Cascada da Bernina

Michael’s Reisenotizen

Ich fotografiere gerne, ich schreibe gerne, ich wandere und reise gerne und vor allem staune ich gerne!

Ich bin frühmorgens unterwegs, vom Morteratsch hinauf zum Bernina Hospiz. Noch am Anfang der Wanderung wartet ein erstes Wunder auf mich. In den ersten Strahlen der aufgehenden Sonne entfaltet sich die Cascada da Bernina – ein lebendiges Gemälde aus Fels und Wasser. Der Bergbach Ova da Bernina stürzt in sanften Kaskaden über die Felsen. Die Gischt glitzert in der kühlen Morgenluft. Umgeben von der stillen Schönheit des Morteratsch-Gebiets, nahe Pontresina, verschmilzt das rauschende Wasser mit der Wärme des beginnenden Sommertags und der frischen Bergluft.

Der Wasserfall ist kein einzelner Fall. Es sind viele Kaskaden, die sich wie ein silbernes Band den Berg hinunterziehen. Ein eigens angelegter Pfad führt dicht am Wasser vorbei. Er lädt ein, die Kraft des Wassers zu spüren, seine Lebendigkeit zu erleben. Selbst die Bernina-Linie der Rhätischen Bahn, Teil des UNESCO-Welterbes, überquert diese Wasserfälle.

Ich stehe dort und spüre die Jahrhunderte, die dieser Ort in sich trägt. Den alten Saumweg, der einst Handel und Begegnung ermöglichte. Die technische Meisterleistung der Bahn. Und das Wasserkraftwerk, das schon 1891 in Betrieb ging. Ein Zusammenspiel von Natur, Geschichte und Technik.

Cascada da Bernina
Cascada da Bernina
Cascada da Bernina Morteratsch Bernina

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