Yellow lady’s slipper – von der Polizei bewacht

Arosa, Flora, Schweiz

Der Gelbe Frauenschuh ist eine der prächtigsten wildwachsenden Orchideenarten Europas. In den Alpen stehen diese geschützten Orchideen zur Zeit in voller Blüte. Überraschend ist, dass der gelbe Frauenschuh in England vorkommt. So selten zwar, dass die Polizei die Yellow Lady’s Slipper während der Blütezeit vor „Pflückern“ bewachen muss. Frauenschuh (1 von 1)-3

Spannend die ausgeklügelte Befruchtung dieser komplexen Blüte, die sich als kesselförmige Falle für die Blütenbesucher entpuppt. Der glatte, glänzende Eingang ist glitschig – Insekten rutschen rein. Diese krabbeln auf dem Weg ins Freie am Geschlechtsapparat der Pflanze vorbei. So befruchtet sich die Pflanze. Nach der Keimung der Samen entsteht unglaubliche 15 Jahre später wieder eine neue Blüte. Der gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) erreicht ein Alter von mehr als 20 Jahre.

Frauenschuh (1 von 1)-9

Frauenschuh (1 von 1)-6

In der Region rund um Arosa (Kanton Graubünden) hat es einer der bedeutendsten Vorkommen des Frauenschuhs, erholt in den letzten Jahren Dank des strengen Schutzes. An besonders guten Standorten – auf einer Höhe von 1600 müM bis 1900 müM in lichten Kiefern-Wäldern auf kalkhaltigen Böden – entstehen inzwischen ganze „Kolonien“.

Frauenschuh (1 von 1)-4

Frauenschuh (1 von 1)-8

Alle Bilder sind in der Isla,  in der Nähe von Arosa, Graubünden,  Schweiz entstanden. (Bilder Juni 2016, Refresh Juni 2017)

The lady’s slipper orchid is Switzerland’s rarest and most impressive orchid. The specific name calceolus derives from the Latin for ’shoe‘, and like the English name of this orchid, refers to the slipper-like appearance of the pouch. Each stem usually supports one or two flowers, but rarely three. The leaves have obvious nerves along their length and are mid-green in colour .

***

Märzglöckchen im April

Bodensee, Flora, Schweiz, Thurgau

Eigentlich bin ich erst über den Post „ Auf der Suche nach Märzenbecher“ von Sabine auf ihrem Blog Klappspiegel aufmerksam geworden, was ich da eigentlich für Blumen fotografiert habe. Zuerst dachte ich nämlich,  es wären Maieriesli – beim archivieren irgendwie dann, es könnte eine Art von Schneeglöckchen sein. Blogs bilden! Und jetzt weiss ich es, es sind Märzglöckchen oder Märzenbecher. Diese gehören zu den Frühblühern, die Blütezeit liegt normalerweise zwischen März und April.

Gerade bei uns in den Alpen gehören diese zu den Frühlingsboten, da diese kurz nach der Schneeschmelze aufblühen. Diese Exemplare habe ich dagegen in der Bodensee-Region unter einer Baumgruppe auf einer feuchten Wiese gefunden.

Fotos April 2017

Türkenbund-Lilie

Arosa, Flora

Die Türkenbund-Lilie ist einer der exotischsten Blumen, die man hier in den Bergen finden kann. Allerdings muss ich zugestehen, dass ich zum ersten Mal hier in Arosa einer dieser tollen Pflanzen begegnet bin.  Dabei soll diese Lilie hier oben recht verbreitet sein – irgendwie hatte ich diese wunderschöne Blume wohl bisher einfach nicht beachtet.

Türkenbund (1 von 1)-5

Die Türkenbund-Lilie (lat. Lilium martagon)  besiedelt die bewaldeten Höhenlagen hier in den Alpen. Insbesondere in lichten Buchen- und Mischwäldern – diese Pflanze sucht eigentlich eher den Schatten. Allerdings in Lagen gegen bis zu 2000 Meter über Meer wie hier in Arosa findet man sie auf Gebirgswiesen auch in sehr sonnigen Abschnitten.

Türkenbund (1 von 1)

Die Türkenbund-Lilie blüht in den Monaten Juli und August. Sie gehört zu den gefährdeten und seltenen Pflanzenarten, die landesweit geschützt und in den vom Bund erlassenen  Roten Liste aufgeführt sind. Es handelt sich bei diesen Arten um eine Auswahl von wichtigen gefährdeten Arten, oder auch um attraktive Arten, die durch Sammeln bedroht sein können.

Enlight1

Enlight1 (1)

The Turk’s cap lily is here around of Arosa one of summer’s most exotic blooms and has a scent to match. No wonder it is a firm favourite.

Orchideen im Turpenland

Flora, Schweiz, Zürich

Orchideen (1 von 1)-2

Farbig und voller Leben präsentiert sich zurzeit das Turpenland auf der Guldenen. Mit dem Frühling ist die Natur neu erwacht. Gerne nehme ich Euch auf diesen „Fotospaziergang“ mit – ein Spaziergang in ein Gebiet vor meiner Haustüre, was mit viel Aufwand renaturalisiert wurde.

Orchideen (1 von 1)-4

Aus dem unwirtlichen Ort, der sich uns in den Wintermonaten auf etwas über 700 müM präsentiert, ist eine farbige Landschaft voller Leben geworden. Für die typische Geräuschkulisse sorgen jetzt die Grillen.

Im Moment blüht eine wunderschöne Orchidee – das gefleckte Knabenkraut.

Orchideen (1 von 1)

Normalerweise suche ich diese Orchidee gerne im Bergsommer von Arosa. Umso mehr hat mich natürlich gefreut, dass ich diese wunderschönen Blume fast vor meiner Haustüre entdeckt habe – gut war meine Fotokamera wieder einmal „immer dabei“.

Das gefleckte Knabenkraut gehört zu den heimischen Orchideenarten und wird etwa 20 – 60 cm hoch. Die Blütezeit geht in Abhängigkeit der Höhenlage von Mai bis August.

Das Gefleckte Knabenkraut ist eine Feuchtwald-Art, die nur an Feuchtstandorten zu finden ist. Es bevorzugt feuchten, kalkarmen Magerrasen, Heiden, Flachmoore und lichte Wälder. Besonders in feuchten Wäldern und Wiesen bis in 2200 m wächst das Gefleckte Knabenkraut recht oft. Hier im Turpenland auf etwas über 700müM scheint es ideal für die Pflanze zu sein.

Wie einige andere Orchideenarten auch existiert das Gefleckte Knabenkraut lebenslang in Symbiose mit einem Wurzelpilz, ohne den es nicht überlebensfähig ist. Dieser Fakt sollte sich vor allem „Orchideenliebhaber“ vor Augen führen. Es nützt nämlich nichts, die Pflanze auszugraben und im eigenen Garten anzupflanzen, da der notwendige Wurzelpilz sich nicht mit verpflanzen lässt. Damit gehen die Exemplare im Garten ein.

Vor Jahrzehnten haben die Grundbesitzer das Gebiet Turpenland in der Guldenen (Pfannensteil, Kanton Zürich, Schweiz) mit grossem Aufwand trockengelegt; vor einigen Jahren wurde der Rückwärtsgang eingelegt. Im Rahmen der ökologischen Aufwertung des rund 6 Hektaren grossen Geländes ist im ehemaligen Torfabbaugebiet ein 2 bis 3 Hektaren umfassendes Ried entstanden.

P1000326-2

It’s just a rainy day – auch die Ente freut sich an der ökologischen Aufwertung des ehemaligen Torfabbaugebietes. Das Turpenland hat auch im Regen seinen Reiz.

Bilder vom 25.5.2015 / 15.5.2016

 

Das Turpenland befindet sich im Gebiet des Hügelzuges Pfannenstiel auf der Guldenen. Man kann dies vom (ehemaligen) Restaurants Waldhof Guldenen gut erreichen, die Anfahrt erfolgt über Zumikon. Dieses Gebiet erlangte im Jahr 2000 international Beachtung, da der Formel-1-Rennfahrer Michael Schumacher dieses Anwesen kaufen und für sich privat nutzen wollte. Es ist ein Nah-Erholungsgebiet der Stadt Zürich.