Korsika – Reisenotizen #08: Autarkie und „Reise-Logistik“.
The Brew
Selbstversorgung als Genuss. Wir kaufen auf Märkten, in kleinen Bäckereien und direkt beim Bauern. Das Leben ist einfach und gut. Dank des sommerlichen Wetters im Oktober wartet am Ende des Tages immer eine Belohnung: ein Bad im warmen Meer, im Pool des Ferienparks oder im glasklaren Bergfluss. Die Solaranlage auf dem Dach liefert den Strom. Wir kochen im Camper oder sitzen in einer Paillote am Strand. Wir sind unabhängig.
The Grit
Oktober auf Korsika bedeutet intensive Vorbereitung. Meine Frau recherchierte die Routen und Stellplätze akribisch, da viele Stell- und Campingplätze bereits geschlossen sind. Wildcampen ist verboten, wir halten uns daran. Die Infrastruktur für Frischwasser und Entsorgung ist vorhanden, Sanitäre Anlagen dagegen nicht immer. Daher setzen wir auf maximale Autarkie mit einer Trocken-Trenn-Toilette. Das Prinzip ist effizient: Trennung und Trocknung durch ein elektrisches Rührwerk verhindern jegliche Geruchsbildung. Physik statt Chemie. Der Strassenzustand fordert volle Konzentration. Manche Pässe wirken vergessen; tief hängende Äste von Kastanienbäumen ragen weit in die fast nicht mehr erkennbare Fahrbahn. Fahren heisst Zentimeterarbeit, auch oben, um das Dach des Reisemobils zu schützen.
The Note
Die Kontraste prägen die Übernachtungen. Wir stehen bei Schafbauern in den Bergen, auf einfachen Plätzen am Meer (z.B. Camping Municipal) oder in luxuriösen Ferienparks. Auf Korsika sind Korsisch (Corsu) und Französisch Amtssprachen. Die Kommunikation ist leicht: Englisch funktioniert meistens, sonst hilft unser Schulfranzösisch. Man begegnet uns überall mit Freundlichkeit. Das Wetter – Sommer im Herbst, aber mit angenehm kühlen Nächten.
Auf der Île de Beauté ist ein schönes Stück Freiheit noch zu finden.
The Picturebook

Curves & Soul – Michael’s Reisenotizen aus Korsika
Entdecke mehr von
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

