Den Gamle By, Aarhus
Den Gamle By – wo sich die Vergangenheit entwickelt
Das Freilichtmuseum „Den Gamle By“ ist lebendige dänische Geschichte, eine Zeitreise, von den frühesten Zeiten bis zu den heutigen, auch ein bisschen meine Geschichte. Den Gamle By, Aarhus ist fast als ob ich irgendwie selbst dabei wäre.

Den Gamle By, Aarhus: Wo sich die Vergangenheit entwickelt.
Aarhus, Dänemarks zweitgrösste Stadt, einst Wikingersiedlung „Aros“, ist heute ein lebendiger Mix aus Alt und Neu. Doch für mich, den Fan von Geschichte und Architektur, war die Hauptattraktion Den Gamle By – die Altstadt. Ein Freilichtmuseum, das eine Reise in die Vergangenheit ermöglicht. Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen, das Leben von Arm und Reich – alles greifbar. Die Häuser, die Ansichten, sie verzaubern. Man fühlt sich an Hans Christian Andersen erinnert. Interaktive Ausstellungen erwecken die Geschichte zum Leben. Besonders beeindruckend: die alten Läden. Apotheke, Allzweckgeschäft, die viktorianische Schneiderei. Ein fantastisches Erlebnis, das locker einen ganzen Tag füllt.

Die Geburt einer Idee
Den Gamle By entstand 1909. Peter Holm, Lehrer, Übersetzer, Historiker und später Direktor bis 1945, war der Visionär. Das erste Gebäude, das Bürgermeisterhaus, wurde auf der dänischen Landesausstellung in Aarhus gezeigt. Ein Erfolg. 1914 kaufte man Land für drei weitere Gebäude. Damit war Den Gamle By das erste Freilichtmuseum weltweit, das sich der Stadt- statt der Dorfkultur widmete. Heute beherbergt es 75 historische Häuser aus 20 dänischen Städten.
Vier Epochen, eine Stadt
Das Museum entführt in verschiedene Hauptzeiten:
- 1600 bis 1800 – Die alten Zeiten: Eine Stadt wie zu Andersens Zeiten. Kleine Städte, Fachwerkhäuser. Handwerker, Ladenbesitzer, die Armen. Bunte, altmodische Häuser. Ein Muss: die Bäckerei. Frisch gebackenes Gebäck. Köstlich.
- 1900 bis 1927 – Die Moderne: Städte im Wandel. Industrialisierung. Bürgersteige, Strassenbeleuchtung, Telefone, Autos. Eine Atmosphäre wie in „Downton Abbey“ oder „Peaky Blinders“. Der Antiquariatsladen, der Eisenwarenladen. Alte Bücher, Schreibwaren. Der Seifenladen duftet. Die Telefonzentrale funktioniert noch.
- 1950 – 1974 – Wohlfahrt und Freisinn: Die 70er. Einige erinnern sich. Orange Büromöbel, Hippie-Wohnungen, Hi-Fi-Läden. Radios, Fernseher, Kassettenrekorder. Kindheit, Jugend.
- 2000 – 2014 – Unsere Zeit: Die Strasse von 2014. Hier trifft man auf eine Regenbogenfamilie oder die Wohnung einer alleinstehenden Frau. Besuch bei Blockbuster: DVDs, Spielkonsolen, Süssigkeiten zum Selbstmischen. Erinnerungen werden wach. Oder in der Jazzbar Bent J. gibt es echte Kneipenatmosphäre. Ein Hauch von gestern, der noch nicht ganz vergangen ist.

Mehr als nur Häuser
Neben den Häusern gibt es fünf Dauerausstellungen: das Spielzeugmuseum, das Dänische Uhrenmuseum, das Dänische Plakatmuseum, die Galerie für Dekorative Kunst und die Schmuckschatulle. Weitere schöne Dinge zum Entdecken.
Mein Portfolio Den Gamle By
Es gibt so viel zu sehen. Details überall. Geschäfte, Häuser, Strassen. Früh kommen. Das Museum öffnet um 10 Uhr. Tagsüber voll. Gegen 15 Uhr leert es sich. Gute Zeit für Fotos bis 17 Uhr. Weitwinkelobjektiv für Strassen und Häuser. Jede Ecke erkunden. Auf Details achten: Ladenschilder. Auf die Pferdekutsche warten. Menschen in alten Kostümen. Alte Autos. Einiges davon ist in meinem Portfolio, am Schluss dieses Posts, gelandet.
Kulinarisches in der Altstadt
Im Museum: Bäckerei, Restaurant, Hotdog-Stand, Tea-Room. Traditionelle dänische Küche. Die Frikadellen im Restaurant: köstlich. Die dänische Kuchen aus der Bäckerei: göttlich. Dänischer Hotdog (pølsevogn) gehört dazu!
Wann besuchen?
Dänemark ist zu jeder Jahreszeit schön. Frühling, Sommer oder Herbst – ich habe es erlebt. Das Freilichtmuesum lebt mit den Jahreszeiten – ich kann mir gut vorstellen, dass Den Gamle By zur Advents- und Weihnachtszeit, mit all den Dekorationen und Aktivitäten ein Traum ist.
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