Lofoten: Wo kann man frischen Fisch kaufen?

Lofoten, Norwegen

Eine etwas seltsame Frage auf den Lofoten, wo die Fischerei allgegenwärtig ist. Aber es ist in der Tat gar nicht so einfach auf diesen Inseln an frischen Fisch zu kommen. In erster Linie wird der gefangene Fisch getrocknet. (Refresh 2019)

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Diese Seezunge ist getrocknet, eben wie ein Stockfisch.

Direkt beim Fischer einen Fisch zu kaufen,  ist dann doch eher eine sehr romantische Vorstellung. Heute ist die Fischerei auf den Lofoten ein industrialisierter Prozess, da hat man keine Zeit irgendeinem Besucher noch einen kleinen Fisch zu verkaufen. Zudem werden die meisten Fische hier zu Tørrfisk verarbeitet und gehen in den Export in südliche Länder wie Italien oder Portugal.

Seltenes Glück kann man bei einem Hobby-Fischer, der in den Fjorden unterwegs ist, finden. Wenn man höflich fragt, dann gibt es vielleicht eine Makrele oder eine Rot-Forelle zu kaufen. Aber auch die Hobby-Fischer halten sich nicht mit so kleinen Fischen auf, sondern gehen lieber auf die kapitalen Fische los, wie z.B. auf den norwegischen Winterdorsch (Skrei). So ein Skrei kann dann schon mal bis zu 40 kg wiegen.

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Darum vielleicht doch lieber ein Fischladen. Solche Geschäfte gibt es auf den Lofoten, man muss sich einfach etwas durchfragen.

In Svolvær hat der „Extra Coop“ eine schöne Fischtheke – hier bekommt man auch „ferske reker“ (Garnelen oder Shrimps). Auch in Leknes gibt es ein Fish-Shop an der Hauptstrasse (Storgata 78) . Das Johnsen’s Fiskerestaurant hat gleichzeitig  eine Fisch-Theke. Hier bekommt man fangfrischen Fisch.

Etwas ursprünglicher und ganz toll ist der reizende Fischladen „Sjömat“. Dieser auf Fischspezialitäten ausgerichtete Verkaufsladen ist im Süden der Insel in Sakrisøy (Reine i Lofoten). Selbst ausserhalb der Urlaubs-Saison haben wir hier eine schöne Auswahl an frischen Fisch vorgefunden. Je nach Fang gibt es Dorsch, Lachs, Seelachs, Seeteufel, Rotbarsch und vielleicht auch einmal Heilbutt. Daneben gibt es auch frisches  Walfleisch (für uns etwas schwierig zu verstehen), Räucherlachs, Garnelen und Miesmuscheln. Man kann hier zudem eine Kleinigkeit essen z.B. ein Fischburger.

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„Sjømat“ – Fischladen – Anita Gylseth

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Und Stockfisch! Hier gibt es Stockfisch in allen möglichen Varianten! Schon aus diesem Grund sollte man das Geschäft besuchen, denn es ist spannend zu sehen, wie der Stockfisch angeboten wird.

„Sjømat“ – Fischladen – Anita Gylseth
Tel.: +47 900 61 566
anita.gylseth@c2i.net
Sakrisøy, 8390 Reine i Lofoten

Alle nachfolgende Bilder zeigen „Sjømat“ – Fischladen:

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Klippfisk – ist die gesalzene Variante des Stockfisch.

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Tørrfisk – originaler Stockfisch von den Lofoten

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In dieser Fischerei findet man den „Sjømat“ – Fischladen

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modernes Holzgestell zum trocknen von Fischen

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Auch die Köpfe des Kabeljau werden getrocknet. Die Zungen landen vorher allerdings als Delikatessen auf den Tellern der Einheimischen, die getrockneten Köpfe werden nach Afrika exportiert, wo diese eine proteinreiche Zutat in einer beliebten Fischsuppe spielen.

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getrockneter Kopf

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Die Gewässer rund um die Lofoten sind sehr fischreich.

Lofoten Fischerboot

Die Fischerei ist auf den Lofoten allgegenwärtig.

Flammen am Himmel

Lofoten, Nordlicht, Photo&Lyric

Zwielicht im Westen
arktische Walküren
fragil
zart, weiss
suchend
nach den Furchtlosen

Aurora
Göttin der Dämmerung
bezaubernd
energetisch, plastisch
entraubend
meiner Rüstung

Flammen am Himmel
florierender Glanz
mystisch
pastell grün, rot
verschmelzend
mit Meins

Loch der Realität
transzendenter Tiefe
unergründlich
schwarz, atmosphärisch
wiederspiegelnd
parallele Zeiten und Welten

Mein heutiges SkriptFoto verbindet mein Lieblingsbild mit einem der intensivsten Nordlicht-Erlebnisse. Die Sonne war gerade untergegangen. Aus der Dämmerung heraus erschien hinter den Bergen allmählich die Aurora Borealis. Ein leichter grauer Schimmer wurde perlweiss, langsam stärker, konzentrierte seine Kraft. Entwickelte sich zum einem leicht glühenden Lichtbogen, statisch und stationär. Plastisch. Die Intensität zauberte ein zartes Grün und Rot an den Himmel. Ein Augenblick verharrend, um dann zu verschwinden.

Die Walküren beschenkten mich in dieser Nacht mit intensiven, sehr aktiven Polarlichtern. Voller senkrecht am Himmel stehenden Seidenvorhängen, die wie im leichten Wind schwingen. Zarten Farben und weissen, tanzenden Schleier.

In meiner Serie SkriptFoto poste ich ab und zu Fotografien, welche ich versuche mit „lyrischen“ Texten zu untermalen  – zum tiefer reinschauen, bildlich lesen oder einfach etwas nachfühlen.

Foto und Text by michael’s beers & beans
Bild Aurora Borealis (Nordlicht über den Lofoten, Lichtbogen in der Dämmerung), September 2016

 

Meine Berichte – zur Aurora Borealis, Nordlicht und Polarlichter inklusive Tipps zur Fotografie und Beobachtung findest Du hier: alle Posts zum Thema Nordlicht

 

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten

Lofoten, Norwegen
Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten

Kabelvåg ist ein kleines romantisches Fischerdorf und liegt auf der Südseite der Lofoteninsel Austvågøy etwa 5 km westlich von Svolvær. Ein schöner Ort, welchen wir als „Basis“ für unsere Sightseeing Touren auf den Lofoten gewählt haben. Der kleine Hafen ist von Holzhäusern umgeben. Der Ort ist beschaulich. Kaum vorstellbar, dass hier früher einmal ein Art Zentrum der Wikinger bestanden haben soll. Kabelvåg ist zudem einer der ältesten Fischerorte auf den Lofoten, früher sogar einer der grössten in der Region.  Er wurde von König Øystein I. gegründet, der hier im Jahre 1103 die erste Kirche der Lofoten – die Vågan-Kirche – bauen liess. Die mächtige Lofot-Fischerei hat hier ihren Ursprung und so verwundert es nicht, dass 1120 in diesem Ort die ersten Rorbuer (Pfahlbau-Häuser für die saisonalen Fischer) Norwegens errichtet wurden.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Das Dorf ist von kulturhistorischer Bedeutung, architektonisch sehr interessant und auf jeden Fall einen Besuch wert…

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Es gibt vom Dorf ein Weg/Pfad zum Lofotenmuseum. Dieser ist etwas schwierig zu finden, da die Markierung in die Jahre gekommen ist. Man findet hie und da alte Holzwegweiser und kann sich so orientieren. Es lohnt sich, den dieser Weg ist wunderschön und man kommt so auch auf einen kleinen Hügel (mit Denkmal vom König Øystein) von dem man eine wunderschöne Panorama-Aussicht hat.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

In Kabevag liegt auch die Vågan Kirke (Lofotenkirche), eine Kirche aus dem Jahr 1898. Interessant ist, dass es sich hier um die zweitgrösste Holzkirche Norwegens handelt. Die Kapazität von 1200 Besuchern wäre für die Insel Austvågøya (Lofoten) etwas überdimensioniert. Gebaut wurde diese grosse Kirche vorallem, dass auch die Fischer, welche nur während dem Winterfang hier waren, aufnehmen konnte.

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Neben der Besichtigung der Lofotenkirche und des Zentrums Kabelvågs mit seinen hübschen bunten Holzhäusern und dem historischen Marktplatz ist der Besuch des Kultur- und Tourismuscenter Storvågan ein Muss. Hier findest Du das das Lofoten-Museum, das Lofoten-Aquarium und mehrere Galerien wie die Galleri Espolin und die Galleri lille Kabelvåg. Darüber gibt es bald einen weiteren Post.

Impressionen

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Marktplatz

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Blumengeschäft

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Hauptstrasse und der Hafen

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

alte Häuser von Kabelvag

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

altes Handelshaus

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Rorbuer

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Rorbuer

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Pfad vom Dorf zum Museum

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Garten-Idylle auf den Lofoten

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

schöne Quartiere mit Ein-Familienhäuser rund um das Dorf

Kabelvåg – ein alter Fischerort auf den Lofoten Norway

Hafen

Besuch September 2016

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Polarlichter – wo und wann kann man diese beobachten?

Iceland, Lofoten, Nordlicht, Norwegen

Diesen Post habe ich überarbeitet und neu gestaltet. Zur Frage „Polarlichter – wo kann man diese beobachten“ findest Du alles im Post „Wo man gute Orte für die Beobachtung von Nordlichter findet“.  (2015 – 2018)

Alle Posts über Nordlichter – auch wie diese wirklich aussehen und ob Nordlichter Geräusche von sich geben – findest Du hier: Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans!

 

Nordlichter – Foto by Michael’s Beers & Beans

 

Reine – ein Postkartenmotiv der Lofoten

Lofoten, Norwegen

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Reine ist eigentlich ein kleines Dorf auf der Lofoten-Insel Moskenes und »Hauptstadt« der Gemeinde Moskenes. Für eine »Hauptstadt« ist Reine allerdings mit rund  300 Einwohnern sehr klein, aber wohl eines der meistfotografierten Sujets auf den Lofoten und daher sehr bekannt.

Der Ort ist seit mehreren Jahrhunderten ein wichtiger Fischereihafen. Dies sieht man auch heute noch. Der berühmte Stockfisch trocknet auf den Holzgestellen  und die Rorbuer – früher einfache Behausungen für saisonal zugereiste Fischer, heute gesuchte Unterkünfte für Urlauber – säumen den Hafen. Heute lebt der Ort in erster Linie vom Tourismus, tausende Besucher kommen jedes Jahr nach Reine. Man geniesst den „weltberühmten“ Ausblick von der Brücke, die nach Reine führt. Oder man steigt auf den Reinebringen, einen rund 445 Meter hohen Berg, um von dort oben die Aussicht zu geniessen.

Um Reine herum heben sich die Berge direkt aus dem Meer heraus in den Himmel: »Lofotveggen« ist das, die »Lofotenwand«, so nennen die Norweger diese Landschaft, die tatsächlich wie eine Wand auszusehen scheint, wenn man sich mit dem Schiff  Reine nähert.

Nachfolgend ein paar Bilder von der Postkarten-Idylle Reine.

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Die Lofoten, eine Inselgruppe in Norwegen, liegen etwa 100 bis 300 km nördlich des Polarkreises im Atlantik.

Aalan Gård Farm – Käse und Kräuter nördlich vom Polarkreis

Food-Blog, Lofoten, Norwegen

Wenn ich auf Reisen in anderen Ländern bin, dann halte ich immer Ausschau nach regionalen Käse und Käsereien. Es interessiert mich dann einfach, was für Käse in dem jeweiligen Land hergestellt wird. Norwegen ist nun nicht gerade sehr berühmt wegen seiner Käse-Vielfalt. Aufgrund des „Brun Ost“ (Karamell-Käse) ist Norwegen wohl eher für seinen Käse „berüchtigt“. So war es für mich eine schöne Überraschung, dass wir gerade auf den Lofoten ganz feinem Käse begegnet sind. Die Creamery Aalan Gård stellt dort einen Käse her, der selbst Gourmets sofort überzeugen würde. Insbesondere der Ziegenkäse hat es uns angetan.

Den Bio-Hof Aalan Gård haben wir auf unserer Fahrt von Eggum zurück südwärts entdeckt. Also meine Frau hat das Schild zum Hof gesehen und zum Glück vorher etwas über Aalan Gård gelesen. Uns war sofort klar, dass wir hier abschweifen mussten. Der Hof Aalan Gård, mit Käserei und Kräutergarten, liegt etwas abseits in Bøstad im Lauvdalen.

Der Hof ist von sieben Höfen in diesem Tal als letzter übrig geblieben. Die Familie Åland betreibt dieses Gut in zweiter Generation nach ökologischen Grundsätzen.

Im kleinen Hof-Laden werden wir von Tove Åland sehr freundlich begrüsst. Sie führt uns stolz durch den Hof, zeigt uns die von ihr betriebene kleine Käserei sowie ihren liebevoll gepflegten Kräutergarten. Erstaunlich ist, was für tolle Kräuter hier oben nördlich vom Polarkreis in den kurzen Sommer-Monaten wachsen. Die Kräuter werden getrocknet und in von ihr bemalten Papier-Tütchen im Hofladen verkauft.

Hoch oben, an einem Berghang über dem Hof, weiden zur Zeit gerade die rund 120 Ziegen. Im urigen Sommer-Café dürfen wir dann den feinen, reifen Ziegenkäse probieren. Himmlisch! Der „Feta“, welcher in Kräuter-Öl eingelegt ist, wirklich hervorragend. Auch der feine Käse aus Kuh-Milch schmeckt uns sehr gut. Mit dem nach traditionellem Verfahren hergestellten „Brun Geitost“ konnte ich mich allerdings auch hier nicht recht anfreunden.  Den „Brunost“ überlassen wir anderen, dafür nehmen wir Kräuter, Käse und Feta natürlich mit, zum Glück sind wir „Selbstversorger“.

Den Ziegen-Käse verkauft Tove Åland unter der Hausmarke „Himeltind“, diesen gibt es neben „Nature“ auch in verschiedenen Geschmacks-Richtungen, wie z.B. mit feinen Kräutern oder Pfeffer. Der Aalander ist aus Kuh-Milch und ebenfalls empfehlenswert.

Link zum Hof mit Käserei und Hofladen: www.aalan.no

Aalan Gård
Lauvdalen 186, 8360 Bøstad
Tlf: 76 08 45 34

Brun Ost – Braunkäse oder Karamell-Käse wird er bei uns oft genannt.  Auch auf den Lofoten sind wir diesem Käse begegnet. Hier auf dem Bio-Hof Aalan Gård wird er sogar in alter, traditioneller Weise aus reiner Ziegenmilche (resp. der Molke) hergestellt und verkauft. Mehr über den Braunkäse findest Du in meinem Post: Brunost – eine norwegische Käse-Spezialität 

Farm and Creamery Aalan Gård

Die Farm und Creamery Aalan Gård

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Abseits der Hauptroute – im Lauvdalen

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Der kleine Laden

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Himeltind Aalander Lofoten Aalan Cheese Geitost

Die Hausmarke „Himeltind“, diesen gibt es neben „Nature“ auch in verschiedenen Geschmacks-Richtungen, wie z.B. mit feinen Kräutern oder Pfeffer. Der Aalander ist aus Kuh-Milch und ebenfalls empfehlenswert.

 

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Gschwelti mit Chäs – mit norwegischem Käse und Kartoffeln!

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Ein Post-Schiff unter Denkmal-Schutz

Lofoten, Norwegen

Ein Post-Schiff unter Denkmal-Schutz, welches gleichzeitig noch ganzjährig im Liniendienst an der rauen Küste von Norwegen verkehrt? Dies gibt es auf der legendären Hurtigruten tatsächlich.

norway-1070204Nachts am Hafen in Svolvær hatten wir unsere Begegnung mit diesem historischen Schiff. Bei Dunkelheit und Regen lief die MS Lofoten in den Hafen ein. Sofort fühlte man sich in der Zeit zurückgesetzt, eine Szenerie wie aus einem alten Film. Während rund 1.5 Stunden liegt die MS Lofoten im Hafen von Svolvær: Passagiere steigen aus und ein, Material wird ab- und eingeladen.

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Für einmal war es Schade, dass ich die grosse SLR inklusive Stativ nicht dabei hatte. Das beleuchtete Schiff in der Nacht und der leichte Regen gaben eine tolles Motiv ab. So sind alle Fotos mit meiner kleinen Kompakten  aus der Hand heraus entstanden.

Die „alte Lady“ der Hurtigruten ist 1964 in Oslo vom Stapel gelaufen und wurde inzwischen vom norwegischen Staat unter Denkmalschutz gestellt. 2003 wurde die MS Lofoten renoviert und neu ausgestattet. Man hat dabei die  Ursprünglichkeit und die authentische Atmosphäre erhalten.

Die MS Lofoten verfügt über 63 (einfache) Kabinen. Das Schiff ist für rund 400 Passagiere zugelassen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 16 Knoten. Die MS Lofoten ist das einzige verbliebene Schiff der „traditionellen Generation“ das momentan auf der Hurtigrute verkehrt.

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Erst als später in dieser Nacht die moderne MS Polarlys in den Hafen von Svolvær eingelaufen ist, konnte man sehr klar erkennen, dass die Zeit an der MS Lofoten nicht spurlos vorbeigegangen ist. Ihre Komfortmerkmale sind mit den jüngeren Postschiffen wie der MS Polarlys nicht zu vergleichen (Maschinenlärm, engere und einfachere Kabinen), die modernen Schiffe fahren auch in der Grösse in einer ganz anderen Kategorie. Jedoch kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das Gefühl, auf einem „echten“ Postschiff zu reisen, etwas sehr spezielles sein muss.

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Die MS Polarlys gehört zu den modernen Schiffen der Hurtigruten

Die Hurtigrute – also die schnelle Route – ist die traditionelle norwegische Postschifflinie, die seit 1893 die Orte der über 2700 Kilometer langen norwegischen Westküste verbindet. Heute fahren die kombinierten Fracht-, Passagier und Kreuzfahrtschiffe die Küstenlinie Norwegens zwischen Bergen und Kirkenes in sechseinhalb Tagen ab, wobei der eigentliche Postverkehr 1984 eingestellt wurde. Im Sommer passieren sie zusätzlich hier auf den Lofoten den berühmten  Trollfjord Die Hurtigruten-Strecke ist heute neben ihrer eigentlichen Funktion als Transportmittel eine sehr bekannte und beliebte Touristenattraktion.

Nachfolgend noch ein paar Impressionen von der Begegnung mit diesen beiden Schiffen vom Hafen in Svolvær. Hier auf den Lofoten kommen die Schiffe vom Kurs Nord (nordgående) und dem Kurs Süd (sørgående) so in Svolvær an, dass man beide Schiffe am gleichen Abend beobachten kann.

MS Lofoten 

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MS Polarlys

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Weitere Posts von unserem Aufenthalt auf den Lofoten findest Du hier: Lofoten

Lofoten – Bergwelten, Meer und Nordlichter

Lofoten, Norwegen

Wie eine imposante Wand erheben sich die Lofoten aus dem Meer. Eine grandiose Natur, eine beeindruckende vielseitige Landschaft und ein Wechselspiel  zwischen mächtigen Bergen und dem Meer machen aus der Inselgruppe der Lofoten eine tolle Destination für Natur- und Landschaftsliebhaber vor dem norwegischen Festland.

Lofoten Inseln Norwegen

Lichtzauber auf den Lofoten

Kommt man über die Strasse E10 auf die Inselwelt gehen Sandstrände, Sümpfe, Wiesen und Felsen fliessend ineinander über. Wo die Sonne hin scheint, grünt die Natur auf. Wo der Schatten liegt, dominieren kahle Felsen und letzte Schneefelder. Und mitten in diesem Gewirr von Fjorden, Seen und Bergen versucht der Mensch zu leben. Meistens auf der Ostseite, wo ihn die Lofotwand vor dem rauen Meer schützt.

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Es ist Mitte September und wir sind auf den Lofoten. Die Berge hinter der Hafenstadt Svolvaer wirken schwarz und  mächtig. Der Hauptort der Lofoten liegt ca. 200km nördlich vom Polarkreis. Die Gelbfärbung der Bäume zeigt an, dass es bereits Spät-Herbst ist. In den Restaurants am Quai sitzen die Leute draussen an der Sonne. In den Sommermonaten herrscht hier Hochbetrieb, jetzt sind es wenige Einheimische und ein paar Touristen, welche die warme Herbstsonne geniessen.

Im September ist auf den Lofoten bereits später Herbst

Im September ist es auf den Lofoten bereits später Herbst

Bereits die Lage der Lofoten lässt Träume bei vielen Fans der skandinavischen Länder entstehen. Die Inseln liegen 100 bis 300 km vom nördlichen Polarkreis entfernt. Der Atlantik schafft eine beeindruckende Küstenlinie der Inseln, die von Dramatik, aber auch von Vielfalt zum Leben erweckt wird.

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Bergwelten, Meer und Nordlichter begleiten uns während dieser tollen Reise im September. Viele grosse Eindrücke, Begegnungen, Fotos und kleine Geschichten haben wir von hier mitgenommen. Diese werde ich in der nächsten Zeit in einigen Posts aufarbeiten. Nicht mit dem Anspruch einen weiteren Reiseführer ins Netz zu stellen, sondern eher „sphärisch“ mit Bilder und Texten unsere Reise auf die Lofoten zu reflektieren.

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Nachts haben uns die Nordlichter ins Staunen versetzt

Unsere Reise führt  uns kreuz und quer durch den Archipel  – zum malerischen Fischerort Henningsvaer. Oder nach Borg ins Lofotr-Viking-Museum, wo das Langhaus ein originalgetreuer Nachbau aus der Wikingerzeit ist. Die Strasse führt oft dem Meer entlang, über hohe Brücken oder durch Unterwasser-Tunnels von Insel zu Insel, vorbei an archaischen Schären-Landschaften. Noch weiter im Süden besuchen wir Reine und am Ende der Insel den Ort A. Hier hört die Welt irgendwie auf. Manchmal ist die Landschaft auch anders, die Berge sind runder, Landwirtschaft bis hart ans Wasser. Bunte Orte – kleine weisse Kirchen. An einem kleinen Sandstrand vergnügen sich Jugendliche – die Mutigsten unter ihnen nehmen ein kurzes Bad. Unerwartetes  warmes Herbstwetter begleitet uns – Einheimische sprechen vom Indian-Summer. Und nachts leuchtet und tanzt das Nordlicht. Wir haben Glück.

Alle bisher erschienen Posts über die Lofoten findest Du hier: Lofoten – Bergwelten, Meer und Nordlichter

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Trockengestelle für Stockfisch

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Wie im ganzen Nordland sind auch die Distanzen auf den Lofoten weit.