Korsika – Reisenotizen #07: Blockade und rote Felsen.
The Brew
Vormittag in Calvi. Ein Bummel durch die Gassen der Oberstadt. Hinter den Festungsmauern aus dem 13. Jahrhundert öffnet sich der Blick: das tiefe Blau des Golfs von Calvi und im Hintergrund die Gipfel des Hochgebirges. Später, nach dem ungeplanten Halt, sitzen wir in einer Paillote am endlos langen Sandstrand. Ein Cap Corse Spritz, der Blick zurück auf die stolze Zitadelle. Das Licht ist weich. Die Zeit steht für einen Moment still, während die Nachricht von der gesperrten Strasse die Pläne des Tages auflöst. Wir nehmen es an.
The Grit
Die Überraschung wartet in Galéria. Die D81 nach Porto ist dicht. Die Tour de Corse Historique beansprucht den Asphalt für sich. Historische Rennwagen statt Reisemobile. Wir wenden, warten ab, erzwingen nichts. Wir vertagen den zweiten Versuch auf den nächsten Morgen. Dann endlich die berühmte Calanques de Piana. Roter Granit, der senkrecht ins azurblaue Meer stürzt. Die Strasse ist schmal, in den Fels gehauen, ohne Fehlergrenze. Für einmal manövrieren wir nicht nur durch eine Skulptur aus Stein, sondern auch durch dichten Verkehr. Man braucht Ruhe und Zentimetermass.
The Note
Wir finden einen Platz kurz vor Ajaccio, direkt an einem Bergfluss. Das Wasser ist glasklar und angenehm kühl. Ein Bad im Fluss, um den Staub und das Adrenalin der Calanques abzuwaschen. Das Rauschen des Wassers ersetzt das Brummen des Motors. Die Umwege und das Warten waren kein Zeitverlust. Sie waren der Weg.
The Picturebook


















