Isländische Nächte
Islandische Nächte erleben: Das faszinierende Schauspiel der Nordlichter
Die Nordlichter – mit ihren Farbexplosionen und verzaubernde Wellen, die mich in Atem halten. Sie sind mysteriös, geheimnisvoll und nicht von dieser Welt.
Um intensive Polarlichter zu sehen, muss ich mich in den hohen Norden begeben. Norwegen, Schweden, Finnland und Island sind klare Favoriten, und auch Grönland und Schottland bieten sich aufgrund ihrer Lage an. Die beste Zeit für die Beobachtung ist im Frühjahr (März/April) und im Herbst (September/Oktober). Mehrere Internetseiten und Apps versorgen mich mit den nötigen Informationen über Auftreten und Wahrscheinlichkeit. Es kann jedoch schwierig sein, die Lichter dann tatsächlich zu erkennen. Oft sehe ich nur einen flüchtigen, grauen Schleier. Erst durch meine Kamera entdecke ich das farbenprächtige Spektakel der „Aurora borealis“. Je stärker jedoch die Sonnenstürme sind, desto intensiver werden die Lichter am Nachthimmel und sie können dann auch mit blossem Auge farbenfroh beobachtet werden.
Ich habe mich auf meiner Reise nach Island der Jagd nach den Polarlichtern angeschlossen und dank guter Vorbereitung heute diese beiden Bilder mitgebracht.

Technik und Geduld
Ich empfehle ein Weitwinkelobjektiv, da man nie genau sagen kann, wo man die Lichter findet und wie sie sich bewegen. Das Objektiv sollte mindestens eine Blende von f/2.8 oder niedriger haben. Ein Stativ ist aufgrund der langen Belichtungszeit unbedingt erforderlich. Ich verwende eine Fernbedienung oder den Selbstauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden. Ich belichte etwa 25 Sekunden oder weniger, damit die Sterne keine Streifen erzeugen und die filigrane Form der Polarlichter erhalten bleibt. Belichte ich zu lange, gehen sie verloren. Je dunkler die Nacht ist, desto interessanter wird das Ergebnis. In diesem Fall ist eine mondlose Nacht von Vorteil.
Anders sieht es aus, wenn ich einen spektakulären Vordergrund in Szene setzen möchte. Dann benötige ich einerseits den Mond als Lichtquelle, andererseits benötige ich deutlich mehr Zeit. Doch sobald ich einen Spot entdeckt habe, lohnt sich das Warten auf die Lichter genau an dieser Stelle!
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