Korsika – Reisenotizen #03: Zu Fuss am Rand der Welt.
The Brew
Wir wandern. Vom Plage de Tamarone nach Norden, immer entlang der Küste. Sommer im Oktober. Der Himmel ist blau, das Meer ist blauer. Man riecht die Macchia. Es ist die Mischung aus Lavendel, Myrte und Salz. Das Licht ist hart. Es lässt die Farben leuchten, bis es in den Augen schmerzt. Überwältigend ist hier kein Adjektiv. Es ist ein Zustand.
The Grit
Der Sentier des Douaniers ist ein Pfad der Zöllner. Er ist schmal und staubig. Er führt direkt über naturbelassene Strände, dann erhöht als Panoramaweg entlang der Klippen. Der Blick fällt auf kleine Inseln und unbewohnte Buchten. Blaues Meer trifft auf grüne Vegetation. Die Sonne brennt. Schatten ist hier ein Fremdwort. Die Kleidung klebt auf der Haut. Das Gehen ist Arbeit. Aber die Aussicht ist die Währung, in der wir bezahlt werden.
The Note
Die Bucht von Rogliano. Ein Genueserturm wacht über die Küste. Er ist zerfallen, aber er hat Haltung. Der Sentier des Douaniers war früher kein Freizeitvergnügen. Er wurde im 18. Jahrhundert angelegt, damit Zöllner die Küste überwachen und Schmuggler abfangen konnten. Heute erreichen wir hier das Wasser. Es ist kristallklar. Ein Bad im Meer, dann der Rückweg. Fünf Stunden zwischen Stein und Ozean. Die Beine sind schwer, der Kopf ist voll. Das ist Korsika. Mehr braucht es nicht. Nur noch ein kaltes Bier am Camper.
The Picturebook








Curves & Soul – Michael’s Reisenotizen aus Korsika
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