Grüner Winter im Appenzellerland
Grün. Dezember. Kein Weiss. Nur auf dem Säntis und den Gipfeln des Alpsteins klebt noch etwas Schnee, als hätte ihn jemand dort vergessen. In den Tälern? Nichts. Appenzell, Herisau, Urnäsch – Winter findet gerade nur auf alten Postkarten statt. Und das gilt fast überall in der Schweiz.

Die Hochdrucklage sorgt für milde Luft oben, Nebel unten. Inversionsklima. Der Schnee? Schmilzt dahin. Die Schneekanonen schaffen es auf dieser Höhe auch nicht mehr. Es gibt kaum Hoffnung auf weisse Weihnachten im Flachland und in den Voralpen. Die Wetterprognosen winken zwar mit ein wenig kühleren Tagen, von richtigen Schneefällen fehlt aber weiterhin jede Spur.

Trübsal blasen? Bringt nichts. Das Appenzellerland zeigt sich trotzdem von seiner besten Seite. Die Wanderwege: trocken und leer. Die Berggasthäuser: warm, gemütlich und einladend wie eh und je. Immerhin: Sonne pur, während der Bodensee unter seiner Nebeldecke verschwindet.
Wir hatten etwas Pech: Oben Wolkendecke, unten grauer Nebel. Egal. Die Stimmung bleibt – grandiose Aussichten gab es selbst bei diesem Wetter.
Einfach rausgehen, durchatmen und den Winter entdecken – egal in welcher Farbe!

Falls du rauswillst und dich ein bisschen durch den grünen Winter treiben lassen möchtest, hier ein Tipp:
Laura’s Lieblingsplätze – Rundweg ab Gais:
Start am Dorfplatz in Gais, Wanderweg folgen über Sommersberg nach Schäbrig und weiter hoch auf den Gipfel des Gäbris, zurück nach Gais. Überraschende Ausblicke auf das gesamte Alpsteinmassiv, auf das Rheintal und den Bodensee.
10.4 Kilometer, ca. 480 Höhenmeter rauf und runter, Schwierigkeit: mittel. Dauer: etwa drei Stunde
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