Die Torfkirche von Saurbæjar

Iceland, Kirchen von Island

In Island gibt es heute nur noch sechs Torfkirchen. Früher wurden in Island fast alle Kirchen in diesem Baustil erbaut. Die Saurbæjarkirkja gehört daher zu diesen heute seltenen Gotteshäuser und liegt im Eyjafjörður-Tal, rund 30 km südlich von Akureyri.

Die Torf-Kirche wurde im Jahre 1858 erbaut. Die Kirche ist eine Holzrahmenkonstruktion. Zum Schutz gegen das Wetter wurde diese Konstruktion aussen mit Torf-Stücken und einer Steinmauer isoliert. Typisch ist auch das Grasdach. Die Abdichtung mit Torf lässt solche Kirchen eher wie ein Grashügel aussehen, als wie ein Gebäude. Dadurch auch die Bezeichnung Torf-Kirche. Diese Bauart benutzten die Isländer früher auch für ihre Bauernhäuser. Diese Art von Kirchen hatte keinen Turm, die Glocken waren in der Regel oben am vorderen Giebel aufgehängt.

Die Saurbæjarkirkja Kirche gehört heute dem isländischen National Museum. Da diese Kirche etwas abseits liegt, wird diese kaum von Touristen besucht.

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Torfkirche von Saurbæjar

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Bilder Oktober 2015 / Oktober 2019

Stabkirche Gröf

Iceland, Kirchen von Island
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Eine schöne, winzige Kirche findet man etwas 4km südlich von Hofsós. Die Torfkirche Gröf ist eigentlich von der Bauart her eine (sehr) kleine Stabkirche und erinnert im Innern an die grossen Baudenkmäler in Norwegen.

Die heutige Kirche stammt aus dem 17. Jh., wurde 1765 als Kirche aufgegeben und 1953 nach umfangreicher Renovierung wieder geweiht. Bei der Renovierung 1953 wurde versucht, die Kirche wieder in der ursprünglichen Form aufzubauen. Der Hof Gröf war früher einer der grössten Bauernhöfe im Skagafjörður und ist der Geburtsort des Psalmendichters Hallgrímur Pétursson, Namensgeber der Hallgrímskirche in Reykjavik.

Recycled / Refresh 2020

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Stabkirche Gröf

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Kirchen auf Island

Iceland, Kirchen von Island

Refresh / Receycled 2019

Wer Architektur gerne hat, wer Kirchen mag, wird Islands Kirchen mögen. Aus Torf und Grassoden gebaut, aus Holz oder Beton, modern oder alt, beeindruckend sind sie alle. Meine zukünftigen Posts zeigt einen kleinen Ausschnitt davon und ich hoffe ich kann Euch damit etwas in den Bann ziehen.

Die Natur, die Landschaft und die langen Winternächte in Island bieten viel Raum für Mystik und Illusionen. Kein Wunder, dass sich die Isländer im Glauben an Elfen und Trollen verwurzelt fühlen. Natürlich spielt dies im isländischen Alltag eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist hingegen der christliche Glaube, allerdings wie bei uns sind die Gottesdienstbesuche nicht sehr populär

Was mich in Island immer wieder fasziniert sind die winzigen Kirchen – Kirchen die in der Regel zu einem Bauernhof oder Weiler gehören. Kleine Kirchen die meistens alleine und standfest in der unglaublichen Natur stehen. Und Geschichten erzählen. In losen Folgen werde ich einige dieser kleinen Kirchen vorstellen.

Viele Bauernhöfe auf Island hatten eine kleine Kirche mit Pfarrrechten. Dies hat damit zu tun, dass ab dem Jahre 11. Jahrhundert Grossbauern ihre Söhne als Priester ausbilden liessen. Die Söhne wurden geweiht, unabhängig davon ob sie beabsichtigten, die kirchliche Laufbahn einzuschlagen oder nicht. Wichtig dabei war, dass so die wohlhabenderen Bauern lesen und schreiben lernten. Offenbar war dies derart erfolgreich, dass im 12. Jahrhundert die meisten dieser Bauern lesen und schreiben konnten.

Viele dieser kleinen im ganzen Land verstreuten Kirchen wurden mit Baumaterial errichtet, welches man auf der kargen Insel zu Verfügung hatte. Die Grundmauern wurden aus Bruchsteinen errichtet, die tragende Konstruktion aus Treibholz, für Wände und Dächer wurden Torf- und Grassoden verwendet. Nur wenige Kirchen wurden in vollständiger Holzbauweise errichtet.

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