So feiert die Schweiz das Osterfest

Life&Style, Schweiz

Ostern ist bunt – und das nicht nur, weil es farbenfrohe Frühlingsblumen und bemalte Eier gibt. Auch die unterschiedlichen Bräuche und Traditionen machen Ostern zu einem besonders vielfältigen und fröhlichen Fest.

Für Christen ist Ostern das Fest, an dem die Auferstehung Christi gefeiert wird. Für viele ist es heute in erster Linie einfach eine wunderbare Gelegenheit mit der Familie oder Freunden Zeit zu verbringen und das milde Frühlingswetter zu geniessen.

Trotzdem werden in vielen Regionen der Schweiz traditionelle Osterbräuche gepflegt. Bekannt sind darunter Prozessionen wie in Romont, wo am Karfreitag «Les Pleureuses», schwarz gekleideten, verhüllten Klageweiber durch die Strassen ziehen und den Tod Christi beklagen. Oder wie in vielen Tessiner Dörfern, in denen Osterfeuer entzündet werden und die Kinder danach die durch Priester geweihte Glut, in Metallkesseln, heim tragen. In anderen Regionen werden Osterbrot und Osterwein verteilt, es gibt Eier-Skirennen und Eierläufe.

Einige der wichtigsten und schönsten Bräuche der Schweiz gehe ich nachfolgend etwas auf die Spur und habe diese für Euch zusammengefasst:

Osterbäumli

An Eiern führt an Ostern auch in der Schweiz kein Weg vorbei. Eierfärben ist eine Tradition die eng mit dem Feiertag verbunden ist. Egal, ob man hartgekochte Eier oder die ausgeblasenen Schalen bemalt – Hauptsache, farbig und kreativ. Eine besonders schöne Variante die ausgeblasenen Ostereier zu präsentieren, ist ein Osterbaum, der in vielen Familien zu Hause im Wohnzimmer aufgestellt wird. Zweige von Weiden und Haselsträuchern werden in eine Vase gestellt und mit ausgeblasenen Eiern dekoriert.

Osterhäsli

Klar, auch bei uns hüpft der Osterhase herum und bringt die Ostereier oder versteckt diese im Garten oder in der Wohnung. Anstatt des Eiersuchens am Ostermorgen ist es durchaus Brauch, dass die Kinder kleine Osternester basteln, die sie am Abend für den Osterhasen bereitstellen.

Übrigens bis ins 17. Jahrhundert wurden die Ostereier von allerlei Tieren gebracht wie Fuchs, Kuckuck, Storch oder dem Ostervogel.

Eiertütschä

Fast ein Volkssport ist das Eiertütschen in der Schweiz. Dabei nimmt sich jeder Spieler ein hartgekochtes, buntes Osterei. Dann schlägt der erste Spieler mit der Spitze seines Eis auf die Eierspitze seines Gegners. Dann ist der nächste an der Reihe. Ziel ist es, das gegnerische Ei zu zerbrechen. Gewonnen hat, wer als letztes noch ein unversehrtes Ei besitzt. Eiertütschen kann man mit der ganzen Familie spielen. In der Stadt Bern werden seit 1892 sogar Eiertütsch-Duelle ganz offiziell jeden Ostersonntag ausgetragen.

Zwänzgerle

Während man sich in Bern gegenseitig die Eierköpfe einschlägt, geht es bei uns in der Stadt Zürich am Ostermontag um Geld, was zuerst nicht gross überraschen mag. So gibt es hier wohl einer der skurrilsten Osterbräuche – das Zwänzgerle. Dabei spielen traditionell Kinder gegen Erwachsene. Die Kinder halten ein hartgekochtes Ei in der Hand. Die Erwachsenen werfen ein Zwanzigrappenstück auf das Ei. Bleibt es in der Eierschale stecken, bekommt der Erwachsene das Ei. Prallt die Münze ab, gehört das Geld dem Kind: Eine coole Sache für die Kinder an der Limmat um ihr Taschengeld aufzubessern.

Osterchüechli und Gitzi (und an andere Schweizer Oster-Spezialitäten)

Vielleicht denkst Du jetzt gerade an den internationalen bekannten, goldenen Osterhasen und andere Kreationen des Hauses Lindt und Sprüngli. Unsere Super-Märkte sind voll davon, auch bei uns fahren Smart’s verkleidet als goldener Osterhase durch die Gegend oder diese stehen aufgeblasen auf irgendwelchen Dächern von Tankstellen.

Doch in vielen Schweizer Osternester ist der goldene Schoggi-Osterhase nicht zu finden, vielmehr wird vor allem handgefertigtes Süsses, aber auch Herzhaftes aufgetafelt. Viele Schweizer nutzen die Osterfeiertag, um Familie und Freunde zu treffen und sich zu Hause kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Eine Osterspezialität sind die Osterchüechli. Fast jede Familie hat hier ihr eigenes Geheimrezept, aber auch Bäckereien bieten zu Ostern ihre eigene, oftmals kreative Variante der Köstlichkeit an. Traditionell wird dieses nicht zu süsse Osterchüechli auf Weizenmehlbasis mit Griess oder Reis gefertigt, welcher zusammen mit Aprikosenkonfitüre die Füllung bildet.

Ostern – Osterhase – Rüebli … irgendwie liegt damit vielleicht nahe, dass in vielen Familien heute eine Aargauer Rüeblitorte zu Ostern gebacken wird. In Bern gibt es „Osterflädli“ – eine mit Reis-Rosinen-Korinthenmasse gefüllte Oster-Spezialität aus Blätterteig.

Zu Hause nicht mehr so verbreitet ist ein herzhaftes Osteressen, welches meine Grosseltern noch zelebrierten. Damals kam an Ostern ein währschafter Gitzibraten auf den Tisch. Heute haben viele Restaurants diese Tradition wiederbelebt und es gibt Gitzi in allen Variationen. Das Ostergitzi – also das Osterzicklein oder Osterlamm – wird ausschliesslich mit Milch und Heu gefüttert.

Wie fast in der ganzen Schweiz Tradition gibt es bei mir einen Osterbrunch. Dazu dürfen die “Zopf-Osterhäsli” nicht fehlen – also so eine Art Sonntags-Butterzopf in Osterhasen-Form. Darauf freue ich mich besonders.

So vielleicht ist die eine oder andere Inspiration sich auf das kommende Osterfest zu freuen mit dabei. Ich wünsche Euch zu Ostern ganz viel Sonnenschein, einen fleissigen Osterhasen und erholsame Feiertage!

Über 100 Millionen Goldhasen erblicken bei Lindt & Srpüngli Jahr für Jahr das Licht der Welt und werden in über 60 Ländern angeboten. Viele meinen hierzulande es sei ein Schweizer Exportschlager, dabei werden die Goldhasen in Aachen (Deutschland) hergestellt.

Fondue ohne Brot – Rezept

Food-Blog, Life&Style, Schweiz

Es ist fast unvorstellbar – aber: Fondue geht auch ohne Brot! Obwohl, diese Aussage könnte fast zum Entzug meines Schweizer Pass führen. Daher bitte ich alle Liebhaber des klassischen Fondues hier nicht mehr weiterzulesen.

Wir ernähren uns weitgehend ohne Produkte aus Süssgräsern (Weizen, usw.), daher haben wir beim Fondue nach Alternativen zum Brot gesucht. Aus einigen Versuchen hat sich inzwischen unser “Lieblingsfondue” entwickelt. Selbst Gäste konnten wir schon für diese Variante des Winterklassikers begeistern. Passend zum „Märzwinter“ gebe ich dieses Rezept gerne weiter:

Zutaten für 4 Personen

1 kg mittelgrosse Süsskartoffeln
4 Birnen
400 g Freiburger Vacherin, grob gerieben
400 g Appenzeller Käse rezent, grob gerieben
1EL Kartoffelmehl (oder Maizena)
1EL Curry (mild oder scharf)
3 dl Prosecco (oder Weisswein)
1 EL Limettensaft
1 TL schwarzer Sesam

Zubereitung:

Kartoffeln und Birnen auf ein Blech legen, max. 45 min in der Mitte des auf 220 Grad vorgeheizten (Ober- und Unterhitze) Ofens backen. Kartoffeln sollten noch “knackig” sein. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Kartoffeln können jetzt ganz einfach aus der Schale gelöst werden. Diese dann in Würfel schneiden. Birnen halbieren.

Käse, Kartoffelmehl und Curry in ein Caquelon (Tipp: vorher mit Knoblauch einreiben) geben, mischen. Prosecco und Limettensaft dazu giessen. Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze kochen, bis der Käse geschmolzen ist. Sich hier Zeit lassen, bis das Fondue gebunden ist.

Sesam über das Fondue streuen. Kartoffeln und Birnenhälften dazu servieren.

Kleiner Tipp: Wir schmuggeln am Schluss noch 1 Messerspitze Natron unters Fondue, damit wird es schön luftig.

Dieses Fondue ist auch als Low-Carb Variante etwas feines, dann einfach die Süsskartoffeln durch Brokkoli, Blumenkohl, Äpfel oder Karotten ersetzen. (blanchiert oder als knackiges Ofengemüse mit Kümmel).

Süsskartoffeln haben viel Karotin, Vitamin E und C – der Kohlenhydrat- und Zuckergehalt schliesst diese gesunde Knolle aber für die Low Carb Variante aus.

Dieses Rezept ist u.a. von „Betty Bossi“ Kochbüchern inspiriert

Dynamische Preissysteme in Skigebieten: Frühbucher profitieren, Familien haben eher das Nachsehen.

Arosa, Life&Style, Schweiz

Die Ruhe der Berge, die verschneiten Tannen neben der Piste, die klare Luft des Morgens und die Sonne. Bei keiner Sportart erlebe ich die vielfältige Natur der Berge so wie beim Skifahren. Daher ist ein Skitag für mich immer etwas spezielles, ein Genuss, für den ich gerne bezahle. Inzwischen geht das Ganze aber richtig ins Geld. Und es wird für spontane Menschen in Zukunft noch teurer. Neue dynamische Preissysteme treiben die Preise für eine Tageskarte bald über den Bereich von 100 Franken. Der Grund dafür liegt darin, dass viele Schweizer Skigebiete den Preis für den Skipass von der Nachfrage abhängig machen. Frühbucher profitieren, Familien haben das Nachsehen. Nachfolgend ein paar Gedanken und Beobachtungen.

Bergbahnen in der Schweiz haben Milliarden in die Pistenanlagen investiert. Ein beschneiter Pistenkilometer kostet rund eine Million Schweizer Franken. Dazu kommen hohe Betriebskosten für Strom, Wasser und Pisten-Präparation. Da verwundert es nicht, dass auch schon vor der Einführung der dynamischen Preis-Systeme eine „normale“ Tageskarte in einem der teuersten Schweizer Skigebiet wie z.B. St. Moritz oder Zermatt fast 80 Schweizer Franken kostete. (ca. 70 Euro)

Um mehr Umsatz zu generieren haben Schweizer Skigebiete dynamische Preissysteme lanciert. Das Prinzip ist mir schon von Flug- und Hotelbuchungen bekannt: Kostete der Flug an einem Buchungstag noch 200 Franken, lege ich ein paar Tage später schon 50 Franken drauf, weil die Nachfrage gestiegen ist – oder umgekehrt: Sinkt die Nachfrage, sinkt der Preis.

Bereits in der vergangenen Saison hat “mein” Skigebiet Arosa-Lenzerheide auf ein solches dynamisches Preissystem umgestellt. Andere Skiarenen wie Andermatt-Sedrun, Zermatt und St. Moritz-Oberengadin (u.a.) bieten jetzt ebenfalls seit diesem Jahr flexible Preismodelle an.

«First Minute Deal» heisst dies in Arosa-Lenzerheide:  Eine heute für in vier Wochen gekaufte Tageskarte in Arosa Lenzerheide ist günstiger, als wenn ich diese erst in vier Wochen an der Talstation löse. Da ich die Möglichkeit habe ausserhalb der Hauptsaison meine Skiferien zu nehmen profitiere ich von attraktiven Rabatten von bis zu 35 Prozent. Das Nachsehen haben Familien, die davon nur wenig profitieren können. Die Eltern von schulpflichtigen Kindern können meist nur zu Spitzenzeiten fahren und kommen nur auf einen minimalen Frühbucher-Rabatt. Positiv an diesem System finde ich, dass die maximalen Preise „gedeckelt“ sind. Bedeutet eine Tageskarte hat einen festgelegten Höchst-Preis.

Schlussendlich steckt hinter diesem Pricing eine Wette, die sich für die Bergbahnen immer auszahlt. Den sie verdienen, ganz egal, ob in meiner gebuchten Woche das Wetter nicht mitspielt oder im Fall, wenn ich verhindert bin. Gehe ich auf die Wette nicht ein, dann bezahle ich bei schönem Wetter den Höchstpreis – dieser kann in einigen Skigebieten in Zukunft sogar nach oben offen sein.


Daher bin ich überzeugt, dass das dynamische Pricing die Durchschnittspreise in den nächsten Jahren in der Schweiz nochmals deutlich ansteigen lassen wird. Dagegen wird man sich kaum wehren können, denn im Grunde sind diese hohen Preise gerechtfertigt. Die Wintersportorte und Bergbahnen betreiben einen hohen organisatorischen und technischen  Aufwand. Die Freizeit auf spektakulären Abfahrten sicher zu verbringen und dies dann gemütlich bei Sonnenschein auf einer urchigen Berghütte inmitten der unwirklichen Alpen ausklingen zu lassen, hat seinen Preis.

Tageskarte für 105 Schweizer Franken?*

Etwas problematisch sehe ich, dass zukünftig die Tarife aufgrund Algorithmen automatisch berechnet werden. Irgendwann werden die Preise in den grossen Skigebieten bei schönem Wetter die 100 Schweizer Franken-Marke für das Tagesbillet an der Kasse durchbrechen. Solche Rekorde werden das Image vom unbezahlbaren und teuren Skisport in der Schweiz zementieren,

Alternativen gibt es. Denn es bleiben immer noch die kleinen, fast unbekannten Skigebieten in den ursprünglichen Bergdörfern. Abseits des grossen Après-Ski-Klamauks warten hier kleine, aber feine Pisten und das originale, Schweizer Märchenland-Gefühl mitten in den Alpen. Zum Fixpreis für jedemann.

*Am 4.2.2109 wurde auf dem Online-Portal von St. Moritz die Tageskarte für den 5.2.2019 zum Preis von CHF 92.– angeboten. Nach den Schneefällen war die Prognose für den 5.2.2109 „Sonne pur“. Zudem hatte in dieser Woche u.a. der Kanton Zürich Wintersportferien. Würde ich am 4.2.2019 über Snow Deal eine Wette auf den 5.4.2019 abschliessen, könnte ich die Tageskarte für CHF 42.– kaufen. 

Quellen: Tagespresse, Homepage Bergbahn Arosa Lenzerheide, eigene Erfahrungen

Bilder: Michael’s Beers & Beans (Arosa / Archiv)
Michael’s Beers & Beans ist ein Hobby-Blog und nicht kommerziell.  Dieser Post ist in Ergänzung zu meinen Bildern als Small Talk, Gedankenaustausch und Plauderei zu verstehen, hat daher weder den Anspruch vollständig, noch komplett aktuell zu sein. Um sich in ein solches Thema zu vertiefen, empfehle ich unbedingt weitere Quellen zu überprüfen.

Schanfigger Hexe Windphänomen

Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018 (4)

Life&Style, my_year

Schanfigger Hexe Windphänomen

Freunde und Familie treffen, Bücher und Blogs lesen, raus gehen, sich fit halten, Fotografieren, Reisen und Wanderungen unternehmen, sich mit anderen austauschen, essen, trinken, leben, lachen … nur wenn ich etwas erlebe, habe ich etwas zu erzählen. Mit der Fotografie halte ich einige dieser Momente fest. Das Gefühl dabei, ein schönes und besonderes Foto zu machen, ist unbeschreiblich. Das Schreiben der Texte dazu ist für mich befreiend und dann macht es noch Freude mit netten Menschen ein bisschen zu networken.

Dies sind die Gründe, dass ich dieses Hobby gerne betreibe und mein Blog lebt! Er tut es wirklich, dies zeigte mir die Auswertung meiner Blog-Statistik für diesen Rückblick. Klar, es sind keine Rekordzahlen. Kein Vergleich mit “Influencer & Co. Michael’s Beers & Beans ist eine kleine “Bloggerhütte” mit einer treuen Leserschaft.

Nochmals herzlichen Dank, dass Du hier vorbeischaust und wünsche Dir viel Spass an meinem letzten Teil meines Rückblicks auf mein Bloggerjahr 2018.

Ich wünsche Dir für das neue Jahr viele Neues aber auch Wiederentdeckungen, viel Freude am Erleben und am Sein. Online und insbesondere im Leben.

Euer Michael

 

Alle Posts „Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018“ findest Du hier.

Die drei beliebtesten Posts meiner Leser und Leserinnen im 4. Quartal 2018

Bilderbuch Elsass: Weinberge

Ein warmer Oktobertag, der Nebel löste sich langsam auf und machte Platz für einen sonnigen Tag. Ich stieg auf eine kleine Anhöhe. Von hier oben öffnet sich der Blick auf die elsässischen Weinberge, ein paar verstreute Weiler, die Rheinebene und weit in der Ferne den Schwarzwald. Ich machte es mir auf einer alten Mauer bequem, liess die Beine baumeln. Nichts störte die Ruhe, nur der leichte Wind raschelte leise im gelben Weinlaub – was war das für ein perfekter Auftakt für diese “Foto-Wanderung”. Um so schöner nun, dass ich diese Stimmung auf meinen Fotos transportieren konnte und dieser Post viele Leser gefunden hat.

Bilderbuch Elsass: Weinberge

Flaschenpost vom Seerhein September, Oktober und November

Im vierten Quartal war meine Flaschenpost wieder oben in der Statistik anzutreffen. Dazu kam ein Update über die Trockenheit am Seerhein, Bodensee und Untersee, mit vielen Aufrufen. Daher habe ich diese vier Posts in meiner “Rangliste” wieder zusammengefasst.

Flaschenpost vom Seerhein September, Oktober und November

Zeit in der Adventszeit über meine Zeit zu entdecken

Der Ursprung dieser Serie liegt in Irland. Er wurde angestossen oder besser „angepustet“ vom Orkan „Ophelia“. Aufgrund dieses Orkans wurde in Irland der nationale Notstand ausgerufen. Wir mussten unsere Reise für 2 Tage unterbrechen und fanden in einem kleinen Hotel Unterkunft. Die Gäste waren bald eine verschworene, aber immer gut gelaunte Gemeinschaft. Man vertrieb sich bei Kerzenschein die Zeit in der Bar mit Gesprächen, die Kinder spielten irgendwelche Brettspiele, die sie aufgetrieben hatten. Andere zogen sich in den schönen Living Room des ehemaligen Landsitzes zurück und lasen vor dem wärmenden Kaminfeuer ein Buch. Gelassen blieb die Gemeinschaft auch nachts, als ein Fehlalarm uns aus den Betten riss und wir uns alle wieder in der Lobby trafen. Die Stimmung im Hotel, draussen der heftige Sturm – Zeit hatte plötzlich für uns Gäste eine andere Bedeutung. Einerseits war dies für mich der Anfang über meine eigene Zeitkultur nachzudenken, die Adventszeit inspirierte mich nun daraus etwas zu machen. Die Post-Serie ist hoffentlich für mich ein Anfang meine eigene Zeitkultur lebensfreundlicher zu gestalten.

Die im Post „Adventszeit“ verwendeten Bilder der brennenden Kerzen sind ebenfalls in der stürmischen „Ophelia-Nacht“ entstanden.

Es war an der Zeit in der Adventszeit über meine Zeit nachzudenken …

Der Post mit den meisten Likes im 4. Quartal 2018

Unsichtbares Weltkulturerbe – Pfahlbauten am Bodensee

Rund um den Bodensee liegen an den Ufern im Seeboden verborgen unter dem Schlick zahlreiche Fundstätten – für uns unsichtbar. Nach langer Zeit war ein Besuch in Unteruhldingen im Pfahlbau-Museum für ich überfällig. Es war wirklich eine gute Idee wieder einmal dorthin zu fahren, in das „Stonehenge“ vom Bodensee einzutauchen. Der Post darüber kam bei vielen gut an, frischte wohl bei vielen Erinnerungen an den eigenen Besuch auf. Dies führte zu den meisten Likes im Oktober, einem spannenden Kommentar aus Hamburg und zu einem Mail, welches mich inspiriert hat, mich diesem Thema auf eine ganz spannende Art nochmals zu nähern. Davon dann nächstes Jahr mehr!

Unsichtbares Weltkulturerbe – Pfahlbauten am Bodensee

Evergreen – Platz eins der meistgelesensten Posts im Jahre 2018

Reise zum Nordlicht – wo gibt es gute Orte für die Beobachtung?

Es gibt ein Post auf meinem Blog der schlägt alles – Monat für Monat. Dieser Post macht sogar jeden Monat ein Prozentsatz aller Besuche, Seitenaufrufe und Likes aus. Immer wieder erreichen mich Mails zu diesem Post. Irgenwie hält sich dieser auch bei Google stabil auf den oberen Seiten, obwohl zu diesem Thema so viel geschrieben wird. Damit ist dieser Post unangetastet die Nummer eins meiner Evergreens.

Reise zum Nordlicht – wo gibt es gute Orte für die Beobachtung?

Reise zum Nordlicht - wo gibt es gute Orte für die Beobachtung?

 

Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018 (3)

Life&Style, my_year

Blogs werden gelesen – dies hat mir das 3. Quartal schön aufgezeigt, als ich unerwartet in die Top 50 der besten männlichen Reiseblogger aufgenommen wurde. Aber auch wie unterschiedlich die Wahrnehmung von Reiseblogs ist. Der Schweizer Tourismus zum Beispiel erklärt Blogs grundsätzlich als veraltet und verbannt diese immer mehr aus ihren Vermarktungskanälen. Man setzt hier für das eigene Zielpublikum lieber auf die Bildsprache der Influencer auf Instagram & Co. Auf der anderen Seite waren die Reiseblogs noch nie so voller Leben und Leidenschaft und erfreuen sich daher immer noch einer grossen Leserschaft.

Escapio.com – ein Buchungsportal für aussergewöhnliche Hotels – hat dies erkannt und erstellt verschiedene Top-Listen von Reiseblogs. Dabei wurde mein “Feel-Good-Blog“ in die Top 50 der besten männlichen Reiseblogger aufgenommen, dies war für mich eine der grossen Überraschungen in diesem Blogger-Jahr.

Inspirieren und inspirieren lassen, so mein Anspruch als Blogger. Dies widerspiegelt schön meine Statistik, auf der mein “Best of Michael’s Beers & Beans 2018” basiert. Inspirierend für mich sind die Kommentare und Likes. Darum habe ich für die “Likes” mit der Rubrik “Der Post mit den meisten Likes …” einen eigenen Platz in meinem Rückblick eingeräumt.

Viel Spass im dritten Teil meines Jahresrückblickes “Best of Michael’s Beers & Beans 2018”.

Euer Michael

 

Alle Posts „Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018“ findest Du hier.

Die drei beliebtesten Posts meiner Leser und Leserinnen im 3. Quartal 2018

Shetland – 60 Grad Nord

In meinem Shetland-Bilderbuch erzähle ich vom Land des Schwertes, der Hochmoore und grünen Täler, der Voes und Sounds, der Küsten. Vom unbekannten Land des Ozeans. Der Post “Shetland – 60 Grad”, mit dem ich diese Serie gestartet habe, gehörte zum beliebtesten Post im 3. Quartal.

Shetland – 60 Grad Nord

 

Top 50 Reiseblogger – Michael’s Beers & Beans aufgenommen

Plötzlich war ich ich mittendrin. Obwohl ich kein Reiseblogger bin wurde mein Feel-Good Blog von der Redaktion der Escapio in die Top 50 der männlichen Reiseblogger aufgenommen. Mitten in den schwergewichtigen und aufwendig, mit viel Leidenschaft gemachten Blogs zu erscheinen, war für mich eine tolle Sache.

Top 50 Reiseblogger – Michael’s Beers & Beans aufgenommen

Seit Januar 2018 bin ich mit meinem neuen Logo unterwegs – dies erscheint jetzt auch auf der Top 50 Liste der männlichen Reiseblogger.

SkripFoto: Red Side Moon

Meine “SkriptFotos” haben nur eine kleine Anhängerschaft. Überhaupt kein Evergreen-Potential. Trotzdem gehören diese zu meinem Blog. Zudem ist die Erstellung dieser “SkriptFotos” zeitaufwendig, einerseits bin ich auf der Suche nach einem Stil, andererseits Gefühle zu transportieren ist für mich nicht so einfach. Umso mehr Freude macht es, wenn dann ein “SkriptFoto” zum ersten Mal in der Statistik weit oben, sogar in den Top 3, erscheint.

SkripFoto: Red Side Moon

 

Der Post mit den meisten Likes im 3. Quartal 2018

Flaschenpost vom Seerhein „Sommer-Special“

Was für ein Sommer! Diese vielen schönen Tage und Wochen haben mich einfach inspiriert eine Art „Liebeserklärung an den Sommer“ zu schreiben. Und diese Liebeserklärung habe ich dann in eine Flaschenpost gesteckt und gepostet. Danke für die schönen Likes, Kommentare und E-Mail die darüber bekommen habe.

Flaschenpost vom Seerhein „Sommer-Special“

Evergreen – Platz zwei der meistgelesensten Posts im Jahre 2018

Regensburg – eine Reise zur nördlichsten Stadt

Zwischen den Nordlichter hat sich ausgerechnet dieses Jahr der Reisebericht über Regensburg zum Evergreen entwickelt und sich zwischen allen Nordlichter-Posts vorbei auf Platz zwei geschoben. Diesen Post würde ich so nicht mehr schreiben – zu lang, zu umfassend, zu viele Kirchen und viel zu viele Bilder. Und trotzdem einer meiner beliebtesten Posts!

Regensburg – eine Reise zur nördlichsten Stadt

Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018 (2)

Life&Style, my_year

 

Es wäre einiges effizienter mein Blog einzustellen und mein “Online-Fototagebuch” auf Instagram zu führen. Ein Foto schiessen, dazu ein, zwei Sätze und mein Post wäre fertig. Wenige Sekunden später hätte ich schon das Feedback in Form von Likes und Kommentaren

Dagegen kommt mein Blog wie eine alte Schreibmaschine daher. Ein Text auf einer alten Schreibmaschine zu tippen braucht Zeit, genau wie die Erstellung eines Posts inklusive der Bearbeitung von Fotos. Diese Zeit nehme ich mir meistens spät abends – komme so nach Arbeit, Alltag und Haushalt noch in eine kleine kreative Phase. Meine Posts müssen aber nicht am ersten oder zweiten Abend fertig werden. Hier lasse ich mir Zeit, nutze mein Zeitfenster manchmal nur um Gedanken zu entwickeln oder an meiner Bildsprache zu feilen.

Wird ein Post fertig, geht er auf die Reise. Dank den Suchmaschinen kann sich der eine oder andere Post zu einem Evergreen entwickeln, wird vielleicht noch Jahre nach dessen erscheinen gelesen und trägt zu einem spannenden Austausch bei.

Basierend auf meiner Blog-Statisitk habe ich ein Art “Best of Michael’s Beers & Beans 2018” zusammengebastelt. Bei der Auswahl habe ich meinen Posts, welche sich zu Evergreen’s entwickelt haben, einen eigenen Platz gegeben und die Top 4 von diesem Jahr gelistet.

Viel Spass mit dem zweiten Teil meines kleinen Rückblicks.

Michael

 

Alle Posts „Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018“ findest Du hier.

Die drei beliebtesten Posts meiner Leser und Leserinnen im 2. Quartal 2018

Flaschenpost vom Seerhein

Seit dem 2. Quartal hat meine “Flaschenpost vom Seerhein” den “Durchbruch” geschafft und die Ausgaben März, April und Mai sind zuoberst zu finden. Daher habe ich diese in der Rangliste einfach zusammengefasst.

Flaschenpost vom Seerhein März, April oder Mai

An einem nebligen Frühlingsmorgen

Schön, dass dieser Post es in die Top 3 der Statistik geschafft hat. Die Bilder erinnern mich an diesen Hauch von Frühling, als sich der Nebel auflöste. An einen schönen, intensiven Moment in der Natur.

An einem nebligen Frühlingsmorgen

Puxley Manor – ein Geisterschloss wird nie ein Luxus-Hotel

Auf der einsamen, irischen Halbinsel Beara etwas westlich von Castletown Bearhaven erzählen zwei Ruinen Geschichten von Schlossherren und korrupten Bankern. Hinter diesen Mauern verbergen sich Vermächtnisse von Macht und Untergang wie diese irgendwie typisch für Irland sind. Diese Geschichte erzählte ich im zweiten Quartal. Doch überrascht es mich, dass dieser Post in den Top 3 ist und sich seither zu einem Evergreen entwickelt hat.

Puxley Manor – ein Geisterschloss wird nie ein Luxus-Hotel

Der Post mit den meisten Likes im 2. Quartal 2018

Blütenzauber am Bodensee

Die blühenden Obstbäume in der Bodenseeregion zauberten nicht nur einen Schimmer aus weiss und zartrosa in das frühlingshafte grün, sondern bescherten diesem Post auch die meisten Likes im 2. Quartal.

Blütenzauber am Bodensee

Evergreen – Platz drei der meistgelesensten Posts im Jahre 2018

Tierwelt Islands

In der  Tierwelt Islands in unmittelbarer Nähe zur Polarregion leben Vögel, Fische, Insekten, Robben, Polarfüchse – manchmal verirrt sich ein Eisbär, der auf einer Eisscholle von Grönland nach Island getrieben wurde. Dieser Post war einer der ersten Posts auf meinem Blog und wird immer noch regelmässig aufgerufen. 

Tierwelt Islands

Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018 (1)

Life&Style, my_year

Hafen von Konstanz im Winter Föhn Hochnebel

Winterstimmung am Bodensee (Konstanzer Hafen)

Zu einer Lieblingstradition auf meinem Blog ist der Jahresrückblick geworden. Zwischen den Jahren schaue ich gerne nochmals zurück auf mein Hobby und verfasse die letzen Posts in diesem Jahr.

Wenn Du jetzt diese Zeilen liest, dann gehörst Du vermutlich zu einer meiner treuen Lesererin oder treuen Leser und hast mich etwas durch das vergangene Jahr begleitet. Dafür vielen herzlichen Dank!

Für einmal erstelle ich keinen emotionalen Rückblick. Sondern ich bastle ein Art “Best of Michael’s Beers & Beans 2018” zusammen, welche auf der Standard-Statistik von WordPress basiert. Diese Statistik zeigt schön auf, dass mein Blog gelesen und immer beliebter wird.

So sind drei Kategorien entstanden: Die drei beliebtesten Posts meiner Leser und Leserinnen im Quartal, der Post mit den meisten Likes im Quartal sowie Evergreen’s – Platz eins bis vier der meistgelesensten Posts im Jahre 2018!

Viel Freude bei meiner Serie in vier Teilen  „Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018“.

Euer Michael

Alle Posts „Zwischen den Jahren – der kleine Rückblick 2018“ findest Du nach erscheinen hier.

Die drei beliebtesten Posts meiner Leser und Leserinnen im 1. Quartal 2018

Kunoy – die Fraueninsel

Eine Fraueninsel? Vis à vis einer Männerinsel? Beides gibt es wirklich auf den Färöer Inseln. Obwohl die Reise auf die Färöer schon etwas länger zurückliegt, habe ich in diesem Jahr endlich Zeit gefunden diesen Post zu schreiben.

Kunoy – die Fraueninsel

Kunoy die Fraueninsel auf den Färöer Inseln

Die Kirche von Kunoy – auf der anderen Seite liegt Kalsoy, die Männerinsel

Bodensee-Sammelsurium (Dezember)

Einmal im Monat berichte ich über meine fotografischen Streifzüge und Gedanken, die während meiner Freizeit am Seerhein entstehen. Seit Januar habe ich diese Serie in “Flaschenpost vom Seerhein” umgetauft, Bodensee-Sammelsurium war dann doch etwas zu weit gefasst. Quasi das letzte Bodensee-Sammelsurium mit Bilder vom Dezember 2017 war auch gleichzeitig die “erfolgreichste” und schaffte es unter die Top 3 im ersten Quartal.

Bodensee Sammelsurium (Dezember 2017)

Föhn Berge Untersee Alpenblick

Föhnfenster – Blick vom Untersee in die Alpen

“Ice Lilies” created by Nature

Bei eisigem Wind machte ich Fotos dieser eigenartigen Eisgebilde an den Schilfhalmen im Ried. „They remind me of Calla Lilies – stunning!“, meinte Celia (Fotografin aus England) auf Twitter. Darum habe ich den Titel „Ice Lilies“ created by nature gewählt.

“Ice Lilies” created by Nature

“Ice Lilies” created by Nature

“Ice Lilies” created by Nature

Der Post mit den meisten Likes im 1. Quartal 2018

Islandpferde im Schneetreiben

Auf einer Reise in Island hatte ich an einem Spätherbsttag eine schöne Begegnung mit Islandpferden, es hatte gerade angefangen zu schneien. Dabei sind schöne Fotos entstanden, die mich an diese tolle Begegnung erinnern. Und für diesen Post habe ich die meisten Likes erhalten, was mich sehr gefreut hat.

Islandpferde im Schneetreiben

Eyjafjörður, Iceland Horses

Islandpferde im Schneetreiben (Region Eyjafjörður, Iceland)

Evergreen – Platz vier der meistgelesensten Posts im Jahre 2018

Mein erstes Nordlicht sah ich weiss, nicht grün ….

Es war mir logisch, dass die Posts über die Nordlichter die Evergreen-Rangliste anführen. Alle Nordlicht-Posts gehören zu den meist gelesenen und kommentierten Posts (viele E-Mails) auf meinem Blog und bewegen sich in der Statistik auf einem anderen Stern.

Insbesondere meine erste Nordlicht-Erfahrung war ein schwacher, weisser, grauer Schleier am Himmel. Gleichzeitig hatte ich die Kamera schon in Position und wollte eigentlich nur eine Testaufnahme machen. Um so grösser war die Verblüffung, als das gleiche weissliche Nordlicht am Himmel auf dem Display der Kamera grün erschien.

Im Post „Wie Nordlichter wirklich aussehen …“ berichte ich über diese Erfahrung. Dass dieser Post nun auf dem vierten Platz steht und seit der Erscheinung  jeden Monat in den Top Ten der Seitenaufrufe zu finden ist, freut mich riesig. Der Post ist nicht ganz unumstritten, einige „Nordlicht-Profis“ bezeichnen meine Wahrnehmung von weissen Nordlichtern als „Sehfehler“ hervorgerufen durch ein Augenleiden. So freuen mich insbesondere die Kommentare und E-Mails, welche die gleiche Erfahrung wie ich gemacht haben. So weiss ich, dass ich nicht der einzige Mensch bin, der mit eigenem Auge die Nordlichter nicht so knallig grün sieht wie auf den (eigenen) Fotos und Werbeprospekten.

Mein erstes Nordlicht sah ich weiss, nicht grün ….

Nordlicht und Mond auf den Lofoten. Der Mond wie auch das Restlicht war hier so stark, dass ich das Nordlicht mit eigenem Auge als weisser Schleier gesehen habe. Die Kamera sieht Dank der Langzeitaufnahme wie es wirklich ist und kann die „wahren“ Farben des Nordlichts mit dem des Mondes gut unterscheiden. Am Schluss ist ein Bild entstanden, dass mich an ein tolles Erlebnis erinnert.

Nordlicht und Mond auf den Lofoten. Der Mond wie auch das Restlicht war hier so stark, dass ich das Nordlicht mit eigenem Auge als weisser Schleier gesehen habe. Die Kamera sieht Dank der Langzeitaufnahme wie es wirklich ist und kann die „wahren“ Farben des Nordlichts mit dem des Mondes gut unterscheiden. Am Schluss ist ein Bild entstanden, dass mich an ein tolles Erlebnis erinnert.

Zeit in der Adventszeit über meine Zeit nachzudenken (Advent #3)

Advent 2018, Life&Style, zu Dir selbst

Die Adventszeit führt mir vor Augen, dass wir am Ende dieses Jahres angelangt sind. Es tut mir gut, mit abgegrenzten Zeiten, mit Rhythmen zu leben. Es verlangsamt für eine kurze Zeit mein Leben, das Leben um mich herum. Dabei steht dieser Rhythmus im Gegensatz zu unserer Epoche, in der sich die Dinge und die Menschen immer mehr beschleunigen.

Zwei abbrennende Kerzen (Bild by Michael’s Beers & Beans)

Dieser Beschleunigung entgegne ich mit Selbstoptimierung und aktivem Zeitmanagement. Doch realisiere ich immer mehr, dass ich gar nicht meine Zeit manage, sondern nur meine Aufgaben, Dinge, mein Umfeld und mich selbst. Es erfüllt mich oberflächlich, dass ich in 100% Zeit möglichst viel erledigen kann und so meine Aufgaben und Dinge erfolgreich meistere. Trotz diszipliniertem Zeitmanagement empfinde ich „Zeit zu haben“ als Illusion.

Im Grunde führe ich meinen Zeitverbrauch ganz falsch. Ich manage verbissen die „zeitlichen Dinge“, meine „Qualitätszeit“ dagegen entsteht von selbst, manchmal, vielleicht oder meistens eben nicht. Nie schaffe ich mir bewusst, aktiv Raum für freudvolle Augenblicke und kreative Momente. Um dies zu bewirken, fehlt es mir an einer Zeit-Idee, an der eigenen Zeitkultur.

Im letzten Adventspost #4 frage ich mich, wie kann ich die Fehler in meinem Zeitmanagement beheben? Wie könnte ich im Alltag regelmässig Zeit für Momente planen, Raum für Augenblicke des Glücklichsein zu schaffen? Kann ich meinem Zeitmanagement eine Zeit-Kultur als Basis unterlegen?

Und hier findest Du alle Adventspost: Zeit in der Adventszeit über meine Zeit nachzudenken

“Dieses Jahr nutze ich meinen kleinen Freiraum in der Adventszeit über die Zeit, meine Zeit nachzudenken. In meinem Blog reflektiere ich einige der Gedanken und meine persönliche Erkenntnisse. Keine Ratschläge. Das Privileg ist mir bewusst, dass ich  “Glück schmieden darf” – auch im Alltag. Es wenigsten versuchen kann. Vielleicht ermuntere ich damit Gleiches zu tun, ganz etwas Anders zu tun oder es einfach zu lassen.” 

Bild: Michael’s Beers & Beans

Zeit in der Adventszeit über meine Zeit nachzudenken (Advent #2)

Advent 2018, Life&Style, zu Dir selbst

Der Advent ist für mich eine Art Insel die im vorbeirauschenden Alltag etwas Wiederkehrendes ist, etwas was sich im Grunde nicht verändert. Liegt genau in der Adventszeit etwas, dass mich daran erinnert, dass der Umgang mit meiner Zeit falsch ist? 

Candles and heather flowers (Bild by Michael’s Beers & Beans)

Was ist Zeit? Wenn ich eine Antwort darauf hätte, könnte ich vielleicht besser mit der Zeit umgehen? Diese Idee machen mir die Philosophen ziemlich schnell zu nichte. Augustinus – einer der grossen Philosophen der Spätantike – definiert Zeit als reine Illusion. Zeit wird von uns Menschen aus Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zusammengesetzt. Wir messen im Prinzip den Übergang der Zukunft zur Gegenwart und weiter in die Vergangenheit. Zeit ein reines Phantasiegebilde? In Wirklichkeit ist alles gleichzeitig?

Was Zeit ist, werde ich wohl nie verstehen. Aber vielleicht liegt dort der Schlüssel, denn wenn ich Zeit nicht verstehen kann, wie soll ich dann meine Zeit managen?

Im nächsten Adventspost #3 frage ich mich, kann ich meine Zeitprobleme durch mein diszipliniertes Zeitmanagement wirklich lösen?

Und hier findest Du alle Adventspost: Zeit in der Adventszeit über meine Zeit nachzudenken

“Dieses Jahr nutze ich meinen kleinen Freiraum in der Adventszeit über die Zeit, meine Zeit nachzudenken. In meinem Blog reflektiere ich einige der Gedanken und meine persönliche Erkenntnisse. Keine Ratschläge. Das Privileg ist mir bewusst, dass ich  “Glück schmieden darf” – auch im Alltag. Es wenigsten versuchen kann. Vielleicht ermuntere ich damit Gleiches zu tun, ganz etwas Anders zu tun oder es einfach zu lassen.” 

Bild: Michael’s Beers & Beans