Schloss Lichtenstein – wenn Literatur zum Bauplan wird
Ich fotografiere gerne, ich schreibe gerne, ich wandere und reise gerne und vor allem staune ich gerne!
Als ich Schloss Lichtenstein sah, wäre ich am liebsten gerade Graf geworden. So ein Märchenschloss strahlend auf einem Felsen – da fühlt man sich sofort in eine andere Zeit versetzt. Doch Lichtenstein ist mehr als ein Traum aus Stein und Türmen. Es ist das einzige Schloss der Welt, das nach einer Romanvorlage entstand: Wilhelm Hauffs historischer Roman „Lichtenstein“ von 1826 inspirierte Herzog Wilhelm von Württemberg, Graf von Urach, zum Bau dieser Ritterburg im neugotischen Stil. Zwischen 1840 und 1842 wurde das Schloss errichtet – ein echtes Märchen, das Wirklichkeit wurde. Schloss Lichtenstein – wenn Literatur zum Bauplan wird.
Das Schloss klebt spektakulär am Rand der Schwäbischen Alb, nur eine halbe Stunde von Reutlingen entfernt. Wilhelm Graf von Württemberg schuf hier seinen Sommersitz – und einen Platz für seine Waffen- und Rüstungssammlung.
Alfons, das Schlossgespenst, hält die Mauern lebendig – wenn du Glück hast, zeigt er sich bei der Führung. Falls Gespenster nicht so deine Sache sind, bleibt dir der Blick von den Aussichtspunkten im Schlosshof. Oder du ziehst los, wanderst durch den Wald zur Nebelhöhle, eine der schönsten und grössten Tropfsteinhöhlen der Schwäbischen Alb.
Das lässt mich kurz träumen: Was wäre, wenn ich Graf wäre? Und ob ich mich wohl mit Alfons, dem Schlossgespenst, verstehen würde?

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