4. Advent – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber

Arosa, Thomas Mann

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Meine Serie – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber – schliesse ich heute am 4. Advent mit seinem Gedicht „Weihnacht“ ab.

O festlich Sternenzelt!
Du breitest dich ob meiner Einsamkeit
Und schirmest weithin die gesühnte Welt.

Sanft glitzerndes Gefild!
Dein Friedenszauber füllt mein ganzes Herz,
Daß es von Rührung und Beschämung schwillt:

O weiße Weihenacht!
In mildem Leuchten liegt ein heilig Kind,
Des Lächeln alles Leid zur Glorie macht!

(Thomas Mann)

frisch verschneit

Teil 4 meiner Advents-Serie „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“. In dieser möchte ich etwas aufzeigen, dass es auch heute noch Platz gibt, sich dem romantischen Weihnachtszauber zu unterziehen – man muss das richtige für sich suchen und es einfach zulassen. Um hier etwas einzustimmen suchte ich in den Texten von  Thomas Mann nach seinem Weihnachtszauber und „untermale“ diese etwas mit Winterlandschaften aus Arosa. Winterliche Landschaften die Thomas Mann so auch gesehen hat.

Alle vier Posts findest Du hier: „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“

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3. Advent – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber

Arosa, Schweiz, Thomas Mann

Teil 3 meiner Advents-Serie „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“. In dieser möchte ich etwas aufzeigen, dass es auch heute noch Platz gibt, sich dem romantischen Weihnachtszauber zu unterziehen – man muss das richtige für sich suchen und es einfach zulassen. Um hier etwas einzustimmen suche ich bei Thomas Mann etwas nach seinem Weihnachtszauber und „untermale“ diese etwas mit Winterlandschaften aus Arosa.

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Thomas Mann schreibt am 24.12.1937 in sein Tagebuch: Tauwetter, Nässe.  …  Heute Nachmittag Zuziehung Dr. Bollacks. Regenbogenhaut-Entzündung als Anschluss-Krankheit der Hirnhautreizung. Lange Anwesenheit der Ärzte. K. sehr niedergeschlagen. Dauer mindestens 4 Wochen und sehr anspruchsvolle Behandlung. Ärger. Zwischenfall, der K’s Aufenhalt in Arosa unmöglich machen wird. Getrübtes Weihnachten. Weiter schreibt er am 25.12.1937 … Nach dem Thee an Reisiger geschrieben in der Frage Arosa, wohin gegebenen Falles mit ihm allein gehe.

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Natürlich hatte Thomas Mann nicht nur getrübte Weihnachten. «Dieser heiter geheiligte Abend, der aus Kinderaugen blickt, der die Kruste des Alltags von unseren Herzen löst und ein Lächeln menschlicher Rührung und Freude auf allen Gesichtern hervorruft, er ergreift mich heute, wie er mich als Knabe ergriff und beglückte», schreibt Thomas Mann an einer anderen Stelle. Das Weihnachtsfest spielte für den Schriftsteller Thomas Mann mit den Jahren immer eine grössere Rolle, dies zeigen seine Briefe und Tagebuchnotizen.

kalter morgen

Wer sich gerne noch weiter mit Thomas Mann und Weihnachten auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich das Buch „Weihnachten mit Thomas Mann“ (ISBN: 978-3-596-90219-4) vom Fischer Verlag. Dieses Buch ist auch als e-Book (z.B. Kindle-Edition) erhältlich. Eine schöne Idee um sich auf die Weihnachten einzustimmen. Neben Auszügen zum Weihnachtsfest aus seinen bekannten Romanen, findet man Briefe und Tagebuchnotizen, die zeigen, dass Thomas Mann zeitlebens ein ungetrübtes Verhältnis zum Weihnachtsfest hatte. Die Schilderungen des Weihnachtsfestes im Haus der Familie Mann lässt sichtbar werden, was das Fest auch heute noch bedeuten kann.

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Auf dem Blog „andreaschopfbalogh“ gibt es eine Serie von Andrea, welche sie „Throwbackmonday“ nennt.  In Ihrem Montags-Rückblick vom 5.12.2016 erzählt sie von Thomas Mann und gibt weitere Büchertipps: Throwbackmonday mit Thomas Mann. Empfehlenswert hier einmal vorbeizuschauen und sich reinzulesen.

Winter-Impressionen aus Arosa – fotografiert an Orten, die Thomas Mann bei seinem Aufenthalt in Arosa vermutlich auch besucht und gesehen hat:

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Alle vier Posts findest Du hier: „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“

2. Advent – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber

Arosa, Thomas Mann

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Grosse Schriftsteller wie Christian Morgenstern, Thomas Mann und Hermann Hesse verbrachten ihre Ferien oder ihre Kur-Aufenthalte in Arosa. Thomas Mann zum Beispiel war 1933 mit seiner Frau Katia im Winterurlaub hier. Ob Thomas Mann auf seinen langen Spaziergängen vom Waldhotel ins Maran auch weihnachtliche Gedanken hatte, ist natürlich nicht gefestigt. Wäre aber auch nicht von der Hand zu weisen, wenn er tief in Gedanken versunken auf seinen Spaziergängen durch den verschneiten Wald die eine oder andere Inspiration zu Weihnachten mitgenommen hätte.

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Thomas Mann hatte die Weihnachtszeit gerne – in seinen Büchern war er aber eher kritisch.

Schon vor über 100 Jahren beschrieb er in seinem Roman „Buddenbrooks“, wie die Lübecker Patrizierfamilie Weihnachten feiert. Er zeigte schon damals eine Weihnachtsfeier auf, die sich auf ein reines, oberflächliches Ritual beschränkt, den wahren Kern in den Hintergrund gerückt.

Thomas Mann schreibt:

„Denn es ist doch merkwürdig, welche Verklärung die Dinge durch das Weihnachtskerzenlicht erfahren, für Klein und Groß. So ein Spazierstock, eine Frühstückstasse, ein Taschenmesser, oder was es sei, hört auf, Ware zu sein und wird ›Gabe‹, etwas vom Himmel und von der Liebe Kommendes, das einem lieb bleibt durch die Art des Empfangs“ 

( aus  dem Roman „Buddenbrooks“)

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In dieser Serie Advent – Thomas Mann und der Weihnachtszauber möchte ich aufzeigen, dass es auch heute noch Platz gibt, sich dem romantischen Weihnachtszauber zu unterziehen – man muss das richtige für sich suchen und es einfach zulassen. Um hier etwas einzustimmen suche ich bei Thomas Mann etwas nach seinem Weihnachtszauber und „untermale“ diese mit Winterlandschaften aus Arosa.


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Alle vier Posts findest Du hier: „Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber“

Zum 1. Advent – Thomas Mann, Winterlandschaften und Weihnachtszauber

Arosa, Thomas Mann

In dieser kleinen Post-Serie einfach ein paar Gedanken zur Adventszeit. Einer Zeit, in der es heute noch ein Platz gibt, sich auf den romantischen Weihnachtszauber einzulassen. Man muss einfach das richtige für sich suchen und es zulassen. Aber wie hat eigentlich der deutsche Schriftsteller Thomas Mann die Weihnachtszeit empfunden? Wurde damals seine Vorstellung vom Weihnachtszauber vielleicht durch die langen Spaziergänge durch den tief verschneiten Maraner Wald in Arosa geprägt? Ein schönes Thema um etwas auf die Adventszeit einzustimmen. Dies untermale ich mit meinen fotografierten Winterlandschaften aus Arosa. Einer Winterlandschaft also, welche Thomas Mann sehr gut gekannt hatte.

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Thomas Mann,  war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Er verbrachte seine Zeit immer wieder gerne in den Schweizer Bergen. So auch in Arosa wo er sich zusammen mit seiner Frau Katia zur Erholung zurückzog. 1933, als in Berlin der Reichstag brannte, waren Katia und Thomas Mann in Arosa; was als Reise begonnen hatte, wurde für die beiden zum Exil.

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Eines seiner berühmtesten Werke ist der Zauberberg – der sicher als Idee in Davos entstand, aber vielleicht auch etwas durch seine Aufenthalte in Arosa inspiriert wurde.

Ob die winterlichen Landschaften Thomas Mann für die Weihnachtszeit inspiriert haben? Bekannt ist, dass er in seinen Büchern durchaus kritisch mit den Weihnachtsbräuchen war, selber unterlag er aber der Romantik dieser Zeit:

O weisse Weihenacht! 
In mildem Leuchten liegt ein heilig Kind, 
Des Lächeln alles Leid zur Glorie macht!  

Auszug aus einem Weihnachtsgedicht von Thomas Mann (1875-1955)

Am 2. Advent geht es weiter …

 

 

Ich wünsche Euch eine schöne Adventszeit!

 

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