Sturm über Sylt: Die Entstehung von Michael’s Beers & Beans

Sturm über Sylt. Der Wind pfiff durch die Dünen und Regentropfen prasselten gegen das Fenster unserer Ferienwohnung, es war ein Nachmittag im Jahr 2014. Ich klappte mein Notebook auf und beschloss, meinen eigenen Blog zu gründen. Meine Gedanken, meine Leidenschaften und meine schrägen Ideen in einem Blog zu verewigen und mit anderen zu teilen.

Eine verrückte Idee auf einem stürmischen Strandspaziergang

Wie soll ich mein Blog nennen? Nun, bei einem Strandspaziergang durch einen typischen Inselsturm kam mir plötzlich ein irischer „Grümscheler“, der seine Werkstatt mit „Beans & Brews“ angeschrieben hatte, in den Sinn. Was ja eigentlich besser zu einem Coffeehouse gepasst hätte. Kennt ihr das Wort “Grümscheler”? Die Leute in Bern verwenden es, um jemanden zu beschreiben, der ziellos an Dingen herumbastelt. Ich fand es perfekt, denn genau das sollte mein Blog sein – eine kleine Werkstatt des kreativen Chaos, in der ich Fotos mit Texten kombiniere, meine Gedanken in den Blog giesse oder von meinen Reiseabenteuern berichte. Eine magische Verwebung von Kunst, Inspiration und technischem Wissen.

Sturm über Sylt: Die Entstehung von Michael's Beers & Beans

Das Jahr 2014 – die Geburt von Michael’s Beers & Beans

Und so wurde Michael’s Beers & Beans geboren! Die Idee, Bier und Bohnen zu mischen, war vielleicht nicht gerade die genialste, die mir je gekommen ist. Und das Ganze noch mit dem Wasser meines heimatlichen Seerheins zu verkochen, nun ja, das machte es nicht unbedingt besser. Braucht ein “Grümscheler” normen? Ich war bereit, mein eigenes digitales Boot im weiten Ozean des Internets zu erschaffen.

Ich hatte bereits Erfahrungen mit anderen Blogs gemacht, aber dieses Mal wollte ich einfach mein Ding machen. Ich liebe Fotografie, Schreiben, Wandern und Reisen – also warum nicht alles zusammenpacken und meine Kunst mit der Welt teilen? So entstand mein Motto: „Ich fotografiere gerne, ich schreibe gerne, ich wandere und reise gerne und vor allem staune ich gerne!“

Ja, ich weiss, thematisch war das damals schon ein absolutes No-Go, aber ich wollte einfach meine Fotografien, Gedanken und meine Reiseabenteuer mit den Leuten teilen – und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Also entschied ich mich, meinen Blog als „Feel-Good-Blog“ auszurichten.

Ein paar Wochen später ging Michael’s Beers & Beans online und ich startete meine Reise durch das unendliche Universum des Internets. Bloggen war mein neues Hobby, und obwohl es manchmal eine Herausforderung war, machte es mir immer wieder Spass. Es gab mir die Möglichkeit, meine Leidenschaften auszudrücken und immer produktiv zu sein, wann immer ich wollte oder konnte.

Sturm über Sylt: Die Entstehung von Michael's Beers & Beans

Die Herausforderungen und der Wandel der Zeit

Aber manchmal stellte ich mir die Frage: Sollte ich aufhören zu bloggen? Blogs waren angeblich tot, genau wie das Radio im Hintergrund, das gerade läuft, während ich diesen Post schreibe. Aber davon liess und lass ich mich auch heute nicht mehr entmutigen. Mein Blog war lebendig und veränderte sich ständig. Ja, auch meine Leserzahlen veränderten sich. Oft erreichte ich eine Reichweite, die mit grösseren Blogs vergleichbar waren. Was auch immer wieder dazu führte, dass mein Blog überschätzt wurde. Die abnehmende Anzahl an Aufrufen ist eine Folge der sich wandelnden Zeit. Allerdings haben sich die Aufrufe inzwischen auf einem gesunden Niveau stabilisiert. Es gibt jedoch einen Unterschied: Ich erhalte jetzt mehr direktes Feedback oder Rückmeldungen über soziale Medien. Zusätzlich werden Posts, die mir besonders am Herzen liegen, vermehrt gelesen.

Dies genügt mir als Ansporn, um weiterhin fleissig zu bloggen. Ein besonderes Vorbild für mich ist Jason Klottke, der Pionier der Blogosphäre aus Vermont, USA. Seit 1998 bloggt er unermüdlich und hat noch immer grosse Freude daran. Blogs sind mit ihren etwa 25 Jahren immer noch jung und bieten weiterhin ein enormes Potenzial für eine vielversprechende Zukunft. Social Media-Kanäle verschwinden oder transformieren sich dagegen bereits nach ein paar Jahren.

Sturm über Sylt: Die Entstehung von Michael's Beers & Beans

Den Blog neu denken – Schwachstellen und Ideale

Derzeit denke ich darüber nach, wie ich meinen Blog verbessern kann – von mehr Traffic oder SEO-Optimierungen haben mich schon seit einiger Zeit gelöst. Wie kann ich noch greifbarer, merkbarer und vertrauenswürdiger sein. Eine Kommerzialisierung schliesse ich nach wie vor aus. Mir geht es darum, Menschen mit meinen Fotos und Texten ab und zu ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Wo sind meine Schwachstellen? Bin ich meinen Idealen und Prinzipien des Bloggens treu geblieben? Ich möchte verhindern, dass mein Blog zu einem seelenlosen, von KI generierten Roboter-Website verkommt. Stattdessen möchte ich handwerklich gut gemachte Fotos präsentieren und meine Schreiberei kontinuierlich verbessern.

Leuchtturm Kampen Sylt

Das Versprechen von Michael’s Beers & Beans

Michael’s Beers & Beans wird auch in Zukunft ein „Ich-erzähle-mal-so-vor-mich-hin-Blog“ bleiben. Mein Engagement und meine Leidenschaft für den Blog werden weiterhin ungebrochen sein und ich freue mich wenn ich dabei Menschen mit meinen Bildern und Texten eine Prise Inspiration schenken kann.

Vorfreude auf das 10-jährige Jubiläum

Und jetzt, da mein Blog bald sein 10-jähriges Jubiläum feiert, bin ich voller Aufregung und Vorfreude. Es war eine wilde und abenteuerliche Reise, aber ich bereue keinen einzigen Moment. Also bleibe ich am Ball und wer weiss, was die Zukunft für Michael’s Beers & Beans bereithält. Das „fotografische Schreiben“ und Teilen von Geschichten wird ein Teil von mir bleiben.

“I am like a vaudevillian. I’m the last guy dancing on the stage, by myself, and everyone else has moved on to movies and television.”

 Jason Kottke, American Blogger, Graphic and Web Designer

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