zu den Ländern mit den meisten Fallzahlen auf. Täglich wurden die Todeszahlen zu Kenntnis genommen. Die Regierungen der Kantone nahmen ihre Leadfunktionen zu zögerlich wahr. Selbst das hinter Plexiglas tagende Parlament in der Bundeshauptstadt Bern lies zum Geburtstagsständchen für einen Bundesrat anfangs Dezember noch eine Blaskapelle aufmarschieren. Eines von diesen vielen Bilder, die eines Tages als Synonym herhalten müssen, dass in vielen Teilen unserer Gesellschaft der ernst der Lage zu diesem Zeitpunkt noch nicht begriffen worden war. Deutschland hatte bereits den Lockdown ausgerufen und fuhr das ganze Land zurück. Die Gesundheit und das Leben hat in unserem Nachbarstaat eine viel höhere Gewichtung.

Am 18. Dezember zieht die Schweiz (endlich) nach, der Bundesrat beschloss weitere Verstärkung der Massnahmen. Fast alle Skigebiete schliessen, ausser unter hohen Auflagen jene in Graubünden und Wallis. Meldungen einer Mutation des Virus aus England schreckte uns alle auf. In der Folge stellt unsere Regierung per 21. Dezember 2020 den Flugverkehr zwischen der Schweiz, Grossbritannien und Südafrika ein.

Doch zum Schluss kam die gute Nachricht – die ersten Impfdosen wurden geliefert. Der Kanton Luzern hatte als erster Kanton mit den Corona-Impfungen begonnen. Die erste Geimpfte der Schweiz war eine 90-jährige Bewohnerin eines Altersheims.

Sonnenstrahlen werden vom auflösenden Nebel reflektiert.

Wir stehen im Dezember vermutlich erst mitten in dieser Krise. Es gibt keine Alternative, durch die bevorstehenden Wochen müssen wir alle noch durch. Der Dezember verläuft für mich monoton. Viel Arbeit, Homeoffice, soziale Kontakte nur noch über digitale Medien. Die Advents- und Weihnachtszeit gibt mir wenigstens etwas Normalität.

Starten wir mit Zuversicht und Optimismus ins neue Jahr. 2021 wird ein „Comeback“ unseres Lebens geben und 2022 kann für uns alle ein goldiges Jahr werden!

Der Schwabenweg

Kloster Einsiedeln – das Ziel unserer Tour „Schwabenweg“

Der Jakobsweg von Konstanz bis Einsiedeln wird auch Schwabenweg genannt. Uns faszinierte die Idee von Konstanz aus nach Einsiedeln zu wandern. Vom Bodensee bis mitten in die Alpen der Innerschweiz. Und auf den Pfaden der Pilger zu wandern. Dieser Weg führte bereits in früheren Zeit bis nach Einsiedeln. In Einsiedeln sammelten sich dann die Pilger um weiter bis nach Santiago de Compostela zu gehen.

Den Schwabenweg sowie Bilder von unserer Wanderung werde ich Euch nächstes Jahr vorstellen.

Nebelmeer

Nebelmeer über dem Rheintal

Nebel, Hochnebel dominierte die Wetterlage im späten Herbst. Doch es gibt immer den Fluchtpunkt „Sonne“ – vom Bodensee einfach auf einen nahen Berg fahren und die Sonne sowie das Nebelmeer für den Moment geniessen.

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 3)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …
Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 2)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …
Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 3)

Rückblick 2020

Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick erstelle, mein Bloggerjahr etwas reflektiere. Und warum nicht auch für dieses Corona-Jahr?

Vorwort Teil 1

Meine Fotografie lebt gewöhnlich von meinen Reisen raus in den Nordatlantik: Island, Färöer, Norwegen oder auch Irland. In diesen Covid19-Zeiten waren diese Länder für mich plötzlich unerreichbar. Und so hatte ich anfänglich in diesen Covid19-Zeiten gar keine grosse Lust mich mit der Fotografie zu beschäftigen. Ich brauchte einen Moment bis ich mich mit der neuen Situation abfinden und diese akzeptieren konnte. Langsam begriff ich, dass ich diese Zeit auch fotografisch nutzen sollte. Ich lernte neu zu sehen. Der Wechsel der Perspektive macht oft einen grossen Unterschied. Im Leben wie in der Fotografie.

Die Bilder in meinem diesjährigen Jahresrückblick sind genau aus Momenten der Achtsamkeit entstanden. Es sind einfache Bilder, mit denen ich die scheinbare Normalität der Natur oder der Zivilisation mitten in dieser Corona Pandemie spiegle.

Die Texte dazu ergänzen den Kontrast der Normalität der Jahreszeiten mit der Realität dieser Corona-Pandemie die uns Menschen seit diesem Jahr bedroht und vor der wir uns zu schützen versuchen.

Im dritten Teil blende ich auf den schönen Sommer zurück, auf meine schöne Reise an den Lac Neuchâtel, die ersten Versuche mit der Trendsportart Stand up paddling sowie über etwas Cooles direkt vor der eigenen Haustüre.

Juli 

«Maskentragepflicht» im Öffentlichen Verkehr tritt in Kraft. Erstmals werden wir in der Schweiz mit der Maske konfrontiert, aber es wird noch bis in den Spätherbst hinein dauern, bis die Maske sich in der ganzen Schweiz durchsetzen wird. Beim Thema Masken war der kantonale Flickenteppich am besten zu sehen, bald fehlte die Übersicht, wo und wann in welchem Kanton eine Maske getragen werden musste.

Im Juli veröffentlichte das BAG erstmals eine Liste der «Staaten mit erhöhtem Ansteckungsrisiko». Personen, die aus diesen Staaten in die Schweiz einreisen, mussten sich zehn Tagen in Quarantäne begeben. Ab Juli galt diese für 29 Staaten. Diese Liste wurde in der Folge sporadisch angepasst.

Altstadt von Neuchâtel

Viele sind dem Aufruf unseres Bundesrats gefolgt und verbringen ihre diesjährigen Sommerferien wegen des Coronavirus in der Schweiz. So auch ich, mich führte eine kleine, mehrtägige Reise an den Lac Neuchâtel. Es war eine Reise zurück in die Normalität. Gemütlich durch Gassen bummeln, belebte Strassencafés, Baden im See. Abends etwas Essen gehen, sich noch einen Drink in einer Bar gönnen.

August

Für mich, der nur an den Wochenenden am See ist, war diese „After-Lockdown“ – Stimmung am Bodensee „ansteckend“ – reinstes Ferienfeeling! Auch unser kleines Dorf am Seerhein glich zeitweise einem italienischen Ferienort: Die Hotels sind gut gebucht, auf den Seeterrassen ist es voll, die Stimmung ausgelassen, südlich. Der Sommer zum Glück oft schön, sogar heiss. Die Menschen bummeln an der kleinen Seepromenade, gehen Baden und geniessen die einmaligen Sonnenuntergänge. Die Feriengäste verbreiteten eine friedliche Stimmung.

Und der Virus. Der Sommer liess den Virus fast etwas verschwinden, die Behörden schien dieses Thema nicht mehr gross zu interessieren. Es wurde getestet. Die Positivitätsrate mit 2.3% war zwar höher als im Juli, aber im Vergleich zum März und April (rund 15 %) doch im überschaubaren Bereich. Alles schien safe!

Neowise über dem Seerhein in der Abenddämmerung

Ende Juli bis Anfang August begleitete uns Neowise. Abends und in den Morgenstunden erschien der Komet am Himmel. Da die Wetterverhältnisse günstig waren, war der Komet bei uns sogar mit blossem Auge zu erkennen. Wobei mit dem Feldstecher war es dann doch etwas einfacher. Natürlich habe ich auch versucht den Komet samt seinen eindrücklichen Schweif mit der Kamera einzufangen. Das eine oder andere Bild ist so entstanden. Eine Erinnerung an eine beeindruckendes Schauspiel und an etwas Cooles direkt vor der eigenen Haustüre.

September

Die sommerliche September-Sonne liess nicht nur den kommenden Herbst vergessen, er stellte auch die Corona-Pandemie weiterhin in den Schatten. Die Vorsicht war weg, das Leben schien normal als hätte es keinen Virus gegeben. Die Positivitätsrate im September mit 2,8 % verharrte etwa auf vergleichbarem tiefen Niveau wie im August. Alles gar nicht so schlimm, waren die bisherigen Massnahmen nicht etwas übertrieben?

In diesem Sommer habe ich für mich den Trendsport „SUP“ entdeckt. Der Sport bietet eine hohe Bandbreite und spricht so ganz unterschiedliche Zielgruppen an. Mit dem SUP entspannt in den Sonnenuntergang Paddeln, aber auch ein effektives Workout betreiben, an Rennen teilnehmen oder Yoga- und Fitnessübungen auf dem SUP ausführen. Nach meiner Lernphase habe ich dann doch die Balance auf dem Brett gefunden und viel Spass bekommen. Inzwischen habe ich das „cruisen“ für mich entdeckt und gehe gerne auf Touren. Zudem bin ich bereits ein „Allwetter-Paddler“ geworden. Lässt es die Sonne und der Wind zu, dann bin ich auch in der kühleren Jahreszeit auf dem See unterwegs. Diesen Trendsport hätte ich ohne die Corona-Pandemie nie erlernt.

Greifvogelstation Irchel a. Berg – Reha für Fischadler, Uhu & Co.

Corona macht es möglich – endlich hatten wir einmal Zeit als Gönner einer Einladung zu folgen und uns die Greifvogelstation anzuschauen. Es war ein spannender Besuch und wir haben einen tollen Einblick in die wichtige und wertvolle Arbeit des langjährigen Leiters der Greifvogelstation Berg am Irchel und seinem Team erhalten.

Mir wird geholfen …

Für die verletzten Vögel ist so ein «Klinik- und Reha-Aufenthalt» in erster Linie «Freiheitsberaubung». Kommt ein verletzter oder angeschlagener Vogel bei der Greifvogelstation an, wird das Tier erstmals untersucht und fachmännisch verarztet. Dann heisst es für den Vogel ab in die Einzelhaft! Er kommt in eine kleine, dunkle Kiste mit einer Sitzstange und Türchen, durch die er gefüttert werden kann.

Die nächste Station ist dann die Flugkammer, ein etwas grösseres Gehege, wo sich der Patient wieder etwas bewegen darf. Bevor die Freilassung ansteht, muss das Tier noch einige Zeit in die grosse Flugvolière, wo er seine Flugeigenschaft wiedererlangt.

Die Vögel werden dann vor Ort frei gelassen. Fliegen einfach auf und davon. Und finden wieder nach Hause.

Unser Weihnachtsgeschenk dieses Jahr – wir haben Patenschaften für „Patienten“ verschenkt. Ein kleiner Uhu als Symbol – das „grosse“ Geschenk ist, dass der Pate die Genesung eines Greifvogels ermöglicht. Und zum Dankeschön darf der Beschenkte bei der Freilassung „seines“ Patienten persönlich dabei sein. Wir haben viel Freude damit bereiten können …

Hier findest Du den Post über die Greifvogelstation Irchel a. Berg und die Geschichte vom Fischadler: REHA für Fischadler, UHU & Co. – die Greifvogelstation Berg am Irchel

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 4)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …
Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 2)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …
Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 2)

Rückblick 2020

Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick erstelle, mein Bloggerjahr etwas reflektiere. Und warum nicht auch für dieses Corona-Jahr?

Vorwort aus Teil 1

Meine Fotografie lebt gewöhnlich von meinen Reisen raus in den Nordatlantik: Island, Färöer, Norwegen oder auch Irland. In diesen Covid19-Zeiten waren diese Länder für mich plötzlich unerreichbar. Und so hatte ich anfänglich in diesen Covid19-Zeiten gar keine grosse Lust mich mit der Fotografie zu beschäftigen. Ich brauchte einen Moment bis ich mich mit der neuen Situation abfinden und diese akzeptieren konnte. Langsam begriff ich, dass ich diese Zeit auch fotografisch nutzen sollte. Ich lernte neu zu sehen. Der Wechsel der Perspektive macht oft einen grossen Unterschied. Im Leben wie in der Fotografie.

Die Bilder in meinem diesjährigen Jahresrückblick sind genau aus Momenten der Achtsamkeit entstanden. Es sind einfache Bilder, mit denen ich die scheinbare Normalität der Natur oder der Zivilisation mitten in dieser Corona Pandemie spiegle.

Die Texte dazu ergänzen den Kontrast der Normalität der Jahreszeiten mit der Realität dieser Corona-Pandemie die uns Menschen seit diesem Jahr bedroht und vor der wir uns zu schützen versuchen.

Pfirsichblüten (Untersee)

Der zweite Teil meines Jahresrückblicks ist geprägt vom schönen Frühling und der Hoffnung nach dem Lockdown. Aber auch die Erkenntnis, dass meine diesjährigen Reisepläne ins Wasser fallen würden.


April

Wer von uns hätte noch Anfang März für möglich gehalten, dass nur wenige Tage später die schlimmste Krise losbrechen würde, die unsere Welt seit langem erlebt hat. Und der Lockdown mit all diesen Beschränkungen so schnell Alltag werden kann. Ausgerechnet im Frühling, der sich gerade im April von seiner schönsten Seite zeigte, mussten wir zu Hause in der „Selbstisolation“ bleiben. Doch der April war auch der Monat des Aufbruchs. Der Bundesrat verlängerte zwar die bestehenden Massnahmen bis am 26. April und kündigt gleichzeitig für danach eine etappenweise Lockerung an. Ab dem 27. April durften die Gartencenter, Hobbymärkte und Coiffeursalons wieder öffnen. Wir waren auf gutem Weg, den Virus einzudämmen.

„Haus am See“. Aufgenommen habe ich es am Ufer des Untersees. Eine Idylle am See.

Trotz der Hoffnung, war es auch die Zeit der Erkenntnis, dass alle meine Reisepläne dieses Jahr sich in Luft auflösen würden. Vorallem auf die Reise nach Shetland hatten wir uns gut vorbereitet, aber die Nachrichten aus Schottland waren düster. Doch ein bisschen Hoffnung war noch da, vielleicht würde es ja im Juni bereits besser aussehen und wir könnten trotzdem die Reise antreten.

Mai

Unser Land kehrte langsam zur Normalität zurück. Erstmals seit Beginn der Coronakrise konnte ich meine Mutter treffen – zum Spaziergang und Kaffee und Kuchen draussen auf dem Balkon. Und mit der Schwester meiner Frau und ihrem Ehemann zum Distanz-Grillen – sie am oberen Ende das langen Tisches, wir am unteren. Musste schon schmunzeln ob der Verrenkungen, mit denen wir mit weit ausgestreckten Armen Salatschüssel & Co. den Tisch hoch- und runterschoben. Und doch war es ein Fortschritt, es machte Freude.

Sonnenuntergang über dem Hegauer Kegelbergland

Im Grundsatz bin ich ein „urbaner“ Mensch, ein Stadtmensch, schätze aber die Überschaubarkeit der ländlichen Gegenden wie hier in der Bodenseeregion.

Am Ufer des Seerheins und an vielen Orten des Bodensees ist es ruhiger und weniger hektisch, als in der grossen Stadt und Agglomeration Zürich. Natürlich ist mein Blick durch diese Idylle verklärt, da ich nur am Wochenende jeweils hier sein kann. Mein Arbeitsleben ist städtisch, mein „Freizeitleben“ ländlich geprägt.

Gerade jetzt in der Corona-Krise wirkt das „Landleben“ als Rückzugsort, als einfache Alternative zur komplizierten Realität. Dies ist ein romantischer Trugschluss – die Probleme sind überall die gleichen. Trotzdem wirkten während dem Lockdown die leer gefegten, unbelebten Strassen in den Städten viel härter als das friedfertige, geborgene und harmonische Land.

Und die geplante Reise nach Shetland? Die Fluggesellschaft Edelweiss hat den Flug nach Edinburgh gestrichen, auch der Weiterflug mit der Logan Air nach Sumburgh wurde auf unbestimmte Zeit sistiert.

Juni

Weitere Betriebe durften öffnen. Auch Mittel-, Berufs- und Hochschulen, Museen und Bibliotheken und Zoos nahmen den Betrieb ab 8. Juni 2020 wieder auf. Die Schweizer Grenze zu Österreich, Deutschland und Frankreich ging endlich wieder auf. Alle konnten so die Sonne noch mehr geniessen, durchatmen, draussen sein. Die wiedergewonnene Freiheit wurde allerseits geschätzt und man freute sich so richtig auf den Sommer. Trotzdem galt weiterhin „Abstand halten, Hygienemassnahmen, kein Händeschütteln!“

Fast unbemerkt stiegen im Juni die Fallzahlen – noch auf tiefem Niveau – wieder deutlich an. Der Virus war noch da.

Stand Up Paddling auf dem Seerhein

Statt einer schönen Reise nach Shetland gab es bei mir im Juni ein „all inklusive“ Urlaub auf meinem Balkon. Im eigenen komfortablen Liegestuhl und einem guten Buch. Mit Ausflügen im eigenen Land! Und meinen ersten Versuchen auf dem SUP, die natürlich nicht so elegant aussahen, wie bei dieser SUPerin auf diesem Bild.

PhotoLyric: Sommer, unerwartet blüht der Mohn

Die Corona-Krise liess meine PhotoLyric etwas verkümmern, so kamen daher nur wenige dazu. Die Corona-Krise verlangte einem so viel ab, dass für die kleinen Emotionen wenig übrig blieb. In meinen Photo&Lyric poste ich ab und zu Fotografien, welche ich versuche mit „lyrischen“ Texten zu untermalen – zum tiefer reinschauen, bildlich lesen oder einfach etwas nachfühlen.

Sommer, unerwartet blüht der Mohn
berauscht mit rötlichem Ton.
Dahin die krönende Not,
endet nun was uns bedroht?

Widerstand, unser aller war breit,
sorgenschwer war die surreale Zeit!
Verweht was ist,
die neue Uhr nun misst.

Leben, es wird leicht,
überraschend, vielleicht!
Sanfter Wind lässt uns innehalten,
diese andere Zukunft gestalten.

Sommer, unerwartet blüht der Mohn
berauscht mit rötlichem Ton.
Seltsam ist die Leichtigkeit zurück,
momentan ist das Glück.

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 4)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …
Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020 (Teil 3)
Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick …

Zwischen den Jahren – mein kleiner Rückblick 2020

Rückblick 2020

Es ist eine liebgewonnene Tradition, dass ich für mich persönlich ein Jahresrückblick erstelle, mein Bloggerjahr etwas reflektiere. Und warum nicht auch für dieses Corona-Jahr?

Meine Fotografie lebt gewöhnlich von meinen Reisen raus in den Nordatlantik: Island, Färöer, Norwegen oder auch Irland. In diesen Covid19-Zeiten waren diese Länder für mich plötzlich unerreichbar. Und so hatte ich anfänglich in diesen Covid19-Zeiten gar keine grosse Lust mich mit der Fotografie zu beschäftigen. Ich brauchte einen Moment bis ich mich mit der neuen Situation abfinden und diese akzeptieren konnte. Langsam begriff ich, dass ich diese Zeit auch fotografisch nutzen sollte. Ich lernte neu zu sehen. Der Wechsel der Perspektive macht oft einen grossen Unterschied. Im Leben wie in der Fotografie.

Motoryachten im Nebel. Die grossen, kräftigen Yachten müssen im Hafen bleiben, umhüllt vom Nebel. Aber diese können nicht raus, denn draussen im Nebel würde sie sich trotz ihrer Technologie einer Gefahr aussetzen. Für mich ein Art Symbolbild für diese Covid19-Zeit – auch ich war wegen Corona wie viele andere „gefangen“ in meinem Zuhause, mein Bewegungsradius wurde sehr klein.

Meine Arbeitsweise mit der Kamera ist ein Reagieren. Permanent beobachte ich. Achtsam zeichne ich meine Umgebung laufend auf. Entdecke ich etwas Interessantes verändert sich mein Atem, ich werde ruhig. Meist spüre ich dann den richtigen fotografischen Moment.

Daher arbeite ich gerne mit kompakten MFT-Kameras. Von aussen nicht erkennbar habe ich eine kompakte, komplette Ausrüstung immer dabei. Bin für den besonderen Moment oder um spontan etwas auszuprobieren immer gut ausgerüstet.

Die Bilder in meinem diesjährigen Jahresrückblick sind genau aus Momenten der Achtsamkeit entstanden. Es sind einfache Bilder, mit denen ich die scheinbare Normalität der Natur oder der Zivilisation mitten in dieser Corona Pandemie spiegle.

Die Texte dazu ergänzen den Kontrast der Normalität der Jahreszeiten mit der Realität dieser Corona-Pandemie die uns Menschen seit diesem Jahr bedroht und vor der wir uns zu schützen versuchen.

Januar

Im Januar ist Corona für mich noch weit weg. Findet am Rand in der Presse statt. Wir diskutieren eher über den frühlingshaften Januar, geniessen die Sonne. Kurze Ausflüge am Wochenende rüber nach Deutschland, nach Meersburg oder auf die Halbinsel Mettnau gehörten ganz normal zu unseren winterlichen Wochenenden am See dazu.

Nebel bildet sich über dem Seerhein und kriecht langsam in die Stadt

Mitten in der Nacht bildete sich der Nebel über dem Fluss, legte sich über das Riet und kroch langsam und leise in die Stadt. Den richtigen Moment hatte ich hier, aber Nachtfotos sind immer eine Herausforderung, der Nebel macht es nicht einfacher. Zudem ohne Stativ, wird es ganz schwierig. Seit diesem aus der Hand geschossene Bild habe ich übrigens immer ein Stativ in Griffnähe.

Februar

Das Corona-Virus ist noch nicht angekommen, bisher bleibt es bei ersten Verdachtsfällen in der Schweiz. Wuhan wird abgeriegelt, erstmals bin ich etwas beunruhigt oder vielleicht eher verwundert über die die Dynamik und Entwicklung des Coronavirus in China. Wie gefährlich ist dieser Virus? Was wenn dieser zu uns kommt?

winterliches Abendlicht über der Marina

Am Seerhein findet der Winter nicht statt. Die ersten Schneeglöckchen blühen. Im Februar haben uns zwar die Stürme Petra, Sabine, Tomris, Bianca & Co. zwischendurch richtig durchgeschüttelt. Insbesondere der Orkan Sabine war heftig, trotzdem gab es glücklicherweise in der Region wenig Schäden. Winterlicher Abendhimmel über der leeren Marina – dieses Bild ist spontan mit einem Smartphone entstanden. Allerdings bis ich mit der richtigen Perspektive zufrieden war, musste ich doch etwas auf der Hafenmauer herumkraxeln.

März

Über Italien erreicht das Corona Virus die Schweiz. Plötzlich geht alles sehr schnell. Die Eishockeysaison wird abgesagt, Schulen geschlossen. Alle Skigebiete werden runtergefahren. Schlussendlich entscheidet der Bundesrat die «ausserordentliche Lage»: Die Armee kommt zum Einsatz, Läden werden geschlossen, die Grenzen werden dicht gemacht. Lockdown Switzerland!

Der Frühling der einsamen Spaziergänge

Trotz des frühen Frühlings, der diesen warmen Winter ablöste, entwickelte ich gar keine Frühlingsgefühle. Diese wurden erstickt in den im Minutentakt aktualisierenden Nachrichten, im unaufhörlichen klingeln des Smartphones und den Bildern aus den Spitälern und leeren Supermarktregalen.

Gegen diese ohnmächtigen, freudlosen Gefühle musste ich etwas tun, ich musste lernen abzuschalten. Raus an die frische Luft, die Bewegung in der Natur tat mir gut und stärkte meinen Körper. Endlich draussen sein, sich frei fühlen, die Ausnahmesituation eine Zeit lang vergessen. Den Frühling spüren!

Und meine Kamera nahm ich einfach mit, sagte dem Frühling kurz Hallo. Fotografierte etwas „trainingshalber“. Denn noch wusste ich nicht, dass meine Reisen und die damit verbunden grossen (Foto-) Momente in diesem Jahr alle ins Wasser fallen würde. Der Lockdown liess bereits meine Skiferien platzen, dies war der erste Vorgeschmack.

Unser „Bird of the year“ – der grosse Brachvogel

Fotografisch war die Begegnung im Ried mit den Brachvögeln ein Highlight, auch wenn das Licht sehr düster war. Das Bild hat meine Frau geschossen. Eines Ihrer ersten Bilder mit der neuen Nikon P1000, eine Kamera die wie gemacht ist für ihre Vogelbeobachtungen. Eigentlich war es ein Training, denn die Kamera hat sie für unsere Reise nach Shetland angeschafft und ersetzte damit ihre Nikon P900. Schlussendlich wurde aus diesem Training unser „Bird of the year“. Wir hätten nie gedacht, dass die Begegnung mit diesen schönen, seltenen Brachvögel unser „Bird Watching“-Highlight in diesem Jahr werden würde. Übrigens die Kamera mit riesigem Zoom, aber kleinen Sensor, überrascht. Vorallem bei guten Lichtverhältnissen kommt richtig Freude auf.

Ein grosse Brachvogel im Flachwasser vor dem Wollmatinger Ried

Der Grosse Brachvogel ist für uns ein Art Lieblingsvogel. Wir können es jeweils kaum fassen, wenn wir einen dieser Vögel hier am Bodensee sehen. Er erinnert uns dann an den Norden, wo im Wattenmeer hunderte oder Tausende von ihnen zu sehen sind. Hier am Bodensee ist er nur an sehr wenigen Plätzen als Brutvogel zu bestaunen und ist als Durchzügler selten geworden.

Frohe Weihnachten

Corona Weblog

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Eine furchtbare Zeit. Für viele von uns. Die zweite Corona-Welle fordert uns allen enorm viel ab. Wir müssen uns überall Massnahmen und Einschränkungen unterwerfen um sich nicht anzustecken, um den Virus nicht weiterzugeben. Und wir wissen nicht, ob dies alles nachhaltig ist. Kommt die nächste Infektionsexplosion nach den Feiertagen? Verschärft die mutierte Form des Coronavirus, welche weite Teile Englands in einen harten Lockdown gezwungen hat, die Gefahr für uns?

Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer! Die Impfstoffe scheinen wirkungsvoll zu sein und kommen schneller als gedacht. Sie werden unser Leben nach und nach normalisieren. Damit wir wieder ausgehen, verreisen, das Leben richtig geniessen können. Unsere Freunde einladen dürfen. Uns Kultur, Konzerte und Events offen stehen. Meine Sehnsucht nach all diesen Dingen ist enorm. Die grosse Frage ist nur: wann?

Für mich ist sicher: Es wird in den nächsten Wochen nochmals richtig hart. Doch der Frühling 2021 wird ein Art „Comeback“ einläuten und 2022 werden wir wieder unbeschwert all das tun, was unser schönes Leben ausmacht.

Bei allem Optimismus denke ich in dieser Zeit an die vielen Schicksale in unserem Land. Im Stillen findet in der Schweiz ein grosses Sterben statt. Für einige sind es nur Zahlen in der täglichen Statistik. Doch viele wissen, hinter diesen Zahlen stehen Tausende von Angehörigen, welche in den letzten Wochen und Monaten Schlimmes erlebt haben. Die Menschen sind darüber nicht Gleichgültig. Wir sind nur alle in unseren Blasen machtlos gefangen. So können wir unsere Solidarität mit den Trauernden nur im Stillen bewältigen. Und indem wir weiterhin alles tun um uns und damit auch unser Umfeld vor dem Virus zu schützen.

Grossen Respekt empfinde ich für alle Menschen, welche in den Spitälern, Altersheimen und Testzentren täglich unter hohem Druck arbeiten und den erkrankten Patienten helfen, damit diese wieder gesund werden.

In diesen speziellen Zeiten durfte ich Euch mit meinem Blog etwas begleiten. Trotz der Corona-Krise hat mein Blog in diesem Jahr kräftig an Leser gewonnen. Darüber freue ich mich sehr und bedanke mich bei Euch ganz herzlich. Die steigenden Leserzahlen sind für einen Blog der sich überhaupt nicht klar positioniert, doch eine „grosse Nummer“. Für mich Ansporn, dass mein Hobby-Blog Beers&Beans einfach ein kunterbunter Haufen an Themen und Bilder bleibt.

Gehen wir Dankbar in die schöne Weihnachtszeit. Freuen wir uns darüber was wir machen dürfen und sind nicht enttäuscht darüber, was wir gerade nicht machen können. Richten wir den Fokus darauf was das Leben schön, reich und lebenswert macht.

Starten wir mit Zuversicht und Optimismus ins neue Jahr. 2021 wird besser und 2022 kann für uns alle ein goldiges Jahr werden.

In diesem Sinne: All the best,