Postkarte: Nur Skifahren in Arosa?
Michael’s Reisenotizen: Nur Skifahren in Arosa?
Ich fotografiere gerne, ich schreibe gerne, ich wandere und reise gerne und vor allem staune ich gerne!
Entdecke den Zauber von Arosa – Mehr als nur Skipisten
Wie immer schreibe ich aus meinen Winterferien in Arosa eine Postkarte. Dieses Mal möchte ich Euch aufzeigen, dass Skisport und andere Wintersportaktivitäten wie das Wandern auf den schönsten präparierten, schneebedeckten Winterwegen in Arosa nebeneinander bestehen. Gerade das Nebeneinander dieser Vielfalt macht den einzigartigen Charme und die Faszination von Arosa aus. Man muss nicht unbedingt Skifahren, um dem Zauber dieser Region zu verfallen. Hier gibt es unzählige Möglichkeiten, sich von der unvergleichlichen Schönheit betören zu lassen und unvergessliche Urlaubstage zu erleben. Meine Postkarte zum Thema, wirklich nur Skifahren in Arosa?
Das malerische Arosa in Graubünden verwandelt sich im Winter in ein wahres Schneeparadies. Umgeben von majestätischen Bergen bietet der Ort erstklassige Bedingungen für Wintersportler, von Skifahren und Snowboarden bis hin zu Langlaufen und Schneeschuhwanderungen. Auch abseits der Pisten lockt Arosa mit einem vielfältigen Angebot, darunter Eislaufen, Eisstockschiessen und gemütliche Winterwanderwege. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen charmanten Berghütten, die zum Verweilen und Geniessen einladen.
Vor meinen Skiferien sprach ein Arbeitskollege in einem leicht abfälligen Ton über Arosa. „Viel zu viele Bahnen und Lifte“, murrte er, als wäre dies das einzige, was diese alpine Oase zu bieten hätte. Ich schüttelte für mich den Kopf – gut, einer weniger, dachte ich mir, während ich nachsinnend über sein Urteil brütete. Wieso fiel mir eigentlich nie auf, dass Arosa so viele Lifte hatte? Mein Kollege schien tatsächlich die Fülle der unberührten Natur, die beispielsweise im Norden direkt an das Pistengeländes angrenzt, zu übersehen. Hier schlängeln sich abseits der Pisten zauberhafte Winterwanderwege durch die verschneiten Wälder – und ja, es gibt auch charmante Beizli, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Hörner, wie alte Wächter …
Die beeindruckende Berglandschaft der Plessurer Alpen rahmt Arosa ein: das majestätische Weisshorn, das erhabene Aroser Rothorn, das geheimnisvolle Erzhorn und das stolze Schiesshorn sind nur einige der „Hörner“, die wie alte Wächter über dieses Juwel wachen. Inmitten dieser grandiosen Kulisse, mit klaren Seen und dichten Wäldern, spürt man sofort, dass Arosa ein ideales Ziel für Outdoor-Enthusiasten ist. Besonders im Winter entfaltet die Region ihren Charme vollends, denn das Skigebiet Arosa-Lenzerheide gehört zu den grössten in der Schweiz. Es ist ein Ort voller Leben, Veranstaltungen und aufregender Vergnügungen, auch wenn es international nicht ganz so hervorsticht wie St. Moritz oder Zermatt. Aber das Skifahren in Arosa ist nur ein Teil der Geschichte – und eine sehr unterhaltsame dazu.

Für Jeden Geschmack: Wintersport für Gross und Klein
225 Pistenkilometer und über 40 moderne Lifte machen Arosa-Lenzerheide zum grössten zusammenhängenden Wintersportgebiet in Graubünden. Hier ist jeder herzlich willkommen, egal ob jung oder alt, geübt oder blutiger Anfänger. Ich selbst erinnere mich an die freudigen Gesichter der Kinder, die mit strahlenden Augen und einem Hauch von Skepsis auf den kostenlosen Förderbändern ihren ersten Schwünge im Schnee wagen. Bei einem Aufenthalt von mindestens zwei Nächten dürfen Kinder bis 17 Jahre sogar kostenlos an einem Gruppenskikurs teilnehmen. Ein Geschenk, das man so nur in Arosa findet.

Unvergessliche Übernachtungen: Von Camping bis Luxus-Hotels
Arosa überzeugt nicht nur durch das Schneevergnügen, sondern auch durch seine flexiblen Unterkunftsmöglichkeiten. Die Palette reicht vom naturnahen Wintercamping in über 1.800 Metern Höhe bis hin zu luxuriösen Zimmern und Unterkünfte in einem der 32 Hotels, Chalets oder Ferienwohnungen. Für Selbstversorger ebenso geeignet wie für die, die luxuriöse Ferien verbringen möchten, beispielsweise im Tschuggen Grand Hotel (5*) – eines der besten Winterhotels der Schweiz. Und dann gibt es das altehrwürdige, tradionelle Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa, das ab Ende März 2025 für umfassende Umbauarbeiten schliesst. Eine Wiedereröffnung für 2028 steht auf dem Plan und verspricht, das grösste Fünf-Sterne-Resort in den Schweizer Alpen zu werden.
Magische Wintererlebnisse: Abenteuer abseits der Pisten
Wer sich nicht auf zwei Brettern den Hang hinunterstürzen möchte, findet auch abseits der Pisten sein persönliches Winterglück. So bietet eine genussvolle Winterwanderung durch die Hügel und Täler unzählige Gelegenheiten, die Jahreszeit in ihrer schönsten Form zu erleben. Mit 60 km präparierten Spazier- und Wanderwegen ist für jeden etwas dabei. Ob der atemberaubende Weg zum 360-Grad-Panoramarestaurant auf dem Weisshorngipfel oder die traumhaften Ausblicke rund um den Berggasthof Alpenblick – jeder Schritt ist wie durch ein Gemälde, das die Seele wärmt.
Ich möchte Euch besonders eine Winterwanderung ans Herz legen, die mitten im Skigebiet (Okay, viele Bahnen und Lifte … ) beginnt und sich bald in der unberührten Bergwelt verliert. Bei der Mittelstation der Weisshorn-Bahn, auf über 2000 m.ü.M erinnert das Bärenland Arosa daran, dass diese Region einst eine wilde Bergnatur war. In der fast drei Hektar grossen Anlage finden Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause. Obwohl die Bären während des Winters in ihren Schlafkojen ruhen, laden Webcams dazu ein, ihnen beim Dösen zuzusehen. Ein Gruss aus der Tierwelt, während wir uns vorbei durch die schneebedeckten Pfade schlängeln.

Arlenwald, Berglandschaft und pinke Wegweiser
Der schön präparierte Winterwanderweg windet sich durch den Arlawald, öffnet aber immer wieder den Blick in eine weite, offene Berglandschaft und führt uns zur Maraner Alp. Der pinke Wegweiser in Richtung Prätschalp ist die perfekte Gelegenheit, um bald in einer urigen Beiz zu verweilen. Im Gebiet Prätsch umrundet der Pfad unberührte Natur, bis wir den Rota Tritt erreichen. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick hinunter ins Schanfigg und hinüber zum Calandamassiv. Der Aufstieg zur Scheidegg belohnt uns mit strahlendem Schnee und einem blauen Himmel, so weit das Auge reicht, umrahmt von einer schier endlosen Bergwelt.
Route: Arosa Bahnhof – Mittelstation Weisshorn – Maraner Alp – Prätschalp – Rota Tritt – Scheidegg – Maraner Alp – Prätschli (Busstation) Auf den Routen 286 und 285, ca. 8 km, ca. 200 m Aufstieg, ca. 300 m Abstieg, etwa 2½ Std.Verpflegung: Mittelstation, Prätschalp, Hotel Prätschli, Restaurant Burestübli mit alter Holzstube und Kachelofen, (u.a.)

Arosa wartet auf Dich: Finde Deine persönliche Winter-Oase
In Arosa gibt es weit mehr als nur die Abfahrt ins Tal. Es ist eine Einladung an alle, die den Winter erleben wollen – egal ob auf Skiern, bei einer genussvollen Wanderung oder in einem der charmanten Beizli. Lass Dich von der Magie dieser Region verzaubern und entdecke, was Arosa wirklich ausmacht.
Ich fühle mich hier wohler als irgendwo
– Thomas Mann, über Arosa, 1938
Viele Tipps und Informationen über und rund um Arosa findest Du in meinem Post: Arosa – ein Ticket zum Himmel?
Entdecke mehr von
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


[…] zum Thema Postkarten von anderen Bloggern: beersandbeans.ch, cubusregio.com, mitziirsaj.com oder […]