Korsika – Reisenotizen #04: Wind, Wein und Langusten
The Brew
Morgenspaziergang in Tollare. Der Sturm der Nacht hat das Meer aufgewühlt. Weisse Schaumkronen auf blauen Wellen. Abschied von der Nordspitze. Die Strasse D153 ist eng. Sie zwingt zur Konzentration. Wir drehen ab nach Süden. Die Westküste liegt vor uns. Am Col de la Serra stehen wir im Wind. Die Moulin Mattei leuchtet weiss auf 400 Metern Höhe. Ein Symbol für den Kampf gegen die Elemente. Unten in Centuri Port riecht die Luft nach Salz und exzellentem Fisch.
The Grit
Am Col de la Serra mahlten im 19. Jahrhundert 13 Mühlen das Korn. Der Blitz schlug 1834 in die Moulin Mattei ein. Ein Jahrhundert Verfall, dann die Rettung als Werbeikone für den Aperitif Mattei Cap Corse. Heute mahlt sie nichts mehr. Sie steht einfach da. Die Küstenstrasse danach ist spektakulär. Das bedeutet hier: Abgrund auf der einen Seite, nackter Fels auf der anderen. Man hält das Lenkrad fest. Die Straße verzeiht keine Unachtsamkeit. Aber die Küste lässt dich nicht los. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer Ausblick. Er ist der Grund, warum man weiterfährt.
The Note
Mittagessen in Centuri Port. Direkt am Hafen. Wir essen Langusten. Es ist der Hafen der Langustenfischer, viel anderes gibt es hier nicht. Die Sonne brennt, der Wein ist kühl. Danach die Fahrt bis Patrimonio. Ein Stellplatz direkt am Strand. Der Tag endet mit einem korsischen Sonnenuntergang und einem Capo Spritz. Der Himmel brennt über dem Meer. Das ist der Lohn für die Kurven.






Curves & Soul – Michael’s Reisenotizen aus Korsika
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