Dekarbonisierung

Lofoten, Norwegen, Photo&Lyric


Ob dies ein Symbolbild ist für die Einsicht der Menschheit? Zapfsäulen werden zu Denkmäler für eine Epoche in welcher der Mensch klimaschädliche Treibhausgase produzierte? Eine verrostete Erinnerung an eine erfolgreiche Dekarbonisierung unserer Weltwirtschaft und Gesellschaft?

Eher ist diese Zapfsäule ein Zeichen unserer heutigen Zeit. Einfach eine stillgelegte Zapfsäule, welche zu einer vergammelten Tankstelle gehört, die offensichtlich nicht mehr rentierte.

Leider war es eine kurze Illusion, die Entkarbonisierung unserer Welt, wie wäre ein Leben in einem postfossilen Zeitalter?

In meiner Serie Photo&Lyric poste ich ab und zu Fotografien, welche ich versuche mit „lyrischen“ Texten zu untermalen  – zum tiefer reinschauen, bildlich lesen oder einfach etwas nachfühlen.

Foto und Text by michael’s beers & beans
Bild: „Zapfsäule im Land des Öls“, Lofoten, Norwegen

Eine Stadt in den Bergen am Meer – Svolvær, Lofoten

Lofoten, Norwegen

Der malerische Hafen von Svolvær liegt am Vestfjord, direkt im Hintergrund erheben sich die schroffen Bergen. Der Hauptort der Lofoten zieht Touristen, Bergsteiger, Skifahrer, Abenteuerlustige, Fotografen und Künstler an. Gleichzeitig ist es das Zentrum des Fischfangs auf den Lofoten.

Eine Stadt in den Bergen am Meer – Svolvær, Lofoten

Nirgendswo auf den Lofoten mischen sich Menschen und Interessen so kunterbunt. Im Winter während der jährlichen Weltmeisterschaften im Kabeljauangeln sind die Strassen neben den Fischern gefüllt mit Skifahrern, die zum Wintersportzentrum unterwegs sind. Gleichzeit kommen Künstler und Fotografen, die wegen der Landschaft, des farbenfrohen Stadtbilds und des Polarlichts hierherkommen.

Während im Sommer das Städtchen mit seinen Geschäften, Galerien, Cafés und Restaurants richtig lebendig ist, sind viele Bergsteiger unterwegs zum berühmtesten Wahrzeichen der Stadt. Die Felsformation Svolværgeita, ist Ziel von Bergsteigern aus aller Welt und wollen unbedingt zwischen den beiden Felszacken auf dem Gipfel hin- und herspringen (Geissensprung).

Heute nehme ich Euch mit meinen Fotografien mit an den Polarkeis, nach Svolvær. In die Stadt in den Bergen am Meer.

Weitere Posts von meiner Reise zu den Lofoten und meiner Nordlicht-Jagd findest Du hier: Lofoten und Nordlichter

Weitere Infos:
www.svolvaer.net
www.svolvaer-historielag.com

Kunstwerk von Markus Raetz. Die Skulptur, die bei Eggum auf Vestvågøy Lofoten Norway

Kunst auf einer Schafweide (Markus Raetz)

Lofoten, Norwegen

Die Begegnung mit einer zauberhaften Skulptur des Schweizer Künstlers Markus Raetz mitten in der urwüchsigen Landschaft der Lofoten war für mich völlig überraschend. Eine verblüffende Skulptur die in einem engen Kontrast zum Meer und Wetter steht.

Sein Kunstwerk habe ich auf den Lofoten entdeckt. Eigentlich steht diese unscheinbar auf einer Schafweide bei Eggum auf Vestvågøy. Verblüffend verändert sich ihre Form und Aussage sechzehn Mal, wenn man um sie herumgeht. Und für mich war es ein spannendes Fotomotiv, so konnte ich mich ganz alleine mit diesem Kunstwerk auseinandersetzen. Das Verblüffende fand den Weg in die Kamera nicht, dies bleibt mir dafür im Kopf haften.

Nachtrag 15.4.2020: Der grosse Schweizer Künstler Markus Raetz ist am Dienstag nach Ostern im Alter von 79 Jahren gestorben. Markus Raetz, wurde am 6. Juni 1941 in Bern geboren und arbeitete zuerst als Lehrer. Im Alter von 22 Jahren, begann er eine Karriere als freier Künstler, die ihn weit über die Schweiz hinaus bekannt und berühmt machen sollte. 

Das Sehen ist zentral in den Kunstwerken von Markus Raetz. Er machte dem Betrachter bewusst, dass alles eine Sache des eigenen Standpunktes ist. Oder er versetzte sich direkt in den Betrachter hinein und schaute wie dieser schaute.

In Erinnerung an eine fantastische Begegnung mit einer unvergesslichen Skulptur von Markus Raetz habe ich diesen Post aufgefrischt.

Aus einem Blickwinkel sieht sie aus wie ein klassisches Portrait (siehe Foto), aus einem anderen wie „auf den Kopf gestellt“. Die Landschaft ringsum ist gewaltig. Das Meer ist das zweite Element. Für mich erschien die Skulptur als wäre diese in Verbindung mit der Natur, den Bergen und der norwegischen See. Und als würde diese hierher gehören.

Skulpturenlandschaft Nordland Markus Raetz

Kunstinteressierte kommen auch in Nord-Norwegen auf ihre Kosten. Zum Beispiel ist die Skulpturenlandschaft Nordland eine einzigartige Sammlung von Skulpturen, die verstreut draussen in der schönen und abwechslungsreichen Landschaft von Nord-Norwegen stehen.

Der Künstler Markus Raetz

Markus Raetz (6. Juni 1941) ist ein sehr bedeutender Schweizer Künstler. Seine Werke verblüffen den Betrachter wie die Kunststücke eines Zauberers. Installationen und Skulpturen verändern ihr Erscheinungsbild, indem sie sich selber bewegen oder der Betrachter sich bewegt. So verwandelt sich ein Hase in einen Mann mit Hut. Aus einem «Oui» wird ein «Non», aus einem Stück Draht eine Pfeife.

Quelle: Markus Raetz, Wikipedia / Schweizer Fernsehen Regionaljournal Bern Freiburg Wallis 29.1.2014 / Infotafel vor Ort Bild: Michael’s Beers & Beans vor Ort in Eggum, Norwegen 2016

Uttakleiv Beach, Lofoten

Lofoten, Norwegen

Meer, Strand – die Berge im dicken Nebel. Dann plötzlich reisst der Himmel auf – ein abendlicher Sonnenstrahl trifft auf die Bergkulisse. Der weisse Strand von Uttakleiv leuchtet leicht auf. Wieder einer dieser wunderschönen Momente auf den Lofoten, die ich mit der Kamera festhalten durfte. 

Nur wenige Minuten dauerte diese Stimmung – toll wenn man zur richtigen Zeit in richtiger Position ist und ein solches Bild entstehen kann.

Den beliebten Strand von Uttkleiv erreicht man über Leknes (Insel Vestfagoya). Am Ende der Route fährt man in einen kleinen, unbeleuchteten Tunnel und am Ende öffnet sich das Tal Uttakleiv umringt von Bergen und mit einem Blick auf das Meer. Am Ende der schöne Strand – das Times Magazine schrieb im Jahre 2005, es sei einer der schönsten Strände der Welt.

Die einsame Kirche am Strand

Lofoten, Norwegen

Ruhig, einsam steht die weisse Kapelle am Strand. Zwischen Berge und Meer.  Das fahle, herbstliche Licht verstärkt die Einsamkeit. Es ist windstill – kein Laut der stört. Nichts scheint wichtig, die Kapelle als Festung. Mit Stahlseilen gesichert, damit sie nicht vom Sturm fort getragen wird. Bald wird das nächste Unwetter über die Lofoten und die Insel Gimsøya aufziehen. Und wieder an der kleinen Kapelle aus dem 19 Jahrhundert rütteln.

Diese kleine Holzkirche steht in der Nähe vom Dorf Gimsøy auf der Lofoteninsel Gimsøya. Erstmals wurde die Kirche 1432 erwähnt, das heutige Gebäude stammt von 1876.

Nicht gerade alltäglich – die Kapelle ist mit Stahlseilen auf der Bergseite gegen Wind gesichert. Auf den Lofoten können bei Sturm sehr starke Fallwinde entstehen.

Die Bilder sind auf den Lofoten im September 2016 entstanden. Info/Quelle: Info-Tafel vor Ort

Reise zum Nordlicht – wo gibt es gute Orte für die Beobachtung?

Faroe Islands, Iceland, Irland, Lofoten, Nordlicht, Norwegen, Shetland, Top

Die Polarlichter zu beobachten ist ein unbeschreibliches Erlebnis. Draussen in einer kalten, klaren Nacht hoch oben im Norden zu stehen, den unvergleichlichen Anblick dieser grün-weisslichen Licht-erscheinungen, die sich schnell in der Bewegung und Intensität ändern. Plötzlich verschwinden und wieder kommen.

Polarlichter – wo und wann kann man diese bestaunen? Wo tauchen diese Nordlichter auf, an welchen Orten kann man diese gut beobachten?

(Refresh September 2019 / April 2020)

Je näher man sich zum Nordpol befindet, umso intensiver sind die Lichterscheinungen. Daher sind die besten, erreichbaren Standorte für uns Europäer am nördlichen Polarkreis, also auf 66° nördlicher Breite, zu finden.

Die beste Zeit zur Beobachtung ist zwischen September und März, wenn die Nächte lang sind. Eine Reise in diesen Monaten an den Polarkreis garantiert noch keine Polarlichter. Im hohen Norden ist das Wetter im Herbst und Winter oft rau und der Wind peitscht einem ins Gesicht. Das Wetter ist sehr wechselhaft. Da ich den eisigen Winter in Norwegen einmal kennen gelernt habe, habe ich mich bewusst für den Herbst entschieden. Wir hatten im September 2016 (Lofoten) oder im Oktober 2015 (Island) wunderschöne, sonnige und ruhige Phasen, damit auch klare, schon fast „warme“ Nächte. Dies darf keine falschen Hoffnungen wecken, denn das Wetter oben am Polarkreis kann auch ganz anders! Es kann auch einmal tagelang durchregnen und stürmen. Es gehört schon ein bisschen Glück dazu, dass sich der Himmel aufklart. Pflicht sind im Herbst und Winter warme Kleidung, dazu gehören Mütze und Handschuhe.

In Island kann bereits Ende August der Winter einbrechen. (Bild Nord-Island im September 2015)

Das Wetter ist das eine, aber selbst wenn die Nächte klar sind, das Nordlicht ist immer noch nicht garantiert. Die Lichterscheinung hängt stark von der Aktivität auf der Sonne ab. Und es gibt weitere Faktoren, die man berücksichtigen muss: Standort, Umgebungslicht, Mondschein sowie Intensität des Nordlichtes. In den nachfolgenden aufgeführten Orten kann man von 10 Nächten zwischen 7 – 9 Nächten mit einem Polarlicht rechnen.

Meine Empfehlung ist nicht eine Reise einzig und alleine wegen den Nordlichtern zu unternehmen. Sondern eine Herbst- oder Winterreise an den Polarkreis zu planen und wenn es gutes Wetter ist und Nordlicht-Aktivitäten hat, diese quasi „on top“ mitzunehmen.

Album Iceland 2015-1 (434)
Hier am Polarkreis ist der richtige Ort um nachts die Lichterscheinungen zu beobachten. (Foto Halbinsel Flateyjarskagi, wenige Kilometer nördlich von dieser Spitze verläuft der 66° Breitengrad durch die Insel Grímsey)

Nachfolgend eine Zusammenfassung an welchen Orten die Nordlichter gut zu sehen sind. Diese Aufstellung basiert einerseits auf eigene Erfahrungen (Island, Norwegen, Irland, Färöer Inseln), anderseits auf Informationen aus meinem Bekanntenkreis, dem Internet sowie Touristikorganisationen der betreffenden Länder.

Nordlicht und Wolken (Kabelvåg, Lofoten, Norwegen, September 2016)

Finnland (Revontulet)

In Finnland setzt zur Zeit der Herbst-/Winter-Tourismus voll auf das Nordlicht. Das Angebot rund um das Nordlicht ist riesig und sehr vielfältig. Sehr beliebt ist Nellim am Inari-See, dem drittgrössten See Finnlands sowie die Glas-Iglus in Kakslauttanen. Ich kann mir vorstellen, dass der tiefverschneite Winter zusammen mit den Nordlichtern ein Erlebnis sein muss.

Empfohlene Orte: Nellim, Utsjoki, Kakslauttanen, Ivalo.

Norwegen (Polarlys, Nordlys)

Die Stadt Tromsø ist ein Hotspot für Nordlicht-Fans: wenn sich in der nordnorwegischen Stadt das Tageslicht allmählich verabschiedet, erscheint bei gutem Wetter die Aurora borealis schon fast zuverlässig. Hier, nördlich des Polarkreises, ist die Aktivität der Polarlichter am grössten, oft ist der Himmel stundenlang von leuchtenden Grüntönen erhellt.

Empfohlene Orte:  Tromsø, Alta, Lofoten

Im September 2016 habe ich die Lofoten besucht. Wir hatten grosses Glück und einige klare Nächte mit vielen Nordlichter und sehr langen Phasen. Gerade im September war faszinierend, dass die Nordlichter in der Abenddämmerung zu beobachten waren. Die Lofoten gehören sicher zu den Top-Standorten für die Nordlicht-Beobachtung.

Nordlicht in der Abenddämmerung (Kabelvåg, Lofoten, Norwegen)

Grönland

Natürlich ist Grönland eine grosse Option. Die gesamte Insel ist ein fabelhafter Platz für die Polarlichter. Die Eiswüsten im Inselinneren sind unzugänglich, die südlichen und östlichen Küstenregionen kann man erreichen, allerdings ist hier die Anreise nicht so einfach. Für Grönland gilt: Überall ist Nordlicht!

Empfohlene OrteKulusuk, Ammassalik

Schweden (Polarsken)

Dank ihres einzigartigen Mikroklimas – wenig Regen und oft wolkenloser Himmel – ist die Gegend um Abisko in Schwedisch-Lappland der wissenschaftlich nachweislich ideale Ort, um die Polarlichter in ihrer ganzen Intensität zu erleben. Man spricht hier von einem „Blauen Loch von Abisko“, welches sich im Himmel auftut, ein Stück klarer Himmel, auch wenn der Rest des Himmels doch wolkenverhangen sein sollte.

Empfohlene Orte: Kiruna, Abisko (Schwedisch-Lappland)

Einer der Pioniere des Nordlicht-Tourismus in Schweden ist der amerikanische Fotograf Chad Blakley. Er hat 2010 ein das Unternehmen „Lights over Lapland“ gegründet und sich darauf spezialisiert Touristen aus der ganzen Welt zu helfen, die Nordlichter in Abisko-Nationalpark zu sehen und zu fotografieren. Sehenswert ist seine Aurora Webcam, welche in den Wintermonaten in Betrieb ist.

Alaska und Kanada (Aurora, Polar Lights or Northern Lights)

Der nördlichste US-Bundesstaat sowie die weite Tundra im Norden Kanadas sind grosse Bühnen für Polarlichter. Auch hier ist im Winter ein wahrer „Northern Lights“-Reiseboom entbrannt. Die University of Alaska bietet eine Polarlichter-Vorhersage an.

Empfohlene Orte in Alaska: Anchorage, Fairbanks, Denali Nationalpark

Empfohle Orte in Kanada: Calgary, Ontario, Yukon Territory, Manitoba

Schottland (Northern Lights)

Schottland ist eine gute Option – an ganz klaren Tagen kann man in ganz Schottland die Aurora sehen. Vor allem im Norden von Schottland hat man die grösste Chance die Northern Lights gut zu beobachten.

Empfohle Orte: nördlich von Ullapool, nördliche Spitze Isel of Skye, äussere Hebriden, Orkney

Shetland (Mirrie Dancers)

Die Shetlandinseln gehören natürlich auch zu Schottland. Allerdings liegt die Insel-Gruppe auf 60° nördlicher Breite und dabei näher zum norwegischen Bergen als zu Edinburgh. Shetland ist vermutlich die beste Option ausserhalb der Regionen die am Polarkreis liegen. Die Winter gelten eher als mild, Frost ist weitgehend unbekannt. Natürlich gibt es Ausnahmen und so kann für einige Tage der Schnee liegen bleiben. Stürmische Tage sind im Winter garantiert.

In Shetland nennt man die Polarlichter „Mirrie Dancers“ – für mich der schönste Name für die mystischen Himmelserscheinungen.

„Simmer Dim“ in Lerwick – im Sommer scheint auf Shetland die Sonne schon mal bis zu 19 Stunden am Tag, Im Winter dagegen sind die Nächte sehr lang, es gibt weniger als sechs Stunden Tageslicht. Optimal für die Nordlichtbeobachtung. (Foto Juni 2018)

Empfohlene Orte: Leuchtturm von Eshaness, Sumburgh Head, Wormadale – grundsätzlich erreicht man auf dem Mainland viele gute dunkle Orte mit Weitblick. Doch selbst am Hafen von Lerwick oder oberhalb auf dem Fort Charlotte sind gut Plätze.

Färöer Inseln 

Natürlich liegen die Färöer Inseln wie Shetland genug im Norden um mit Erfolg Nordlichter beobachten zu können. Allerdings sind die Färöer Inseln weit draussen im Nord-Atlantik wettermässig sehr exponiert. Die Wolken ziehen tief über das Meer und verfangen sich in den relativen hohen Bergen der Inseln, daher gibt es viel Nebel und Regen. Wenn der Himmel einmal frei ist, kann man aufgrund der niedrigen Luftverschmutzung immer mit einer klaren Sicht rechnen.

Ein ganz besonderes Erlebnis im ist der Nachtflug der Atlantic Airways über den Nord-Atlantik, während die Lichter am Himmel tanzen.

Empfohlene Orte: dazu habe ich nichts gefunden, aber es gibt genug „Nord-Kaps“ oder Gipfel auf der Insel-Gruppe. Vielleicht ist der Hausberg von Klaksvik, der Klakkur mit 413 Meter über Meer ein guter Ort. Die freundlichen Färöer werden sicherlich vor Ort sofort weiterhelfen und einen guten Beobachtungsort kennen.

Irland (Northern Lights, An Chaor Aduaidh)

Irland wird keine touristische Nordlicht-Destination werden, überrascht aber trotzdem mit seinen Nordlichtern. Diese sind zwar eher schwach zu sehen, es ist aber erstaunlich, wie viel Sichtungen letztes Jahr im Norden von Irland gemacht worden sind. Ich konnte dies auf Twitter verfolgen, zum Teil haben die irischen Fotografen ganz tolle Bilder geschossen und veröffentlicht.

Gute Plätze zur Beobachtung gibt es an der Nord-Küste im County Donegal. Hier ist der Malin Head ein sehr guter Platz. Es gibt in Irland sogar einen Aurora Alert @Aurora_ireland, welcher einem zuverlässig über bevorstehende Nordlicht-Phasen informiert.

Empfohlene Orte: Malin Head, Inishowen (Co. Donegal), Lough Melvin, (Co. Leitrim), Gortmore View Point, (Co. Londonderry), Giants Causway (Co. Antrim), Rathlin Island (Co. Antrim) – bei stärkeren Nordlichter kann man an den Stränden von Dublin Glück haben und Nordlichter beobachten.

Island (Segulljós)

Unsere ersten Beobachtungen haben wir hier in Island gemacht. Wer im August in Island unterwegs ist, sollte in der Nacht schon die Augen offen haben, dann beginnt bereits die Nordlicht-Saison.

Nordlichter am Himmel über dem Fjord Eyjafjörður (Island)

Im Oktober 2015 haben wir am Fjord Eyjafjörður ein Ferienhaus gemietet – und dies war auch in Punkto Nordlicht ein Volltreffer. Von der Terrasse aus hatten wir – bei gutem Wetter – eine perfekte Beobachtungsstation für das Nordlicht. Und wenn es los ging, dann waren wir halt wirklich quasi schon vor Ort. Vom Ferienhaus waren wir zudem schnell oben in den Bergen, in der totalen Dunkelheit.

Iceland15-8012-2
In Nord-Island hat man das Nordlicht vor der Haustüre

Natürlich kann man es in Island einfacher haben, als zuerst noch 5 Stunden von Reykjavik an den Fjord Eyjafjörður zu reisen. Man muss eigentlich nur das elektrisierende Nachtleben von Reykjavik und damit die Lichter der Stadt hinter sich lassen und den Thingvellir Nationalpark ansteuern. In diesem Park, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar. Der Nationalpark ist aber auch ein Mekka für die Fans von Polarlichtern, die hier besonders eindrucksvolle Tänze aufführen. Bei starken Lichterscheinungen stellt die Stadt Reykjavik die Strassenbeleuchtung aus, so dass man sogar aus der Stadt die Aurora Borealis sehen kann.

Empfohlene Orte: Ausserhalb von Reykjavik, Thingvellir Nationalpark, Rangá/Hella, Akureyri (Nordisland) – überall auf der gesamten Insel findet man gute Plätze.

Schweiz 

Wenn verschiedene Kriterien zusammentreffen, besteht sogar in der Schweiz die Möglichkeit, die Nordlichter zu beobachten. Solange der Himmel klar ist und nicht durch die elektrischen Lichter unserer Agglomerationen beeinflusst werden, ist das Naturschauspiel nicht ausgeschlossen. Im Jahr 2011 gab es einige Nächte in der Schweiz (Raum Basel) in denen Nordlichter gesichtet wurden.

Deutschland 

Das gleiche gilt für Deutschland. In Nord-Deutschland werden öfters Sichtungen gemeldet. Wie in der Schweiz, darf man nur ein diffuses Leuchten erwarten. Vielfach sind diese Nordlicht-Erscheinungen mit dem Auge nicht zu erkennen sondern nur fotografisch erfassbar.

Russland

Der Norden von Russland ist eine gute Nordlicht-Destination und bietet hervorragende Bedingungen. Hier scheint Murmansk (mit der angrenzenden Halbinsel Kola) das Nordlicht-Zentrum in Russland geworden sein.

Aurora Australis – das Polarlicht des Südens

Das Schwesterphänomen Südlichter ist eher unbekannt. Schon weil Anreise an Orte mit Südlichter schwieriger ist. Bilder von Südlichter zeigen, dass diese genauso spannend und spaktakulär sein müssen.

Empfohlene Orte: Südgeorgien, Falklandinseln, Stewartinseln, Tasmanien – als einer der besten Orte gilt Ushuaia im Süden von Argentinien, allerdings braucht es bei den berüchtigten Wetterverhältnissen dort viel Glück für eine Nacht mit klarem Himmel.

Wie ich die Nordlichter gesehen und erlebt habe…

Wie Nordlichter wirklich aussehen? Ich habe die Nordlichter als weisse, graue Lichttschleier wahrgenommen. Stärkere Nordlichter nahm ich in einem pastellen Grün wahr. Allerdings hatte ich bisher noch nie das Glück ein ganz starkes Nordlicht mit tiefgrünen und tiefroten, leuchtenden Segeln, die wie Fahnen im Wind flattern, zu sehen. Solche Nordlichter habe ich bisher nur auf den Videos von Nordlicht-Experten und Profi-Filmern gesehen. Der Grund für meine Wahrnehmung „weiss/grau“ liegt neben anderen Faktoren an meinem Sehvermögen bei Dämmerung und in der Nacht.

Mein eigenes Sehvermögen lässt die Nordlichter weiss/grau erscheinen. Erst bei stärkeren Nordlichter konnte ich Pastell-Töne (grün, rot) erkennen.

Dafür sieht meine Kamera alles leuchtend knallig grün, manchmal sogar rot, violett. Die Erklärung dafür ist einfacher, denn die Aurora Borealis ist ein elektrisches Licht und wird von den empfindlichen Sensoren während den üblichen Langzeitbelichtung „wahrheitsgemäss“ farbig aufgezeichnet.

Wie ich die weissen Nordlichter zum ersten Mal gesehen habe, darüber habe ich einen Post „Wie Nordlichter wirklich aussehen …“ verfasst.

Dieses Bild zeigt ein starkes Nordlicht welches ich mit einer Langzeitaufnahme von ca. 8 sek aufgenommen habe. Auch dieses Nordlicht habe ich mit eigenem Auge nur leicht grünlich erkennen können. Die Spieglung auf dem Wasser konnte ich mit eigenem Auge nicht sehen.

Was man weder auf den Fotos noch auf den Zeitraffer-Videos transportieren kann, ist das Erlebnis, das Gefühl wenn die Lichter am Himmel erscheinen, tanzen, sich bewegen, verschwinden und wieder kommen. Oder Leuchtbogen an den Himmel zeichnen. Und alles ist plastisch, man hat das Gefühl das Licht könnte man berühren. Ob weiss oder bunt – das Polarlicht ist faszinierend!

Faszination Polarlicht by Michael’s Beers&Beans! Alle meine Berichte zum Nordlicht findest Du hier.

Die verwendeten Bilder sind alle im Oktober 2015 auf Island sowie im September 2016 auf den Lofoten entstanden (Fotos by Michael’s Beers & Beans)

Refresh September 2019 / April 2020

Unter dem Berg Vågakallen

Lofoten, Norwegen

Vågakallen Lofoten Norway

Die berühmte Loftenwand ist eine bizarre Bergkette mit bis zu 1000 Meter hohen Bergen. Beim Blick auf diese „Wand“ mag man kaum glauben, dass sich zwischen die Berge immer wieder grüne Wiesen und kleine Dörfer drängen, feinsandige Traumstände zu finden sind. Einer dieser Berge, der die Lofotenwand bildet,  ist der Vagakallen, der beeindruckende 942 Meter aus dem Meer aufsteigt.

Das Dorf Kabelvåg am Fuss des Vågakallen

Ein paar Tage haben wir unmittelbar zum Vågakallen verbracht – er hat uns sehr fasziniert. Dabei sind einige Bilder entstanden, welche die respekteinflössende,  jäh aufragende Wand, aber auch die Schönheit dieses Berges zeigen. Es eröffnet vielleicht etwas die Geheimnisse, die in diesem Berg liegt.

Abendstimmung

Eine sagenhafte Geschichte erzählt von einem Troll der Vågakallen hiess und im Westen tausend Meter über dem Meer auf seinem Stuhl sass und die Lofoten, den Vestfjord und Millionen von Dorsche sein Eigen nannte. Jahrtausende hatte der König der Lofoten dort bei Henningsvær auf dem Felsen am Meer gehockt und schon so manchen Gefahren getrotzt. In einer wilden Situation vergass sich der König und schaute nicht mehr auf die Uhr. Da die Frühlingsnächte in Nordland kurz sind, erhob sich die Sonne am Horizont und ein Sonnenstrahl traf den König. Daraufhin erstarrte er zu Stein!

Vågakallen Lofoten

Die Wolken geben den Gipfel kurz frei.

Der Vågakallen  ist 942m hoch und liegt westlich von Kabelvåg (Region Svolvaer, Lofoten). Er wurde erstmals um 1885 bestiegen und ist heute noch nur von geübten Bergsteigern zu bezwingen.

Nachfolgend meine fotografische Begegnung mit dem Vågakallen, dem König der Lofoten:

Vågakallen Lofoten Norway Sunset

Sunset at Vågakallen

In den frühen Morgenstunden

Fischerhütten (Rorbu) im Dorf Henningsvær, mächtig der Vågakallen im HIntergrund

Es wird früh Herbst auf den Lofoten

Strasse zur Kalle Bucht, direkt am Fusse des Vågakallen

Das „Matterhorn“ der Lofoten. Zumindest für den Alpinisten ist dieser Berg und sein Ambiente auf den Lofoten nicht zu überbieten, weder an Schönheit noch an Ernsthaftigkeit. Über den 700 m hohen Storepillaren (Bigwall) führt die härteste Gipfelroute des Archipels. Mit den Gegebenheiten nicht vertraute Seilschaften müssen ein Biwak einkalkulieren.

Nordlichter über dem König der Lofoten

Weitere Posts über die Lofoten findest Du hier: Lofoten – Bergwelten, Meer und Nordlichter

 

 

Narvik – Erze, Spione und die Ofotenbanen

Norwegen

Die Stadt Narvik hat für mich einen besonderen Klang. Narvik bringe ich in Verbindung mit dem hohen Norden, mit Spionage-Romane und Eisenerz. Mit der grässlichen Schlacht um den strategisch wichtigen Hafen im zweiten Weltkrieg.

Wie sieht diese Stadt aus? Eine Industrie-Stadt die heute noch hauptsächlich vom Verlad des Eisenerzes lebt. In einer Stadt die „nur“  2‘400 km südlich vom Nordpol liegt? Auf unserer Reise auf die Lofoten haben wir bewusst eine Nacht in Narvik eingelegt.

Eine flüchtige Begegnung mit einer beschaulichen Stadt ohne Sehenswürdigkeiten im hohen Norden. Dennoch haben wir Narvik mit einem guten Eindruck verlassen. Die Menschen die hier leben scheinen sich mit den vielen Unwegsamkeit des hohen Nordens gut zu arrangieren. Es ist erstaunlich, welche Lebensqualität man hier erreicht hat. Die Erinnerungen über die furchtbare Schlacht um den Hafen im 2. Weltkrieg ist für die Besucher noch gegenwärtig, im Alltag weit weg.

Auch Nachts wird das Eisenerz von den Zügen aus Kiruna auf die Schiffe verladen.

Narviks Ursprung liegt im Erz. Stadt und Hafen entstanden zusammen mit der Eisenbahnlinie Ofotenbanen, mit der seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen dem schwedischen Kiruna und der norwegischen Küste das wichtige Eisenerz transportiert wird. Dieses Erz wird in Narvik auf die Schiffe verladen – das ganze Jahr, denn der Hafen von Narvik bleibt durch den Golfstrom im Winter eisfrei.

Der Hafen in Narvik ist keine Sehenswürdigkeit, aber mit seinen grossen Ladeanlagen und den bis zu 300 Meter langen Frachtern sehr interessant.

Von der Ofotenbanen bekommt man eigentlich nur die langen Transport-Züge und der grosse Verladebahnhof mit. Eine Fahrt mit dem Zug ist für Touristen möglich. Die 42 Kilometer lange Strecke bis zur schwedischen Grenze und zurück führt über eine teilweise spektakuläre Strecken-führung, die auf 40 Kilometern über 520 Höhenmeter überwindet. Die Fahrt dauert rund drei Stunden – leider hatten wir dafür keine Zeit.

Mit der im Zentrum von Narvik startenden Seilbahn kommt man innerhalb weniger Minuten zu einem Aussichtscafé in 576 Meter Höhe, das den besten Blick über die Stadt und den Ofotfjord bietet. Im Winter ist dies übrigens ein beliebtes Skigebiet.

Zu Narviks Sehenswürdigkeiten gehört der Polar Park, der nördlichste Zoo der Welt. Er liegt allerdings 70 Kilometer nördlich der Stadt. Die Nord-Norwerger haben ein anderes Distanz-Gefühl als wir.

Das schönste an Narvik ist die unendliche, herbe Landschaft, in welcher die Stadt liegt. So findet man rund 90 km südlich von Narvik den Berg Stetind mit einer Höhe von 1‘392 Meter ü.M. Der Stetind ist einer der auffälligsten Berge des Landes sowie der Nationalberg Norwegens.

Tipp: Im Hotel Scandic (ein neues Hochhaus im Zentrum) gibt es im obersten Stock die Bar TØTTA. Von der Bar oder noch besser von der kleinen Aussenplattform hat man eine beeindruckende Aussicht über Narvik und den Ofotfjord.

Heute erreicht man Narvik über die imposante Hålogaland Brücke – bei unserem  Besuch war diese noch im Bau. Diese Brücke wurde am 9. Dezember 2018 eröffnet und verkürzt für die Riesenden als Beispiel die Fahrtzeit zum Flughafen Harstad / Evenes doch wesentlich.  Bilder von dieser interessanten Baustelle findest Du in meinem Post hier.

Nachfolgend ein paar Impressionen unseres Stadtspazierganges in einer der nördlichsten Städte der Welt.

Die Lapplandbahn/Ofotbahn hat ihren Endpunkt in Narvik, was damit die nördlichste Bahnstation Westeuropas ist, daher auch der nördlichste Punkt, den man beispielsweise mit Interrail oder Euro Domino erreichen kann.

Die Oftenbanen – Eisenerz aus Kiruna

Der überregionale/internationale Flughafen der Stadt Narvik liegt rund 80 km entfernt und liegt in der Gemeinde Evenes. Vom Flughafen Harstad/Narvik erreicht man mit modernsten Jets die Haupstadt Oslo, aber auch weitere Destinationen in Europa. Die Königlich-Norwegischen Luftstreitkräfte nutzten diesen Flughafen früher als Militärflugplatz unter der Bezeichnung Evenes flystasjon. Narvik hat noch einen zweiten Regionalflughafen, dieser wird im Linienverkehr von der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe angeflogen, die tägliche Verbindungen nach Bodø, Andenes und Tromsø anbietet.

Nusfjord: Perle in Rot und Gelb auf den Lofoten

Lofoten, Norwegen

Das Fischerdorf Nusfjord liegt zauberhaft auf der Insel Flakstadøy und ist einer der malerischsten Orte auf den Lofoten. Ein Naturwunder gleich wirkt der gleichnamige Fjord – 1km lang und 100m breit. Die Felsflanken steigen nahezu senkrecht auf. Dort wo sich der Fjord zum Meer hin öffnet sammeln sich gelbe und rote Fischerhäuser zu einem Dorf.

Dank dem Denkmalschutz ist Nusfjord seit 1975 ein Museumsdorf. Kaum anderswo lässt sich das traditionelle Fischerleben der Lofoten derart authentisch nachvollziehen. Nahezu alle Häuser des Dorfes stammen aus dem 19 Jh. – schon damals gab es hier eine Post sowie Café, Bäckerei, Krämerladen und ein Telegraphenamt. Seit 1907 verfügte man dann sogar über ein eigenes Kraftwerk. Zu Anfang des 20 Jhs. kamen bis zu 3000 Fischer hierher. Heute sind es die Touristen, die vorallem im Juni bis September das Dörfchen bevölkern.

In Nusfjord haben Studenten der Oslo School of Architecture and Design eine Badeplattform und Sauna gebaut, die sehr sehenswert und einzigartig ist. Darüber findest Du mehr im Post: Norwegische Sauna- und Bade Architektur

Nachfolgend habe ich ein paar Fotos zusammengestellt – Nusfjord ist ein einziges wunderschönes Fotomotiv.

Impressionen

Trankocherei – heute ein Museum. Hier wurde früher Lebertran hergestellt. Lebertran wird von Walen, sondern aus der Leber von Fischen, vor allem dem Dorsch bzw. Kabeljau, gewonnen. Die Leber wird in einem Kessel erhitzt und zum Kochen gebracht, so dass man das Fett (= Lebertran) mit einem Löffel abschöpften und weiter verarbeiten kann.



 

 

 

 

Landhandel – der Kaufmannsladen in Nusfjord (Lofoten)

Lofoten, Norwegen

Kurvig windet sich die schmale Strasse von der E 10 nach Nusfjord hinunter. Rote Fischerhäuser kleben in der engen Meeresbucht wie Vogelnester an blanken Felswänden. Am Ende dieser Strasse liegt das malerische Dorf Nusfjord mit seiner mehr als hundert Jahre währenden Geschichte. Und einem Landhandel-Kaufmannsladen, welcher früher auch gleich noch der Regierungs-Sitz war.

Im 19. Jahrhundert überschrieb der norwegische König die Fischerhütten einem gewissen Hans Grön Dahl, der Nusford zu einem der bedeutendsten Fischerei- und Handelsplätze der Lofoten ausbaute. So gab es in Nusfjord bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur die Post, Bäckerei, Kaufmannsladen, Trankocherei und ein Gefängnis, sondern ab 1905 auch ein eigenes Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung. Heute ist es  ein Museuemsdorf.

Beim Bummel durch den Ort fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt. Vor allem der Landhandel-Kaufmannsladen aus dem Jahr 1907 trägt viel dazu bei. Dieser ist heute noch ein Laden, es werden immer noch die originalen Verkaufstheken und Vitrinen benutzt, überall sind Emaillewerbeschilder zu sehen. Das gelb angestrichene, zweistöckige Haus des „Landhandels“ war früher mehr als nur ein einfaches Geschäft. Hier residierte nämlich die Familie, die die Fischereirechte besass, der auch der Grund und Boden gehörte – ein Herrschaftssystem, das auf den Lofoten bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein praktiziert wurde. Der Kaufmann entschied, welche Fischer wo fischen durften, liess sie in seinen Hütten (Rorbuer) wohnen, verkaufte ihnen in seinem Laden die Dinge des täglichen Bedarfs, kaufte ihnen den Fang ab – und gewährte ihnen, wenn der Fang nicht den Erwartungen entsprach, unter Umständen auch Kredit, damit sie in der darauffolgenden Saison wieder nach Nusfjord kommen mussten.

Heute wirkt dieser Kaufmannsladen aber nicht mehr wie ein kleines Herrschaftszentrum, sondern wie ein – allerdings ziemlich grosser – „Tante-Emma-Laden“, mit einer silberfarbenen verschnörkelten Registrierkasse etwa aus der Zeit um 1900, dazu Schaustücken der Waren, die hier 1902 gefragt waren. Dieses „alte“ Sortiment wird durch Lebensmittel, Getränke, Kautabak sowie Souvenirs ergänzt, diese kann man dagegen wirklich kaufen. Zudem kann man sich gemütlich an einen der Tische hinsetzen und einen Kaffee trinken.

Impressionen vom Landhandel-Kaufmannsladen

 

Der Post ist auch in Travelbook „BlogStars“ erschienen