Hat die Fotografie mittels Kamera noch eine Zukunft?
Als Amateur-Fotograf fühle ich mich manchmal entmutigt, wenn ich durch meinen Instagram-Feed und andere Plattformen scrolle und überwiegend KI-generierte Bilder sehe. Die Qualität dieser Bilder mag aktuell noch nicht perfekt sein. Doch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz lässt kaum Zweifel daran, dass der Unterschied schon bald kaum noch erkennbar sein wird. In den letzten Monaten habe ich selbst experimentiert und war erstaunt, wie leicht es ist, realistisch wirkende Fotos mit Hilfe von KI zu erstellen. Angesichts dieser technologischen Fortschritte frage ich mich: Hat die Fotografie mittels Kamera noch eine Zukunft?
Für mich steht die Authentizität meiner Bilder im Vordergrund. Es sind die Emotionen, Geschichten und Erinnerungen, die ich einfange und festhalte, die der Fotografie für mich Bedeutung verleihen. Doch in einer Welt, die oberflächliches Interesse an scheinbar epischen Momenten weckt, ertappe auch ich mich oft dabei, schnell weiterzuwischen, ohne die wahre Geschichte hinter einem Bild zu erkennen.
Fotografien mittels Kamera erstellt verschwinden
KI-generierte Bilder entstehen in Sekundenschnelle und erreichen zudem eine Perfektion, die kaum zu übertreffen ist. Ob ein Bild eine persönliche Note trägt oder eine einzigartige Geschichte erzählt, scheint bereits heute irrelevant zu sein. Bald schon werden wir Smartphones haben, die zum fotografieren keine Objektive mehr benötigen, ein Bild wird mittels Sensorik und weiteren Parametern durch KI berechnet und perfekt sowie kostengünstig erstellt. Auch hier wird die klassische Kamera bald verschwinden.
Mit dem rasanten Aufstieg von KI-generierten Bildern geraten Fotos, die von Fotografen mit einer Kamera aufgenommen werden, allmählich in den Hintergrund. Die Zukunft der Fotografie wird die Künstliche Intelligenz und menschliches Schaffen miteinander verbinden, wobei professionelle Fotografen ihre Rolle als kreative Gestalter und Berater weiterentwickeln. Dabei werden sie jedoch (fast) keine Kamera oder Studio mehr benötigen. Die Verwendung einer Kamera zum Fotografieren wird nur an wenigen Orten noch relevant sein, insbesondere in der Kunst, im Journalismus oder in Nischen wie Hochzeitsfotografie – dort, wo Authentizität unverzichtbar ist.
Kreativ-dokumentarische Fotografien für ein kleines Publikum
Hat die Fotografie von Amateur-Fotografen noch eine Zukunft? Für mich, der dies als kunstvolles Hobby betreibt, sehe ich meine Entwicklung hin zu kreativ-dokumentarischen Fotografien. Die eine Mischung aus dokumentarischer Genauigkeit und künstlerischer Vision darstellen, welche ich mit einem kleinen Publikum teilen möchte.
Möglicherweise wird mein bescheidener, altmodischer Blog somit zu einem Rückzugsort, um die Essenz und Bedeutung meiner Fotografie, die mit einer Kamera aufgenommen wird, zu bewahren.
Out of the Box – KI-generierte Bilder nur ab und zu
Weiterhin werde ich Fotos veröffentlichen, die mit einer Kamera – digital oder analog – erstellt wurden. Die Bearbeitung meiner Fotos werde ich wie bisher auf ein Minimum beschränken. Lediglich Ausschnitt, Helligkeit und die Nutzung von Schwarz-Weiss-Reglern bei Farbfotos, um eine bestimmte Stimmung oder einfach ein klassischeres, zeitloses Aussehen zu erzielen. KI-generierte Bilder dagegen werde ich hier nur ab und zu einsetzen, da wo ich ein Post nicht aus meinem Archiv illustrieren kann
Die wahre Kunst der Fotografie liegt in der persönlichen Verbindung, den Geschichten und Emotionen, die meine Bilder vermitteln. Es liegt an mir, diese Essenz auch in Zukunft zu bewahren.

Bilderbuch: KI-generierter Fotografien
Ein paar Beispiele KI-generierter Fotografien mittels Midjourney. AI Midjourney ist ein Text-to-Image-Tool, das durch künstliche Intelligenz aus textlichen Beschreibungen Bilder generiert. Weitere Beispiele findest Du im Portfolio „Midjourney“ oder im Post KI-Bildgeneratoren: Echtes Bild Oder Täuschung?
Hinweis
Dieser Blogbeitrag enthält KI-Bilder welche durch Michael’s Beers &Beans (Michael Schneider), teilweise auf der Basis von Originalbilder (MSC), mittels Standard-Version © Midjourney im Jahre 2024 erstellt wurden. Die Bilder unterliegen den Nutzungsbedingungen von Midjourney: https://docs.midjourney.com/docs/privacy-policy.
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Du schreibst, dass Handys bald keine Kamera mehr haben, sondern Bilder über KI generieren. Sind das einfach Vermutungen oder gibt es tatsächlich Ankündigungen, die in diese Richtung gehen. Dass KI vor allem in der Stockbild-Fotografie zu Verdrängungseffekten führen wird, scheint mir naheliegend. Aber gerade die Handy-Fotografie lebt doch von der Authenzität. Ich will ja kein Foto von irgendeinem Neunjährigen, sondern von meinem Neffen, der sein Geburtstagsgeschenk ausprobiert.
Okay, das klingt schon ganz schön visionär und basiert auf meinem rudimentärem Wissen in der Fotografie. Aber, es gibt ein paar Ansätze, die gerade entwickelt werden. Zum Beispiel Radar-gestützte Bildgebung, die schon bei der autonomen Navigation verwendet wird. Dann haben wir auch Laserbildgebung und natürlich KI-gestützte Bildgenerierung. Wenn die Sensortechnologie, Signalverarbeitung und künstliche Intelligenz weiter zulegen, könnten Radar- und Laseraugen irgendwann so klein und stark sein, dass man sie in Smartphones reinquetscht. Und die könnten dann Bilder schiessen, die mit normalen Kameras mithalten können! Ohne Objektiv wären diese Handys noch dünner und handlicher, und die teuren Objektive müssten nicht mehr hergestellt werden. Aber dass wir einmal mit unserem Handy „durch Wände sehen“ oder total im Dunkeln knipsen könnten, klingt dann schon ein bisschen sehr verrückt. 😉 Aber hätten wir jemals gedacht, wie die heutige KI in Deinem Smartphone das Bild von Deinem Neffen aufpeppt, indem sie das Licht optimiert und kleine Hautunreinheiten retuschiert. Ein leichtes (künstliches) Bokeh sorgt dann dafür, dass der Fokus auf Deinem Neffen liegt und die Emotionen des Moments verstärkt werden. Und das nehmen wir heute einfach als total authentisch wahr. LG Michael
Was ein toller Text und eine interessante Sichtweise! Ich würde auch weiter fotografieren. Manchmal liegt die Perfektion im Unperfekten.
Vielen Dank für Dein Feedback, und ja, ich fotografiere mit Freuden weiter und vielleicht liegt auch in der „Unperfektion“ der Reiz 😉 LG Michael