Auf der Suche nach dem versteckten Schatz am Ende des Regenbogens
In Irland existiert eine faszinierende Sage, die besagt, dass am Ende eines Regenbogens ein kostbarer Schatz verborgen liegt. In der irischen Kultur werden Regenbögen als Brücken zwischen der Welt der Menschen und der Leprechauns, den berüchtigten Kobolden, angesehen. Gehen wir doch mit den Leprechauns auf die Suche nach dem versteckten Schatz am Ende des Regenbogens. Aber wer sind die Kobolde?
Leprechauns?
Die Leprechauns gelten als äusserst geizig und nutzen das Ende des Regenbogens als Versteck für ihre Reichtümer, um sie vor neugierigen Menschen zu schützen. Neben der Harfe und dem Kleeblatt sind diese Naturgeister zu wahren Symbolen Irlands geworden.
Es heisst, dass ein Leprechaun seinen Goldtopf demjenigen anvertraut, der es schafft, ihm das Geheimnis des genauen Versteckens abzuringen. Die Leprechauns sind jedoch äusserst scheu und verschwinden schnell. Deshalb muss man sie fest an den Schultern packen, sobald man sie zu Gesicht bekommt. Mit ihrem gewitzten Verhalten versuchen sie stets, ihren Reichtum zu verbergen.
In manchen Erzählungen werden die Leprechauns auch als freundliche Hausgeister dargestellt, die zwar manchmal griesgrämig sein können, jedoch dankbar und grosszügig sind, wenn man ihnen hilft. Zu besonderen Anlässen überreichen sie ihren Unterstützern verwunschene Goldmünzen als Zeichen ihrer Dankbarkeit.
Schuhe für die Feen
Die irischen Kobolde sind bekannt dafür, Schuhe für die Feen herzustellen. Sie werden oft als kleine, grün gekleidete Männchen mit roten Haaren und Hüten beschrieben.
Während unseres letzten Aufenthalts in Irland hatten wir sogar das Glück, einen doppelten Regenbogen zu sehen. Dies war mit Sicherheit ein aussergewöhnlicher Tag für die Leprechauns, denn es besagt, dass sie zu diesem Zeitpunkt besonders glücklich sein und ihr Versteck vielleicht sogar offener für Entdeckungen sein könnte.
Auf der Suche nach dem versteckten Schatz am Ende des Regenbogens
Die Frage, auf welcher Seite des Regenbogens die Kobolde ihren Schatz versteckt haben, treibt natürlich auch mich um. Doch entgegen der gängigen Annahme gibt es in der ursprünglichen irischen Mythologie keine spezifische Seite, wo der Schatz zu finden ist. Die Idee, dass er nur auf einer bestimmten Seite versteckt sein könnte, ist eher eine moderne Interpretation. Inzwischen vermute ich daher, dass die Leprechauns ihren Reichtum an einem Punkt entlang des gesamten Regenbogens versteckt haben.

Quelle: Besuche in Irland (Museen, usw.), „Fairy and Folk Tales of the Irish Peasantry“ von William Butler Yeats, Internetquellen, usw.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Geschichten und Legenden über Leprechauns und Regenbogen in der irischen Mythologie oft mündlich überliefert wurden und sich im Laufe der Zeit verändert haben.
Titel-Bild: Regenbogen am Seerhein – es entzieht sich meiner Kenntnis, ob die Leprechauns auch am Bodensee ihr Gold entlang des Regenbogens verstecken.
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Tolle Fotos! Ich liebe solche Regenbögen!
Herzliche Grüße, Jörg
Schön, dass Du hier noch mitliest. Ganze herzlichen Dank für Dein Feedback und viel Glück, vielleicht findest Du ja beim nächsten Regenbogen einen Schatz! 😉 LG Michael