Ferien in der Schweiz – Grüezi mitenand!

Schweiz

Ob die Schweiz im Sommer für ausländische Touristen geöffnet wird, ist noch unklar. Dies liegt nicht an der Schweiz alleine, sondern die umliegenden Ländern könnten die Reisebeschränkung noch lange aufrecht erhalten. Reisen generell wird dieses Jahr wohl weiterhin schwierig bleiben. Selbst wenn eine Reise ins Ausland möglich ist, muss man sich erheblichen, pandemiebedingten Einschränkungen stellen.

Die gute Nachricht ist: Ferien in der Schweiz sind möglich. Soweit so gut, aber wohin?

Ferien im eigenen Land bedeutet endlich einmal Zeit für die Postkarten-Landschaft der Schweiz: erhabene Berge, lebendige Städte, malerische Landschaften, inspirierende Kunst und palmengesäumte Seeufer!

Allegra, Grüezi, Buongiorno und Bonjour! Grüezi mitenand im eigenen Land!

Mein Blog ist ein Art „Travel Blog“ und so gibt es bei mir viel „Beers & Beans“ von meinen Reisen aus Nah und Fern. Daher habe ich mal in diese „Beers&Beans-Kiste“ reingegeschaut und daraus das eine oder andere rausgeholt! So sind ein paar persönliche Ideen für Ferien und Reisen in der Schweiz entstanden – bekanntes und unbekanntes überraschendes!

Viel Spass auf meiner kleinen Blog-Reise durch die Schweiz!

Zürich – the little Big City

Überschaubar und gemütlich, und doch voll pulsierender Urbanität: eine Stadt ist im innovativen Wandel. Warum also nicht bei einem Städteurlaub dieses neue, innovative Zürich entdecken und gleichzeitig dabei in das fast südländische Sommerfeeling eintauchen, welches für diese Stadt so typisch ist.

Zürich ist eine Klasse für sich. Es gibt viele verrückte Dinge zu entdecken! Und von wegen klein, beschaulich und reich! Um diese Stadt, die aus ehemaligen Dörflis zu unterschiedlichen Quartieren zusammengewachsen ist, zu entdecken hat man gar nicht genug Zeit. Und in der Ferne grüssen romantisch schneebedeckte Alpengipfel und das Ganze ist noch eingerahmt vom betörend schönen Zürichsee.

Summer in the City – an heissen Sommertagen gibt es nichts Besseres als den Sprung in das kühle Wasser des Zürisees oder der Limmat. Entdecke bei einem Stadturlaub die vielen See- und Flussbäder mitten in der Stadt Zürich!

Und wer gerne zwischendurch in die Natur geht, steht mit dem Zürcher Oberland ein wahres, unbekanntes Wanderparadies quasi vor der Haustüre der Stadt.

Zürich bewusst als Tourist besuchen – ein Hotel in der Innenstadt buchen und mit einem Reiseführer durch die Stadt streifen. Und Badezeug nicht vergessen!

Gute Tipps rund ums touristische Zürich findest Du auf dem beliebten Blog „New in Zurich“ – er ist in englischer Sprache, aber gerade dies verändert den Blickwinkel um hier Ferien zu machen. Christina und ihr Team – bestehend aus Schriftstellern, Fotografen und vielen Helfern – betreibt diesen Blog. Sie geben Tipps für ein Wochenende, Städtereisen und selbst Insider finden immer wieder viel „Neues aus Zürich“!

Nollen – die Rigi des Thurgaus

Countryside pur – ländlicher geht es in der Schweiz vermutlich (fast) nicht! Hier Ferien zu machen ist schon fast exotisch – wer weiss schon wo der Nollen ist! Der Nollen ist ein Hügel im Kanton Thurgau und ist etwas über 700 Meter über Meer. Durch seine Rundumsicht auf den Bodensee, die Alpen und die Vulkanlanschaft des Hegau ist er ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Er wird auch als „die Rigi des Thurgaus“ bezeichnet.

Und hier ist nichts los! Es gibt auf dem Hügel ein kleines, bescheidenes Hotel, welches aber einen guten Ruf hat. Wenn man dort ein Zimmer bucht, ist Beschäftigung mitzunehmen: Bücher zum Lesen, Pinsel und Stafette zum Bilder malen oder seine „Schreibmaschine“. Freude am Wandern sollte auch vorhanden sein, so kannst Du diese wunderschöne und reizvolle Hügellandschaft erwandern und dabei neben den ländlichen Ortschaften Wuppenau, Heiligkreuz und Hosenruck spannende und abgelegene Weiler entdecken. Oder vielleicht sogar einmal Barfuss eine Wanderung unternehmen – es gibt hier einen schönen Barfussweg.

Der Nollen steht hier etwas stellvertretend für viele schöne Ausflugsorte, die wir in der Jugendzeit mit unseren Eltern und Grosseltern manchmal besucht haben, aber irgendwie in Vergessenheit geraten sind. Warum nicht diese „vergessenen“ Ausflugszielen wieder neu entdecken und dort einmal Urlaub machen?

Matterhorn – Berg der Berge

Das Matterhon – der Berg der Berge! Das Matterhorn ist ein Mythos. Der Berg mit seiner charakteristischen, kühn-eleganten Pyramidenform ist einer der berühmtesten Berge der Welt. Und wohl das am meisten fotografierte Alpenmotiv.

Diesen Sommer gibt es vielleicht die Chance diesen Berg etwas ruhiger anzugehen, da kaum noch Touristen aus aller Welt nach Zermatt kommen werden. Es gibt so viele Möglichkeiten den Grenzberg zwischen der Schweiz und Italien zu „erwandern“ oder zu „erfahren“. Der Klassiker ist sicher eine Fahrt auf das Gornergrat. Von dort oben hat man ein atemberaubendes Panorama auf mächtige Gletscher und 29 schneebedeckte Viertausender. Auch von der Sunnegga oder dem darüber gelegenen Rothorn eröffnet sich einen herrlicher Blick aufs Matterhorn und die Zermatter Bergwelt.

Wer das Matterhorn noch nicht gesehen hat – wenn nicht jetzt, wann dann?

Sehr eindrücklich ist eine Wanderung auf dem „Matterhorn Glacier Trail“ welche einem fast direkt zum Fuss dieses gigantischen Berges führt. Für Fotografen eine sehr schöne Wanderung, mit einigen unbekannteren Blickwinkeln auf diesen Berg – für mich war faszinierend, sich bis zum Fusse des Matterhorns nähern zu können.

Zermatt – der Ferienort am Fusse des Matterhons – ist sehr populär und steht mit vielen zeitgemässen Übernachtungsmöglichkeit, tollen Restaurants und einer riesigen Infrastruktur für eine erstklassige Erholung. Tipps und Inspiration findest Du auf dem Matterhorn Blog von Zermatt Tourismus.

Schweizer Palace- und Grand-Hotels

Gerade in der Schweiz gibt es eine jahrhundertealte Tradition der Grand- und Palace-Hotels. Jetzt wäre es einmal an der Zeit in die Welt der renovierten Belle-Epoque-Säle, der polierten Parkette und integrierten Hightech-und Wellnesswelten einzutauchen. Dafür stehen Namen wie das Grand-Hotel Dolder in Zürich, das Bürgenstock Resort bei Luzern, das Tschuggen Grandhotel in Arosa oder der «Kronenhof» in Pontresina. Und natürlich viele andere mehr.

Gstaad Palace – it’s truly a palace! Dieses Haus zählt zum Luxuriösesten, was die Schweiz an Hotels zu bieten hat. Wie ein Schloss thront das legendäre Gstaad Palace vor der schönen Kulisse der Berge. Eröffnet vor knapp hundert Jahren, avancierte das Hotel bald zum beliebten Treffpunkt des internationalen Jet Set. Das berühmte Hotel ist eine eigene Welt, daher eine eigene Reise wert!

Arosa – das Eldorado für Mountainbiker und Wanderer

Der traditionsreiche Bündner Ferienort Arosa ist in erster Linie bekannt als Wintersportort. Doch auch im Sommer bietet der Ort, der am Ende des romantischen Tals des Schanfigg auf rund 1800m liegt, sehr viel. Und garantiert trotz der hochalpinen Lage viel Sonne!

Arosa ist in den letzten Jahren zu einem Mekka für Mountainbiker geworden. Es wurden abwechslungsreiche Trails gebaut, die jeden Biker Typ seinen Flow finden lassen. Es warten Routen mit Fahrspass für jeden Fahrstil: Von gemütlich bis sportlich und einfach bis schwierig. Auch die vielen Wanderwege stehen den Biker für Touren zur Verfügung. Im ganzen Dorf wurde das Angebot auf die Biker ausgerichtet: Bike Shops, Bike Services, Bike Hotels und Bike-Schulen.

Aber auch die „Nicht-Biker“ finden in Arosa etwas, denn die Ferienregion Arosa ist im Sommer sehr vielseitig. Zu entdecken gibt es beispielsweise das neue Bärenland. Das Wandergebiet verfügt allein in Arosa über 200 Kilometer abwechslungsreiche Spazier- und Wanderwege. Es gibt hier sogar einer der schönsten Badeseen der Schweiz!

Eine empfehlenswerte Wanderung ist die 10-Seen-Wanderung, bei welcher nach Lust und Laune glasklare Bergseen gesammelt werden können. Oder bei guter Kondition den Erzhornsattel überqueren, eine fast hochalpine Route mit wunderschönen Blick in die Bündner Bergwelt. Und ein Bad im Untersee – einer der schönsten Badi der Schweiz – ist ein Muss! Dort ein Liegestuhl schnappen und sich in den Roman „Zauberberg“ von Thomas Mann vertiefen – immerhin hat dieser grosse Schriftsteller sich die Inspiration zu seinem Jahrhundertwerk teilweise in Arosa geholt.

Gottlieben – die vergessene Perle am Seerhein

Gottlieben liegt am Seerhein, der kurzen Wasserstrasse zwischen Bodensee und Untersee. Das malerische Ortsbild wird geprägt von wunderschönen Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert, idyllischen Winkeln und einer kleinen, schönen Seepromenade gesäumt von Platanen. Der kleine Ort birgt grosse Schätze. Schloss Gottlieben war einst im Besitz von Franzosenkaiser Napoleon III., desweiteren sind die berühmten Gottlieber Hüppen, das Literaturhaus „Bodman“, eine kleine Szene an Künstler zu nennen. Dem einen oder anderen ist vielleicht noch geläufig, dass der Komponist und Sänger Udo Jürgens hier seine letzten Jahre verbrachte.

Der imposanteste Fachwerkbau beherbergt das Hotel-Restaurant „Drachenburg“, dieses Hotel war in den 1970er Jahre einmal einer der Leuchttürme der Schweizer Hotellerie. Ebenfalls zu dieser Zeit kochte die berühmte Schweizer Köchin Rosa Tschudi in der benachbarten „Krone“. Damals war Gottlieben vielleicht so etwas wie das kleine St. Tropez vom Bodensee. Der Ort ging danach für auswärtige Besucher immer mehr in Vergessenheit und liegt heute im Dornröschenschlaf.

Heute ist der Ort wieder im Wandel – viele Ideen wurden entwickelt. Zudem hat eine kapitalkräftige Stiftung vor kurzem das Hotel-Restaurant „Drachenburg“ übernommen und wird in diesem Ort neue touristische Impulse setzen – also wer hier Ferien macht wird vielleicht zum Trendsetter. Und wird den idyllischsten Dorfplatz der Schweiz kennenlernen.

Warum nicht Urlaub in diesem zauberhaften und verschlafenen Ort Gottlieben am Bodensee im Thurgau? Mit dem Hotel Krone und Hotel Hecht (3*) hat es hier zwei wunderschöne Hotels direkt am See. Zudem gibt es zwei Gasthäuser sowie Cafés mit traumhafter Lage direkt am Seerhein. Gottlieben bietet Schiffsrundfahrten, Ausflüge ins Thurgauer Land, Birdwatching im angrenzenden Naturschutzgebiet oder wunderschöne Wanderwege direkt am Bodensee. Baden ist direkt an der Seepromenade möglich (kleiner Badeplatz) oder in der Seerhein Badi, welche zu Fuss in wenigen Minuten ereichbar ist. Und als Abenteurer ist unterwegs, wer auf einem SUP oder Kanu den Seerhein entdeckt.

Luzern – die schönste Stadt der Schweiz

Queen Victoria und der Märchenkönig Ludwig II., Goethe und Tolstoi, Audrey Hepburn und andere Berühmtheiten suchten einst die Gegend um Luzern auf. Die Stadt liegt am weltberühmten Vierwaldstättersee, mitten im Herzen der Schweiz. Passagierschiffe legen hier ab und bringen ihre Fahrgäste im Sommer in die Berge und zu legendären Schauplätzen nationaler Mythen.

Luzern, die schönste Stadt der Schweiz? Vermutlich ist das so. Luzern bietet einfach die perfekte Kombination aus Stadt, Wasser und Bergen und gehört zu einer der sehenswertesten Destinationen weltweit.

Luzern wird in diesem Sommer ruhiger sein, anders als sonst, der Ansturm asiatischer Reisegruppen auf die Souvenirläden wird wohl nicht stattfinden. Darum wäre jetzt der ideale Zeitpunkt für ein paar Tage in Luzern Urlaub zu machen. Einfach in eines der traditionellen Hotels einchecken und die Lebensart der Luzerner geniessen. Shoppen ist in Luzern noch ein Erlebnis, der Markt direkt am Ufer der Reuss macht Spass. Zwischendurch als Kontrast hoch hinaus auf die umliegenden Gipfel – mit den Wanderschuhen oder mit einer der vielen Bergbahnen. Am Nachmittag ein frisches Bad im Vierwaldstättersee. Danach für einen unvergesslichen Apéro hoch zum „Hotel Château Gütsch“, welches seit 1888 über der Stadt thront. Es wurde übrigens nach dem Vorbild des Schlosses Neuschwanstein in Bayern gebaut. Und zum Abendessen, wie wäre es mit „Lozärner Chögalipaschtetli met Riis ond Gmües“?

Wein – Vino – Vin

Auch wenn die Schweiz ein kleines Land ist, werden bei uns spannende Qualitätsweine produziert. In der Schweiz hat der Weinbau Tradition: Schon die Römer sollen um 800 vor Christus herum im heutigen Gebiet der Schweiz damit angefangen haben. Zu den bekanntesten Weinbaugebieten gehören das Wallis, die Ostschweiz, die Bündner Herrschaft, das Tessin, die Romandie, Lavaux und Waadt. Nach dem Wallis ist Waadt der grösste Produzent für köstliche Trauben. Zudem werden viele Sorten nah an der Grenze zu Frankreich angebaut, da dort wiederum das Klima besonders für den Anbau von Wein geeignet ist.

Was gibt es Schöneres als ein Glas Wein zu geniessen? Warum dies nicht gleich mit einer „Tour de Suisse“ als Geniesserreise zu den bekannten und unbekannten Weinbaugebiete in wunderschönen Landschaften mit tollen Geschichten und Menschen verbinden?

Die junge Weinbloggerin Madelyne Meyer steht für eine neue Generation von Weinfreunden. Sie betreibt mit „Edvin“ einen sehr lesenwerten und toll illustrierten Blog. Geschrieben in einer genussvollen, verständlichen Sprache findest Du hier viele Tipps über (Schweizer) Weine. So als Einstieg für die eigene Weinreise durch die Schweiz.

Und ich ?

Also mein „Schiff“ liegt gedanklich noch vor Anker. Vorgenommen habe ich mir dieses Jahr für einmal nicht in die Bergregionen zu reisen. Einen anderen, mir noch unbekannten See zu entdecken ist so meine Idee. Und so steht bei mir der Neuenburgersee im Moment ganz oben auf der Liste. On verra bien !

«Machen Sie Ferien in der Schweiz»

Ueli Maurer, Bundesrat

Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell. Ich bin ein fotografischer Geschichtenerzähler, erzähle was ich auf einer Reise oder sonst irgendwo so aufgeschnappt habe. Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Alle Informationen sind ohne Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

Corona WebLog #9

Corona Weblog

Der Virus ist noch da. Unter uns. Irgendwo. Und doch bewegt sich mein Leben mit grösseren Schritten wieder hin zur Normalität. Gemischt sind meine Gefühle, zwischen Freude und Sorgen. So stelle ich mir die Frage, soll ich dieser neuen Normalität sehr vorsichtig oder mit der für mich eher typischen Gelassenheit begegnen?

Den Lockdown sind wir los – wenigstens fast. Schulen sind aufgegangen, die Restaurants und Läden ebenfalls. Der Verkehr in der Stadt ist zurück. Alles ein grosser Schritt scheinbar in die Normalität. Doch es ist nicht mein Leben von früher – zwei Meter Abstand, Social Distancing, noch mehr Hände waschen, Desinfektionsmittel und teilweise das Tragen von Masken ist in meinem Alltag angekommen. Und es gibt keine Gewissheit – keine Gewissheit ob dies alles so bleibt oder morgen schon wieder alles anders ist.

Die Bilder in den Medien von sterbenden Menschen in unseren Spitälern habe ich fassungslos mitverfolgt, diese sind in meinem Kopf eingeprägt. So reagiere ich in dieser neuen Normalität oft verunsichert: Beobachte die Menschen rundherum, halte manchmal mehr Abstand zu meinen Mitmenschen als wirklich nötig, meide instinktiv belebte Orte. Zwischendurch, wenn mir alles zu eng wird, dann verstecke ich mich hinter einer dieser ungewohnten Masken.

Wo ist die Sicherheit von meinem alten Leben geblieben? Welche Sicherheit? War dies nicht nur ein falsches Gefühl – ist das Leben nicht grundsätzlich endlich, unvorhersehbar, unsicher und abstrakt? Vor der Pandemie wie jetzt in der neuen Normalität?

Die schnelle Öffnung ist ein Risiko – für die Gesellschaft. Für mich persönlich. So kann ein Abendessen in meinem Lieblingslokal oder der Besuch eines Museums ansteckend sein. Gehört aber dieses Risiko nicht einfach zum Leben?

Wichtig scheint, dass ich zu meiner Gelassenheit zurückfinde. Mein „Schneckenhaus“ endlich verlasse und hinaus gehe ins Leben. Es braucht etwas Mut. Und Disziplin: Abstand halten, Hände waschen!

Nehme ich doch die neue Normalität einfach mit einer Art Gottvertrauen, mit meiner Zukunftsgläubigkeit und Gelassenheit an. Und ich versuche wieder den Risiken wie früher mit Augenmass zu begegnen. Denn irgendwann werde ich Sterben, aber jetzt darf ich Leben! Geht uns doch allen so.

Stay well and safe.

Bilder Opernhaus Zürich Mai 2020 – vielen ist es gar nicht so aufgefallen, da in der Stadt Zürich viele Plätze abgesperrt worden sind. Aber für mich ist das rundherum eingezäunte Opernhaus ein Sinnbild der Corona-Krise.

BergLiebe: Urdensee (Arosa)

Arosa

Letzte Woche ist die Ausgabe „Sommer 2020“ der beliebten Zeitschrift „BergLiebe“ erschienen. Ein Bild, welches ich vom zauberhaften Urdensee geschossen habe, hat den Weg in diese Ausgabe gefunden!

Über die Anfrage der Bildredaktion von LandLiebe, ob sie dieses Bild über den Urdensee (Arosa) für ihre Ausgabe „BergLiebe“ zum Thema „sagenhafte Berge“ verwenden dürfen, habe ich mich gefreut. Und noch schöner ist, dass dieses Bild jetzt erschienen ist und hoffentlich viele Leser dieses beliebten Magazins erfreut.

Bild Michael Schneider / Text Redaktion „BergLiebe“

Die „LandLiebe“ ist ein aufwendiges und sehr schön gemachtes Magazin. Es vermittelt die Schweiz so wie sie ist – authentisch und bodenständig. Dabei wird von aussergewöhnlichen Menschen und faszinierenden Naturschauspielen erzählt – einfach schöne Geschichten vom Land, seinen Bergen und seinen Menschen, Rezepte aus der Landfrauenküche, wertvolle Gartentipps und innovative Strickideen.

Weitere Informationen findest Du unter https://www.landliebe.ch/

Das Bild vom kleinen Bergsee habe ich auf einer Wanderung an einem frühen Sommermorgen geschossen. Dabei hatte ich mich erinnert, dass dieser See etwas geheimnisvolles hat. So scheint die Untiefe im westlichen Teil des Sees sehr tief zu gehen, diese wurde aber noch nie ausgemessen. Und dann war da noch eine Sage von einem geizigen Senn und einer roten Kuh. Von dieser Sage habe ich später in einem Post zusammen mit den Bildern dieses zauberhaften Sees erzählt. Du findest diesen Post hier: Die Sage vom Urdensee.

Letzte Woche ist die Ausgabe „Sommer 2020“ der beliebten Zeitschrift „BergLiebe“ erschienen. Dieses Bild, welches ich vom zauberhaften Urdensee geschossen habe, hat den Weg in diese Ausgabe gefunden!
LandLiebe ist auch Bergliebe: Hier wird durchs Land gewandert, Gipfel erklommen und die ursprünglichen und überraschenden Seiten der Schweiz gezeigt.

Flaschenpost vom Seerhein (Apr 20)

Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Wer von uns hätte noch Anfang März für möglich gehalten, dass nur wenige Tage später die schlimmste Krise losbrechen würde, die unsere Welt seit langem erlebt hat. Und der Lockdown mit all diesen Beschränkungen so schnell Alltag werden kann. Ausgerechnet im Frühling, der sich gerade im April von seiner schönsten Seite zeigte, mussten wir zu Hause in der „Selbstisolation“ bleiben. Doch seit einigen Tagen ist die Zeit des Aufbruchs gekommen und der Frühling gibt uns mit seinen Farben und Licht die Kraft für die Neugestaltung, die vor uns liegt.

Überzeugt bin ich, dass ich noch mehr als vor der Krise zu schätzen weiss, wie wertvoll und erfüllend es ist, mein Leben positiv zu bestreiten, aber auch zu geniessen – wie jetzt im Frühling die Strahlen der Sonne auf der Haut, gutes Essen, ein Glas Wein und hoffentlich bald die Gesellschaft lieber Menschen.

Der Frühling war das beste Mittel gegen meinen Corona-Koller. Einfach nach draussen gehen und Vögel, Schmetterlinge und Blumen bestaunen. Tief einatmen, ausstrecken und die grauen Wintertage abschütteln! So ist auch meine Flaschenpost vom April ein bunter Gute-Laune-Booster. Mit den farbigen Blumen, den ergrünenden Bäumen und Wiesen habe ich versucht die Frühlingsgefühle wieder rund ums Haus einzufangen. „Stay at home“ in der Flaschenpost!

Liebe Grüsse, passt auf Euch auf. Bleibt gesund! Und bleibt zuversichtlich!

Michael

Vollmond

Anfangs April kam in der Nacht der Vollmond der Erde besonders nah – und erschien grösser. Ein Supermond! Klar versuchte ich den Mond mit der Kamera einzufangen, dies war für mich eine gute Übung, um den Umgang mit der Kamera „mondmässig“ etwas aufzufrischen. Der Zufall wollte es, dass sich die Wetterfahne von Schloss Gottlieben genau zwischen Mond und mein Objektiv stellte.

Blütenzauber am Seeufer

Immer wieder wunderbar, wie der Frühling das Landschaftsbild hier am See verändert.

Pfirsichblüte am Bodensee

Da es bei uns am Bodensee, ähnlich wie bei den Aprikosen, nur sehr wenige Pfirsiche gibt, ist dies doch eine Begegnung der eher seltenen Art. Pfirsiche aus hiesigem Anbau werden im Herbst hier übrigens reif geerntet und meistens in den Hofläden direkt verkauft. Diese Früchte duften intensiv und ein Biss in eine solche Frucht ist ein Genuss!

Geheimnisvolle Schlösser im Thurgau

Es gibt versteckte, geheimnisvolle Schlösser im Thurgau, die sich als Schauplatz grosser Romane eignen würden. Einige – wie hier Schloss Eugensberg – verstecken sich hinter hohen Mauern und Zäunen. Um die Schlossherren selber wuchern Gerüchte wie die Hecken rundherum. Einige dagegen sind heute öffentlich zugänglich und erzählen vom Glanz längst vergangener Zeiten.

Blumenstrauss

Selbst ein Blumenstrauss aufzutreiben war in diesen Corona-Zeiten nicht einfach. Für die Floristen war der Grat zwischen zulässigem und verbotenem Verkauf schmal. Unser Blumenladen hielt durch und so machte für einmal ein frühlingshaftes Blumengesteck noch mehr Freude, als sonst schon. 

Frühlingsweg

Diesen Frühlingsweg zu gehen machte einfach Freude und stärkte die Zuversicht.

Abendstimmung

Der wiederkehrende Tag verabschiedet sich hier wieder einmal mit einer wunderschönen Abendstimmung.

früher Frühling

Kalendarisch gesehen kam der Frühling dieses Jahr am 20. März, meteorologisch war es am 1. März. Gefühlt schon im Januar, als es so sonnig und warm war wie selten. Zusammen mit Rekordtemperaturen im Dezember und Februar erlebte die Bodenseeregion einen sehr milder Winter. So verwunderte es kaum, dass sich der April eher schon sommerlich anfühlte. In meiner Jugend begann der Kirschbaum immer etwa Mitte April zu blühen, jetzt ist das schon Ende März, Anfang April der Fall. Auch die Rapsblüte startete anfang April, was sehr früh ist.

Schwarzmilan

Meine Frau hatte das Glück einem Schwarzmilan während der Fischjagd zuzusehen. Und sie schoss dabei gleich noch ein paar eindrückliche Fotos. Als gewandter Flieger greift der Schwarzmilan in einem spektakulären Sturzflug Fische im Wasser an, schwingt sich wieder in die Höhe und kröpft seine Beute gleich im Flug. Der Schwarzmilan ist bei uns heimisch und gehört nicht zu den gefährdeten Arten. (Bilder ASC April 2020; Quelle: vogelwarte.ch)

Obstblüten

„Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Martin Luther, Reformator

Zottel

Auch am Bodensee begegnet man wie hier auf der thurgauischen Seite diesen zottligen Rindern. Es sind schottischen Hochlandrinder, die sich hier wohl fühlen. Diese Tiere sind sehr robust und benötigen dank ihrem dicken Fell auch im Winter keinen Unterstand.

Tiger

Der kleine Tiger interessiert sich für die Vögel mehr als für mich.

Pegelstand Seerhein: trockener Monat sorgt für eher tiefen Wasserstand

Natürlich ist auch hier die Trockenheit spürbar – so liegt der Wasserstand auf einem für die Jahreszeit leicht unterdurchschnittlichen Niveau. In extremen Jahren kann der Wasserstand schon einmal 1m höher liegen. Tendenziell sollte der Wasserstand im Seerhein in den kommenden Monaten bis zum Sommer ansteigen. Dies hängt mit der Schneeschmelze zusammen. Zudem führt das Ansteigen der Schneegrenze im alpinen Bereich dazu, dass allfällige Niederschläge direkt in die Flüsse und Bäche abfliessen.

Stand am 01.05.2020 Konstanz/Rhein: 306cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild: „Sunrays through the clouds“ (Seerhein)

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Insel Mainau öffnet wieder am 6.Mai – mit Einschränkungen

Die beliebte Blumeninsel im Bodensee öffnet nach 7 Wochen wieder – allerdings mit Einschränkungen. Mehr darüber findet ihr unter: Insel Mainau öffnet wieder am 6.Mai

Schlusspunkt: rote Stunde

Corona Weblog #8

Corona Weblog

Die ersten Geschäfte sind seit gestern wieder geöffnet und die Menschen kehren langsam auf die Strassen unserer Städte zurück. Darüber ist die Freude bei mir verhalten, es ist eher das Gefühl, dass wir alle aus einem Alptraum herauskommen, langsam und mit sehr kleinen Schritten. Jedoch ist bei mir eine Erleichterung und Dankbarkeit spürbar, dass meine Familie, Freunde und ich am Leben und gesund sind. 

Die wochenlange “Gefangenschaft” wurde seit gestern gelockert. Eine “Gefangenschaft” die dazu geführt hat, den Coronavirus in der Schweiz einzudämmen. Vermutlich leben viele von uns inzwischen in einem engen Umfeld relativ sicher vor dem Virus und können sich kaum noch anstecken. Wenn wir weiterhin vorsichtig bleiben. 

Wir haben den ersten Teil der schlimmsten Krise, welche die moderne Schweiz je durchlebt hat, hinter uns. Doch bewältigt haben wir die Krise noch nicht, hier steckt viel Arbeit und ein langer Weg vor uns – für jeden einzelnen in diesem Land. 

Besonders in der Stadt Zürich spüre ich nach Wochen der Abrieglung, dass das Leben zurückkehrt. Gestern öffneten Coiffeure, Autowaschanlagen, Baumärkte und andere wenige Dienstleistungen. Restaurants und Bars bleiben weiterhin geschlossen, trotzdem gibt es wieder den Anschein einer Grosstadtatmosphäre.

Was sich da gerade entwickelt, ist nur scheinbar die Normalität von gestern. Unfassbar spüre ich, dass sich die Struktur unseres Lebens selbst bereits verändert hat. Die Zukunft schon in eine andere Richtung geht.

Was mich betrifft, habe ich während diesem Teil der Krise weitgehend durchgearbeitet, was mir geholfen hat, manchmal auch alles etwas zu verdrängen. Zudem hat sich “work at home” als gutes Mittel zur Erfüllung meiner Aufgaben erwiesen. Den ganzen Tag führe ich Telefonate und Videokonferenzen. Mit meinem Team verbringe ich „virtuell“ viel Zeit, was früher im Non-Stopp-Büroalltag nicht möglich gewesen war. Diese erzwungene Zeit hat uns ermöglicht vieles weiterzuentwickeln und Feinabstimmungen – auch in digitalen Themen – zu erarbeiten. Wir sind bereit, viele Aufgaben weiterzubringen, wenn die Krise vorüber ist.

Die Kehrseite der Medaille ist der Mangel an sozialer Interaktion, an temperamentvollen Gesprächen oder professionellen Argumenten am runden Tisch, die so oft zu Lösungen führen. Auch wenn ich nur national unterwegs bin, ist die fehlende Reisemöglichkeit für mich sehr einschränkend. Obwohl ich erkennen muss, dass es früher vielleicht doch zu viele Aussentermine waren.

Meine Konsumsehnsüchte sind überraschend bescheiden geblieben. Erst wenn ich an einem geschlossenen Café vorbeikomme, dann wird mir bewusst, wie schön es jetzt wäre in der Sonne zu sitzen und einen Espresso zu trinken. Und ein weiterer Wunsch entwickelt sich leise, irgendwann möchte ich in meinem Kreis eine Feier geben, eine Feier die als Restart in mein neu geschenktes Leben steht!

Die letzten Corona-Wochen sind zur Routine geworden. Genauso wie das tägliche Überfliegen der Infektionszahlen. Natürlich waren da die Isolations-Wochenende. Hier habe ich mir die Energie geholt: genug geschlafen, Spaziergänge und die Zeit die ich auf unserer Terrasse bei fast sommerlichen Temperaturen verbracht habe. Wir haben gebacken und gekocht. Die Zweisamkeit geniessen können. Und tatsächlich steht über vielem die Nähe meiner Frau, die mir geholfen hat mit allem einfach besser zurechtzukommen.

Vielleicht stehen wir noch am Anfang dieser Krise, daher wäre es vermessen jetzt schon das Ende abzusehen. Aber es scheint wir haben die Talfahrt hinter und der Talboden liegt vor uns.

Euch alles Gute und bleibt oder werdet wieder gesund!

Bilder: MSC (Ausnahme Bild „Herz“ von SBA 4/20)

Corona WebLog #7

Corona Weblog

Meine anderen Ostern

Schönes Wetter, fast schon sommerliche Temperaturen! Besser hätten wir es über Ostern nicht haben können. Diese Ostern waren anders, vom Lock Down überschattet. Ostern ohne alles. Es waren verwirrende, spezielle Tage, zudem geprägt durch mein schlechtes Gewissen!

Es fing schon an bei meinem Plan an Ostern etwas zu wandern, so ums Haus rum war die Idee. Doch dann stürzte mich der beliebte Volkswanderer Nik Hartmann in die Ungewissenheit. Er bezeichnet in einem Interview alle “als Tuble”, die jetzt noch raus zum wandern gehen würden. Soll ich? Oder lieber nicht?

Meine Lebenspartnerin und ich sind trotzdem gegangen – nur zu zweit. Etwas verstohlen, haben wir kleine Wanderungen direkt vom Haus aus unternommen. Haben Wege gesucht, wo uns niemand sieht. Uns angezogen als wären wir nur Spaziergänger. Dieser “Ausbruch” in die Natur,  die Bewegung hat uns gut getan. Es war ja nicht verboten. Auf unserem Weg sind uns andere wandernde Menschen begegnet, immer grosszügig und höflich ausgewichen. Zudem haben alle ganz freundlich gegrüsst. Übrigens auch die Velofahrer.

Am Ostersonntag verteilten wir ein paar Osterhasen. Mit dem Auto. Die Osterhasen hatten wir vorher Online bei einer Schweizer Confiserie bestellt. Das Paket kam rechtzeitig an, doch die Osterhasen hatte ich mit schlechtem Gewissen ausgepackt. Weil die Post uns Online-Shopper stark kritisierte, wir würden alle so viel unnützes Zeugs bestellen! Damit hätten wir eine unbewältigbare Päckliflut ausgelöst. Sind die Schoggi-Osterhasen unnütz?

Also fuhren wir früh morgens am Ostersonntag mit dem Auto los auf eine kleine Runde um unsere beiden isolierten Müttern und anderen Bekannten einen Ostergruss in den Briefkasten zu legen. Dabei fiel mir auf, dass ich als Wochenendaufenthalter ja mit einem ZH-Kennzeichen unterwegs war! Angst überkam mich, dass die Locals (also die Thurgauer) mich als “Ausflügler” aus der ungeliebten Gross-Stadt hielten! Ich wurde unruhig, es waren ja auch die Ostern unter Beobachtung. Man hörte und las ja von Hunderten von Denunziationsversuchen – allerdings mit einer Gemeinsamkeit laut Presse: «Zumeist fanden die Polizeien keine Verstösse.» Dazu hätte dann meine „Osterhasen-Ausfuhr“ mit ZH-Kennzeichen im Thurgau wohl auch gezählt, da nicht verboten.

Auf dem Seerhein tuckerten ein paar Boote über das blaue Wasser, einige SUP’s liessen sich von der Strömung treiben. Die SUP’s und Bootsführer hatten einen „sicheren“ Zufluchtsort gefunden. Abstand wird hier gepflegt, nicht zu nahe aneinander ran gehört zur Regel auf dem See, unabhängig von Corona. Das Boot ist in diesen Zeiten noch mehr Luxus: ungestört in der Natur, die Frühlings-Landschaft am Ufer zieht vorbei. Ob ich mir ein Boot oder vielleicht ein SUP anschaffen sollte? Kann man Bootfahren in diesen Tagen einfach ohne schlechtes Gewissen?

Karfreitag. Die Glocken unserer kleinen Kirche läuteten zur Messe. Nur da war keine. Also keine richtige, nur eine virtuelle. Unser Pfarrer begrüsste die Gläubigen in der leeren Kirche via Livestream auf YouTube. Eigentlich wollte ich in den Livestream reinschauen. Schlechtes Gewissen – vielleicht ein bisschen …

Und wir haben Freunde, Nachbarn getroffen. Zum ersten Mal seit langem – ein kleiner Schwatz dort, einer da – immer aus sicherem Abstand. Nur ein paar Worte zu tauschen war schon ein kleines österliches Glück. Mit einem Bekannten trank ich sogar unten an der Seepromenade ein Bier – wir sassen auf der Kaimauer, liessen die Beine baumeln. Blinzelten in die Sonne. Zwischen uns vermutlich 3 Meter Distanz – doch wir fühlten uns beobachtet und wieder beschlich mich dieses coronahafte, schlechte Gewissen.

Es gab ein Ort, wo ich mich ohne schlechtes Gewissen bewegen konnte. Zuhause – my home is my castle! Wir haben gebacken und gekocht. Viel mit unseren Liebsten kommuniziert – WhatsApp und Facetime sind heiss gelaufen. Sogar Postkarten geschrieben, einfach so. Und der Balkon entwickelte sich zum sommerlichen Refugium.

In dieses sommerliche Gefühl mischte sich der Gedanke, alles ganz schön, aber für nächstes Jahr wünsche ich mir ganz normale Ostern! Selbst wenn es regnen sollte! Wird dies ein frommer Wunsch bleiben? Die Corona-Pandemie ist nun mal kein Entschleunigungsexperiment. Sondern es geht weiter. Die Routine nach diesen Ostern wird die eigene sein, aber auch die draussen in der Welt: immer noch Corona-Kranke auf den Intensivstationen, weiterhin werden wir Todesopfer beklagen müssen. Die Existenzsgrundlage vieler Menschen ist am Boden zerstört, vielleicht erhalten sie eine Chance diese wieder aufzubauen. Die Rezession wird folgen. Und unsere Freiheit? Wie sieht diese an den nächsten Ostern wirklich aus?

Schwarzseherei? Nein, meine Zuversicht ist gross. Nur, je länger es geht, wird klarer, dass der bundesrätliche Vergleich mit dem Marathon nicht übertrieben war. Und wir haben noch ein sehr langes Stück vor uns. Und viele haben gesagt, die Welt wird danach anders aussehen. Doch niemand hat dabei geglaubt, dass diese andere Zukunft einmal Realität wird. Vielleicht haben wir die Chance darin viel Gutes zu machen, etwas weniger für uns selber, dafür etwas mehr für die Gesellschaft, die Natur und das Klima.

So bleibt es an mir mich in Bescheidenheit weiter zu üben. Alles durchzustehen und auszuhalten – so gut wie ich es nur kann. Und mein Bestes zu geben.

Diese Ostern waren anders …

Bilder: Symbolbilder April 2020 (ausser Osterhase & Schlussbild von 2019)

Ein schönen Karfreitag und frohe Ostern

Life&Style

Noch vor kurzem war Corona einfach ein Bier. Heute jagt es uns Angst ein, lässt Menschen leiden, sogar sterben. Es hat die ganze Welt in Stillstand versetzt und jeden von uns in der Isolation verschwinden lassen. Zu Beginn der Corona-Krise hat mich so eine Art Endzeit-Stimmung beschlichen, ich war versucht in den Modus „die Welt wird immer schlimmer“ zu gehen. Doch je länger die Ausnahmesituation andauert und ich den Krisenalltag gut bewältige, ist allem eine grosse Zuversicht gewichen. Ich fange wieder an bunt zu denken.

Die Menschheit hat in ihrer langen Geschichte schon viele Seuchen ausgerottet. Und nach dem vermeintlichen Ende stieg die Bildung und der Wohlstand, die Kriege verringerten sich oder die Lebenserwartung nahm zu. 

Doch bis dieser Virus Geschichte ist, wird es noch lange dauern. Wie die „Normalisierung“ aussehen sollte kann ich mir noch nicht richtig vorstellen. Belastend war vorallem die Unsicherheit wann die Massnahmen gelockert werden.

Doch es gibt ein Licht im Tunnel. Unsere Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat am letzten Donnerstag erklärt, «Die bisherigen Massnahmen werden bis am 26. April verlängert. Erste Lockerungen sollen bereits vor Ende April erfolgen,» Lockerungen seien dort möglich, wo der Schutz sichergestellt werden könne. «Es wird nun ein Konzept ausgearbeitet, das der Bundesrat an der Sitzung vom 16. April beraten wird», sagt Sommaruga. Von ganzem Herzen bedankt sich die Bundespräsidentin für die Solidarität der Bevölkerung.

Bundesrat Alain Berset zeigte an der gleichen Pressekonferenz auf, dass die Neuinfektionen abflachen, aber «wir sind in einer schwierigen Phase der Epidemie».

Darum müssen wir – gerade jetzt über Ostern – weiter durchhalten. Es sind noch sehr lange 17 Tage. Doch dies zu schaffen ist möglich weil wir alle wach sind. Also: Halten wir unsere (Selbst-) Isolation durch, waschen wir die Hände gut, nehmen wenn nötig Desinfektionsmittel und üben uns weiter im schwierigen Social Distancing. Helfen so den vielen Menschen, die mit unermüdlichem Einsatz, diese Pandemie in den Spitälern und anderswo bewältigen. Und um alles in der Welt halten wir den Kopf hoch!

Es gehört viel Mut dazu, in der Welt nicht missmutig zu werden.

Johann Wolfgang von Goethe

Viele dieser positiven Zeichen öffnet mein Blick endlich nach vorn. Die letzten Wochen waren eher geprägt durch Mühseligkeiten, nur noch getragen von einer Hoffnung und meinem innersten Optimismus. Manchmal schien der Weg unendlich, nichts wollte mehr gehen. Doch die Zukunft ändert sich gerade vom Unerreichbaren ins Unbekannte, verbunden damit die Chance den eigenen Lebensweg wieder aufzunehmen.

Heute ist Karfreitag, ein stiller Feiertag. Viele christliche Gemeinschaften lassen die Glocken und Orgeln schweigen. Ein guter Grund, dass auch ich mir etwas Zeit nehme die letzten Wochen und Tage etwas zu reflektieren. Einmal durchzuatmen.

Die Auferstehung steht an Ostern im Zentrum des christlichen Glaubens: Christi Sieg über den Tod tröstet gleichzeitig seine Gläubigen mit neuer Hoffnung. Ich lasse dieses Bild für mich stehen. Öffne langsam die Augen und lasse es zu die Blumen wieder zu sehen.

Ich wünsche Euch einen besinnlichen Karfreitag und frohe Ostern zu Hause! Und beginnen wir wieder bunt zu denken!

Bleibt gesund – werdet gesund!

LIebe Grüsse

Michael


May green be the grass that you walk on,
May blue be the skies above you,
May pure be the joys that surround you,
May true be the hearts that love you.

A Celtic Blessing

Corona Weblog #6

Corona Weblog

Corona Weblog #6: Die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland sind mehr als zu … und ein Zeppelin passt auf!

Die Grenzen zwischen der Schweiz und Deutschland sind zu – sogar doppelt und dreifach. Einerseits hat die Schweiz die Grenzen geschlossen, Deutschland hat die Grenzen zur Schweiz ebenfalls dicht gemacht und erstmals in ihrer Geschichte machte auch die EU ihre Aussengrenze dicht. Dies wirkt sich ebenfalls auf die Schweiz aus, da diese nicht zur Europäischen Union gehört. Und als wäre dies nicht genug hat man nun zwischen Konstanz und Kreuzlingen auf rund 2km länge parallel zwei Zäune errichtet.

Seit dem 17. März sind die Grenzen Deutschlands wegen des Coronavirus geschlossen und zwischen Kreuzlingen und Konstanz steht wieder ein Zaun, respektive sind es eben zwei Zäune, die parallel zu einander verlaufen.

Als der deutsche Zaun vor drei Wochen errichtet wurde, waren plötzlich und unerwartet viele Menschen in den sehr eng verbundenen Städte Konstanz (D) und Kreuzlingen (CH) getrennt. Um sich zu sehen blieb ihnen nur noch der Zaun. Dieser war zum Glück bisher tief genug: man konnte grenzüberschreitend Händchen halten, Liebespärchen küssten und Andere umarmten sich. Diese Nähe wurde zum Problem. So haben die Schweizer einfach einen zweiten Zaun errichtet – robust und hoch wie einst. Er verläuft in einem Abstand von zwei Metern parallel zum deutschen Zaun. Über 2 km lang. Nun wird „Social Distancing“ auch über die Grenze hinweg gezwungenermassen eingehalten.

Obwohl der jetzige „Corona-Zaun“ der Gesundheit dient, kommen bei vielen Menschen an der Grenze Erinnerungen auf. Denn 1939 wurde schon einmal einer hier gezogen, der Bundesrat liess damals einen dauerhaften und sehr hohen Zaun errichten. Und die deutsche Wehrmacht auf der anderen Seite baute ebenfalls einen Zaun. 1973 wurde der Grenzzaun letztmals verlängert, bevor dann 2006 die physische Grenze eingerissen wurde.

Hier steht noch – zur Erinnerung – ein Stück des alten Grenzzaunes von 1939.

Dies interessiert die Menschen am Grenzzaun herzlich wenig, sie haben einfach neue Ideen entwickelt, welche die Zöllner vor neue Probleme stellen. Da werden Liebesbriefe über den Zaun geworfen (unerlaubter Informationsaustausch?), Essen gekocht oder Kuchen gebacken und dann in Tupperware an einer Schnur unten durch den Zaun gezogen (Schmuggel? Steuerstrafverfahren?). Ein Pärchen spielt quasi über die geschlossene EU-Aussengrenze hinweg Federball – ist dies nun Luftraumverletzung? Also Fragen über Fragen …

Neunundneunzig Luftballons
Auf ihrem Weg zum Horizont
Hielt man für Ufos aus dem All
Darum schickte ein General
‚Ne Fliegerstaffel hinterher

Nena, 99 Luftballons

Leider entwickelt sich der Grenzzaun inzwischen zu einem Ausflugsziel, daher die bitte, nicht hingehen, einfach sein lassen. Sonst kommt die Corona-Kontrolle von ganz oben! Die Polizei in der Region Bodensee-Oberschwaben geht am Osterwochenende an Bord eines Zeppelins, um die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus zu überwachen. Tatsächlich stellt die Deutsche Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen das Luftschiff für diesen Einsatz zur Verfügung. Geplant sind mehrere Flüge von Karfreitag bis Ostermontag. Sinn und Zweck ist aus der Höhe Menschengruppen zu erkennen – der Zeppelin NT ist wegen seines leisen Flugs besonders für eine derartige Mission geeignet!

Quellen: Infos vor Ort, Stammtischgeschwätz (natürlich über Video), allgemeine Presse

Auf beiden Seiten der Grenze gelten derzeit sehr strenge Massnahmen, die Unterschiede sind wohl eher marginal. In Deutschland gilt ein Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern in der Öffentlichkeit, in der Schweiz beträgt dieser mindestens 2 Meter. Baumärkte sind in Deutschland scheinbar wichtig, daher offen. So schaut der eine oder andere Hobby-Handwerker aus der Schweiz traurig über die Grenzen, denn hier sind die Baumärkte sowie Gartencenter schon seit einiger Zeit komplett geschlossen. 

Corona Weblog #5

Corona Weblog

Es ist bei mir so etwas wie Krisen-Alltag eingezogen, dies habe ich inzwischen akzeptiert. Nun hätte ich versuchen können meiner Umwelt vorzuwerfen, dass ich mir das Ganze wirklich anders vorgestellt habe. Allerdings dafür hatte ich bisher gar keine Zeit. Wäre sowieso nur anstrengend geworden, es ist besser meine Energie für den konstruktiven Umgang mit dieser Ausnahmesituation zu brauchen. Und es ist ja nicht so, dass ich zu Hause bleibe und arbeite, weil ich eingesperrt wurde, sondern weil ich das so will. So kann ich etwas dazu beitragen andere Menschen zu schützen. Denn wenn wir uns alle daran halten, geht die Krise schneller vorbei. Wir können damit Ärzten, den Menschen im Gesundheitswesen und vielen anderen, die gerade unter maximalem Einsatz arbeiten, helfen, das Ganze irgendwie zu bewältigen. Und wir schinden Zeit, Impfstoffe und Medikamente zu entwickeln. 

Wer nicht raus muss, der arbeitet im Homeoffice, So arbeitet wohl die halbe Schweiz seit dem Lock Down daheim. Doch ist Homeoffice lässig?

In vielen Telefon-Gesprächen heisst die erste Frage: «Sind Sie auch im Homeoffice?» Die Antwort schafft sofort Vertrauen. Früher wurde noch etwas über das Wetter geplauderte, heute wird über den Ausnahmezustand philosophiert. 

Work at home? Wie fühlt sich dies an? Dazu noch die “Ausgangssperre light”.

 
In der ersten Woche hatte ich gar keine Zeit darüber nachzudenken, da ein Teil meiner Arbeit war, mitzuhelfen unseren Betrieb auf Krisenmodus umzustellen und die Homeoffices zu organisieren. Mein eigenes Homeoffice war daher anfänglich nur auf mein Notebook beschränkt. Inzwischen stehen allerdings zwei Bildschirme und Drucker (um die analoge Welt zu bedienen) auf einem alten emotionslosen Bürotisch aus den 1990er. Die Kabel hingeworfen. Ein alter Besprechungsstuhl gibt mir Sitzgelegenheit. 

Und nun? Videokonferenzen, WhatsApp, E-Mail, Chat, DMS, usw. – alles bereits Alltag und für einen Teamworker grauenhaft. Effizient? Nicht wirklich! Alles braucht viel Zeit. Was man normalerweise kurz besprechen kann, braucht jetzt umständliche Mails, langatmige Chats oder sogar Videokonferenzen. Mit meinem ganzen Team habe ich Zeitfenster vereinbart, wo wir uns austauschen, die Arbeitsfortschritte, Lösungen und Planungen besprechen. Nach einem Tag brummt mir nur noch der Kopf, meistens geht es nicht unter 12 Stunden.

Bei mir selber beobachte ich inzwischen gewisse Verluderungstendenzen. Ich ziehe immer dieselbe Jeans an. Aber das gleiche beobachte ich bei meinen Kollegen und Kolleginnen an den schlecht ausgeleuchteten Videokonferenzen ebenfalls, die meisten erscheinen immer im gleichen Style. 

Immer mehr spüre ich wie Selbstmanagement in diesen Krisenzeiten für mich wichtiger wird. Noch habe ich keine Strukturen für mich gefunden, die Tage fressen mich zeitlich einfach auf. Nur ein mal habe ich es zu einem Spaziergang abends geschafft, aber so toll ist es nun auch nicht, wenn einem die Menschen auf dem Trottoir ausweichen und einen grossen Bogen um mich herum machen.

Soziale Distanz ist nicht toll, aber das Beste, was wir gerade tun können. Und bald kommt wohl das nächste Ding was ich mir nie vorstellen konnte: Treffe ich draussen auf andere Menschen heisst es wohl in Zukunft Maske auf! Aber auch das werde ich noch schaffen, wenn es dann zur Normalisierung beiträgt.

Bild: Skulptur «Turm» des Künstlers Stephan Balkenhol, Schloss Wolfsberg, Thurgau

Die männliche Figur mit schwarzer Hose und weissem Hemd ist für die Kunstwerke von Stefan Balkenhol typisch. Eine ähnliche Figur, allerdings viel berühmter, steht auf der „Balkenhol-Mozartkugel“ in Salzburg auf dem Kapitelplatz. (Sphaera)

Flaschenpost vom Seerhein (Mar 20)

Bodensee, Flaschenpost, Seerhein

Liebe FollowerInnen,
liebe Leserinnen und Leser meines Blogs

Buschwindröschen und Kirschbäume stehen bereits in Blüte. Die ersten Bienen waren schon unterwegs. Der Frühling entfaltet bereits seine Pracht. Trotz des frühen Frühlings, der diesen warmen Winter ablöst, entwickle ich gar keine Frühlingsgefühle. Diese werden fast erstickt in den im Minutentakt aktualisierenden Nachrichten, im unaufhörlichen klingeln des Smartphones und den Bildern aus den Spitälern und leeren Supermarktregalen.

Gegen diese ohnmächtigen, freudlosen Gefühle muss ich etwas tun, ich muss zwischendurch abschalten können. Und ich muss raus an die frische Luft. Die Bewegung in der Natur ist gut für mein Gemüt und stärkt den Körper. Endlich draussen sein, sich frei fühlen, die Ausnahmesituation eine Zeit lang vergessen. Den Frühling spüren!

Und meine Kamera habe ich einfach mitgenommen, habe dem Frühling kurz hallo gesagt. Da und dort fotografiert. Und so kann ich ein paar Aufnahmen in diese Flaschenpost stecken und zu Euch senden. Vielleicht als Inspiration oder als Zeichen, dass wir mit unseren Gedanken nicht alleine sind. Dieser April, dieser Frühling wird anders sein. Allem zum trotz dürfen wir nicht vergessen bunt zu denken und den Frühling zu leben.

Liebe Grüsse, Passt auf Euch auf. Bleibt gesund – werdet gesund!

Michael

Krokusse

Wenn die ersten Krokusse ihre Knospen spriessen lassen, kann der Frühling nicht mehr weit sein. Mit dem Krokus beginnt für mich die farbenfrohe Frühjahrszeit und der graue Winter gehört endlich der Vergangenheit an.

Er ist’s

Er ist’s

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
—  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

Eduard Mörike, 1828

Frühling der einsamen Spaziergänge

Die Wiesen werden grün, die Bäume sind noch kahl. Die Sonne wärmt die Bise langsam weg. Es ist der Frühling der einsamen Spaziergänge.

Wandern gegen den Isolationskoller

Wandern ist für mich genau das richtige im Moment – auch wenn die Wanderungen viel kürzer sind wie sonst. So kann ich entspannen und die Welt mit dem Coronavirus scheint für eine Zeit einmal weit weg zu sein.

Aber bitte, Social Distancing auch auf dem Wanderweg – wir Wanderer müssen uns unbedingt zum Schutze anderer an die Verhaltens- und Hygieneregeln vom BAG halten:

  • wer sich krank fühlt unbedingt zu Hause bleiben
  • empfohlener Abstand von zwei Metern muss unbedingt auch beim Wandern und in den Wanderpausen eingehalten werden
  • keine Hände schütteln
  • wandern in Gruppen ist verboten
  • wandern alleine oder höchstens mit einer Person aus dem gleichen Haushalt
  • Getränke, Picknick und Desinfektionsmittel mitnehmen
  • Und meine Bitte: keine Bergtouren wegen der Unfallgefahr, die Spitäler haben anderes zu tun.

Bettseicherli

Letztes Jahr hatten wir noch fröhlich auf meinem Blog diskutiert, wie diese Buschwindröschen in den verschieden Dialekten in der Schweiz und Deutschland bezeichnet werden. Diesen Beitrag findest Du zum nachlesen hier: Bettseicherli

Kein Schiffsverkehr

Kein Schiffsverkehr nach Deutschland – es bleibt nur noch der Blick rüber ins ferne Europa …

Osterglocken

Wie klingen Osterglocken wenn sie den Frühling einläuten?

Blick auf den Untersee

Die Frühlingssonne lässt den winterlichen, grauen See verschwinden.

Muscheln am Ufer

Es ist die Zeit in dem uns am Seeufer auch schon die kleinen Dinge Freude machen.

Haus am See

Und am Ende der Strasse steht ein Haus am See
Orangenbaumblätter liegen auf dem Weg
Ich hab‘ zwanzig Kinder meine Frau ist schön
Hmm, alle kommen vorbei, ich brauch‘ nie rauszugehen…

Peter Fox, deutscher Reggae- und Hip-Hop-Musiker

Schlüsselblüemli

Die Schlüsselblüemli markieren das Frühlingserwachen im sonst noch winterlichen Wald.

Wenn das Wasser funkelt und glitzert

Auf dem Steg sitzen, die warme Sonne geniessen und zuschauen, wie das Wasser glitzert und funkelt – dies sind kleine, wunderbare Auszeiten.

Tim Mälzer im Napoleonschloss

Der selbsternannte Kaiser der deutschen Küche auf dem Schloss des Kaisers Napoleon III. – ist natürlich ein Bild aus pre-social-distance-Zeiten. Denn schon im September 2019 fanden im Napoleonmuseum auf dem Arenenberg (Thurgau, Schweiz) Dreharbeiten zur Koch-Show «Kitchen Impossible» statt. In den Räumlichkeiten des späteren Kaisers von Frankreich musste sich Tim Mälzer seiner Aufgabe stellen: Eine Apfeltarte des Thurgauer Spitzenkochs Christian Kuchler wurde ihm in der berühmten schwarzen Box überreicht. Sie galt es nun von ihm ohne Kenntnis der genauen Zutatenliste so originalgetreu wie möglich nachzubacken. Dazu begab er sich in die Küche seines Kollegen in der Wigoltginger «Taverne zum Schäfli». Am Sonntag, 8. März strahlte der TV-Sender VOX die Thurgauer Challenge in «Kitchen Impossible» aus. (Bild/Copyright: Napoleonmuseum Arenenberg)

Pegelstand Seerhein: relativ hohes Niveau für März

Der Wasserstand des Seerheins liegt inzwischen auf einem für die Jahreszeit relativ hohen Niveau. Tendenziell muss in den kommenden Monaten mit einem Anstieg gerechnet werden. Insbesondere die Schneeschmelze ist ein Faktor, welcher den Wasserstand im Frühling und Sommer beeinflusst.
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Stand am 01.04.2020 Konstanz/Rhein: 303cm*

*Quelle: Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Bild 2/20: Dieses Bild habe ich Anfangs März geschossen. Zu diesem Zeitpunkt durfte dieses Schiff noch Gäste aufnehmen. Das Schiff im Hintergrund ist ein Zollboot der deutschen Grenzwache.

Noch mehr vom See&Rhein

Frühere Ausgaben der „Flaschenpost vom See&Rhein“ findest Du hier: Flaschenpost vom See&Rhein

Einen ausführlichen Post zum Reisewetter am Bodensee findest Du hier, vielleicht möchtest Du einen Urlaub in unserer Region planen: Beste Reisezeit – wie ist eigentlich das Wetter am Bodensee?

Alle Posts über den Bodensee – vom Obersee über den Seerhein bis zum Unterseee – findest Du hier.

Tipp: Landesgartenschau in der Bodenseeregion

Die Stadt Überlingen am Ufer des Bodensee ist bekannt für seine Herrlichen, schattigen Parks, verwunschenen Gärten und der begrünten ehemaligen Festungsanlagen. Hier wachsen sogar Bananen. Die grösste gotische Kirche am Bodensee ist ein Highlight des freundlichen Städtchens. Und auf der Fussgängerzone hat man das Gefühl irgendwo in Italien zu sein. Dieses Jahr setzt Überlingen mit der ersten Landesgartenschau in der Bodenseeregion ihrem Ruf als grüne Stadt noch eins drauf.

Leider wird die Landesgartenschau Überlingen nicht wie geplant am Donnerstag, 23. April, eröffnen. Die Organisatoren werden am 19. April die Lage neu bewerten. Und wenn es los gehen sollte, werde ich sicher hier kurz darüber schreiben.