Korsika – Reisenotizen #02: Tollare.
The Brew
Das Cap Corse ist karg. Der Wind kommt von Westen. Er riecht nach Salz und getrockneten Kräutern. In Tollare stehen ein paar Häuser am Meer. Sie wirken verlassen. Die Zeit spielt hier keine Rolle. Die Wellen schlagen gegen den Stein. Das ist das einzige Geräusch.
The Grit
Die Strasse dorthin ist schmal. Sehr schmal. Ein Fahrfehler bedeutet Kontakt mit dem Fels oder dem Abgrund. Ich lenke. Ich bremse. Wir hoffen auf keinen Gegenverkehr. Das Reisemobil ist eigentlich zu gross für diese Welt. In den Kehren arbeitet das Getriebe. Der Fahrer auch.
Nacht vom 4. auf den 5. Oktober. Ein Sturm kommt auf. Böen bis 90 km/h. Der Himmel ist klar, keine einzige Wolke. Es ist 23 Grad warm. Die Hitze steht in der Nacht. Die Nase des Reisemobil im Wind. Es schwankt. Unsere erste Sturmnacht im eigenen Reisemobil. Wir schlafen nicht. Wir warten. Wir vertrauen auf das Gewicht.
The Note
Das Ende der Strasse. Ein kleiner Strand, der genuesische Turm. Gegenüber die Insel Giraglia. Wir sitzen stundenlang im U Spuntinu. Schauen auf das Meer. Die Besitzer machen, was sie wollen. Sie vermitteln das auch so. Es gibt Sardellen nach Bastia-Art, marinierte Sardinen, Käse – wenn die Lieferung erfolgt ist. Dazu Wein vom Kap. Hier sind wir angekommen. Ein zauberhafter Ort.

Curves & Soul – Michael’s Reisenotizen aus Korsika
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